Vorschau Tour de France 2019- made by toprider

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Vorschau Tour de France 2019- made by toprider

Beitrag von toprider » 14.07.2019, 15:18

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Herzlich Willkommen zur diesjährigen Vorschau der Tour de France 2019 der Sportredaktion von Kasachstanskaja Prawda.


Gesamtwertung: Bild

**** Thomas
*** Dumoulin, Froome
** Pinot, D. Martin, Kruijswijk
* Poels, Bennet, Bilbao, Landa

Vive la Tour! Endlich steht die prestigeträchtige Rundfahrt des Radsports wieder vor der Tür und auch dieses Jahr dürfen wir uns auf einen spannenden Kampf um Gelb freuen. In der letztjährigen Ausgabe konnte Uran erst auf der letzten Bergetappe für die Entscheidung sorgen und auch dieses Jahr dürfen wir auf auf einen ähnlich langen und offenen Kampf hoffen. Da sich Uran aber dieses Jahr schon auf den Giro konzentriert hat kann man davon ausgehen, dass er dieses Jahr nicht in ähnlichen Sphären vordringen wird.

Dieses Jahr werden wir wohl den Großkampf der drei stärksten Rundfahrer erleben dürfen. Thomas, Dumoulin und Froome heißen die drei Götter der Stunde.
Nachdem UAE die Verpflichtung von Thomas für die diese Saison bekanntgab, wurde ein schlagkräftiges Team für den Toursieg versprochen und ein solides Team geliefert. Mit Haga, Brändle und Castroviejo wurden drei starke Zeitfahrer wahrscheinlich auch für das Mannschaftszeitfahren auf der 2.Etappe nominiert. Für das Hochgebirge sind mit Atapuma und vor allem Barguil zwei exzellente Kletterer an Bord. Stybar und Simon runden das breit aufgestellt Team gut ab. Trotz des soldiden Teams darf man nicht vergessen, dass Thomas wohl von den drei Topfavoriten leicht unterlegen im Zeitfahren sein wird und natürlich auch nicht seine Schwäche auf den Hügeletappen. Ob er diese Nachteile im Hochgebirge mit seinem tollen Reg wett machen kann?

Kommen wir zu Dumoulin, dem Sieger der Vuelta 2018. Um ihn scharrt sich ein Team von hervorragenden Kletterern wie Hermans und Majka und Zeitfahrspezialisten wie Oliveria, Tratnik oder Ganna. Dazu kommt der aktuell erfolgreichste Manager der Liga dem nachdem Girosieg 2017 und der Vuelta 2018 nur noch die Tour zur Kaiserkrönung fehlt. Wäre da nicht der leichte Nachteil auf den schwereren Bergetappe den man, wie man in letzten Grand Tours zu sehen, nicht unterschätzen darf. Daher bleibt die Frage: Reichen seine Bergfähigkeiten nicht oder schaffen es der Manager mit dem perfekt auf Dumoulin ausgerichteten Team die Schwäche nichtig zu machen?

Bleibt nur noch Chris Froome. Von seinen Fähigkeiten vielleicht der kompletteste und stärkste der Gesamtfavoriten. Froome hat zwar mit Konrad für das Hochgebirge und Tony Martin für das Zeitfahren zwei starke Helfer zu Seite, jedoch ist das Team insgesamt deutlich schwächer aufgestellt als die Teams seiner Kontrahenten. Dazu kommt noch die offene Frage ob und wer das Team betreuen wird. Gerüchte, dass DER Vertreter oder Akkez das Team für die Tour übernehmen konnte bis Redaktionsschluss nicht final bestätigt oder dementiert werden.

