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Beitrag von Dani » 25.01.2019, 22:03

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Wir sind EF Education First. 35 Fahrer aus 15 Nationen radeln um die Welt. Alles über unsere Reise hier im Thread!

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Re: 2019 - Explore The World

Beitrag von Dani » 25.01.2019, 23:57

Prolog: Interview mit dem Manager

- Eine neue Saison beginnt. lassen Sie uns zunächst auf die vergangene Saison schauen. War die in Ihren Augen erfolgreich?

Wir fahren in erster Linie für unseren Kapitän Greg Van Avermaet. Und bei ihm gehts natürlich jedes Jahr vor allem um die Flandernrundfahrt. Da mussten wir letztes Jahr feststellen, dass zwei Fahrer einfach besser waren. Auch im Fahrerweltcup konnten wir den erhofften Sieg nicht erreichen. Greg Van Avermaet konnte den Weltcup einige Monate anführen, doch am Ende gab es ein drei Fahrer, die einfach mehr Punkte eingefahren sind. Trotzdem war es eine großartige Saison von ihm. Eindrucksvolle Siege bei der Strade Bianche und Gent Wevelgem. Dazu noch die Classica San Sebastian und Quer durch Flandern. Von Februar bis September konnte er um Siege kämpfen. Das Saisonhighlight kam aber erst danach. Der WM Sieg und das Regenbogentrikot für Michael Woods machen jede Saison zu einer erfolgreichen. Auch trotz der Unannehmlichkeiten um Bauke Mollema.

- Sie sprechen ihn gerade an. Bauke Mollema. Das Thema der Transferphase. Er wollte und sollte auf jeden Fall das Team verlassen. Trotzdem wird er in ein paar Tagen in San Juan ein pinkes Trikot tragen. Wie kann das sein?

Die Saison war ein großes Missverständnis. Bauke Mollema wurde uns als GrandTour Kapitän verkauft, aber das ist er leider nicht. Er sollte die Tour de France gewinnen, das war seine einzige Aufgabe. Doch dem Druck war er einfach nicht gewachsen. In den letzten 5 Jahren fuhr Bauke für 5 verschiedene Teams. Niemand war mit ihm zufrieden und er war unzufrieden. Wir haben uns diesen Winter mit ihm zusammengesetzt und die Saison genau nach seinen Wünschen geplant. Er wird dieses Jahr nicht die Tour gewinnen. Sein Ziel ist wieder ein Etappensieg. Außerdem möchte er die kämpferischster Fahrer Wertung beim Giro gewinnen. Weniger Druck und mehr Rennspaß.

- Ihr Team war immer bekannt dafür bei jeder Grand Tour einen Mann für die Gesamtwertung zu haben, doch der Absturz im Teamcheck zeigt, dass das eigentlich gar nicht mehr möglich ist. Wenn Bauke Mollema nicht mehr um die Gesamtwertung fahren will, wer soll es dann tun?

Es war diesen Winter leider unmöglich einen GrandTour Kapitän zu verpflichten. Also müssen wir uns nächstes Jahr komplett umstellen. Der Giro steht ganz im Zeichen unseres italienischen Zugs: Bennati -> Belletti -> Modolo und Bauke Mollema wird in den Bergen ein Feuerwerk abliefern. Vielleicht wird neben der Kämpferischsten Fahrer Wertung auch das Bergtrikot drin sein. Bei der Tour fahren wir die großen Geschütze auf. Neben Mollema wollen auch Van Avermaet und Woods eine Etappe gewinnen. Wir haben keinen Sprinter und keinen Mann für die Gesamtwertung am Start. Ich kann ihnen versichern, dass wir in jeder Ausreißergruppe zu finden sein werden. Bei der Vuelta werden wir vor allem Fahrern aus der zweiten Reihe eine Chance geben. Auch hier wird man uns wohl vor allem in Ausreißer Gruppen finden.

- Das Regenbogentrikot ist natürlich eine große Sache für ihr Team. Aber nicht der große Kapitän Greg Van Avermaet trägt dieses sondern eben Michael Woods. Wie gehen Sie damit im Team um und akzeptiert Greg Van Avermaet einen zweiten Leader im Team?

