Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

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uhri
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Re: Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

Beitrag von uhri »

Bild Alea iacta est-Edition Autumna

Die Saison ist vorbei, die Freitage und Sonntage trostlos, der "Transfermarkt ist tot". Was gibt es da besseres, als ein wenig Lesestoff? Haben wir uns auch gedacht und daher eine kleine Herbstausgabe entwickelt. Heute geht es um Analysen. Die User haben uns das klare Feedback geliefert, dass es immer dann, wenn es um die Liga geht, Interesse besteht, Randgeschichten und Quatsch müssen raus!
Ihr könnt euch heute auf 2 verschiedene Analysen freuen. Cunego schaut noch mal, wie wir in der Liga im Vergleich zur Realität stehen und Timmy analysiert die Manager Performances. Wir hoffen, dies stellt für euch viele Erkenntnisgewinne bereit!

Liga vs. Realität - Wo stehen wir wirklich?

In dieser Ausgabe geht es um einen Rückblick auf unsere Saison 2021. Wie gut hat welcher Fahrertyp abgeschnitten im Vergleich zur Realität?

Hierbei wurden alle WT-Rennen (inkl. WM und Olympia) in den Kategorien WT-Klassiker, sowie WT-Rundfahren (inkl. GTs) ausgewertet. Verglichen wurden hierbei die Siege und Podestplatzierungen der WT-Rennen 2021. Die einzelnen Etappen der Rundfahrten wurden nicht ausgewertet. Da in der Realität dieses Jahr nicht alle Rennen unseres WT-Kalenders stattgefunden haben habe ich bei diesen Rennen jeweils immer die letzte Austragung des realen Rennens als Ergebnis der Realität für die Statistik herangezogen.

Die Fahrer wurden in 5 Fahrertyp-Kategorien eingeteilt. Es gibt die Kategorien Rundfahrer, Klassikerfahrer, Sprinter, Zeitfahrer und für die Überraschungfahrer die Kategorie Außenseiter. Die Zuteilung war nicht immer eindeutig, aber ich denke die Kategorisierung müsste ganz gut passen.

Hier könnt ihr nachschauen, welcher Fahrer in welcher Kategorie gelandet ist falls euch das interessiert:
Klassikerfahrer
Julian Alaphilippe
Michal Kwiatkowski
Marc Hirschi
Peter Sagan
Benoit Cosnefroy
Mathieu van der Poel
Simon Geschke
Alberto Bettiol
Daryl Impey
Diego Ulissi
Sep Vanmarcke
Jakob Fuglsang
Kasper Asgreen
Max Schachmann
Wout van Aert
Dylan Teuns
Jasper Stuyven
Matteo Trentin
Matej Mohoric
John Degenkolb
Florian Senechal
Greg van Avermaet
Tiesj Benoot
Philippe Gilbert
Davide Formolo
Sonny Colbrelli
Florian Vermeersch
Thomas Pidcock
Alessandro de Marchi
Alejandro Valverde
Michael Woods
David Gaudu
Neilson Powless
Mikkel Frolich Honore
Bauke Mollema
Ivan Garcia Cortina
Gianni Vermeersch
Michael Matthews
Remco Evenepoel
Dylan van Baarle
Rudy Molard


Rundfahrer
Tadej Pogacar
Tom Dumoulin
Richie Porte
Pavel Sivakov
Emanuel Buchmann
Adam Yates
Joao Almeida
Egan Bernal
Ion Izagirre
Aleksandr Vlasov
Geraint Thomas
Primoz Roglic
Tao Geoghegan Hart
Mikel Landa
Thibaut Pinot
Jonas Vingegaard
Fausto Masnada
Jai Hindley
Daniel Martin
Damiano Caruso
Simon Yates
Richard Carapaz
Alexey Lutsenko
Rigoberto Uran
Sepp Kuss
Hugh Carthy
Enric Mas
Jack Haig
Daniel Felipe Martinez


Sprinter
Davide Ballerini
Caleb Ewan
Sam Bennett
Jasper Philipsen
Pascal Ackermann
Mike Teunissen
Giacomo Nizzolo
Elia Viviani
Alexander Kristoff
Bryan Coquard
Arnaud Demare


