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Beitrag von Cookie » So Feb 10, 2019 5:17 pm

Erster Saisonsieg

Da war er endlich: der erste Sieg unseres Teams in Australien, der gleichzeitig auch den ersten Saisonsieg 2019 darstellt. Jan Bakelants entwischte auf der ersten Hügeletappe am letzten Anstieg den Rest des Feldes und konnte 18 Sekunden bis ins Ziel retten. Leider musste er sich am Ende der Herald Sun Tour mit Platz 2 im Gesamtklassement begnügen, da McCarthy genug Zeitbonifikationen über die 5 Tage sammeln konnte, um Bakelants doch noch abzufangen.

Einen ordentlichen Start in die Saison erwischte auch Teamkapitän Thibaut Pinot bei seinem 5. Gesamtrang bei der Vuelta a San Juan. Neuzugang Merhawi Kudus sicherte sich zudem souverän die Bergwertung der argentinischen Rundfahrt.
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Re: Les dernières actualités

Beitrag von Cookie » Mo Feb 25, 2019 9:31 am

Fipsi bei Pablo

Nach dem guten Saisonstart in Übersee glänzte das Team in der zweiten Hälfte des Saisonbeginns eher mit Abwesenheit und schwachen Leistungen. Die Oman-Rundfahrt war das große Ziel im Februar für Julian Alaphilippe. Dieser musste den Start leider absagen und trat stattdessen im weit entfernten Kolumbien an, um neben Kapitän Thibaut Pinot um einen Etappensieg zu kämpfen.
Auf der ersten hügeligen Etappe rund um Llanogrande entwischte Loulou mit einer saftigen Tempoverschärfung dem Rest des Feldes und hatte zwischenzeitlich sogar knapp 40 Sekunden Vorsprung. Unter dem Tempodiktat Lotto-Soudals wurde der Vorsprung immer kleiner und schließlich wurde der Franzose quasi auf der Ziellinie übersprintet und verpasste den Tagessieg nur um Haaresbreite.

"Leider hat mir auch in La Unión auf der fünften Etappe das nötige Quäntchen Power in den Beinen gefehlt. Der erste Saisonsieg ist immer der schwierigste, aber ich hoffe, dass es bald endlich passieren wird. Dass ich auf der letzten Etappe von Platz 2 auf 5 zurückfalle, ist schon in Ordnung. Das Terrain war etwas zu bergig für mich, aber Chapeau an Thibaut, der hier eigentlich als Kapitän für das Gesamtklassement vorgesehen war, sich aber am letzten Anstieg völlig für mich aufopferte", sagte Alaphilippe bei der Abschlusszeremonie in Medellin.

"In Oman wäre ich sicherlich um den Sieg mitgefahren, das ist sehr ärgerlich. Aber das Management wollte mich in Kolumbien am Start sehen. Es ist okay, aber ich hoffe, dass die nächste Rundfahrt diesen Monat ein besseres Ergebnis hervorbringt."

Die Frage, ob Alaphilippe in Andalusien, in Portugal oder sogar in Abu Dhabi am Start stehen wird, ließ man zunächst offen.
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Beitrag von Cookie » Fr Mär 01, 2019 10:27 pm

Andalucía...mala suerte

Die Andalusien-Rundfahrt entwickelte sich zu einer Achterbahn der Gefühle. Mit Platz 3 durch Jan Bakelants auf der ersten Etappe fing zunächst alles gut an, doch anschließend ging es drunter und drüber.

"Ich hatte am zweiten Tag und tags darauf beim Zeitfahren grauenhafte Beine, aber konnte meinen Rückstand in Grenzen halten und auf Platz 4 in die letzten beiden Tage starten", sagte Bakelants nach dem Rennen.

"Auf der Bergetappe lief es ziemlich gut, ich habe versucht alles zu geben und den Rückstand zum Podium wettzumachen. Allerdings gab es eine kuriose Zeitnahme und mein Tank war am Ende auch zu leer. Auf der Schlussetappe habe ich dann nochmals alles in die Waagschale geworfen. Ich wollte keinen Etappensieg, sondern das Podium. Meine Beine waren super, aber ebenso stark waren Dimension Data, EFD und Lotto-Soudal, die mit vereinten Kräften Tempo im Feld bolzten. De la Cruz und ich waren leider zusammen nicht stark genug, vielleicht hätte es gereicht, wenn Spilak statt anzugreifen gemeinsame Sache mit uns gemacht hätte. Schade war es in jedem Fall, 500m vorm Ziel überholt zu werden."

