2019 - Explore The World

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Dani
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Re: 2019 - Explore The World

Beitrag von Dani » 31.08.2019, 14:17

29. Etappe: Salt Lake City - Der Fluch des Regenbogens

Mit der Tour of Utah stand letzte die einzige Kontinentalrundfahrt diese Saison in Nordamerika an. Das Team EF schickte standesgemäß eine stark Truppe von Amerikanern angeführt vom kanadischen Weltmeister Michael Woods. Doch einige Kletterer wie Tejay Van Garderen und Guillaume Martin machten die bergige Rundfahrt unter sich aus. Unser Team präsentierte sich stark in den Ausreißergruppen und der Weltmeister fasste Etappen mit Klassikerprofil ins Auge. Doch ein Sieg sollte und nicht gelingen. Woods konnte ganze drei zweite Plätze einfahren, dazu ein zweiter Platz von Alex Howes als Ausreißer. "Diese Saison ist wie verhext", so Michael Woods, "ich bin schon ein bisschen froh, wenn ich das Trikot wieder los bin."

Nach dem etwas überraschenden Sieg bei den Weltmeisterschaften, lief 2018 nicht mehr viel bei Michael Woods. "Nachdem ich ja 2017 meinen ersten Profisieg ausgerechnet in Montreal feiern konnte, gewann ich letztes Jahr das Rennen in Montreal. Dazu Etappensiege im Baskenland und Belgien und die Slowakei Rundfahrt. Die WM war natürlich das Highlight. Danach war die Luft etwas raus, aber ich war heiß auf 2019."

Doch es dauerte bis zur Strade Bianche, bis Woods das Regenbogentrikot erstmals im Jahr 2019 präsentierte. Nach weiteren Auftritten in Italien (Tirreno Adriatico und Mailand San Remo), fuhr Woods in Katalonien und im Baskenland erstmals um vordere Platzierungen mit. Das große Highlight sollten die Ardennen werden, doch bis auf ein dritter Platz beim Fleche sprang nichts heraus. Nach einer Rennpause bereitete sich der Weltmeister bei der Tour de Suisse auf die Tour de France vor. Doch im Gegensatz zu seinen beiden Teamkollegen Mollema und Van Avermaet, konnte Woods keinen Etappensieg erreichen. Ein 10. und ein 9. Etappenrang waren das Maximum. Nach einem Sturz auf der ersten Etappe der Polen Rundfahrt, stand die Utah Rundfahrt an.

Das nächste Rennen für Michael Woods wird der GP Plouay, bevor es in die Heimat nach Kanada geht. Die Rennen in Quebec und Montreal sind wohl die letzte Chance einen Sieg im Regenbogen Trikot zu erlangen. Danach stehen noch ein paar Rennen in Italien an, bevor es nach Yorkshire geht. Doch die Chancen das Trikot zu verteidigen sind sehr gering. Das erste Rennen nach der WM wird der GP Emilia sein. Ohne WM Trikot könnte Michael Woods hier vielleicht wieder zu alter Stärke finden.

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Dani
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Re: 2019 - Explore The World

Beitrag von Dani » 31.08.2019, 14:58

30. Etappe: August - Das Auf und Ab der Wellen

Der August sollte der Monat von Tim Wellens werden. Wie jedes Jahr wollte er unbedingt die BinckBank Tour gewinnen, doch wie jedes Jahr, wurde er enttäuscht. Der Monat begann großartig. Bei der welligen Wallonien Rundfahrt surfte Tim Wellens auf einer Erfolgswelle. Auf der zweiten Etappe fuhr er bereits allen davon und musste sich nur dem Ausreißer Laurens De Plus geschlagen geben, der allerdings in der Gesamtwertung keine Rolle spielte. Am dritten Tag war es Wellens selber der auf der welligen Etappe den Sieg feiern konnte. Danach musste er nur noch das Trikot verteidigen und konnte damit nach der Guangxi Tour seine zweite Rundfahrt gewinnen. Voller Motivation reiste Wellens zur Polen Rundfahrt, doch ihn traf eine Schockwelle. Hohe Temperaturen zwangen ihn bereits am zweiten Tag zur Aufgabe. Die Hitzewelle in Polen erreichte Temperaturen über 30 Grad und Tim Wellens stieg entkräftet vom Rad. Doch er erholte sich schnell und wollte voll bei der BinckBank Tour angreifen.

