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Kotschi
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Beitrag von Kotschi » 17.05.2019, 14:01

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+++ NEWS +++ Der Giro d'italia steht vor der Tür +++ NEWS +++

Mit dem Giro d'Italia steht die erste Grand Tour der Saison auf dem Programm. Die Starliste lässt sich mehr als sehen, fast alle Top-Rundfahrer stehen am Start. Offensichtlich rechnet sich niemand Podiumschancen bei der Tour d'France aus angesichts des erwartetenden Dreikampfs von Dumoulin, Froome und Thomas. Daher dürften viele Fahrer ihren Fokus dieses Jahr ausschließlich auf den Giro gelegt haben.

Ein Blick auf die Profile der einzelnen Etappen zeigt, dass:

- es zwar 3 Zeitfahren gibt, aber davon keines tellerflach ist, so dass die Entscheidung nicht im zeitfahren fallen dürfte
- es nur 2 wirklich schwer Bergankünfte gibt, so dass die Entscheidung nicht am Berg fallen dürfte.
- es viele sehr lange Etappen gibt, so dass die Ausdauer vielleicht einen Einfluss haben dürfte, aber insbesondere die Regenerationsfähigkeit in der 3. Woche gefragr ist.
- es sehr viele hügelige und bergige Etappen gibt, so dass diese Fähigkeit nicht unentscheidend sein dürfte.

Alles in allem wird es ein Giro der Superlative, eine Vorhersage zu treffen ist fast unmöglich, trotzdem versuchen wir mal eine Prognose. Wir haben dazu in mehreren Kategorien den einzelnen Fahrern 1-5 Punkte gegeben.

FitnessKLEHÜGAUSREGZFManagerSumme
Nibali544544127
Pozzovivo543453327
Quintana553343427
Uran543443326
Roglic543255226
Mollema514443425
Yates, Adam524333525
Valverde325514323
Keldermann523235323
Yates, Simon153144523
Lopez552142423
Aru543213422
Zakarin143354121
Meintjes521141519
Nieve112451317
Buchmann512114317
Barguil322231114


Es gibt 3 Teams die nominell mit einer Doppelspitze antreten:
Team Ineos mit Adam und Simon Yates. Wir gehen aber an Hand der bisherigen Saisonverläufe davon aus, dass sich die Teamleitung klar für Adam Yates als Kapitän entschieden hat und Simon noch andere Aufgaben in dieser Saison haben wird.
Team Bora hansgrohe wird mit Nieve und Buchmann antreten. Wir gehen aber davon aus, dass Buchmann der klare Kapitän ist.
Team Katusha startet mit Zakarin und Nibali. Es ist kein Geheimnis, das Nibali der klare Kapitän ist und Zakarin der Edelhelfer.

Wenn Vincenzo Nibali es schafft in den entscheidenden Rennsituationen vorne zu sein um nicht geblockt zu werden gehört er zu den ganz großen Favoriten. Die größte Schwäche ging beim Team Katusha bisher immer vom Begleitwagen aus. Wenn man da seine Nerven im Griff hat, ist auch der ganz große Wurf drin, denn die Etappen und Profile ist Nibali quasi auf den Laib geschneidert.

Nairo Quintana wird von vielen als Topfavorit gehandelt, bei ihm ist keine wirkliche Schwäche auszumachen, alles andere als ein Sieg wäre eine Enttäuschung für das erfolgsverwöhnte Team. Die größte Gefahr sehen wir in den vielen gefährlichen Abfahrten, aber wenn Quintana sturz- und pannenfrei durch den Giro kommt, ist er defintiv ein heißer Sieganwärter.

Domenico Pozzovivo vom Bahrein Merida Team ist für uns auch ein ganz heißer Kandidat fürs Podium, mit etwas Glück ist sogar ein Sieg möglich. Er wird auf den schweren und langen Hügel- und Mischetappen nicht so viele Probleme haben bei den Spezialisten für diese Profile dabei zu bleiben. Das könnte ihm einige Zeitgewinne auf die Konkurrenz bringen, die er dann als Polster fürs Hochgebirge nutzen sollte.

