Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

Benutzeravatar
uhri
Jumbo
Jumbo
Beiträge: 4779
Registriert: Mo Jul 25, 2016 9:58 pm

Re: Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

Beitrag von uhri » Fr Jul 23, 2021 11:29 am

Bild Alea iacta est-Olympische Spiele

Da ist sie schon vorbei, die Grande Boucle, die Tour de France, das Highlight des Jahres! 3 Wochen knochenharter Radsport von der Bretagne nach Paris liegen hinter uns. Und welch epischen Kampf durften wir betrachten! Roglic gegen Pogacar, Slowenien gegen Slowenien, 79/77 gegen 79/77. Sie waren 2 Klassen besser als der Rest. Doch waren die anderen deswegen Statisten? Nein! Auch um das Podium gab es einen tollen Kampf.
Wer denkt, dass jetzt erst mal Pause ist, den darf ich beruhigen. Nein, die Olympischen Spiele erwarten uns! Ein Highlight jagt das Nächste.

Tops und Flops Tour de France

+Tadej Pogacar: Dass er Primoz Roglic mit seiner +1 und deutlich weniger Fitness herausfordern konnte, ist eine grandiose Leistung, die beinahe mit dem Toursieg gekrönt wurde. Platz 1 beim Giro, Platz 2 bei der Tour, wenn da kein Rein dazwischen kommt, wird er Fahrer des Jahres!

+Geraint Thomas: Mit 77/74 nur minimal das Tour-Podium verpasst, das ist echt richtig stark. Klar, er hatte in den entscheidenden Wochen auch das nötige Glück, aber hättet ihr Gerd und Thomas das zugetraut? Ich nicht!

+ Enric Mas: Enrico hatte wahrlich kein Fitnessglück. 3 Mal 96 mit einer +2, das ist schon bitter. Aber hat Timmy sich davon einschüchtern lassen? Nein! Mit einer konzentrierten, cleveren Leistung hat er sich zum zweiten Mal hintereinander Platz 3 bei der Tour gesichert. Stark.

+Guillaume Martin: Mann, hat der Typ mich ins Schwitzen gebracht. Im Gespann mit seiner tollen Mannschaft hat er die Berg 76 locker wettmachen können und teilweise sogar mit den Podiumskandidaten mithalten können.

+Stefano Oldani: Der junge Italiener mischte bei einigen Sprintankünften vorne mit und konnte dabei ein paar Mal auch die großen Stars ärgern. Das war eine tolle Leistung, Gerd!

-Zweiklassengesellschaft: Mehr als 10 Minuten auf den Rest, Null Chance für die Gegner bei sämtlichen Etappen wo es bergauf ging, Spielen um den Sieg, 4 Siege jeweils, mir gefällt das ganz und gar nicht.

-Chancen für Ausreißer: Du musst dich schon schonen bis zum Geht nich Mehr, um hier eine Chance als Ausreißer zu bekommen. Eine Gruppe mal weit weglassen, das kommt ganz selten vor. Und wenn, muss diese Gruppe sich dafür totarbeiten. Locker im Feld fahren geht nicht. Warum geht das nicht? Weil die Punktidioten das Tempo diktieren. Sorry für die Ausdrucksweise, aber bei uns ist es doch gar nicht möglich, langsam zu fahren, weil immer dann die Punkttrottel vors Feld fahren.

-Joao Almeida: Ein wirklichen Verlierer sehe ich bei der Tour eigentlich gar nicht. Aber für irgendjemanden muss ich mich ja entscheiden. Auch der junge Portugiese ist eigentlich keiner, aber nach dem starken Start in die Tour hatte ich irgendwie erwartet, dass es für mehr als Rang 6 im Gesamtklassement reichen würde.

uhris Kolumne: Liga vs. Realität: Die große Performance-Analyse

Heute wollen wir uns 2 ganz unterschiedlichen Teams und Charakteren widmen. Auf der einen Seite Cookie, Manager von FDJ mit stets einer klaren Meinung, auf der anderen Seite Hakan, Manager von Ineos, um den es in letzter Zeit etwas ruhiger geworden ist. Beginnen wir mit FDJ:

FDJ

Julian Alaphilippe
Beste Ergebnisse Realität: 26 Profisiege, 6 Siege WT-Klassiker, 8 weitere Top 10 WT-Klassiker, 2x Top 10 WT-Rundfahrten, Bergwertung Tour
Beste Ergebnisse Liga: 23 Profisiege, 8 Siege WT-Klassiker, 11 weitere Top 10 WT-Klassiker, 9x Top 10 WT-Rundfahrten, 2. Vuelta
:arrow: Meine Einschätzung: Julian und Cookie, das passt einfach. Seine Siege sind größere als in der Realität und bei den Rundfahrten holt er (auch, weil er überbewertet wurde am Berg) deutlich bessere Resultate. Ich glaube viel mehr geht bei Alaphilippe gar nicht.

Guillaume Martin
Beste Ergebnisse Realität: 2x Top 10 WT-Rundfahrten, 2x Top 10 Kontirundfahrten, 3x Top 10 Kontiklassiker, Bergwertung Vuelta
Beste Ergebnisse Liga: 1 Sieg WT-Rundfahrten, 2 weitere Top 10 Wt-Rundfahrten, 1 Sieg Kontirundfahrten, 3 weitere Top 10 Kontirundfahrten, 3x Top 10 Kontiklassiker
:arrow: Meine Einschätzung: Auch bei Guillaume Martin kann Cookie eine Menge rausholen. Rundfahrer liegen ihm anscheinend.