Nach drei langweiligen Flachetappen ging es in die wellige Wallonie. Das Team EF ging auf der kurzen Etappe um Houffalize früh in die offensive und wollte das Feld kaputt fahren. An der letzten Welle konnte sich Wellens zusammen mit dem Kasachen Lutsenko ansetzen. Doch leider wurden sie kurz vor dem Ziel wieder gestellt. War denn alles umsonst? Nein es gab noch Hoffnung, im Zeitfahren hatte Wellens eine super Tagesform und konnte sich in den Top 10 platzieren. Die Chancen waren da am Schlusstag um den Sieg zu kämpfen. Greg Van Avermaet unterstützte ihn die komplette Rundfahrt über großartig. Doch bei der letzten Überquerung der Muur war Wellens schlecht positioniert. So musste Greg Van Avermaet wieder das Zepter übernehmen. Van Avermaet wurde am Ende 4. auf der Etappe und der Gesamtwertung. Für Wellens sprang nur ein enttäuschender 8. Gesamtplatz heraus.

Doch der Monat war noch nicht vorbei. Die Dänemark Rundfahrt sollte dieses Jahr ganz nach Wellens Geschmack sein. Weniger Flachetappen und mehr wellige Etappen. Doch zunächst schwamm sein Teamkollege Lawson Craddock auf einer Erfolgswelle. Der Amerikaner erwischte bei den beiden ersten Etappen eine glänzende Tagesform und konnte sich völlig unerwartet auf dem zweiten Platz der Gesamtwertung platzieren. Wellens erwischte eine grausame Tagesform im Zeitfahren und fiel in der Gesamtwertung weit zurück. Doch bereits am nächsten Tag ging es wieder bergauf. Tim Wellens konnte die Königsetappe nach Vejle gewinnen und sich damit wieder ganz ordentlich platzieren. Kuriose Szenen auf der Schlussetappe: Nach einer Kombination aus Massensturz und Windkante teilte sich das Feld plötzlich. Vorne waren eigentlich nur die Kapitäne aber das komplette Team EF war noch zusammen. Schnell formierte sich der EF Express und raste dem Ziel entgegen. Den Sprint konnte man zwar nicht gewinnen, aber Tim Wellens konnte das Sprinttrikot erfolgreich verteidigen. Diese Aktion sorgte dafür dass alle Fahrer des Teams EF die Rundfahrt in den Top 13 beenden konnten. Rekord.

Das nächste Ziel von Tim Wellens werden die Weltmeisterschaften in Yorkshire sein. Das Team wird alles für ihn geben auch der aktuelle Weltmeister Michael Woods wird sich voll in den Dienst von Tim Wellens stellen. Das Ziel wird es sein das Rennen auf dem winkligen Kurs schwer zu gestalten, um den erwarteten Massensprint zu verhindern.

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Re: 2019 - Explore The World

Beitrag von Dani » 31.08.2019, 15:05

31. Etappe: Torrevieja - Keine Erwartungen bei Grand Tour

An die Vuelta geht das Team EF ohne große Erwartungen. Viele andere Teams schicken ihre absoluten Topfahrer zur letzten großen Rundfahrt des Jahres. beim Team EF sieht das anders aus, wir haben uns bei der Tour und dem Giro schon völlig verausgabt, es geht hier die zweite Garde an den Start.