Indessen gelang dem Team ein kleines Kunststück, indem man mit dem 5-Mann-Kampfgeschwader die Teamwertung innehielt. Außerdem konnte Sergio Pardilla mit einer frühen Attacke auf der Bergetappe die Konkurrenz überraschen und sicherte sich im Zielsprint gegen einen De la Cruz den Etappensieg.

"Die Etappe habe ich mir von Anfang an rausgeguckt. Gerade als ich vorne alleine rausgefahren bin aus der Ausreißergruppe am letzten Berg, wurde die Etappe von der Jury abgebrochen. Ich konnte es nicht fassen. Auf der WIederholungsetappe wollte ich dann nicht klein bei geben und habe es nochmal versucht. Unglaublich, dass es am Ende dann tatsächlich gereicht hat. Zugegeben - ich habe nicht viel Arbeit gemacht auf dem Flachstück nach der letzte Abfahrt. Aber nur, weil Jan hinten war und De la Cruz gefährlich für das Gesamtklassement...", versuchte sich der Spanier bei Bahrain zu entschuldigen.

Zudem sicherte er sich auf der letzten Etappe das Bergtrikot.

Allerdings ging es anschließend erst so richtig los. 8km vor dem Ziel der Andalusien-Rundfahrt hatten wir die Teamwertung, die Bergwertung und die Nachwuchswertung - mit Bakelants auf 4, O'Connor auf 6 und Pardilla auf 9 im Gesamtklassement. Doch dann stürzte Clarke (DQT) und zog Luis Angel Mate und Ben O'Connor mit sich vom Rad. Gerade, als O'Connor aufstehen wollte, kam Sergio Pardilla aus einer abgehängten Gruppe angebraust und ballerte direkt in O'Connor rein. Lange Rede kurzer Sinn - am Ende verloren wir sowohl die Nachwuchswertung als auch die Teamwertung an Lotto Soudal.

Das Glück ist noch nicht so richtig da, aber mit dem zweiten Saisonsieg kann das Team entspannt in die Algarve-Rundfahrt starten. Dort wird Thibaut Pinot alleiniger Mannschaftskapitän sein im wiederum dezimierten Goupama-FDJ-Aufgebot, wo der Franzose die Top-5 des Gesamtklassements anpeilt.
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Beitrag von Cookie » So Mär 17, 2019 12:27 pm

Die unerwarteten Siege sind immer die schönsten...

...lässt nicht nur Mercedes verlauten. Alexandre Geniez gewann in souveräner Manier die diesjährige Tour du Haut Var und schlug dabei in seiner Heimat u.a. A. Yates, Quintana, Chaves und Bernal. Doch nicht nur das lässt aufhorchen. Das Management schickte Manager Cookie kurzzeitig in den Urlaub und installierte Starmanager uhri (Jumbo-Visma) als sportlichen Leiter, unter dessen Führung letztendlich der erste Rundfahrtsieg der Saison gelang. Laut eigener Aussage wollte uhri nicht für sein Team ins Auto springen, da sie "nur Jauchefahrer nominiert haben". Damit ist auch klar, dass die Tür für eine weitere Zusammenarbeit weit aufgeschlagen wurde und ein Managerwechsel in absehbarer Zukunft durchaus diskutiert wird.

Böse Zungen (#movistarhass) behaupten zudem, dass Groupama-FDJ nur Siege einfährt, wenn die Equipe nicht von Cookie sondern von einem vertretenden Manager gesteuert wird. Diese These konnte zum Glück Teamkapitän Julian Alaphilippe mit seinem Sieg bei Strade Bianche widerlegen. Gleichzeitig war es der erste World-Tour Sieg 2019 und gibt einen zusätzlichen Motivationsschub vor Paris-Nizza und Tirenno-Adriatico.
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Beitrag von Cookie » So Mär 24, 2019 12:28 pm

Loulou und Italien

Das bleibt eine Traumbeziehung. Julian Alaphilippe hat nach seinem verpatzten Saisonstart und dem Sieg bei Strade Bianche auch Tirreno-Adriatico in überraschend deutlicher Manier gewonnen. Nach dem Teamzeitfahren und der ersten Hügeletappe sah es noch gar nicht danach aus.