Thibaut Pinot
Beste Ergebnisse Realität: 7x Top 10 WT-Rundfahrten, 1 Sieg WT-Klassiker, 1 weitere Top 10 Wt-Klassiker
Beste Ergebnisse Liga: 6x Top 10 WT-Rundfahrten
:arrow: Meine Einschätzung: Klassiker kann er bei uns gar nicht, dafür hat er 2 sechste Plätze bei der Tour und ein Tourpodium vorzuweisen, während er in echt dort nur einen sechsten Platz bei der Vuelta vorzuweisen hat. Cookies Performance ist auch hier als gut einzuschätzen.

Fazit: Durch die Bank starke Ergebnisse, insbesondere bei den Rundfahrten. Dazu auch eine Menge große Siege dabei. Ich würde eine 8 auf der Performance-Skala vergeben.

Ineos

Sam Bennett
Beste Ergebnisse Realität: 27 Profisiege, davon 7 bei GTs, 2x Top 10 WT-Klassiker, 1x Punktewertung Tour de France
Beste Ergebnisse Liga: 16 Profisiege, 1x Top 10 WT-Klassiker
:arrow: Meine Einschätzung: Weniger Siege und dazu keinen bei GTs, viele bei kleineren Rundfahrten. Da hätte man mehr herausholen können.

Adam Yates
Beste Ergebnisse Realität:8x Top 10 WT-Rundfahrten(davon 3x Podium und 1 Sieg), 1x Top 10 WT-Klassiker
Beste Ergebnisse Liga: 7x Top 10 WT-Rundfahrten (davon 4x Podium), 3x Top 10 Wt-Klassiker
:arrow: Die Ergebnisse sind ziemlich ähnlich. Hakan ist etwas besser bei den Klassikern gewesen.

Simon Yates
Beste Ergebnisse Realität: 8x Top 10 WT-Rundfahrten, 1 Vuelta Sieg
Beste Ergebnisse Liga: 11x Top 10 WT-Rundfahrten, 4. Platz beim Giro
:arrow: Meine Einschätzung: Auch hier ist es wieder sehr ähnlich. Es sticht natürlich der Vuelta Sieg in der Realität gegenüber dem vierten Platz beim Giro in der Liga heraus. Aber es war ja nur die Vuelta.

Fazit: Mit den Rundfahrern kann Hakan echt gut umgehen. Mit mehr Zeit und einer Fitnessplanung hin zu mehr GTs würde ich villeicht sogar mehr Punkte vergeben können. So habe ich mich für eine 5 auf der Performance-Skala entschieden.


Analyse Israel Start-Up-Nation: Wann werden die großen Ankündigungen Realität?

Timmy befindet sich mit seinem Team Israel (ehemals Katusha) nun in der 4.Saison im Kosmos des großen Radsportzirkus. Seit längerem bereitet er den Aufstieg seines Teams an die Spitze des Weltradsports vor bzw. sagt zumindest, dass er das tut.

Große Ankündigungen gab es bereits viele. Hier ein Auszug:

Timmy:
Wir wollen den nächsten Schritt in unserem Karriereplan erledigen und dazu gehört es in der Breite besser zu werden!

Israel wächst und die Liga weiß das auch. Mein Neffe wird irgendwann ein Top Team erhalten wie es zurzeit Lotto, Team Bike Exchange und Jumbo hat.

Also durch konstante Arbeit konnte ich immer meine Erfolge erreichen und der Toursieg wird irgendwann mal geholt, wir müssen nur gezielt und konsequent weiter an diesen Traum arbeiten.

Irgendwann will ich mit meinem Cousin bei der Tour um den Gesamtsieg fahren.
Doch wann werden die ganzen großen Zukunftsvisionen Realität?

Der Kader wurde seit der Ankunft von Timmy eigentlich nie wirklich verbessert. Chancen gab es dazu einige. Der Transfer von Porte wurde ausgeschlagen, er sei nicht auf dem Level des großen Zakarin hieß es aus Teamkreisen. Als Israel als eines von drei Teams Ende 2018 die Chance erhielt einen Fahrer zu draften wurde die Chance vertan sich um Supertalente wie Evenepoel zu bemühen. Stattdessen kam Moschetti. Ansonsten verpflichtete das Team in der Regel leider ziemlich treffsicher Fahrer, die untergehen. Und viel Geld wurde für Transfers fast nie ausgegeben.

Timmy gibt vor, dass sich sein Team auf dem Weg an die Spitze befindet, doch die Realität sieht so aus, dass es seit 4 Jahren auf der Stelle tritt. Der Israel-Manager zieht, wenn es darum geht das Team wirklich zu verbessern, immer wieder zurück.

Timmy: Das Team Israel ist unter meiner Führung ein wenig konservativer. Wir werden keine unnötigen Risken eingehen. Außerdem benötigen wir immer etwas länger, um auf neue Gegebenheiten einzugehen. Gerade als wir dieses ganze Finanzsystem sowie Prämien verstanden haben, wurde es umgeändert.
Aber wenn man was erreichen will muss man irgendwann auch mal etwas riskieren!

Transfertipps für Israel:
Wo steht Israel? Aktuell ist Israel das vom Gehalt drittgünstigste Team der Liga, nur Deceuninck und Gazprom haben ein noch geringeres Gehalt. Das Team hat sich unter der Leitung von Timmy im hinteren Mittelfeld etabliert. Bei Rundfahrten, besonders bei GTs, ist das Team gut dabei. Timmy kann hier seine vorhandene Klasse, die er in den letzten Jahren entwickelt hat, zeigen und mit Enric Mas hat das Team in dieser Kategorie auch den einzigen Fahrer der aktuell auf Weltklasseniveau zu sein scheint.
Doch bei den Klassikern sieht es düster aus. Eigentlich war das Team seit Timmy da ist überhaupt kein Faktor. Hier muss Timmy handeln!