Hinter dem ersten Trio folgt gleich das nächste Trio, dass sich wohl auch einen erbitterten Kampf liefern wird. Die Rede ist von Daniel Martin, Thibaut Pinot und Steven Kruijswijk. Pinot wird mit Landa einen der besten Rundfahrer der Liga an seiner Seite haben und ist auch sonst mit Vuillermoz oder auch O Connor herausragend aufgestellt. Trotzdem unterlag er letztes Jahr in ähnlicher Situation gegen Daniel Martin im Kampf um die Top 5. Dieser hat mit Lutsenko und Polanc zwei starke Helfer für die Berge zur Seite bekommen, besticht aber dieses Jahr selbst nicht mit der gleichen Spritzigkeit wie letztes Jahr auf den welligen Etappen. Dazu gesellt sich mit Steven Kruijswijk zu dem Duo ein Fahrer, der den anderen beiden wohl im Zeitfahren einige Sekunden abnehmen wird und mit Gesink und Ten Dam auch zwei ordentliche Helfer zur Seite bekommt. Jedoch muss sich das Team dieses Jahr gleichzeitig auch noch um Groenewegen kümmern und steht daher vor drei intensiven Wochen.

Dahinter sind auch Fahrer wie Wout Poels, George Bennett oder auch Pello Bilbao nicht zu unterschätzen. Trotzdem werde diese wohl auf den entscheidenden Bergetappe zu große Schwächen am Berg zeigen.
Auch sonst gibt es mit Landa, Uran, Majka, Pozzovivo, Barguil oder auch Woods starke Rundfahrer die sich aber wohl für ihre Kapitäne opfern, auf Etappensiege fahren der auch einfach ihren Saisonhöhepunkt auf einen anderen Grand Tour gelegen haben werden.


Bergwertung: Bild

*** Bardet
** Chaves, Rolland
* Herrada, Feillu, Pozzovivo

The same procedure as last year Mr. Bardet? Das diesjährige Programm von Bardet spricht wieder dafür, dass er sich bei der Tour nur auf Etappen und das Bergtrikot stürzen wird und die Gesamtwertung links liegen lässt. Die Wochenrundfahrten scheinen inzwischen erfolgsversprechender zu sein als der Kampf um Gelb. Leider. Dennoch, mit seinen herausragenden Kletterfähigkeiten sollte er der Favorit auf das gepunktete Trikot sein.
Doch dieses Jahr melden auch einige andere Teams Anspruch im Kampf und das gepunktete Trikot. Da wären der Vorjahreszweite Rolland den wir als französischen Vertreter natürlich auf dem Zettel haben müssen und Chaves der im CCC Team Freiheiten und die Unterstützung des Teams hinter sich weiß.

Dahinter ist eine breite Masse an Fahrern die in Frage kämen. Zwar meldet mit Bilbao noch ein weiterer Fahrer Ansprüche an, aber die die Redaktion sieht ihn eher als Mann für die Top 10. Daher wäre evtl. der Franzose Brice Feillu ein Kandidat, den das Team ins Rennen schicken wird. Auch das Team Trek sehen wir als potenzielles Team, dass sich für das Bergtrikot interessieren könnte. Mit Herrada, Uran oder auch Ciccone ist die Liste an möglichen Fahrern lang. Daneben wird sicher der ein oder andere Rundfahrer, der sich die Tour nicht als Priorität 1 im Kalender angestrichen hat, im Zuge der Etappenjagd auf den Geschmack des Bergtrikots kommen. Da kämen mit Landa, Pozzovivio, Woods oder auch Barguil einige weitere in Frage wobei Fahrer wie Landa und Barguil sich wahrscheinlich in die Dienste der Kapitäne für den Gesamtsieg stellen werden.



Sprintwertung: Bild

*** Viviani
** Gronewegen, Gravia
*Haas, Bevin, Degenkolb

Wenn man sich die Favoriten anschaut wagt man natürlich auch einen Blick in Vergangenheit und auf die Wertung des letzten Jahres: 1. Sagan; fehlt. 2. Bouhanni; fehlt.; 3. Kittel; fehlt. 4. Boasson Hagen; fehlt. 5.Cavendish; fehlt. Ein Zeichen für den Generationenwechsel im Sprint? Für Kittel und Cavendish wird das sicher gelten, aber ein Fahrer wie Peter Sagan wäre sicher auch dieses Jahr wieder einer der Favoriten auf das Grüne Trikot gewesen. Jedoch entschied man sich bei Deceuninck - Quick Step dazu den Fokus dieses Jahr komplett auf Viviani zu legen. Elia Viviani verfügt über ein Team, dass mit Bilbao zwar einen Mann hat der auf Gesamtwertung fahren könnte, aber ohne Quintana sollten für das Team die Interessen von Vivani die höchste Priorität haben. Leider stellt das Team mit Sabatini keinen Weltklasse Anfahrer zur Verfügung, aber wegen Vivianis Nebenwerten bleibt er der Favorit auf Grün.