"Ich hatte bereits über anderthalb Minuten Rückstand nach den ersten beiden Etappen. Deshalb musste ich auf den selektiven Etappen volles Risiko fahren und habe weit vor dem Ziel angegriffen. Auf der vierten Etappe konnte ich mich mit Kwiato absetzen. Wir machten einen Deal, ich zog ihn ins Blaue Trikot und er überließ mir den Etappensieg. Am tag darauf griff ich schon 25km vor dem Ziel an und überraschte damit Michal, der etwas schlecht positioniert war. Ich hörte nur, dass er kurz vor der letzten Abfahrt stürzte und sich verletzte. Das ist natürlich sehr schade, ich hätte ihn gerne sportlich geschlagen. Aber so ist der Radsport leider manchmal..."

Nach seinem zweiten Etappensieg war Loulou bereits über 2:30min vor Dumoulin und hatte damit genug Polster für das abschließende Einzelzeitfahren. Der Sieg war der erste World Tour Rundfahrtsieg überhaupt bei einer einwöchigen Rundfahrt seit dem Managerwechsel Ende 2017 und ist deshalb ein ganz besonderer!

"Es war eine super Leistung von Fipsi. Aber genauso toll war die Geste von Kwiato und DQT-Manager Bike, die uns den ersten Etappensieg überlassen haben. Ich bin jetzt seit 1 1/2 Jahren dabei, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt in dieser World Tour. So handelt nur ein wahrer Champion. Für mich ist und bleibt er der beste Manager der Liga, wenn man das Gesamtpaket betrachtet."
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Beitrag von Cookie » Mo Apr 08, 2019 11:55 am

Durchwachsene Wochen

Die letzten Wochen verliefen für unser Team relativ durchschnittlich, sodass man außer Pardilla mit seinem Etappensieg und dem Gewinn der Berrgwertung bei der Volta a Catalunya keinen Sieg vorweisen kann. Kapitän Vuillermoz und Landa schieden aufgrund ihrer legendär schlechten Beine (beide -5) auf der entscheidenden Etappe hinauf zum Vallter 2000 leider aus dem Kampf ums Gesamtklassement aus.

Auch bei den Kopfsteinpflaster-Klassikern lief es nicht sonderlich gut. Vanmarcke gewann zwar den GP de Denain, fuhr bei den World Tour Rennen jedoch seinen Möglichkeiten hinterher.

"Wenn ich mal gute Beine hatte, fiel ich Blocks zum Opfer. Teilweise bin ich in den Top 15 in den Anstieg und kam in den letzten 20 wieder heraus. Aber das macht die KSP-Klassiker ja so spannend. Nächstes Jahr hab ich dort sicher mehr Glück! Und Paris-Roubaix kommt ja noch, vielleicht schaffe ich es dort mit Nils als Superhelfer in die Top 5. Bei der Flandern-Rundfahrt bin ich angesichts der katastrophalen Beine an diesem Tag mit Platz 6 richtig zufrieden", analysierte Vanmarcke seine Klassiker-Kampagne.


Die Tour of Langkawi durch Malaysia stand zuletzt auf dem Programm und stellt für unser Team eine wichtige Rundfahrt da, weil man im Asia/Ozeanien-Ranking auf dem Podium landen möchte. Auf der ersten Etappe schaffte es die Equipe mit geballter Teampower die am Berg abgehangenen Favoriten auf Distanz zu halten, sodass am Ende nur 10 Fahrer gemeinsam im Ziel ankamen, darunter Kapitän Edet. Auf der entscheidenden Bergetappe am vierten Renntag kämpfte sich Edet auf den zweiten Etappenplatz hinter einem starken Bob Jungels (Ag2r) und übernahm die Gesamtführung. Da anschließend vier abschließende Flachetappen folgten, freuten wir uns bereits insgeheim über den gelungenen Gesamtsieg. Jedoch hatten wir die Rechnung ohne Lotto-Soudal gemacht.