Die Redaktion hat sich dazu Gedanken gemacht, wer in der kommenden Transferperiode zu Israel wechseln könnte bzw. gibt ein paar Ratschläge:

-Julian Alaphilippe: Cookie heizt bereits seit längerem Gerüchte über einen Abgang des Weltmeisters an. Könnte der Franzose vielleicht zu Timmy wechseln?
-Kasper Asgreen: Akkez gibt vor, Zeitfahrer und Dänen nicht all zu sehr wertzuschätzen. Ist das die Chance für Israel?
-Draftchance nutzen! Das Team wird dieses Jahr voraussichtlich sehr früh draften dürfen. Dieses Mal muss Timmy diese Chance nutzen! Dazu sollte er die großen U23-Rennen beobachten und weise wählen. Aber auch Supertalente aus den Junioren wie Uijtdebroeks sollte er im Blick behalten. Bei den Nachwuchsfahrern gibt es jedoch nie eine Garantie, dass sie den Sprung nach oben schaffen, daher sollte er sich darum bemühen mehrere Fahrer mit großem Potential zu verpflichten.
-Nutze dein Geld, aber tue es sinnvoll! Timmy hat aufgrund seiner zurückhaltenden Transferaktivitäten der letzten Jahre keinen Kader mit dem er wirklich groß Tauschmaterial vorzuweisen hat. Deswegen muss er sein Geld nutzen wenn sich die Chance bietet. Aktuell hat Israel ein prall gefülltes Konto. Mit über 11 Mio. € in der Hochrechnung für 2022 ist das Team der zweitreichste Rennstall der Liga! Aber nutze das Geld mit Bedacht für echte Verstärkungen oder vielversprechende Talente und wirf es nicht wahllos um dich!


Der Ausblick: Die Olympischen Spiele

Die Olympischen Spiele sind natürlich für viele Sportler ein Highlight, auf dass sie viele Jahre hinfiebern. Jeder erinnert sich dank seines goldenen Helmes daran, dass Greg van Avermaet amtierender Olympiasieger ist. Aber hattet ihr auch noch im Kopf, dass das Zeitfahren Fabian Cancellara gewonnen hat?
Die olympischen Strecken führen rund um den Fuji Speedway. Fuji? Ja, genau, rund um den Mount Fuji. Damit dürfte auch klar sein, dass das keine flachen Strecken sind.
Das Zeitfahren führt über 44 km und hat neben einigen Hügeln 2x einen Anstieg über 2 km a 6% im Programm. Also eher nichts für die reinen Roller.
Das Straßenrennen hat eine Länge von 232 km und ist entgegen der meisten Austragungen kein Rundkurs. Sie beinhaltet Anstiege, die in der Tour de France sicher Anstiege der ersten und zweiten Kategorie wären. Der Mikuni Pass, der etwa 30 km vor dem Ziel endet, hat 6,8 km mit im Schnitt 10 Prozent. Ein echter Scharfrichter! Also ich denke, das wird was für die Bergfahrer.
Amtierende Olympiasieger bei uns sind übrigens Michal Kwiatkowski (Straße) und Bob Jungels (Zeitfahren).


Veni, Vidi, Vici?-Rückblick

In 3 Kategorien haben wir uns gebattlet: Gesamtwertung, Bergwertung und Sprintwertung. Leider gab es hier klare Favoriten vor der Tour und dementsprechend war es ziemlich einfach zu tippen. Da müssten ja alle 3 Punkte geholt haben, oder? Nein, nur uhri macht den Durchmarsch. Timmy (mit Pogacar als Sieger) und Cunego (mit Pinot als Bergwertungssieger) lagen ein Mal daneben. Daher müssen sie jeweils eine Strafe erledigen. Cunego hat seine oben bereits abgebüßt, auf Timmys Strafe müssen wir bis zur nächsten Ausgabe warten.

Gesamtstand:
Cunego 9 Punkte
Uhri 8 Punkte
Timmy 7 Punkte

Veni, Vidi, Vici?- Olympia EZF

Die beiden Herren unter mir waren schneller, also bleiben keine Siegkandidaten mehr übrig. Bronze geht an Remco.

Der Australier hat sich bei der Tour so geschont, er sollte frisch und nach seinen 3 Touretappensiegen voller Selbstvertrauen am Start stehen. Stefan wird mit Rohan Dennis den Olymp erklimmen.

Die Dennisshow ist jetzt vorbei! Die Bühne ist wieder frei für Ganna. Ganna ist mein Favorit.

Veni, Vidi, Vici?- Olympia Straßenrennen

Was fehlt Michael Woods noch? Der Olympiasieg. 2021 ist es soweit.

Cookie und Alaphilippe haben schon so viel zusammen erreicht. Doch der Olympiasieg fehlt noch. Er ist der absolute Topfavorit in meinen Augen.

Das ist wirklich ein sehr sehr schwieriger Tipp, ich denke Valverde wird es machen!