Zeitfahrer
Victor Campenaerts
Rohan Dennis
Filippo Ganna
Stefan Küng


Außenseiter
Jake Stewart
Dries Devenyns
Heinrich Haussler
Tanel Kangert
Rui Costa
Jasper de Buyst
Diego Rosa


Bild

Die Klassikerfahrer räumen in dieser Analyse wieder richtig ab. Bei den Klassikern sind sie in der Liga quasi Alleinherrscher, während ihnen dort in der Realität besonders die Rundfahrer und Sprinter häufiger einen Strich durch die Rechnung machen können. Bei den WT-Rundfahrten können die Klassikerfahrer ebenfalls deutlich mehr glänzen als in der Realität. Während in echt lediglich 2 WT-Rundfahrten von Fahrern, die ich der Klassikerfahrerkategorie zugeordnet habe, gewonnen werden konnten (Colbrelli bei Benelux und Schachmann bei Paris-Nizza), konnten die Klassikerfahrer bei WT-Rundfahrten in der Liga gleich 6x zuschlagen. Rechnet man die 3 GTs raus steht es da im Vergleich zu den Rundfahrern in der Liga in Siegen bei einwöchigen WT-Rundfahrten 6:6, in der Realität 2:10. Besonders ist mir da z.B. die Baskenland-Rundfahrt ins Auge gestochen. In der Liga ging dort das komplette Podest an Klassikerfahrer, in der Realität das komplette Podium an Rundfahrer.

Auch die folgende Statistik bestätigt diese Beobachtungen. Ich habe den Fahrerweltcup unserer Liga mit dem UCI World Ranking verglichen. Dort sind auch alle Rennen (inkl. Contirennen enthalten). Ein WT-Fahrerranking der Realität hab ich nicht gefunden. Gibt es so eins überhaupt noch?

Bild

Während in der Realität die Rundfahrer knapp den dominanten Fahrertyp in den Top 10 des Fahrerrankings darstellen, beherrschen die Klassikerfahrer den Fahrerweltcup der Liga.

Fazit Rundfahrer performen in der Liga deutlich schlechter als in der Realität. Bei den Rundfahrten tun sie sich im Gesamtklassement etwas schwer, die Klassikerfahrer zu besiegen. Bei Klassikern haben sie fast gar keine Chance. Die Klassikerfahrer sind das Non plus ultra der Liga. Sie sind bei uns, verglichen mit der Realität, extrem stark. Die Sprinter haben auch Probleme bei Klassikern ihre Resultate der Realität einzufahren. Bei uns scheitern sie dann häufig an Klassikerfahrern mit starken Sprintwerten wie z.B. Sagan.

Bei den Erfolgen von Zeitfahrern und Außenseitern gibt es keine großen Unterschiede zur Realität.


Timmys Manageranalyse: Wer sind die Besten der Besten der Besten?

Timmy musste sich einer ganz besonderen Strafe stellen. Er sollte sich den Fähigkeiten der Manager widmen, diese in verschiedenen Kategorien bepunkten und ranken. Zusätzlich sollte er zu jedem Manager einen kleinen Text schreiben. Das Resultat seht ihr hier:

Bild

Analyse en detail:

Cunego: Hier muss man nicht viel sagen, alles einfach göttlich. Wenn man seinen halbierten Kader anschaut, der immer noch so unglaublich stark ist, müsste ich hierfür eigentlich 6 Punkte vergeben, wie bei den Rundfahrten auch. Einfach eine andere Liga. Der neue RSM könnte aber alles verändern.

Daniel: Unser Tour de France Sieger kann eigentlich alles. Seine Spezialdisziplin ist natürlich der Klassiker. Ich liebe es, wenn sich bei Sprintetappen der Rosablaue Zug bildet. Bei den Rundfahrten konnte ich aber nur drei Punkte vergeben. Roglic ist halt einfach eine Klasse für sich! Aber es ist eine unglaubliche gute drei ;)

Basti: Ich habe es schon früher gesagt: Dieser Mann hat eigentlich alles. Nur keine Zeit  Unser aktueller Sprintgott hat jetzt auch seine Qualitäten bei den Rundfahrten gezeigt. Eigentlich wollte die Vuelta nicht, dass Basti gewinnt. 2 Stürze und eine Reifenpanne haben ihn trotzdem nicht aufgehalten. Bastifantasti. Nicht nur Eddie bewundert ihn!