"Boswell holte sich mehrfach Zwischensprints, sodass er durch die Zeitbonifikationen noch an Nicolas vorbeizog. Das hat uns definitiv überrascht. Nicolas war anschließend so enttäuscht davon, dass der Ehrenkodex für manche Manager nichts wert ist, dass er gar nicht erst versuchte mittels Zwischensprint das Trikot zurück zu holen. Es ist schade, dass sowas immer wieder passiert, auch wenn es regelkonform ist und dabei stets Lotto-Soudal im Mittelpunkt steht. Zumal die Tour of Langkawi jetzt nicht unbedingt ein Prestigrennen ist, bei dem der Sieg die Welt bedeutet. Im Endeffekt muss aber jeder machen, was er für richtig hält und dann mit den Konsequenzen leben. Wir als Team halten uns weiter an den Kodex und werden davon nicht abweichen. Wir möchten unsere Gegner sportlich fair schlagen, damit man die Siege dann auch genießen kann. Ich hoffe, dass nach dieser allgemein sehr eklig geführten Rundfahrt ab nächster Woche wieder mehr Fairness und Sportsgeist ins Peleton einkehrt", sagte Manager Cookie beim Abflug am Flughafen in Kuala Lumpur.
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Beitrag von Cookie » Di Apr 16, 2019 3:18 pm

Durchwachsene Wochen - Teil 2

Die Baskenland-Rundfahrt war eines der TOP-3 Ziele dieses Jahr für unser Team. Julian Alaphilippe peilte dort den Sieg an und lag bereits nach dem Auftaktszeitfahren als 2. voll im Soll. Auf der zweiten Etappe folgte ein vierter Platz und auf der dritten Etappe dann das große Unglück.

"Ungefähr 15km vor dem Ziel bin ich gestürzt. Ich kann nicht zu 100% sagen, wie es passiert ist, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass Felline [Lotto-Soudal] mich absichtlich vom Rad geschubst hat", berichtete 'Loulou' nach dem Rennen. "Leider habe ich mir bei diesem Sturz mehrere Rippen angebrochen und hatte Atemprobleme, sodass eine Top-Platzierung außer Reichweite war."

Tatsächlich sind die Umstände des Sturzes nachwievor mysteriös. Lucas Hamilton fuhr direkt hinter Alaphilippe, als dieser stürzte. Vor der Etappe bekam er zudem von GCN eine on-bike-camera auf das Rad gesetzt, welche das Unglück aufgenommen haben sollte. Diese Kamera klaute kurz vor dem Ziel jedoch ein unbekannter Fahrer Hamilton vom Rennrad.

"Ich habe es in der Hektik der letzten Kilometer gar nicht mitbekommen. Irgendjemand hat mir die Kamera abgerissen. Nach der Etappe kam Soudal-Manager Dami zu unserem Teambus mit der verlorenen Kamera in der Hand. Er sagte, er habe sie hinterm Ziel im Gras gefunden. Allerdings grinste er dabei komischerweise schelmisch...", sagte Hamilton im Anschluss an die Etappe. "Ich habe die Kamera anschließend GCN zurück gegeben und mich später erkundigt, ob denn alles in Ordnung mit ihr sei. Sie sagten, es sei alles gut, es fehlen aber 10 Sekunden Bildmaterial. Genau die vor dem Sturz..."
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Re: Les dernières actualités

Beitrag von Cookie » Fr Apr 26, 2019 2:38 pm

Auskuriert in die Ardennen

Teamkapitän Julian Alaphilippe ist bereit für drei der wichtigsten Rennen des Jahres: die Ardennen-Klassiker in Belgien und den Niederlanden. Nach seinem Sturz im Baskenland und der dadurch verpassten guten Endplatzierung strotzt "Loulou" nur so vor Tatendrang.

"Man hat es ja bereits bei der Primavera in Spanien gesehen. Er greift früh an, das klappt manchmal, aber oftmals eben auch nicht. Wir müssen ihn bremsen und klüger fahren in den Ardennen, um am Ende auch Erfolg zu haben. Die letzten Wochen liefen zwar nicht gut, aber Julian hat genug Selbstvertrauen, welches er sich bei seinem starken Saisonstart aufgebaut hat", sagte DS Cookie vor dem Amstel Gold Race.