Benutzeravatar
uhri
Jumbo
Jumbo
Beiträge: 4779
Registriert: Mo Jul 25, 2016 9:58 pm

Re: Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

Beitrag von uhri » Do Jul 29, 2021 7:12 pm

Bild Alea iacta est-San Sebastian

Man sagt, Olympiasieger bleibt man ein Leben lang. Von daher: Herzlichen Glückwunsch zu 2x lebenslänglich an Tadej Pogacar und Julian Alaphilippe! Die Liga hat, wie wir finden, damit zwei würdige Olympiasieger gefunden. Für alle, die keine Medaillen gewonnen haben, gilt: "Dabei ist alles!"
In unserer heutigen Ausgabe des Triumvirats wollen wir auf die Olympischen Spiele zurück blicken. Wir wagen eine Vorschau auf San Sebastian, Timmy spricht über einen möglichen Neuzugang und uhri hat ein paar tolle Sprüche von T-Online geklaut.

Tops und Flops Olympia

+Groupama-FDJ: Sie stellen mit Julian Alaphilippe nicht nur einen Olympiasieger und einen zweifachen Medaillengewinner, auch Sergio Higuita konnte mit einer Klasse Leistung Platz 5 im Straßenrennen erreichen. Dabei war sicher nicht der volle Fokus auf ihm, seine Werte sind im Vergleich mit den anderen vorne auch nicht so der Hammer. Von daher, Hut ab, Cookie!

+Alex Dowsett: Alle meine Tests haben es klar gezeigt und auch der Sieger zeigt es mir: Hier muss ein großer Hügelanteil drin gewesen sein. Wie hat es Dowsett dann mit Hüg 69 auf Platz 4 geschafft? Dass er nur um wenige Hundertstel an Bronze vorbei geschrammt ist, ist tragisch. Aber umso mehr möchte ich ihn hier ehren.

+Bauke Mollema: Im Herbst seiner Karriere konnte sich der Niederländer den Traum einer olympischen Medaille erfüllen. Das hat uhri toll gemacht!

+Victor Campenaerts: Vor dem Rennen wurden die großen ZF-Götter und einige Hügelasse für die Medaillen gehandelt. Doch Campenaerts konnte sensationell Silber holen!


+ Alejandro Valverde: Hier muss ich mal eine Lanze für Akkez brechen. Valverde war the best oft the rest und konnte dem späteren Olympiasieger wenigstens ein wenig noch Konkurrenz bieten. Für den älteren Mann aus Spanien aber auch für das Team Movistar war dieser 2 Platz für den „Schwanzvergleich“ unglaublich wertvoll. Israel und auch Cofidis üben nämlich Druck aus!

+Alex Dowsett: Hier muss ich ebenfalls Dowsett nennen. Was Eddie dieses Jahr mit Bora so leistet ist wirklich unglaublich! Hut ab! Weiter so Eddie;)


-Remi Cavgana: Im erfolgsverwöhnten Lotto-Team sollte er eine Medaille im Zeitfahren holen. Doch er blieb ganz klar im Schatten des Olympiasiegers. Man kann bestenfalls sagen, dass er ein guter Tester für Pogacar war.

-Jakob Fuglsang: Für seine Werte und Verhältnisse ist ein Platz 13 im Straßenrennen einfach viel zu wenig. Er wird seine vermutlich letzten Olympischen Spiele enttäuscht verlassen.

-BikeExchange: Das Entsetzen war beim Team Lotto-Soudal groß, als Teammanger René ins Tempo ging nachdem die große Goldhoffnung des Teams Marc Hirschi in der Anfangsphase des Rennens zu Fall kam. Dadurch konnte der Schweizer, der sowieso einen schlimmen Tag erlebte (95 -5) nach einer langen Verfolgungsjagd nicht mehr in den Kampf eingreifen.
Allerdings muss man sagen, dass sich der BikeExchange-Manager im Nachgang des Rennens entschuldigt hat mit der Versicherung, dass dies nie mehr vorkommt. Dies war sicherlich eine Geste, die ich von René in all den Jahren in der Liga so noch nicht erlebt habe.

-Rohan Dennis: Er ging als einer der großen Favoriten ins Rennen und am Ende wurde es nur Rang 11, das war nix.


- Rohan Dennis: Nach den zwei tollen Tour Etappensiegen beim Einzelzeitfahren hat man von Rohan irgendwie ein wenig mehr erhofft. Ist dieser tolle Zeitfahrer schon mit den Gedanken bei Jumbo?

- Tadej Pogacar: Nach dem traumhaften Giro und nach der tollen Tour scheint Tadej ein wenig müde zu sein. Ich denke Manager Cunego darf es mit den Renntagen um den jungen Slowenien nicht übertreiben. Auf der anderen Seite, vielleicht ist man zuletzt von Pogacar zu viel verwöhnt worden. Da reicht ein normaler 1. Platz schon gar nicht mehr aus.


Thema der Woche: Respekt für einen der ganz Großen: Die besten Sprüche von und über Jens Voigt (via https://www.t-online.de/sport/radsport/ ... -vogt.html)

"Im Radsport wirst du bezahlt, dass du anderen Leuten wehtust"
"Jens großes Kettenblatt an seinem Rad hat 56 Zähne. Sein Ritzelpaket hinten setzt sich wie folgt zusammen: 11-11-11-11-11-11-11-11-11-12."
"Jens Voigt isst vor jedem Rennen ein Steak. Sehr oft vergisst er aber dabei, die Kuh vorher zu töten."
"Jens Voigt hat die Schlüsselgewalt über das Schmerzschloss."
"Hinten fahren tut genauso weh, wie vorne fahren."
"Die Mechaniker haben einmal alle Bremsen von Jens Voigts' Rädern abgebaut, nachdem sie entdeckt hatten, dass ihn sowieso niemand bremsen kann."
"Einmal war Jens Voigt so schnell unterwegs, dass er zurück ins Jahr 1987 reiste und Greg Lemond erschoss, weil er dessen Gejammer nicht mehr hören konnte."
"Jens Voigt bekommt keinen Ausschlag von der Straße. Vielmehr bekommt die Straße einen Ausschlag von Jens Voigt."
"Während einer Tour-Etappe sehe ich am Tag 50 bis 60 Männerhintern."
"Wenn Jens Voigt an der Spitze das Tempo macht, fährt er nicht nur schnell. Er zieht auch die Erde näher an sich heran."
"Jens Voigt hat am Col du Tourmalet mal eine Herzattacke bekommen. Doch er setzte umgehend zur Konterattacke an und zwang den Berg zur Unterwerfung."
"Wenn Jens Voigt an der Spitze des Peloton den Hammer herausholt, verlieren viele Fahrer den Anschluss. Andere bekommen ihre gesamte Existenz aus dem Zeit-Kontinuum gelöscht."