Unsere Equipo:

EF EDUCATION FIRST
91 Koen De Kort
92 Dion Smith
93 Lars Ytting Bak
94 Benjamin King
95 Rein Taaramäe
96 William Clarke
97 Sepp Kuss
98 Pierre Rolland


große Ziele haben wir nicht. Wir rechnen uns in keiner Wertung Erfolgschancen aus. Ähnlich wie bei der Tour werden wir versuchen jeden Tag in die Fluchtgruppe zu kommen. Wenn Gruppen durchkommen sollten haben wir vielleicht Chancen auf den ein oder anderen Etappensieg. Letztes Jahr konnten wir zwei Etappen gewinnen, wenn wir das wieder schaffen sollten, wäre es eine super Vuelta. Viva España!

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Re: 2019 - Explore The World

Beitrag von Dani » 04.10.2019, 19:38

32. Etappe: Madrid - Ereignisreiche Woche zwei

Die letzte Grand Tour des Jahres entwickelte sich zu einer verrückten für das Team EF Education First. Sepp Kuss sollte der Mann für die Gesamtwertung sein, aber mehr als eine Top 20 Platzierung rechneten wir uns auf Grund der starken Konkurrenz nicht aus. Bereits auf der zweiten Etappe konnte Kuss glänzen und den fünften Etappenrang erreichen. Der Rest des Teams ging abwechselnd in Fluchtgruppen, war aber auf Grund der starken Konkurrenz chancenlos. Die Etappensiege sicherten sich Fahrer wie Geraint Thomas und Wout Poels, die durchaus in der Gesamtwertung um die Top5 hätten kämpfen können. Auf Etappe 6 hatte Sepp Kuss dann seine erste -5 von 3 insgesamt während der Rundfahrt. Er wurde früh abgehängt und verlor eine Menge Zeit. Nach Woche 1 sah alles danach aus als würde die Vuelta ein Desaster für das Team EF Education First werden.

Doch bereits am ersten Tag der zweiten Woche änderte sich dies: Die Ausreißergruppe um Ben King hatte einen großen Vorsprung und sollte den Etappensieg unter sich aus machen. Kurz vor dem Ziel attackierte Ben King aus der Gruppe. Auf den letzten Kilometern konnte Magnus Cort fast wieder zu King aufschließen, aber die Zielgerade war zu kurz für den Dänen. Ben King USA gewann die 8. Etappe der Vuelta. Was für ein Erfolg!
Am nächsten Tag sah es schon wieder ganz anders aus. Unser Kapitän Sepp Kuss startete in Andorra sehr weit hinten im Feld und schaffte es nicht sich vorne zu positionieren. Am ersten Anstieg teilte sich das Feld und das Team versuchte alles, um auf der Abfahrt zurückzukommen. Als sie es am Fuße des zweiten Anstieges fast geschafft hatten, teilte sich das Feld vorne wieder. So war man den ganzen Tag nur in der Verfolgung des Pelotons und Sepp Kuss verlor erneut sehr viel Zeit. Am nächsten Tag stand das Zeitfahren in Pau an, nicht die Spezialdisziplin von Sepp Kuss. Zudem hatte er noch seine zweite -5 während der Rundfahrt. Hätte es noch schlimmer kommen können? Ja!
Am nächsten Tag führte eine regnerische Etappe durch das Baskenland. Eine klare Ausreißeretappe. Doch das Team Jumbo Visma wollte unbedingt einen Sprint herbei zaubern. Das hohe Tempo auf den baskischen Straßen führte zu einigen Stürzen. Zunächst ging Richie Porte zu Boden, auf ihn wurde noch gewartet. Kurz darauf erwischte es unseren Kapitän Sepp Kuss. Der Name war dem Team Jumbo Visma nicht prominent genug, so rasten sie weiter der längst enteilten Fluchtgruppe hinterher. Natürlich gewann die Fluchtgruppe mit großem Vorsprung, vor dem von Kruijswijk angeführtem Hauptfeld. Sepp Kuss kam völlig entkräftet mit zerfetztem Trikot mit 10 Minuten Rückstand ins Ziel. Die Gesamtwertung war nun völlig außer Reichweite. Für Sepp Kuss ging es erstmal darum sich zu erholen und möglicherweise neue Ziele in Woche drei zu suchen.
Am letzten Tag der zweiten Woche ging es nach Oviedo. Es sollte eine Sprinteretappe werden, doch das Team Mitchelton Scott sorgte den ganzen Tag für ein grauenvolles Dauertempo. Der geschwächte Sepp Kuss wurde bereits an der ersten Welle abgehängt. Seine Teamkollegen formierten sich um ihn herum, aber es war unmöglich bei dem verrückten Tempo wieder zum Hauptfeld aufzuschließen. Einzig Lars Ytting Bak, der in die Ausreißergruppe gehen wollte, aber immer wieder vom Feld gestellt wurde vertrat unser Team im Hauptfeld. Warum dieses Tempo von Mitchelton Scott angeschlagen wurde, klärte sich nach der letzten Bergwertung auf. Auf der flachen Anfahrt zum Ziel attackierte der Top Finisseur Fabio Cancellaru ähh Fabio Aru um ein typisches 20 Km Solo gegen das ganze Feld zu gewinnen. Lars Ytting Bak überlegte nicht lang und ging auch in die Offensive. Er fuhr schnell die Lücke zu Aru zu und attackierte sofort noch einmal, um den Italienier abzuhängen. Schnell wurde Aru wieder gestellt, aber der Vorsprung von Bak wurde größer und größer. Keine Helfer waren im Feld mehr vorhanden, die die Lücke schließen konnten und Bak konnte früh die Arme hochreißen und jubeln. Ein großartiger Solosieg. Und das perfekte Ende einer langen Karriere. Als ihn sein altes Team in den Ruhestand schicken wollte, konnten wir Lars überreden noch mal zwei Jahre dran zu hängen. Ein Vuelta Sieg 2018 und ein Vuelta Sieg 2019 sind das perfekte Beispiel, dass man auch ohne Jugendwahn erfolgreich sein kann.