Rigobert Uran kommt als amtierender TdF Sieger zum Giro, und ist somit naturgemäß ein Sieganwärter, ein Platz unter den TOP5 sollte ihm sicher sein, da er auf keinem Terrain besondere Schwächen aufzeigt, allerdings gibt es auch kein Terrain wo er viel Zeit herausfahren wird. Von daher kommt es für ihn darauf an, immer möglichst wenig Zeit zu verlieren. Ein Girosieg ohne einen Etappensieg wäre ihm durchaus zuzutrauen.

Primoz Roglic kann mit etwas Glück auch um den den Girosieg mitfahren. Ein Platz unter den TOP5 sollte aber in jedem Fall drin sein. Er hat seinen Stärken vor allem im Zeitfahren, und könnte mit dem nötigen Glück auf den schweren Etappen sogar einen Start-Ziel Sieg hinlegen, da er der große Favorit für den Prolog ist. Da sein Manager ist nicht dafür bekannt besonders kraftsparend zu fahren, muss er auf den langen Etappen aufpassen, dass ihm da nicht zu früh der Motor ausgeht.

Bei Bauke Mollema kommt aus auf den Mut des Managers an, ob er aufs GK fahren wird. Ihm liegen besonders die ersten beiden Wochen, wenn er sich da einen Vorsprung auf die starken kletterer sichern kann, ist ihm ohne weiteres eine TOP5 mit etwas Glück sogar eine TOP3 Platzierung zuzutrauen.

Adam Yates ist unseres Erachtens der Kapitän des Team Ineos. Auch er wird die ersten beiden Wochen des Giros nutzen müssen um Zeit heraus zufahren auf die Konkurrenz. Ihm trauen wir sogar den Sprung ins Rosa Trikot nach der ersten Woche zu. Und das könnte ihn dann so beflügeln, dass er es Etappe für Etappe verteidigt, mit etwas Glück und dem ein oder anderen Ausfall sogar bis nach Verona. Der entscheidende Faktor ist der Manager im Begleitfahrzeug. Stefan ist zu wahren Wundern fähig (legendär ist sein 100km Solo Sieg mit Sprinter Johann Museeuw bei Lüttich- Bastogne Lüttich). Irgendwann wird sich das hohe Risiko dass er bei jedem Rennen geht auch mal auszahlen, und dann wäre er am Ziel seiner Träume... dem Giro-Sieg.

Alejandro Valverde wird sich die ein oder andere Etappe holen aber für den Kampf ums Gesamtklassement ist der Hans-Dampf-in-allen-Rennen vermutlich nicht fit genug.

Wilco Keldermann wird endlich mal von einem anderen Manager gesteuert als uhri. Ob das eine Erleichterung für ihn sein wird bleibt abzuwarten. Ein Platz unter den TOP10 wäre angesicht der riesigen Konkurrenz allerdings schon ein guter Erfolg.

Miguel Angel Lopez gilt als einer der besten Kletterer im Peloton. Er wird sicher bei den ganz schweren bergankünften einiges an Zeit gut machen auf die Konkurrenten. Ob das aber am Ende reicht um in Verona aufs Podium zu fahren, bleibt abzuwarten. Angesicht seiner Schwächen in den zeitfahren und auf besonders langen und hügeligen Etappen, wird er wohl zu Beginn der letzten Woche schon mehrere Minuten Rückstand haben, aber wenn dann am richtigen Tag die Form stimmt und er den Mut zu einer frühen Attakce findet, ist ihm sogar ein PLatz auf dem Podium zuzutrauen. Das Trikot des besten Jungprofi wird er aber in jedem Fall gewinnen, sollte er in Verona ankommen.