Itamar Einhorn-bald ein Aushängeschild Israels?

Itamar Einhorn ist ein junger, nicht so talentierter Rennfahrer, der eher zur Kategorie „Helfer“ gehört. Dieser fast 24-jährige Fahrer aus Israel hat in seiner Jugend mal den nationalen Zeitfahrmeistertitel gewonnen (2014). Im Profiradsport hat Einhorn 2020 bei der kleinen Rundfahrt „Solidarność et des Champions Olympiques“ eine Etappe gewonnen. Der spätere Gesamtsieger dieser o.g. Rundfahrt war sogar unser Liebling Stanislaw Aniolkowski. In diesem Jahr gewann Einhorn überraschend den GP Polski.
Was Manager Timmy eventuell mit diesem Fahrer schaffen könnte ist eine reine theoretische Frage. Ein Etappensieg mit Itamar Einhorn scheint nicht sehr realistisch zu sein. Auch eine mögliche Beendigung einer GT scheint mit den aktuellen Werten von Itamar Einhorn nicht möglich zu sein. Sogar so ein Top Manager wie Timmy wird das nicht schaffen können. Jedoch mag der Manager Timmy Herausforderungen. Sollte also Einhorn in der Transferphase ohne großen Aufwand zur Verfügung stehen, freut sich natürlich die Familie Israel Start Up Nation auf die Ankunft von Einhorn.


Bitte, bitte, wer auch immer für Arkea nominiert, schickt ihn bitte zur Vuelta, ich will sehen, dass er die beendet!

Der Ausblick: Donostia San Sebastian Klasikoa

Die Clasica Donostia San Sebastian (Donostia ist übrigens der baskische Name für San Sebastian) ist ein Eintagesrennen, was seit 1981 immer kurz nach der Tour de France stattfindet. Hier treffen sich häufig einige ausgeruhte Fahrer mit vielen Fahrern, die mit Restfitness aus der Tour kommen. Der Charakter blieb stets gleich: Es ist ein mittelschweres Hügelrennen. In diesem Jahr führt es über 222,5 km. Insgesamt 8 Anstiege sind zu überwinden, die mittlere bis hohe Steigungsprozente aufweisen. Möglicherweise entscheidend ist der letzte Anstieg, der 7,5 km vor dem Ziel erklommen wird. 1,5 km bei 10,6 Prozent sind da eine echte Rampe, die es zu überwinden gilt. Bei uns hat im letzten Jahr das Rennen Bauke Mollema vor Alejandro Valverde und Tiesj Benoot gewonnen. Ich denke, mit diesem Ergebnis könnte ich auch in diesem Jahr leben.

Veni, Vidi, Vici?-Rückblick

Punktearm gehen bei uns die Spiele zu Ende. Mit einem Zeitfahrolympiasieger mit Fitness -1 hat keiner gerechnet. Das Straßenrennen dagegen war etwas leichter zu tippen. Der Topfavorit setzte sich durch, was Cunego einen Punkt bringt.

Gesamtstand:
Cunego 10 Punkte
Uhri 8 Punkte
Timmy 7 Punkte

Veni, Vidi, Vici?- San Sebastian

Marc Hirschi wird nicht noch mal so einen schlechten Tag wie in Tokio haben und Cunego ist heiß darauf, es allen zu zeigen, insbesondere Rene. Er wird das Rennen gewinnen. Cunego, das Jubeln in Richtung Bike Exchange nicht vergessen!

Amtierender Weltmeister, Weltcupsieger, WorldTour-Champion und Olympiasieger. Wer soll den Franzosen noch stoppen? Wenn man den Artikeln glauben schenkt, werden sich die Wege von Alaphilippe und FDJ am Jahresende trennen, doch das unglaubliche Vermächtnis des Duos Cookie/Alaphilippe wächst immer noch weiter!

Valverde wird beim Klassiker San Sebastian seine Revanche bekommen. Bei Olympia noch unterlegen, wird er jetzt zum großen Schlag ausholen. Valverde ist mein Favorit.

Benutzeravatar
uhri
Jumbo
Jumbo
Beiträge: 4779
Registriert: Mo Jul 25, 2016 9:58 pm

Re: Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

Beitrag von uhri » Do Aug 12, 2021 9:22 pm

Bild Alea iacta est-Tour de Pologne

Er hat es wieder getan! Julian Alaphilippe holte sich als frisch gebackener Olympiasieger auch die Clasica San Sebastian. Am letzten Hügel konnte er die entscheidende Attacke setzen, der nur Fuglsang folgen konnte. Er konnte sich jedoch am Ende entscheidend absetzen und den Sieg erringen. Die Tops und Flops des baskischen Klassikers werden wir in unserer heutigen Ausgabe thematisieren. Außerdem haben wir ein Interview mit dem Manager des Olympiasiegers im Programm und widmen uns ein weiteres Mal den Brüdern, die im Schatten der großen Stars stehen.