Rene: Unser Alleskönner. Das einzige, was man diesem traumhaften Familienvater ankreiden kann, sind seine Transferaktivitäten. Irgendwie klappt das nicht so ganz. Sind die Anforderungen oder Wünsche bei den anderen einfach nicht realisierbar? Wieso bei den Sprints „unmenschlich“? Spielerisch ist Rene der einzige, der mit Cunego irgendwie mithalten könnte. Im ersten Spieljahr von mir ist Rene noch richtig gut um die Siege gesprintet. Dies ist bei mir hängen geblieben! Er sollte sich wieder einen Topsprinter gönnen und Akkez Konkurrenz machen.

Uhri: Was soll man zu diesem Jungen noch sagen. Was für ein unglaubliches Team, welches er sich zusammengestellt hat. Was für zahlreiche Erfolge. Uhri lebt Jumbo und Jumbo lebt Uhri. Was für eine Verbindung. Dieses Jahr hat Uhri so viele Etappensiege eingefahren, ich vermute das ist für ihn ein persönlicher neuer Rekord. Aber seine Nervenstärke! Manchmal frisst ihn seine schlechte Laune auf und führt dann zu kleinen Konzentrationsschwächen. Zu weit hinten oder Blocks. Bei den Sprints und bei den Klassikern könnte es noch ein wenig besser laufen.

Cookie:
Dieses Jahr habe ich Cookie auch mal anders kennengelernt. Wird unser kleiner Sunnyboy mit den kastanienfarbigen Augen jetzt so richtig zielstrebig? Er tut wirklich alles, um ans Ziel zu kommen. Wirklich alles! Das einzige was er nicht beherrscht ist sein freches Mundwerk und die Sprints.

Toprider: Toller Kader, tolle Erfolge. Allerdings fehlte mir bei den GTS die Durchschlagskraft. Z.B. hätte mit Lopez beim Giro oder mit Almeida bei der Tour mehr gehen können. Bei den Sprints war Toprider in den letzten Jahren auch ein wenig besser. Trotzdem ist Toprider irgendwie immer vorne dabei und die kleinen spanischen Rundfahrten beherrscht er durch tolle Mannschaftsstärke.

Morich: Bei Morich kann man fast das gleiche sagen wie bei Toprider, bei den GTS fehlte irgendwie die Durchschlagskraft. Bernal hätte beim Giro ein wenig besser sein können. Aber mit Bernal, Ganna und Colbrelli wird 2022 wahrscheinlich richtig geil.

Eddie: Eddie macht vieles richtig, konzentriert sich auf das, was Eddie so kann. Bei den Sprints hängt er so zwischen göttlich und unmenschlich. Bei diesen zahlreichen Bergtrikots ist Eddie wohl der beste Bergfahrer, den es hier im RSM so gibt. Das Team ist ebenfalls für die Zukunft perfekt aufgestellt.

Hakan: Unser Temperament Manager. Er trägt das Herz auf der Zunge und hat die Jugend auf seiner Seite. Vieles ist im sehr guten Bereich aufgestellt. Der Kader ist top, jetzt muss nur noch das Temperament gezügelt werden.

Gerd: Was soll man zu Gerd noch sagen? Irgendwie macht er unglaublich vieles richtig. Wenn er in die Transferphase geht, geht jeder seiner Pläne auf. Jedes Jahr wird der Kader komplett umgestellt, geht dadurch Stärke verloren? Nein, im Gegenteil. Bei der Tour 2021 hat er mich sehr positiv überrascht, wenn er bei guter Laune ist, ist er für größeres bestimmt.

Akkez: Dieser Feuerball bezieht seine Hitze aus den Sprints. Akkez will jetzt die neue Sprintmacht im RSM werden und natürlich hat er das Zeug dazu! In den GTS war er der einzige, der Basti mehr als einmal schlagen konnte. Es fehlt ihm nur an Beständigkeit! Vermutlich könnte Akkez bei den Rundfahrten und Klassikern mehr, jedoch kriegt er sein Rotweinproblem nicht in den Griff. Auch die Umstellung seines Teams auf die nächste Sprintherrschaft lässt die Mannschaftsstärke erheblich reduzieren.