Fabio Aru ist nachwievor ein Schatten seiner selbst. Er hat sich speziell auf den Giro vorbereitet, wird aber in der letzten Woche vermutlich Probleme bekommen. Sein Manager ist aber mit allen Wassern gewaschen, und ihm ist auch durchaus zuzutrauen, Fabio die notwendige Geduld und Ruhe zu geben, um auf den entscheidenden Tag zu warten. Wenn auf der 13. Etappe die Form stimmt, kann er sich mit einem Husarenritt ganz weit nach vorn bringen.

Vorjahressiger Meintjes ist wieder in bestechender Form, wie er in Kroatien unter Beweis gestellt hat. Allerdings ist der Giro dieses Jahr nun wirklich alles andere als Meintjes auf den Laib geschneidert. Wir gehen davon aus, dass er totz seines überragenden Managers keine Chance auf die TOP10 haben wird.

Damit Emanuel Buchman oder Warren Barguil in die TOP 10 fahren muss schon einiges passieren. Sie müssen auf Defekte, Massenstürze und mehrere Aufgaben anderer Favoriten hoffen oder sich geschlossene Bahnschranken vor dem Hauptfeld wünschen, wenn sie selbst in der Fluchtgruppe sind.

Die Chancen auf den Girosieg sehen wir so:

*** Nibali,
** Quintana, Pozzovivo
* Uran, Roglic

dark horse: Adam Yates

Es wird die spannenste Grand Tour aller Zeiten. Es wird keinen Fahrer geben der die gesamte Tour dominiert. Es wird so viele verschiedene Etappensieger geben wie nie zuvor. Es entscheidend am Ende vermutlich die Tagesform.

Es ist angerichtet...

... dann lasst die Spiele beginnen.


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Hakan
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Re: 2019 The National

Beitrag von Hakan » 17.05.2019, 16:06

Lieber Kollege unser Kapitän für Giro wird Simon sein wie kommen sie auf Adam 🙄

Kotschi
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Re: 2019 The National

Beitrag von Kotschi » 18.05.2019, 21:18

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+++ NEWS +++ Interview mit Manager Timmy +++ NEWS +++

Einen Tag vor Beginn des Giros trafen wir Katusha-Manager Timmy.

The_N: Wie geht es Ihnen einen Tag vor dem Giro?
Timmy: Sehr sehr aufgeregt, aber man ist froh das es endlich los geht :)
The_N: Was denken Sie wer am Ende des ersten Tages das rosa Trikot tragen wird?
Timmy: Nibali :) ich träume davon
The_N: was muss passieren damit Nibali es auch noch in Verona trägt?
Timmy: Wachsam bleiben, in keinen Sturz verwickelt sein, Chancen nutzen!
The_N: Wer ist der größte Widersacher ?
Timmy: Quintana
The_N: quintana wird sich vermutlich für die 3.woche schönen und da zum generalangriff blasen. Wieviel Vorsprung wird nibali in den ersten 2 Wochen heraus fahren müssen?
Timmy: Wer sich schon, der wird verlieren! Das kann ich den Zuschauern schonmal versprechen! Der Giro ist nicht am Ende zu gewinnen, die Mischetappen machen es aus! Man kan den Giro nicht an einen Tag gewinnen, aber man kann ihn verlieren!
The_N: Und da wird nibali die Entscheidung suchen? Oder ist die Devise erstmal abwarten und schauen was die anderen machen?
Timmy: Er wird, wenn es sich die Rennsituation ermöglich jede Chance nutzen! Jede! Abwarten? Haha...Bin ich Stefan....programmiere ich? 0010001? Sorry nicht mit Nibali. Lets Rock, schnall euch an, genießt die Show!
The_N: Denken Sie das am Ende vielleicht die bonussekunden den Unterschied ausmachen können?
Timmy: Das ist nichts für mich. Geschenke erhalten die Freundschaft! Nein, Bonussekunden werden es nicht ausmachen! Vielleicht bei der Tour..... aber nicht beim Giro
The_N: Und zakarin ist wirklich bereit sich 100% unterzuordnen? Oder wird auch seine Gelegenheit bekommen?
Timmy: Es geht nur gemeinsam! Katusha hat das zweitgerinsgte Budget....Aber müssen alle für einen fahren und einer für alle! Wir sind kein Quick Step, Jumbo oder Lotto...es geht nur gemeinsam
The_N: vielen Dank und alles Gute!