Tops und Flops San Sebastian

+Jan Tratnik: Ähhhh, seit wann ist der Hügelfahrer? Mir ist er dort jedoch nie aufgefallen, aber bei diesem Rennen, konnte er meine Aufmerksamkeit auf seine Person lenken. Toll gefahren!

+Julian Alaphilippe: Klar, eine Überraschung ist das vielleicht nicht. Aber es ist trotzdem beeindruckend wie Cookie mit Alaphilippe seine Fans nie enttäuscht und zuschlägt, immer und immer wieder!

+ Michael Valgren: HOOWWW, was war das für ein Sonntag! Ich glaube diesen Sonntag wird Basti sehr gut in Erinnerung haben. Dann noch dieser traumhafte 7te Platz mit Valgren bei San Sebastian. Damit hat er Fahrer wie Bennett oder Roglic hinter sich gelassen. Mit diesem tollen Ergebnis ist Cofidis im „Schwanzvergleich“ erstmal an Movistar und Israel vorbeigezogen! Für Basti fängt die Saison jetzt erst richtig an. Morich und Gerd müssen sich warm anziehen.

-Alexej Lutsenko: Bei Olympia konnte er noch glänzen, hier spielte er nur eine Nebenrolle. Toprider wird es mit dem zweiten Platz von Jakob Fuglsang verschmerzen können.

-Max Schachmann: Nach dem Abgang von TheBike fährt Schachmann diese Saison weit hinter seinen Leistungen früherer Jahre hinterher. Platz 16 dürfte eine weitere Enttäuschung sein.

- Alejandro Valverde / Akkez / Movistar: Hier fehlte irgendwie alles. Valverde noch bei der Olympia mit toller Form, der einzige wahre Gegner für Alaphilippe und dann war nichts vom alten Spanier zu sehen. Zack wird es in der Liga sofort bestraft! Movistar ist hinter Israel gefallen. Ja genau, hinter ISRAEL!!!!!! Das sagt ja wohl alles!

Triumphal-Das Interview der Woche: Cookie nach dem Olympiasieg

Nach zahlreichen großen Erfolgen konntest du mit Alaphilippe nun den Olympiasieg einfahren. War das dein schönster Sieg als Manager?
Cookie:"Der Weltmeistertitel letztes Jahr tat definitiv richtig, richtig gut. Der Olympiasieg war aber mein Herzenswunsch. Schwierig zu sagen, ich würde sagen 51-49 für die Goldmedaille in Tokio."

Du genießt mittlerweile ein sehr hohes Ansehen als Manager. "Cookie platzt nur so vor Talent" schrieb Timmy in seinem Porträt über dich. Vor ca. 1,5 Jahren hast du dich in uhris ehemaligem Format uhri trifft...World Tour Manager noch "als eher schwachen Manager" bezeichnet. Wie würdest du dich und dein Team heute einschätzen?
Cookie:"Mein Team habe ich nach dem starken Jahr 2020 bewusst abgebaut und es verstärkt auf talentierte, jüngere Fahrer ausgelegt. Es sollte ein Übergangsjahr werden für die Saison 2022. Nun sieht es eher danach aus, als würde '22 noch ein Übergangsjahr werden, aber das ist schon okay so. Insgesamt habe ich ja trotzdem superstarke Fahrer im Team, u.a. den Tour-Vierten und den besten Hügelfahrer der Welt.
Als Manager bin ich denke ich im oberen Drittel dabei. Allerdings sehe ich mich nicht unbedingt als einen der stärksten ingame Manager, sondern eher als guten Rennplaner. Meine Kaderzusammenstellungen und Fitnesspläne sind der Schlüssel zum FDJ Erfolg. Aber rein spieltechnisch gibt es viele bessere Manager als mich.
"

Du hast bereits vor längerer Zeit angedeutet, dass dein größter Star Julian Alaphilippe vor dem Abschied steht. Wie kam es zu diesem Entschluss?
Cookie:"Loulou und ich haben alles zusammen erreicht, was ging. WM, Monumente, GT-Podium, GT-Etappensiege...und jetzt noch Olympia. Ich habe mir letztes Jahr im Sommer gesagt, dass wenn wir die WM gewinnen, ich '21 alles auf Olympia setze und ihn dann gehen lasse. Ich finde, dass auch andere Manager in unserer tollen Liga den Spaß mit Alaphilippe haben sollten, den ich jetzt 4 Jahre hatte. Das ist der Hauptgrund."

Mit einem möglichen Abgang von Alaphilippe stellt sich natürlich die Frage, wen du dafür verpflichten möchtest. Hast du da schon Wunschvorstellungen?
Cookie:"Ich habe da schon 1, 2 Ideen. Grundsätzlich aber habe ich seinen Abgang schon letztes Jahr vorbereitet mit der Verpflichtung von Higuita und Vansevenant. Ich muss schauen, wer es wirklich ernst meint mit einer Verpflichtung. Alaphilippe spaltet die Gemüter ja wie kaum ein Zweiter."