Kotschi: Dieser Jungunternehmer ist schwierig einzuordnen. Dieses Jahr ist er im Frühjahr traumhaft gestartet, hat dann aber nachgelassen. Bei den GTS’s habe ich nirgendswo mal so einen richtigen Kotschistempel gesehen. Aber dafür beherrscht er den Transfermarkt wie kein anderer. Seine über den Tellerrand hinaus gehende Sicht ist unglaublich. Er ist wirklich der Manager, der im Hintergrund die Fäden zieht.

Timmy: Eine Sache muss man Timmy schon nachsagen: Er hängt sich rein. Seiner internen Zielsetzung, sich erstmal auf Rundfahrten zu konzentrieren, ist er 2021 völlig nachgekommen. Zweimal nacheinander auf das Tour Podium zu fahren spricht für den Vueltasieger 2019. Auch zahlreiche kleine WT Rundfahrten hat er in den Top 10 beendet. Bei den Sprints lässt er ab und zu noch sein Können aufblitzen, er hat einfach ein gutes Gespür. An die Kitteljahre kommt er leider erstmal nicht mehr heran. Seine Favoritenrolle bei einigen Kirmierennen ist er immer gerecht geworden. Ausbaufähig sind natürlich die Klassikeretappen. Große Kritik gab es von diversen Managerkollegen, dass Manager Timmy das Team Israel ehemaliges Team Katusha schlechter gemacht hat. Auch Daniels Teamcheck bestätigt diese Vorwürfe, dagegen hat das Team Israel/Katusha mit seinem 11 Platz im Teamranking seinen persönlichen Höhepunkt erreicht.

Jonas: Die Liga freut sich, dass sich Jonas bei den Sprints wieder gefangen hat. Seit der Tour 2020 hatte man die Befürchtung gehabt, dass er in ein Loch gefallen ist. Aber im Herbst 2021 hat er besonders in den Sprints seine Klasse wieder gezeigt. 2022 wird für Jonas ein richtungsentscheidendens Jahr. Wer übernimmt die neu ausgeschriebene Sprintherrschaft? Akkez, Daniel oder doch Philipp. Jonas wird dabei sicherlich ein Wörtchen mitreden wollen.

Philipp:
2021 war so gesehen sein erstes richtiges Jahr als Borachef. Im Frühjahr schlug er wie eine Bombe ein! Aber dann trat langsam wieder der Philippeffekt ein. Seine Begeisterung nahm erstmal aus verschiedenen Gründen ab. Warum auch immer. Deswegen ist es schwer, 2021 zu bewerten. Aber in den Sprints hat er schon mal gezeigt, was mit Bora alles möglich ist. Ebenfalls hat er das Team für 2022 schon mal gut aufgestellt. Hoffentlich kommt seine Begeisterung für den Radsport zurück. Die Liga würde sich freuen.

Rocky: Ein weiterer Starspieler, den man kaum noch zu Gesicht bekommt. Rocky kann eigentlich alles, außer sprinten. Er hasst nämlich Sprinter ;) Sogar Rene redet noch positiv von Rocky und das soll schon was heißen. Aber wenn Rocky mal da war, dann mit Krraawooommmm. Die van der Poel Auftritte waren legendär.

Stefan: Ebenfalls schwierig zu bewerten sind Stefan und sein Team Gazprom. Gazprom kann viele Qualitätsrichtlinien nicht erfüllen, jedoch sieht das für 2022 schon ganz anders aus. Bei der Vuelta konnte man wieder erkennen, wenn Stefan mal richtig Lust hat, wozu er dann in der Lage ist. Läuft es aber nicht so wie gewünscht, dann kommt er auch schnell mal aus dem Tritt bis hin zu längeren Fehleinheiten. Ich kann mich noch an 2018 erinnern. Damals wollte er mit Nibali den Giro 2018 gewinnen. Oh Mann, war Stefan vorbereitet. Sofort gewann er mit Abstand den Prolog. Keiner kann so Daten zu Testzwecken nutzen wie der Gazprommanager. Vielleicht kommt er nochmal zu dieser Stärke zurück?