Kotschi
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Re: 2019 The National

Beitrag von Kotschi » 20.05.2019, 11:25

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+++ NEWS +++ Ruhetag beim Giro +++ NEWS +++

Heute ist Ruhetag beim Giro, zeit die erste Woche zu anlysieren.

Auf der 1. Etappe setzte sich der große Favorit wie erwartet durch. Primoz Roglic gewann das Auftaktzeitfahren zur Wallfahrtskapelle San Luca in Bologna, vor Wilco Keldermann und Bauke Mollema. Der Vorsprung auf die anderen Favoriten für Gesamtklassemt war wie erwartet recht deutlich, Quintana verlor 20 Sek,Uran verlor 22 Sekunden und Nibali verpokert sich bei der Wahl des Rennrades. Er fuhr als einziger mit einem klassischen Straßenrand und büßte 43 Sekunden ein. Simon Yates konnte dagegen ein Ausrufezeichen hinter seine Form setzen, er beeendete das Zeitfahren als 4. mit 11 Sekunden Rückstand und dürfte damit kalr der Kapitän des Teams INEOS sein.

Die 2. Etappe führte das Fahrerfeld nach Fucecchio. Alle erwarteten eine lockere Etappe mit einem Sprintfinale, da sich das Team Deceuninck um Sprinter Elia Viviani frühzeitig an der Spitze des Feldes zeigte und die Kontrolle übernahm. Doch an den beiden Steigungen Montalbone (km 157,5) und San Baronto (km 177,5) entfachte das Team Katusha das erste der angekündigten Feuerwerke. Mit aller Macht zerlegte Manager timmy das Feld und so kam es zu einem Sprint einer nur 37 Mann starken Gruppe. VOn den Sprinter hatte es lediglich Viviani geschafft dabei zu bleiben und gewann locker und souverän die Etappe. Prominenteste Opfer waren Louis Meintjes (Lotto-Soudal) und Warren Barguil (UAE Team Emirates). Barguil ging schon mit einer Magen-Darm-Grippe an den Start der Etappe (Tagesform -5). Er wurde schon während der Etappe mehrfach vom Feld abgehängt, und kann somit wohl schon frühzeitig alle Hoffnungen aufs Gesamtklassement begraben.

Die 3. Etappe führte dann über ereignisarme 222km nach Orbetello. Es kam zu dem erwartete Massensprint, Viviani siegte vor Battaglin und Greipel. Warren Barguil nutzte jedes Dixi-Häuschen für eine unfreiwilige Pause und kämpfte sich mit all seinen Teamkolelgen mehr als 8 Minuten nach dem Hauptfeld ins Ziel. (Tagesform -5)