Groupama FDJ gehört unter deiner Leitung bei großen Rundfahrten und hügeligen bis bergigen Klassikern zu den erfolgreichsten Teams der letzten Jahre, wenn es nicht sogar das erfolgreichste war. Vor 1,5 Jahren hast du in uhris Interviewformat noch hoffnungsvoll von Politt als "das KSP-Talent schlechthin gesprochen". Nun ist er weg. Möchtest du bei KSP-Klassikern oder vllt auch Sprints in Zukunft auch angreifen oder willst du weiter deinen Fokus auf Berg-/Hügelrennen richten?
Cookie:"Der Fokus bleibt auf den Berg- und Hügelrennen, ganz klar. Ich leiste mir in diesem Bereich zu viele starke Fahrer, als dass ich auch noch einen Topsprinter und einen Top-Klassikerfahrer halten könnte. Da habe ich lieber so Jungs wie Madouas und zukünftig vielleicht Bissegger, mit denen ich hin und wieder einen Achtungserfolg feiern kann. Mit Sprinter hingegen kann ich nichts anfangen, diese Disziplin beherrsche ich einfach nicht.^^"

Zum Abschluss noch einmal zu dir. Anfang 2020 hast du verlauten lassen, dass deine Zukunft als FDJ-Manager aufgrund einiger privater Probleme/Tragödien ungewiss sei. Wie geht es dir heute? Dürfen wir uns auf weitere tolle Jahre mit dir als Ligamanager freuen?
Cookie:"Definitiv! Dieses Jahr konnte ich nicht so oft dabei sein wie gewöhnlich, aber wenn, dann hat's meistens echt Spaß gemacht. Dieses Modell gefällt mir echt gut, ohne Druck und mit mehr Freude an weniger Spieltagen. Ich werde euch auf jeden Fall noch lange auf den Sack gehen. 😎"

Im Schatten der Stars-Kleine Brüder im Kampf um Anerkennung

Sind wir doch mal ehrlich. Peter Sagan, Elia Viviani, Vincenzo Nibali. Die kennen wir alle in-und auswendig. Sie sind Stars, die nahezu alles erreicht haben. Sie sind der Stolz ihrer Familien. Aber alle drei eint, dass sie Brüder haben, die ebenfalls professionelle Radsportler sind. Diese Brüder haben es oft nicht leicht. Sie stehen im Schatten der Stars und müssen oft mit dem Vorurteil leben, dass sie nur aufgrund ihrer familiären Verbindungen in der World Tour sind. Aber ist das wirklich so? Wir wollen uns das genauer anschauen und widmen uns heute zwei Fahrern, die stellvertretend für die anderen "kleinen Brüder" stehen: Schattenmänner im Kampf um Anerkennung.

Attilio Viviani. Wer ist der Mann im Schatten des ehemaligen Supersprinters? Geboren an einem Freitag im Oktober 1996 in einem kleinen 3000 Einwohner Dorf in der Nähe von Verona, erblickte er als jüngerer Bruder von Elia Viviani die Welt. Früh lernte er von seinem Bruder Fahrrad fahren. Elia, sein großes Vorbild, brachte es bereits 2010 zum Profiradsport. Da konnte Attilio nur von träumen. Bei Attilio dauerte es bis ins Jahr 2018, bis er die Chance bekam, in einem kleinen italienischen Team mit dem klangvollen Namen Sangemini - MG.Kvis. Als klar wurde, dass sein großer Bruder Elia, seinerzeit einer der besten Sprinter der Welt, zu Cofidis wechseln würde, wurde auch Attilio als Stagiaire eingeladen. Und er konnte die sportliche Leitung von sich überzeugen! Das Vertrauen konnte er auch schnell zurückzahlen, beim Rennen Schaal Sels holte er seinen ersten Profisieg. Dem sollte im Jahr 2020 ein weiterer folgen. Bei der Etappenfahrt Tropicale Amissa Bongo war er erfolgreich. Die Corona-Pandemie scheint ihn allerdings etwas zurückgeworfen zu haben. Weitere gute Ergebnisse sucht man 2020 und 2021 vergeblich. Aber ganz unerfolgreich war die Zeit auch nicht. Er konnte sich den Traum eines Starts beim Giro erfüllen und diesen auch beenden! Für 2022 sucht er noch nach einem neuen Team. Hoffen wir, dass er Erfolg hat. Seine Ligakarriere ist leicht zusammengefasst. Entdeckt von TheBike kam er ablösefrei zu Quickstep, leidet aber seitdem an chronischer Abwesenheit der Manager.
Ich möchte nicht unerwähnt lassen, liebe Freunde des Boulevards, dass er eine hübsche Frau hat und 2016 dazu einen süßen Hund, wie meine Facebook-Recherche ergab.


Juraj Sagan: Sagan. Bei diesem Namen schlagen die Herzen der meisten Radsportfans höher. Aber dabei denken sicherlich alle an den großen Peter. Dreifacher Weltmeister, bis vor kurzem wahrscheinlich der beste und populärste Straßenradsportler im Fahrerfeld. Er konnte die Grenzen der Radsportgesetze verschieben, ein wahrer Gott!
Der kleine Juraj, der eigentlich der Große ist, weil er fast drei Jahre älter ist, fährt seit jeher Jahr für Jahr an der Seite seines Bruders, zumindest in der Realität. Bei den slowakischen Straßenmeisterschaften konnte er dabei 4 x triumphieren. Seit 2010 konnte kein nicht-Sagan mehr dort gewinnen, was für eine Serie! Ansonsten steht er jedoch vollends im Schatten seines Bruders und kann eigentlich nie ein nennenswertes Ergebnis für sich verbuchen. Aber wie sollte er auch aus diesem Schatten heraustreten? Das ist Peter Sagan, ein Gladiator des Radsports der Neuzeit!
Juraj unterstützt ihn dabei mit allen Kräften. Er opfert sich für seinen kleinen Bruder auf, Rennen für Rennen. Er quält sich, alles für seinen kleinen Bruder (und wahrscheinlich auch eine Menge Geld :D). Das ist wahre Leidenschaft, oder Timmy? Das ist Kampfgeist. Er besitzt zwar nicht ansatzweise das Talent seines Bruders, aber er ist sein treuer Begleiter, ein wahrer Kämpfer.
In der Liga fährt er seit 2019 für Bora-Hansgrohe. Ein Faktor ist er dabei allerdings nicht wirklich. Platz 36 bei der Bretagne Classic war sein Karrierehighlight. Wird er überhaupt noch einen Vertrag für nächstes Jahr von Philipp erhalten oder schließt er sich eventuell UAE an, dem Team seines Bruders, und kämpft mit ihm dort Seite an Seite, so wie in echt? Die kommende Transferphase wird es zeigen.