Uhris Herbstgedanken

Kotschi und Dani mögen nun abschalten, es folgt ein Exkurs. Wir sind mitten im Herbst, unsere Saison ist vorbei, die Draftrunden 1 und 2 sind beendet.
Normalerweise sind wir jetzt in dem Zeitrahmen, wo alle ein wenig Luft holen. Der RSM wird beiseite gestellt, die Freitage und Sonntage der Familie (wie bei Philipp), dem Pool (Kotschi), dem Rotwein (Akkez) oder der DB (Dani) gewidmet. Auch mir geht es da nicht anders. Eine Woche nach Saisonende denke ich an den Abenden noch an die Liga, danach freue ich mich auf Fernsehabende oder Familienbesuche.
In diesem Jahr jedoch haben wir eine besondere Situation. Wir haben uns auf den Weg gemacht, nach 10 Jahren RSM 2011 auf den PCM 2021 zu wechseln. Was sich erstmal ganz banal anhört, ist bei genauerem Hinsehen eine Mammutaufgabe. Eine komplett andere DB, andere Fahrweisen, Anpassungen auf den neuen Multiplayerbereich etc. So vieles wird anders. Es gäbe so viel zu testen und zu üben....wenn nicht die Herbstmüdigkeit da wäre.
Ich sehe es ja auch an mir: Mein rationaler Verstand sagt: DU musst jetzt üben, üben, üben, weil du mit dem Spiel noch gar nicht klarkommst! Mein Gefühl sagt: Ne, da hab ich jetzt aber absolut keinen Bock dazu.
Es liegt in der Natur des Menschen, immer den bequemen Weg zu gehen. Der bequemste Weg wäre, einfach beim RSM 2011 zu bleiben. Ein Produkt, was wir alle kennen, wo jeder mit klarkommt, wo es keine Tests mehr braucht. Aber warum wollen wir dann überhaupt wechseln? Auch beim RSM 2011 tritt langsam eine Müdigkeit ein. Manager haben uns verlassen(Bike), wollen uns verlassen (Basti) und neue Manager sind nicht mehr zu erreichen mit einem Spiel, was seine besten Jahre hinter sich hat.
Früher oder später würden wir Gefahr laufen, dass diese für uns so schöne Liga langsam aber sicher dem Ende entgegen geht.
Mit dem PCM 2021 verbinde ich die Hoffnung, Manager halten zu können, denen es langsam langweilig wird und 1-2 neue Manager zu finden und für die Liga zumindest zeitweise zu begeistern.
Doch um dies zu schaffen sind umfangreiche Tests vonnöten. Wir müssen unseren inneren Schweinehund überwinden und üben, üben, üben. Sonst wird das mit einem Umstieg nichts. Und langsam, aber sicher, geht die Liga dann ihrem Ende entgegen. So ist jedenfalls meine Befürchtung. Ich hoffe, ich liege falsch.


Veni, Vidi, Vici? Endwertung

Ach, da war ja noch was...Die Tour of Guangxi sollte die Gesamtwertung unseres Tippspiels entscheiden. Getippt wurde auf Hirschi, Kwiatkowski und Woods. Doch Pustekuchen, Cunegos Helferlein Molard räumte den Sieg ab. Somit gab es in der Gesamtwertung keine Änderungen mehr. Wir haben 2 Sieger! Und einen Verlierer. Dieser hat oben seine Jahresstrafe beglichen.

Gesamtstand:
Cunego 12 Punkte
Uhri 12 Punkte
Timmy 11 Punkte
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uhri
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Re: Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

Beitrag von uhri »

Wie bereits gesagt, wird es das Triumvirat in der Form des letzten Jahres nicht mehr geben. Ich freue mich aber, dass Jonas und Cunego mit mir einen kleinen Saisoneröffnungstalkt gemacht haben, indem wir über vergangene und aktuelle Themen zum RSM und der Liga gesprochen haben. Hier schon mal Teil 1 des Talks...Hoffe ihr findet es unterhaltsam... (Zur Erklärung: Uhri=Grün, Cunego=Rot, Jonas=Dunkelblau)


Beginnen wir mit Gedanken zur letzten Saison…Was fällt euch dazu noch ein, wie wart ihr zufrieden?