Die beiden harmonieren sehr gut miteinander. Das Regenbogen Trikot wird man das erste mal bei der Strade Bianche sehen, wo Greg Van Avermaet das dritte mal in Folge als erstes auf dem Piazza del Campo ankommen will und Michael Woods wird ihn dabei mit allen Kräften unterstützen. Das selbe gilt für Tirreno Adriatico, wo ebenfalls beide zusammen am Start stehen. Danach versuchen wir es klar zu teilen: Wahrend Van Avermaet bei den flämischen Klassikern an den Start steht, wird Woods unser Kapitän in den Ardennen sein. Bei der Tour und den Herbstklassikern stehen dann wieder beide gemeinsam am Start.

- Die großen Saisonziele sind also die Klassiker? Glauben sie an eine Titelverteidigung bei den Weltmeisterschaften in Yorkshire Ende September?

Ich glaube wir haben bei allen 5 Monumenten Siegchancen, wobei uns ein Sieg auf jeden Fall reichen würde. Der WM Kurs ist leider zu leicht für unser Team. Dieses Jahr gewinnt vermutlich ein Sprinter. Das Team besteht aber nicht nur aus den großen Kapitänen. Unser Team wird bei allen Rennen an den Start gehen und hat bei jedem Rennen Ambitionen. Natürlich gehen wir bei jedem World Tour Rennen mit Top Fitness an den Start. Also eigentlich ist alles wie immer!

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Re: 2019 - Explore The World

Beitrag von Dani » 26.01.2019, 16:17

1. Etappe: Flughafen Palma de Mallorca

+++ Breaking News +++ Samstag - 16:17 Uhr: Tim Wellens am Flughafen in Palma de Mallorca am Schalter der australischen Airline Qantas gesichtet +++ Breaking News +++

Eigentlich war doch alles klar: Tim Wellens beginnt seine Saison ende Januar bei der Challenge Ciclista Mallorca, wo er mindestens 2 Etappen gewinnen will. Dafür trainiert er seit November auf der Insel. Doch er scheint jetzt schon in Topform zu sein, obwohl das Rennen erst in zwei Wochen beginnt.

Die Wettervorhersage für die Adelaide Hills beträgt aktuell nur 25°C, nachdem das Thermometer in den vergangenen Tagen noch die 40°C überschritten hat. Außerdem beträgt die Regenwahrscheinlichkeit für Sonntag in Willunga stolze 20%. Hat das Tim Wellens tatsächlich dazu bewegt, nach Australien zu reisen um bei der Tour Down Under an den Start zu gehen? Die genaue Startliste liegt uns noch nicht vor, daher können wir es nur erahnen. Wenn ja, wird er es überhaupt rechtzeitig schaffen und wie kommt er mit dem Jetlag und dem Australian Summer zurecht?

Wer sonst für das EF Education First bei der Tour Down Under am Start steht ist noch unklar. Wir sind uns relativ sicher, dass Neuzugang Koen De Kort an den Start gehen wird. Der Holländer sieht Australien als seine zweite Heimat und will dieses Rennen bestimmt nicht verpassen. Der Australier Will Clarke sollte auch am Start stehen. Was sicher ist: Michael Woods und Bauke Mollema stehen nicht am Start: Woods beginnt nach Aussagen seines Managers die Saison erst bei der Strade Bianche und Mollema beginnt seine Saison in Argentinien. Unklar ist, ob möglicherweise Greg Van Avermaet hier am Start steht. Das erste Rennen der Saison wird oft genutzt um die Neuzugänge vorzustellen. Vielleicht kommt der Italienische Zug um Sacha Modolo und Manuel Belletti das erste Mal zum Einsatz. Auch andere Neuzugänge wie Alberto Bettiol, Sean Bennett, Samuel Dumoulin, Colin Joyce, Tsgabu Grmay oder Stephen Cummings könnten hier ihre Saison beginnen. Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt!