Die dritte Woche verlief wieder ereignislos für unser Team. Sepp Kuss ging es von Tag zu Tag besser. Das Team plante eine große Offensive am letzten Tag in den Bergen, damit Sepp Kuss auch noch etwas von seinem Saisonhighlight mitnehmen konnte, doch an diesem Tag hatte er seine dritte -5 und es war unmöglich dem Feld zu entfliehen. So endete eine sehr erfolgreiche Vuelta für das Team EF in Madrid. zwei Etappensiege, wie im letzten Jahr, sind ein großer Erfolg, auch wenn wir am Ende in keiner Sonderwertung unter den besten 20 waren.

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Re: 2019 - Explore The World

Beitrag von Dani » 04.10.2019, 20:01

33. Etappe: Quebec - Das Ende des Fluchs

Am Ende hat es doch noch geklappt. In der kanadischen Heimat hat Michael Woods endlich seinen ersten Sieg im Regenbogentrikot einfahren können. Beim GP Quebec sah es lange Zeit gar nicht so gut aus. Woods war schlecht platziert und musste einige Körner lassen, um am Ende ganz vorne dabei zu sein. Doch auf den letzten Metern konnte er alle Gegner überholen und die Ziellinie als erstes überqueren. Am darauffolgenden Sonntag sah es wieder anders aus. Auf der Schlussrunde in Montreal versuchte er einer Attacke von Max Schachmann zu folgen. Doch auch der Slowene Matej Mohoric ging mit. In der Abfahrt konnte Mohoric seine Gegner abschütteln und erreichte das Ziel als Solist. Woods und Schachmann wurden auf dem letzten Kilometer von der heranrasenden Verfolgergruppe gestellt. Nun wird Woods das Wm Trikot nur noch bei den drei italienischen Klassikern am Wochenende tragen, bevor es es bei der WM in Yorkshire an Teamkollege Tim Wellens abgeben möchte. "Das Team wird sich voll für Tim aufopfern", so Woods, "Wellens zählt neben Michael Matthews und Edvald Boasson Hagen zu den Medaillenkandidaten. Aber auch Fahrer wie Peter Sagan, Daryl Impey oder Julian Alaphilippe sollten auf dem Kurs Chancen auf eine gute Platzierung haben."

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