Also das Ranking war toll, das gibt es ja gerade nicht…Mit Hirschi bei den Ardennen hab ich gar nichts gerissen, das hat mich ziemlich geärgert. Es hat ziemlich lange gedauert, bis ich mein erstes WT-Rennen gewonnen habe und danach lief es eigentlich ganz gut mit Giro-Sieg, Olympia-Sieg, Lombardei-Sieg (u.v.w. Siegen, die er hier aufzählt…) Bis zum Giro habe ich glaube ich kein einziges WT-Rennen gewonnen, bis auf Degenkolb bei der De Panne oder so. Die zweite Saisonhälfte war dann viel besser.

Landa wurde 4.oder 5. Beim Giro, obwohl ich mies geblockt wurde. Groenewegen hat viel verkackt, McLay hat ganz gut performt, aber insgesamt war ich recht zufrieden.

Weißt du, woran ich denke, wenn ich an letzte Saison denke? Ich denke an Van Aert und an die ganzen WT-Klassiker, die ich mit ihm gewinnen wollte und dann so schlecht war und ein gewisser Rocky kam, an 3 oder 4 Rennen teilnahm und uns alle abgezogen hat.

Genau, danach ist er wieder gegangen. Aber er hatte auch eine Menge Glück mit Tagesformen. Wenn Van der Poel +2 hatte, war er quasi unschlagbar.

Ich hatte mit Van Aert auch gute Fitness und Tagesform und habe total abgelost, das war ziemlich frustrierend. Van Aert hatte zig Siege, aber nur kleine.

Hast du überhaupt irgendwas Großes gewonnen?

Olympia Platz 3, Ronde van Drenthe, Arctic Race of Norway…

Wie sieht es denn bei Van Aert dieses Jahr aus?

In diesem Jahr mache ich es etwas anders, ich konzentriere mich da weniger auf die echte Fitnessplanung und mehr auf andere Höhepunkte, aber genaueres verrate ich noch nicht Am Ende gewinnt sowieso wieder Rocky.

Wenn er überhaupt mitfährt…

Wir hatten nach der Saison eine spannende Transferphase und sie begann direkt spannend mit den Drafts…

Am Liebsten hätte ich natürlich Timmy befragt, was da los war mit Cookie…

„ Das Böse hinter dem Horizont“. Da musst du auf den Film warten…

Auf jeden Fall war Timmy da mental schon sehr fertig…

Was war noch mal der Deal?

Den gabs doch am Ende gar nicht, das war doch dann das Problem, oder? Letztendlich ist es dann doch an den Regularien der Drafts gescheitert, oder?

Aber es gab ja auch andere, die die Regeln nicht verstanden haben, oder nach Draftende noch Fahrer eingestellt haben, wie Kotschi…
Jonas, du hast ja ordentlich von den Regeln profitiert, dass du deinen Draftplatz mit Cunego tauschen konntest.

Ja Mann, Danke noch mal Cunego, dass er mit für Ballerstedt Cavagna, Großschartner und Tosh gegeben hat.

Im Nachhinein, Cunego, würdest du das wieder machen?

Naja, letztendlich ist er am Ende der Saison nicht viele Rennen gefahren, also wahrscheinlich hätte ich ihn an späterer Position noch gekriegt. Ich wollte ihn halt schon im August haben, dann hat er eine kleine Rundfahrt gewonnen und ich dachte, den wollen bestimmt viele haben. Dann hab ich den Pick getauscht und er hat bei der WM nicht viel erreicht. Ich habe also eigentlich hochgetradet, weil ich dachte, sein Durchbruch kommt bei der WM…

Aber das ist auch echt psychischer Stress, wenn du soweit unten bist und unbedingt einen Fahrer haben willst….

Ja, das stimmt. Wäre die Draftphase etwas später gewesen hätte ich wahrscheinlich nicht so nen Druck gehabt, hochzutraden.

Ja, ich weiß noch, ich saß im Fitnessstudio, als wir den Deal gemacht haben. Wen hab ich mir geholt? Steinhauser, Fetter, Heinschke?

Das war Fetter, Steinhauser kam in Runde 3.

Und in Runde 2 der Japaner…Daichi Tomiya

Wie hast du das eigentlich gemacht?


Ich habe im Ranking jeweils die CQ-IDs eingetragen der gedrafteten Fahrer. Und dann hab ich mich ein Mal um eine Zahl vertippt und bekam den Japaner nicht mehr gelöscht…
Wenn ich an die Transferphase denke, denke ich auch daran, wie Gerd wieder abgesahnt hat. Ich weiß auch nicht, wie er das immer macht.