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Re: 2019 - Explore The World

Beitrag von Dani » 01.02.2019, 16:05

2. Etappe: Adelaide Airport

Hallo, mein Name ist Tim Wellens und fahre für das Team EF Education First. Ich sitze am Flughafen in Adelaide und warte auf meinen Rückflug nach Mallorca. Meine Karriere begann vor 6 Jahren in genau diesem Team nur unter anderem Namen. Sie wurden 2012 auf mich aufmerksam, wo ich vielen bestimmt noch kein Begriff war. Auch wenn meine Werte schnell bergauf gingen, blieben die Erfolge lange aus. Ich hatte viel Pech und es gab immer ein paar Fahrer, die etwas besser waren. So verpasste ich als Vierter eine Medaille bei den Olympischen Spielen in Rio nur knapp. Doch letztes Jahr, im allerletzten Rennen hat es endlich geklappt! Ich gewann mein erstes Rennen: Die Königsetappe der Tour of Guangxi und konnte damit auch die Gesamtwertung für mich entscheiden. Seit dem fühle ich mich wie ein anderer Mensch und bin hochmotiviert ins Jahr 2019 gestartet. Seit Anfang Dezember fahre ich den Puig Major hoch und bin top in Form. Darum hatten wir uns kurzfristig entschlossen meinen Saisonbeginn in Australien zu starten.
Auf Grund des Jetlags und den sommerlichen Temperaturen haben wir uns keine großen Ziele gesetzt, doch es lief erstaunlich gut. Auch wenn meine Tagesform nur auf der ersten Etappe ganz gut war, zählte ich auf den hügeligen Etappen immer zu den Besten. Auf der Königsetappe zum Willunga Hill waren wir 2 km vor dem Anstieg super positioniert, doch als es um die Kurve ging verloren wir Positionen und alle Ambitionen. Erst hing ich über einen Kilometer hinter Sören Kragh Andersen fest, der mich einfach nicht vorbeilassen wollte. Ich schrie "Go Go", aber er fuhr locker im Zickzack vor mir her und schaute sich die ganze Zeit um, weil er auf seinen Kapitän warten wollte. Als ich endlich vorbei kam, sprintete ich los, aber musste nach wenigen Metern wieder bremsen, weil Daryl Impey in Schlangenlinien vor mir her sprintete. Am Ende also ein typisches Rennen für mich, vom Ergebnis enttäuschend, aber ich weiß, dass die Form stimmt.

Jetzt bin ich bereit für mein erstes Saison Highlight, die Challenge Mallorca. Auf der Insel fühle ich mich Anfang des Jahres besonders gut. Ich weiß, dass alle im Team immer nur von Greg Van Avermaet und Michael Woods reden, aber ich glaube das kann mein Jahr werden. Ich will auf jeden Fall eine Etappe in Mallorca gewinnen. Danach reise ich auf das spanische Festland, wo ich in Valencia, Andalusien und Murcia an den Start gehen werde. Auch diese Rennen sollten mir liegen. Dann reise ich nach Frankreich, wo ich mich auf mein zweites großes Saisonhighlight vorbereiten werde: Paris Nizza. Da möchte ich auch gerne eine Etappe gewinnen. Anschließend werde ich bei Mailand San Remo meine Frühjahrs Kampagne abschließen und mich dann auf meine Saisonziele in der zweiten Saisonhälfte vorbereiten. Dieses Jahr soll mein Jahr werden, ich will endlich Rennen gewinnen. Fünf Siege sind mein Saisonziel! Oh der letzte Aufruf für den Flug nach Palma de Mallorca.

Bis Bald

Euer Tim

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Re: 2019 - Explore The World

Beitrag von Dani » 05.02.2019, 19:12

3. Etappe: San Juan - Petit Pocito Podium - EF Sprinterteam

Nachdem Neuverpflichtung Sacha Modolo bei der Herald Sun Tour zwei Vierte Plätze in Massensprints erreicht hat, hat es endlich für das erste Podium gereicht. Bei der ersten Etappe der Tour San Juan in Pocito konnte Andrien Petit hinter Fernando Gaviria und Nacer Bouhanni den dritten Platz erreichen und damit das erste Podium für unser Team einfahren. Auf der Sechsten Etappe ging es zum neu gebauten Autodromo El Villicum, wo im letztes Jahr erstmals die Superbike WM stattfand. Auch hier erreichte Petit den dritten Etappenrang hinter Gaviria und dem argentinischen Lokalmatador Max Richeze. Auf der Schlussetappe in San Juan erreichte er den vierten Rang. Mit fünf Top4 Ergebnissen in Massensprints scheint das Team EF Education First nun ein Sprinterteam zu sein.
In der Gesamtwertung lief es erneut nicht sehr erfolgreich: Wie bei der Tour Down Under sprang am Ende nur der elfte Gesamtrang heraus. Dani Moreno war unser Kapitän. Für ihn ist Argentinien wie eine zweite Heimat. Seine Frau kommt aus Argentinien und er verbringt immer den Winter dort. Leider waren nahezu alle Tour de France Kapitäne am Start und vor allem im Zeitfahren hat Dani zu viel zeit verloren. Nächste Woche geht es nach Mallorca, dann sollen endlich Erfolge her!