Die 4. Etappe begann zunächst ruhig. Ein 10 mann starke Spitzengruppe mit Mikel Bizkarra (UAE) fuhr einen Maximalvorsprung von 7 Minuten heraus. Das Feld ließ die Ausreißer gewähren, es deutete sich der erste Ausreißererfolg des Giros an. Doch 50 km vor dem Ziel ließ sich der hinter der Spitzengruppe fahrende Mannschaftswagen vom Team Bora zurückfallen. Als der Wagen kurz vor dem Feld war schossen 6 Bora Fahrer an einer kleinen giftigen Steigung aus dem Peloton und fuhren kurz nach dem BORA-Mannschaftswagen in einen 10km langen Tunnel mit einer Engstelle an einem stillgelegten Bahngleis in der Mitte. Leider gibt es keine TV-Aufzeichnungen aus dem Tunnel, einige Fahrer meinten das das Feld im Tunnel anhalten musste da der Bora Mannschaftswagen eine Panne hatte an der Engstelle. Als das Feld wieder aus dem Tunnel kam hatten die 6 Bora Fahrer den Anschluss an die Spitzengruppe geschafft und lagen plötzlich 5 Minuten vor dem Feld. Das das nicht mit rechten Dingen zugegangen sein kann, war jedem Beteiligten klar. Die Rennleitung versuchte die 6 BORA Fahrer zum anhalten zu bewegen, doch die Situation wurden unübersichtlich, einige Fahrer der Fluchtgruppe gaben aus Protest ihre Bemühungen auf, andere waren permanent am Teamfunk um Erklärungen zu bekommen wo die 6 Bora Fahrer plötzlich herkamen und was nun passieren würde. Lediglich Magnus Cort vom CCC Team blieb unbeirrt und setzte seine entscheidende Attacke 20km vor dem Ziel. Er erreichte das Ziel als Solist und machte wertvolle Punkte im Kampf um das Sprinttrikot gut. Hinter Cort belegten die ebenfalls zur Ausreißergruppe gehörenden Buchmann und Benati die Plätze 2 und 3. mit dem zeitgleich gewerteten 53 Fahrer starkem Hauptfeld mit allen Favoriten. Der verantwortliche Sportliche Leiter von BORA kam nicht im Ziel an und konnte nicht zur Rede gestellt werden, was da im Tunnel los war. Buchmann wurde der 2. Platz im Nachhinein aberkannt. Wirklich bedauerliche ist diese Unsportlichkeit für Daniele Benati. der italienische Altmeister wäre wohl locker ins Rosa Trikot gefahren, und hätte es angesichts der nicht allzuschweren Profile der kommenden Etappen eine ganze Weile tragen können.

Die 5. Etappe endete nach 140 km in Terracina. Den erwarteten Massensprint entschied wieder Viviani für sich der damit schon seinen 3. Etappe gewann. Dieses Mal war es aber denkbar knapp, denn Consonni kam auf den letzten Metern noch mächtig nah an Viviani heran. Eine positive Nachricht was das es Barguil langsam besser zu gehen scheint. Nachdem er auf der 4. Etappe mit Tagesform -5 erst kurz vor der Karrenz ins Ziel kam, ging es im auf der 5. Etappe schon deutlich besser (Tagesform -3)