Asgreen…

Ja und Alaphilippe. Ich trauer natürlich auch noch Kragh Andersen hinterher, aber ich habe ja Van Dijke bekommen, also nicht schlimm.

Ich glaube Van Dijke wird bestimmt heftig einschlagen.

Ich dachte gerade an den Liverpool-Verteidiger.

Wo es Gewinner gibt, gibt es auch Verlierer. Ein bisschen leid tat mir ja Rene, aber auch nur ein bisschen, bei dem einfach nichts geklappt hat, weil seine Fahrer einfach nicht mehr attraktiv waren.

Ja, er hat früher viel verlangt, das haben die Leute dann gezahlt, jetzt zahlen sie es nicht mehr.

Also von den Draftpicks am Heftigsten aufgefallen ist mir Luke Plapp. Der hat ja heute schon eine richtig gute Leistung gezeigt, auch wenn man das im Ergebnis nicht sieht. Da könnte Cookie den Traumgriff getätigt haben.

Ich bin auch mal gespannt, was Timmys Johannessen machen, kann natürlich sein, dass es typische Skandinavier sind, die zu früh zu gut sind.
Jonas, du hast ja mal wieder mein Bankkonto aufgefüllt und Mads Pedersen geholt…Ein gutes Geschäftsmodell, oder?


Ja, wir harmonieren ganz gut. Ich nehme deinen Müll und gebe ihn dir dann irgendwann wieder zurück. Ich hoffe er wird nicht KSP-Fahrer, dann muss ich ihn wieder abgeben, es sei denn, im neuen RSM kann ich KSP…






In Teil 2, der voraussichtlich morgen kommt, besprechen wir dann die Auswirkungen des neuen PCM.
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uhri
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Re: Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

Beitrag von uhri »

Nun haben wir endlich einen neuen RSM. Mein Gefühl war, dass Rene der große Befürworter war, damit Cunego nicht mehr so stark ist.

Das hat er mir mehr oder weniger auch so geschrieben.

Aber hat Rene bisher performt?

Nein!

Na dann hat es sich ja für ihn bisher nicht gelohnt.

Und Cunego ist auch nicht viel schlechter als vorher…

Stork hatte aber auch Tagesformglück.

Ja, du bist wie Bayern München! Es gibt nur Hop oder Top!

Ja, wir haben das mit dem neuen RSM ja wegen der neuen Möglichkeiten gemacht, aber auch, weil mit dem 11er einfach die Luft raus war. Einige hatten keine Lust mehr, neue Manager waren nicht zu finden…

Es macht auch Spaß, was Neues zu lernen. Mir macht das gerade viel Freude.

Ich kenne einen, der heute nicht mit uns spricht, der hatte richtig Schiss vorm Umstieg.

Timmy! Das hatte musst du aber mit hat ersetzen.

3 Jahre hat er gekämpft, um Anschluss zu finden, dann hat er ihn, und dann wird es ihm wieder zunichte gemacht.

Aber Mas hat doch zumindest die Valencia-Rundfahrt gewonnen.

Mein Eindruck: Man kann innerhalb von 3,4 Wochen wieder reinkommen.

Ich habe das Gefühl, dass ich ein bisschen besser geworden bin, aber kann auch sein, dass es daran liegt, dass ich so viel Fitness verteilt habe.

Ja, ich habe zum Beispiel noch gar nichts verteilt.

Blöd ist, dass einige Sachen nicht gehen, oder kompliziert sind, wie Startlisten und Fitness aber sonst haben wir es uns gut spielbar gemacht.

Wir werden bestimmt nicht jedes Jahr umsteigen.

Die neuen Spiele sind ja oft nicht groß anders, wir haben halt einen 10-Jahres-Sprung gemacht. Stefan arbeitet wie ein Irrer, um uns alles schön herzurichten.

Einmal Props an Stefan! (Anmerkung von uhri: Der Ausdruck "Props" kommt vom englischen Begriff "proper respect". Es ähnelt dem deutschen "Hut ab" oder "Respekt")

Wie ist euer erster Eindruck von dem neuen Spiel?