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Re: 2019 - Explore The World

Beitrag von Dani » 06.02.2019, 17:44

4. Etappe: Challenge Mallorca - Favoritencheck

Am kommenden Freitag beginnt die diesjährige Challenge Mallorca. Eine viertägige Rundfahrt, wo allerdings alle vier Etappen offiziell als Klassiker geführt werden. Das liegt daran, dass die Teams zu jeder Etappe andere Fahrer an den Start schicken können und nicht überall die Selben starten müssen. Doch welche Fahrer werden am Start stehen und die Konkurrenten von Tim Wellens sein? Genaue Startlisten liegen noch nicht vor, wir haben aber mal die Startlisten der anderen Rennen genau unter die Lupe genommen:

Man nehme alle Fahrer, die bei der Tour Down Under am Start standen und ziehe die ab, die bei der Herald Sun Tour und in San Juan im Start standen. Voila!
► Text zeigen
Mit Diego Rosa, Roman Kreuziger, Sergey Chernetskiy, Rudy Molard und Luis Leon Sanchez wird wohl die Hälfte aller Fahrer am Start stehen, die bei der Tour Down Under in den Top 10 standen. Dazu der beste Bergfahrer Jonathan Hivert. Keine leichte Aufgabe für unseren Kapitän Tim Wellens. Wir glauben aber trotzdem, dass er eine Etappe gewinnen kann.

Folgende 10 Fahrer reisen für unser Team nach Mallorca:

Tim Wellens
Tanel Kangert
Manuel Belletti
Daniele Bennati
Samuel Dumoulin
Tsgabu Grmay
Benjamin King
Larry Warbasse
Sean Bennett
Robin Carpenter

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Re: 2019 - Explore The World

Beitrag von Dani » 15.02.2019, 16:21

5. Etappe: Mallorca - Einer steht vor der Sonne

Auch auf der Sonneninsel Mallorca hat es nicht mit dem ersten Saisonsieg für unser Team geklappt. Tim Wellens beendet das Rennen mit zwei sechsten und einem zweiten Platz. Dieses Jahr gab es im Vergleich zu den vergangenen Jahren eine Möglichkeit mehr für die Bergfahrer: Das Ziel bei der Trofeo Felanitx wurde von der Stadt auf den Coll de San Salvador verlegt. Die Taktik für unser Team war klar: Die Helfer halten das Feld zusammen und Tim Wellens muss an vorderster Position in den Schlussanstieg gehen. Alles lief nach Plan, auch wenn die Ausreißer deutlich stärker waren, als gedacht. Das Team musste sich komplett aufopfern und trotzdem schaffte es mit Floris Gerts ein Ausreißer als Solist in den Anstieg. Allerdings nur mit wenigen Sekunden Vorsprung. Sonst hat alles perfekt funktioniert, Tim Wellens ging an Zweiter Position hinter Samuel Dumoulin in den Schlussanstieg, doch dann passierte es. Als Gerts eingeholt wurde, wollte, Wellens ihn rechts überholen, als Floris Gerts plötzlich nach rechts rüber zog. Wellens musste bremsen und wurde an Gerts Hinterrad bis an etwa 20. Position im Feld zurückgedrängt. Damit war die ganze Arbeit des Tages umsonst. Er konnte sich zwar noch nach vorne arbeiten, aber mehr als ein sechster Platz war nicht mehr möglich.

Auch beim Trofeo Andratx Lloseta war nicht mehr als ein sechster Platz möglich. Ein taktischer Fehler hat uns den möglichen Sieg gekostet. Wir waren uns eigentlich sicher, dass der Puig Major zu früh im Rennen kam und eine Attacke keinen Sinn macht. Aber das Team Trek hat mit ihrem Dauertempo auf den ersten 100 km dem Feld so zugesetzt, dass im Finale keiner mehr die Kraft hatte ihren Kapitän Marc Soler wieder einzuholen. Was geschehen wäre, wenn Wellens versucht hätte, Soler zu folgen kann keiner wissen, aber Chancen auf den Sieg wären da gewesen.