Rein von seinen Sprintfähigkeiten sollte eigentlich Dylan Gronewegen der stärkste in den Sprint sein. Doch auch ihm fehlt es an einem starken Anfahrer und das Team wird mit Kruijswijk zweigleisig Ziele verfolgen. Trotz allen verfügt man mit Van Emden, Burghardt, Rossen und Schär über ein großes Helferteam das Groenewegen zur Verfügung stehen wird und hoffentlich auch innerhalb der Karenzzeit über die Bergetappen führen kann.

Bleibt von den großen Favoriten noch Gaviria. Er verfügt mit Degenkolb wohl über den stärksten Anfahrer aller Sprinter hat aber nur noch zusätzlich mit Dillier einen weiteren Fahrer der sich für ein gutes Lead-Out eignet. Die restlichen Fahrer des Teams fühlen sich eher in den Bergen wohl und werden daher als Helfer für Wout Poels gedacht sein. Zu der geringen Helferzahl kommt auch noch, dass Gaviria eine schwächere Beschleunigung und Regeneration besitzt.
Hinter den drei Topfavoriten klafft eine riesige Lücke bei der man gespannt sein kann wer in den Sprint reinhalten oder um das Sprintertrikot kämpfen wird. Anspruch erhebt Nathan Haas der deutlich besser über die Berge kommt und dort an den Zwischensprints oder wenn die drei Favoriten aus der Karenz fliegen zum neunen Anwärter um Grün werden könnte. Er verfügt im Team über viele Freiheiten und könnte daher ein kleiner Geheimfavorit werden. Ähnliche Fähigkeiten bringt auch Patrick Bevin mit. Bei dessen Team sollten die Interessen mit O Connor und Pinot woanders liegen. Bliebe vielleicht noch Greg van Avermaet dem man immer alles zutrauen sollte.



Nachwuchstrikot: Bild

*** Martinez
** O Connor, Ciccone
* Eg, Arslanov, Eisenhart

Letztes Jahr siegte mit über 16 Minuten Abstand Sam Oomen in der Nachwuchswertung. In diesem Jahr ist ein spannender Zweikampf zwischen Martinez und O Connor zu erwarten. Natürlich hätte auch ein Ciccone das Format um um die Wertung mitzufahren. Aber diese wird nach dem Giro nicht in absoluter Topform anreisen. Der größte Vorteil für Dani Martinez wird es wohl sein, dass er komplett auf einige Rechnung fahren darf und das restliche Team sich wohl auf Etappensiege und Unterstützung für ihn konzentrieren wird. Anders sieht es bei Ben O Connor aus, der mit Pinot einen der Favoriten um den Gesamtsieg an seiner Seite hat und bei dem FDJ schauen muss, ob sie die Interessen beider Fahrer unter einen Hut bekommt. Hinter den drei genannten wird die Luft für weitere Talente, die eine größere Rolle spielen werden, sehr dünn. Am ehesten trauen wir Eg sowie den beiden Mitchelton-Scott Fahrern Arslanov und Eisenhart eine Überraschung zu.




Wir freuen uns auf eine spannende und hoffentlich für alle schöne Tour de France. Gerade in stürmischen Zeiten sollten sich alle Manager darauf fokussieren warum wir hier sind: Spaß am Spiel und dem Sport der dahinter steckt. Zu guter Letzt darf natürlich das wichtige nicht fehlen: Danke an alle Stagebauer die die Tour auch dieses Jahr wieder möglich gemacht haben.

Viel Spaß bei der Tour!

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