Ich finde, es ist viel chaotischer geworden. Wenn ich die Fahrer nach vorne schicke, nach 10 km wenn ich schau sind sie, wo sie gar nicht sein sollen, oder abgehängt. Ich kann mich nur noch auf einen Fahrer konzentrieren. Daher fahre ich auch mehr mit Zügen.

Mir ist die Übersicht zu viel. Das Spiel ist auch ein bisschen schneller, denke ich.

Mir machen die vielen Abstürze noch Sorgen. Und ansonsten finde ich, dass wir gut reingekommen sind. Ich persönlich war im alten RSM einer der schlechtesten Manager, im neuen RSM auch, aber damit kann ich leben. Das neue ZF finde ich gut, da muss man mehr arbeiten. Was ich überhaupt nicht drauf habe sind Bergankünfte, da gehen meine Fahrer regelmäßig ein. Und bei den Sprints muss ich noch schauen, wann ich lossprinten muss.

Ich mache mir noch Sorgen ums Zug bauen. Es kam oft vor, dass ich eien Zug aufgebaut habe, und dann der Sprinter abgezweigt wurde und der ganze Sprint hin war.

Das hatte ich im alten Spiel…

Das hatte ich im alten Spiel gar nicht. Das war viel einfacher.

Wichtig ist immer, im Windschatten zu sein, bist du da raus, hast du ein Problem.

Ich finde heftig, wenn du eine Panne hast, dann hast du kaum eine Chance zurück zu kommen, egal was du einstellst, die KI macht sofort Tempo…

Ja, die KI von Rene! Die ballert durch.

Genau!

Was mir auch aufgefallen ist, dass du nicht mehr unbedingt 2 Fahrer in der Spitzengruppe brauchst, um durchzukommen. Das geht auch mit einem pro Team.

Ja, ich glaube das ist viel besser jetzt. Die Gruppe harmoniert mehr. Es gibt nicht mehr so oft die Leute, die sich aus dem Tempo raushalten. Ist es denn einfach, die Spitzengruppen einzuholen?

Ich glaube im alten RSM war es einfacher.

Ja, es kamen schon viele Gruppen durch.

Ich find’s im neuen RSM schwieriger, Fahrer abzuhängen. Im San Remo Test zum Beispiel ist kaum einer zurückgefallen.
Ich glaube der neue RSM ist generell besser für die Sprinter.


Ja, vielleicht sind aber auch einfach unsere Hügelwerte noch zu hoch.

Im alten RSM gabs ja 1,5 km Sprints, wo der Sprintwert nicht zählte, heute zählt er ja immer. Zum Beispiel Lüttich-Bastogne-Lüttich könnte im Sprint entschieden werden.

Bis jetzt fand ich, dass die guten Kapitäne mit schlechter Fitness als auch die Außenseiter mit guter Fitness gewinnen konnten, das hielt sich die Waage.

Das kann man bis jetzt nicht genau sagen.

Was das Fitnesssystem angeht: +2 ist gut gelungen, vielleicht muss -2 einen runter. Ich finde das Fitnesssystem gut so.

Was ich noch finde ist, dass die GT+2 Pläne ziemlich viel Fitness schlucken. Dann kannst du daneben kaum noch Fitness verteilen. Ich habe dieses Jahr zwei +2 Kapitäne da ist die Fitness sehr dünn, die da übrig bleibt.

Wer war das noch mal?

Einer aus Slowenien, einer aus Deutschland.

Wahrscheinlich Tratnik und Schwarzmann…

Der Slowene kann dann jedenfalls nicht noch mit Fitness auf die Frühjahrsklassiker fahren. Da ist Hirschi dann viel besser.

Er wird uns fehlen…

Fährt van Aert die Ardennen?

Er fährt die ganze Klassikersaison!

Da bin ich gespannt, was er alles abreißt dieses Jahr!


Joa, das wars eigentlich so an Themen, die ich mit euch besprechen wollte.

Ich möchte noch meine Eltern grüßen. Marlies und Helge.

Grüße an Marlies und Helge!

Ich möchte Timmy grüßen.













Das wars auch schon mit unserem kleinen Saisoneröffnungstalk. Ich hoffe, es hat euch ein wenig unterhalten. Ich überlege noch, wie ich die Saison unterhaltungsmäßig gestalten möchte. Für Anregungen bin ich wie immer offen.
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