Am nächsten Tag wollte man alles besser machen. Der Puig Major wurde dieses mal von der anderen Seite befahren. Als Soler in die Attacke ging, setze Wellens sofort nach. Auf der Abfahrt bildete sich eine Sechsköpfige Gruppe, die den davongeeilten Solisten Sergey Chernetskiy jagte. In der Schlussteigung Richtung Deia setzten sich Soler und Wellens ab und konnten kurz vor dem Ziel Chernetskiy einholen. Doch Soler war im Schlusssprint der Cleverere und konnten seinen zweiten Sieg einfahren. Mit dem zweiten Platz sind wir dem ersten Saisonsieg etwas näher gekommen, aber leider hat es noch nicht geklappt. Tim Wellens wird nächstes Wochenende bei der Valencia Rundfahrt erneut angreifen. Die Trofeo de Tramuntana war ein Rennen, das in die Geschichte eingehen wird: Aufgrund schlechter Wetterverhältnisse funktionierte die Zeitnahme im Ziel nicht. Der Regen hatte für einen Kurzschluss gesorgt und bei dem Nebel konnten die UCI Kommissäre die Startnummern der Fahrer nicht erkennen. Am Ende wurden Handyaufnahmen aus dem AG2R Teamfahrzeug genommen, um das Ergebnis zu ermitteln. Unglaublich!

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Re: 2019 - Explore The World

Beitrag von Dani » 15.02.2019, 16:56

6. Etappe: Marseille - ein schrecklicher Sturz

Mit dem Grand Prix la Marseillaise begann letztes Wochenende auch die französische Radsportsaison. Mit Samuel Dumoulin haben wir einen Fahrer extra für diese Rennen ins Team geholt. Der nur 1,59m kleine Franzose, der bereits vor einigen Jahren in unserem Team fuhr, betreibt zusammen mit seinem Bruder eine Bäckerei in der Heimat. Leider waren wir auf Grund der vielen Rennen rund um die Welt nicht in der Lage ihm ein starkes Helferteam an die Seite zu stellen. Nur 5 pinke Trikots reihten sich am Start in Allauch ein und für alle außer Dumoulin war es der erste Saisoneinsatz. Mit diesem Team konnten wir unmöglich das Feld kontrollieren. Darum ging Toms Skujins in die Gruppe des Tages, um den anderen Teams die Arbeit im Feld aufzuzwingen. Jedoch machten wir die Rechnung ohne Lilian Calmejane. Ein absoluter Favorit für dieses Rennen, auch er ging in die Gruppe und hängte Skujins im Finale mit Leichtigkeit ab. Skujins wurde schnell vom Feld gestellt, wo Dumoulin mit Rolland nur noch einen Helfer hatte. Skujins versuchte noch in die Tempoarbeit einzusteigen, bevor Rolland im Finale die Gruppe zusammenhalten soll, damit Dumoulin im Schlusssprint endlich für den ersten Sieg des Teams sorgen kann. Doch dann kam es etwa 20 km vor dem Ziel zu einem schrecklichen Sturz. Samuel Dumoulin verlor in einer Linkskurve die Kontrolle und krachte auf den Asphalt. Zum Glück kam er mit wenigen Hautabschürfungen davon und konnte nach kurzer Behandlungspause das Rennen fortsetzen. Der ersehnte Sieg war aber natürlich weg. Pierre Rolland reagierte blitzschnell: Nun, wo er der einzige verbleibende EF Fahrer in der ersten Gruppe war, war ein Sprint keine Option mehr, Rolland ist bekanntermaßen kein Sprinter. Sofort als es in den letzten Anstieg des Tages ging setzte Rolland eine Attacke und tatsächlich schaffte er es, die Gruppe zu sprengen. Als Calmejane eingeholt wurde, bildete sich eine sechsköpfige Spitzengruppe, die den Sieg unter sich ausmachen sollte. Matej Mohoric konnte den Sprint gewinnen und Rolland erreichte am Ende den Sechsten Platz. Dafür, dass seine Formkurve noch ganz unten ist und er bis 20 km vor dem Ziel nur ein Helfer war und das Ziel keine Bergankunft war, ein großartiges Ergebnis für unser Team. Aber da war erst der erste französische Klassiker. Samuel Dumoulin wird noch viele Chancen bekommen in diesem Jahr!

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