"Wir hoffen, dass wir in den Kampf um den Sieg wenigstens einmal eingreifen können. Aber die Konkurrenz um Valverde, Kwiatkowski, Albasini, Moscon und Valgren ist natürlich die Crème de la Crème des Radsports. Warten wir heute erst einmal ab!"
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Re: Les dernières actualités

Beitrag von Cookie » Mo Apr 29, 2019 10:18 am

Die Stimmen zur emotionalen Ardennen-Woche



Das Amstel Gold Race aus der Sicht von Manager Cookie:

"Der ganze Tag war die reinste Katastrophe. Ala war nicht auf dem Fitness-Level, auf dem wir ihn uns gewünscht hätten. Zudem beklagte er sich den ganzen Tag über seine schlechten Beine. Da war mir schon klar, dass heute nicht viel möglich ist. Dennoch versuchten wir, das beste aus der Situation rauszuholen. Unsere Vorbereitung auf den Rennen war jedoch nicht ausreichend. Das wurde dann vor allem 40 km vor dem Ziel ersichtlich, also Alaphilippe im Positionskampf ins Hintertreffen geriet und am Anstieg aus der Spitzengruppe geblockt wurde. Anschließend jagte er zusammen mit Jelle Vanendert (Jumbo-Visma) mit ca. einer Minute Abstand dem Feld hinterher. Kurz vor den finalen Anstiegen schafften die beiden den Anschluss. Ala kam mit der Favoritengruppe über den letzten Hügel und alles bereitete sich auf den Sprint vor. Er ging an Kwiatkowskis Hinterrad, aber dann kam es wie es so oft in dieser Saison schon kam. Der entkräftete Michael Woods (EFD) quetschte sich vor Julian und blockte ihn ans Ende der Gruppe. Der Sprint war damit für Julian beendet und der Tag fand mit einem enttäuschenden 13. Platz das angemessene Ende."



Flèche Wallone aus der Sicht von Jan Bakelants:

"Nach der Enttäuschung vom Amstel Gold Race wollten wir es bei Flèche zunächst erstmal ruhig angehen und uns in die zweite Reihe stellen. Julian sparte den Tag über seine Kräfte für die Mur de Huy auf. Bei den ersten beiden Überquerungen testete Julian seine Beine ein wenig an der Spitze des Feldes. Vor dem finalen Aufstieg fuhr ich ihn, soweit es meine Kräfte zuließen, ganz an die Spitze der Gruppe, sodass er neben Valverde (Movistar) und Woods (EFD) in die Steigung ging. Anschließend hoffte ich nur noch und lauschte unseren Sportlichen Leiter, die Julian immer wieder anwiesen, abzuwarten und ruhig zu bleiben. Ich sah erst Valverde und Valgren lossprinten von der Ferne, während Woods und Julian noch abwarteten. Dann verlor auch Woods die Nerven und zog los. Als sie oben um die Ecke bogen, verlor ich den Sichtkontakt, aber Julian saß zu diesem Zeitpunkt noch ruhig auf seinem Rad. Wenige Augenblicke später hörte ich unsere DS nur ins Mikrophon schreien "JETZT ODER NIE, ALA!!!"...die folgenden Sekunden schienen unendlich lang zu sein bis zum kollektiven Jubelschrei. Als ich ins Ziel kam saß Ala mit schmerzverzerrtem, aber zufriedenem Gesicht auf dem Boden. Er sagte nur zu mir: 'Heute habe ich mich herausragend gefühlt'. Wir feierten den Sieg anschließend mit mehreren Amstel Radlern und damit war der Frust vom ersten Ardennen-Klassiker endgültig vergessen."