Auf der 6. Etappe wartete mit der Coppa Casarinelle der ersten Berg der 2.Kategorie. Der Sieger sollte 18 Punkte bekommen. Der bis dato Führende Valerio Conti hatte gerademal 15 Punkte auf dem Konto. Warren Barguil machte endlich mal positive Schlagzeilen, er zeigte sich in der Fluchtgruppe zusammen mit seinen beiden Teamkollegen Oswian und Brambilla. In der 13 köpfigen Gruppe war auch Bergtrikotinhaber Valerio Conti mit einem Teamkollegen vertreten, genauso wie Dauerausreißer Weenig und Etappensieger Cort. Serge Pauwels und Tsagbu Grmay gehörten ewbenfalls dazu wie der Kolumbianer Winner Anacona. Barguil schien seine Krankheit der ersten Tage überwunden zu haben (Tagesform -1) und die Gruppe konnte gut 10 minuten an VOrsprung herausfahren. Am Fuß des 16 langen Aufstieges zur Bergwertung der 2. Kategorie hatte die Gruppe noch 7 Minuten Vorsprung. Ins Ziel waren es zu diesem Zeitpunkt noch 33km, so dass man davon ausgehen konnte, das der Etappensieger aus der Spitzengruppe kommen würde. Owsian und Brambilla mussten früh reißen lassen, Barguil schlug sofort ein hohes und gleichmößiges Tempo (79%) an in der Hoffnung alle Kontrahenten abschütteln zu können. Doch Conti, Anacona, Cort und Grmay waren zäh und blieben immer dran. Kurz vor dem Gipel sprinteten Conti und Anacona an Barguil vorbei um die Bergpunkte. Dieser hatte keine Chance etwas entgegenzusetzen und musste sich mit dem 3. Platz begnügen. Cort hatte anderes im Sinn, er zog an der Bergwertung an Barguil vorbei und stürzte sich in die kleine Abfahrt- Während Conti sofort nach der Bergwertung die Beine hochnahm zog Anacona durch und versuchte als Solist das Ziel zu erreichen um das Rosa Trikot zu erobern. Barguil schloss in einer kleinen Gegensteigung wieder zu Cort auf und beide versuchten nochmal Anacona einzufangen um sich den Etappensieg zu holen. Auf der ansteigenden Zielgerade waren beide wieder dran und es kam zu einem unfassbar knappen Dreiersprint, alle 3 Fahrer fuhren zeitgleich nebeneinander über die Ziellinie. Vermutlich auf Grund des dickeren Reifens wurde dann Anacona per Fotofinish zum Siger erklärt. Anancona übernahm auch das Rosa Trikot da das Feld mit den Favoriten 1:38 Rückstand hatte. Das Anacona allerdings nicht mit der Gewissheit des Rosa Trikots den anderen beiden den Etappensieg überließ, stieß zumindest Warren Barguil scheinbar sauer auf, den er musste sich direkt nach dem Zielstrich übergeben.

Die Folgen spürte Barguil dann auch auf der 7. Etappe nach L'Aquilla (Tagesform -5). Er konnte sich zwar wieder in der Gruppe des Tages platzieren doch bei der Bergwertung der 2. Kategorie musste er wieder Conti den Vortritt lassen, der in dieser ersten Girop Woche wie entfesselt (Fitness 99) fuhr. Die Etappe in L'Aquilla gewann Pierre-Luc Perrichon als Solist, der damit den verdienten Lohn einer sehr aktiven ersten Girowoche erntete. Aktivster Fahrer der ersten Woche war zweifellos Pieter Weenig, dem aber am Ende immer das Quentchen Glück für einen Etappensieg oder ein paar Pünktchen für ein Trikot fehlte. Conti hat das Bergtrikot mit 51 Punkte ganz sicher im Gepäck. (2. ist Barguil mit gerademal 14 Zählern). Das Sprint-Trikto trägt der 3-fache Etappensieger Viviani. Er hat 126 Punkte, der zweitplatzierte Pieter Weening hat 118 Punkte, Cort folgt als Dritter mit 104 Punkten. Das Rosa Trikot sitzte auf den Schultern von Winner Anacona. Er führt das Gesamtklassement mit 1:23 vor Primoz Roglic und 1:27 vor Wilco Keldermann an. Die Favoriten für die Gesamtwertung haben sich bis auf NIbali (1. Etappe) Meintjes (2. Etappe) alle noch schadlos gehalten und liegen alle wneiger als 30 Sekunden hinter Roglic. Nibali hat 43 Sekunden auf Roglic Rückstand und Meintjes schon 1:52.

Den heutigen Ruhetag nutzen alle Mannschaften zum Erholen, mehr als eine lockere Ausfahrt ist nirgends zu beobachten, außer bei Hubert Dupont. Er gab nach seiner 200km Trainingsrunde den erstaunten Journalisten zu Protokoll: "Ich fühle mich als ob der Giro heute erst losgeht, ich bin noch total frisch und habe garkeine Kraft verbraucht in der ersten Woche." Gerben Thijssen vom Groupama FDJ Team konnte nicht aufs Rad, er beakm vom Mannschaftsarzt Infusionen, da er an totaler Erschöpfung leidet.



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