Lüttich-Bastogne-Lüttich aus der Sicht von Julian Alaphilippe:

"Wir zogen unsere Lehren aus dem Amstel Gold Race und machten eine ausgiebige Streckenbesichtigung am Tag vor dem Rennen. Ich wusste genau, an welchen Stellen ich mich vorne aufhalten muss, um möglichen Selektionen vorzubeugen. Das Team arbeitete den gesamten Tag über hervorragend. Unser Plan war es, das Rennen schwer zu machen, um die mittelstarken Fahrer wie Valgren zu schwächen. Leider stürzte Alejandro genau am Beginn der entscheidenden Phase des Rennens, in der wir gerade vorne anfingen, Tempo zu bolzen. In Absprache mit dem Sportlichen Leiter entschieden wir uns dann, die Tempoarbeit einzustellen, um Alejandro die Chance zu geben, wieder aufzuschließen. Mein Team platzierte mich perfekt in die vielen Anstiegen. Ich fühlte mich an diesem Tag wieder ziemlich gut, sodass ich am schweren Anstieg rund 38 km vor dem Ziel antrat. Im Nachhinein betrachtet war das wahrscheinlich etwas zu früh. Nur Dylan Teuns (Ag2r) wollte oder konnte mir folgen. Wir rissen schnell eine Lücke von einer halben Minute auf die anderen Mitfavoriten auf. Teuns beteiligte sich leider so gut wie gar nicht an der Führungsarbeit. Ich wusste nicht, wie gut er tatsächlich drauf war. Ich fühlte mich aber so stark, dass ich einfach durchzog mit ihm am Hinterrad. In den Anstiegen ließ er sich nicht abschütteln. Am letzten und schwierigsten Berg trat er dann selbst an und ich fuhr weit in den roten Bereich hinein, um an seinem Rad zu bleiben. Er war unglaublich stark, wahrscheinlich weil er sich die 20km davor in meinem Windschatten fuhr. Aber ich hatte ihn ehrlich gesagt auch ein wenig unterschätzt. Unser Vorsprung war konstant zwischen 30 und 60 Sekunden, jedoch kam jetzt Kwiatkowski immer näher an uns heran wie mir mitgeteilt wurde über das Headset. Kaum waren wir in der finalen Abfahrt, setzte sich Teuns wieder an mein Hinterrad und verweigerte die Tempoarbeit. Ich musste mich allerdings vom Anstieg erholen und konnte nicht mehr voll fahren. Dadurch kam Michal zurück. Auch er arbeitete nicht - klar, er musste sich aufgrund der kräfte zerrenden Aufholjagd erst einmal erholen. Also setzte ich mich wieder an die Spitze. Aber es wollte auch danach keiner mehr mitarbeiten, also ging ich wieder raus. Die Gruppe um Lotto-Soudal und Alejandro hinter uns kam immer näher. Deshalb setzte ich 4 km vor dem Ziel alles auf eine Karte und überraschte Dylan und Michal mit einem Angriff und zog davon. Ich hatte mich genug erholt, um es bis zum Ziel durch zu ziehen. Es ist unglaublich, als Solist in Lüttich anzukommen. Mein zweites Monument innerhalb von einem halben Jahr und mein zweiter Ardennen-Klassiker innerhalb von einer Woche, das ist nicht in Worte zu fassen. Ich denke nicht, dass ich heute unbedingt der stärkste Fahrer war, aber ich bin taktisch am besten gefahren. Ich freue mich jetzt nach den vielen Siegen im Frühjahr auf eine mehrmonatige Pause."
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Re: Les dernières actualités

Beitrag von Cookie » Do Jun 13, 2019 3:37 pm

Sabbat beendet

Nach 1,5-monatiger Pause meldet sich das Team zurück in der Saison. Die Bilanz der Pause liest sich ziemlich schlecht: sowohl in der WT als auch im Schwanzvergleich-Ranking belegt man nur noch den 9. Platz. Der Fokus wird daher in den kommenden Monaten darauf ausgerichtet, irgendwie wieder in Richtung Top 5 zu kommen.

Zudem steckt das Team durch teilweise unglaubliche Entwicklungen seiner Profis tief im finanziellen Schlamassel. Stand jetzt klafft ein Loch von fast 5,8 Millionen Euro im Geldbeutel des Teams. Sollte man keine internen Lösungen finden, lässt sich wohl ein Verkauf von ein oder zwei Stars am Ende der Saison kaum verhindern.

Zur Dauphiné wird das Team Thibaut Pinot als Kapitän an den Start stellen, der die "kleine Tour" als Vorbereitungsrennen für die "große Tour" nutzen will.
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