Antonio Nibali: Wenn man der „kleine“ jüngere Bruder vom großen Nibali ist, wie soll man dann Erfolge aufweisen können? Antonio ist im wirklichen Leben nur ein kleiner Fisch im Teich, nicht wie sein Bruder ein großer aggressiver Hai.
Antonio hat nur einen einzigen Etappensieg in seinem Leben, und dieser Erfolg wurde im Jahr 2018 bei der Österreichrundfahrt eingefahren.
Bei uns in der Liga hat es Antonio ebenfalls nicht leicht! Seine ersten Schritte durfte er unter dem Schleifer Stefan bei ANDRONI ausführen. Aber auch hier hat der große ungeduldige Manager Stefan Antonio nach nur einem Jahr wieder, wie Müll entsorgt. Gottseidank hat Italienliebhaber Morich sich Antonio angenommen. Schon seit 5 Jahren darf Antonio für BAHRAIN fahren, aber auch hier wurde kein einziger Erfolg eingefahren. Wie denn auch, Antonio ist einfach Antonio. Sein Bruder hat halt das große Talent geerbt. Antonio darf nur Radfahren, weil er Bruder vom großen Vincenzo ist. Trotzdem, Hobby zum Beruf gemacht. Das können nur wenige von sich behaupten. Es gibt schlimmere Schicksale.


Nicola Bagioli: Die Familie Bagioli kann über eine Sache wirklich nicht meckern, und das ist über Talent. Nicola wie auch sein jüngerer Bruder Andrea sind beide mit Talent gesegnet! Nicola hat in seinen jungen Jahren (besonders in den Jahren 2018 und 2019) richtig gute Ergebnisse eingefahren wie z.b einen zweiten Platz bei
Trofeo Laigueglia. Nicola hat sogar mal das Bergtrikot bei der Rundfahrt Tirreno-Adriatico gewonnen. Aber irgendwie ist die Entwicklung von Nicola stehen geblieben, gerade dann als sein jüngerer Bruder ebenfalls Radprofi wurde. Was ein bisschen komisch ist. Es sieht so aus, dass das „Dasein“ von Andrea sich negativ auf Nicola auswirkt, was wirklich schade wäre.
Bei uns in der Liga hat Nicola ebenfalls noch keinen einzigen Etappensieg eingefahren. Italienliebhaber und Fitnessguru Morich hat sich die Dienste von Bagioli gesichert. Ich bin mir aber sicher, Nicola wird seine Chance noch erhalten.


Der Ausblick: Tour de Pologne

Die Polen-Rundfahrt hat zum ersten Mal seit 2016 wieder ein Einzelzeitfahren im Programm. Dieses wird für die Gesamtwertung eine sehr wichtige Rolle spielen. Daneben dürfen wir uns auf eine ausgeglichene Rundfahrt mit 3 Sprint- und 3 Hügeletappen freuen. Können sich die Fahrer, die im Zeitfahren nicht so gut sind, dort entscheidend von den zeitfahrstarken Athleten absetzen? Im Vorjahr konnte Groupama-FDJ mit dem allseits bekannten Topmanager Cookie am Ende jubeln. Guillaume Martin konnte damals mit seinem Gesamtsieg vor Wellens und Formolo seinen bisher größten Karriereerfolg feiern. Kann Dominator Alaphilippe dieses Jahr in die Fußstapfen seines Teamkollegen treten? Oder können Mitfavoriten wie Fuglsang, Hirschi, Schachmann, Formolo, Yates, Mas oder Keldermann ihm dazwischen funken? Oder kann gar ein Zeitfahrass wie Asgreen für eine Überaschung sorgen? In den Sprintfinals kommt es zum Showdown zwischen Cavendish, Sagan und Ackermann. Der deutsche Topsprinter hat mit Nizzolo sogar einen Wahnsinns-Anfahrer mit dabei! Daneben ist auch Jakobsen mit dabei, wobei sich zeigen muss wie er die Hügel verkraften wird.

Veni, Vidi, Vici?-Rückblick

Ein Favoritensieg bringt naturgemäß auch Punkte mit sich. Cunego hat Alaphilippe richtig getippt und kann sich somit etwas absetzen. Als Strafe dafür mussten Timmy und uhri mit Beiträgen in den Gästebüchern von Groupama-FDJ/BikeExchange die Gerüchteküche des Transfermarktes anheizen.

Gesamtstand:
Cunego 11 Punkte
Uhri 8 Punkte
Timmy 7 Punkte

Veni, Vidi, Vici?- Tour de Pologne

Meine Expertenkollegen tippen auf die beiden Topfavoriten. Lächerlich. Cookie würde es wahrscheinlich Transentipps nennen. Nein nein, ich entscheide mich für einen Außenseiter. Marc Hirschi. Und wenn er nicht gewinnt, freu ich mich auch.

Jakob Fuglsang: Wer kann Alaphilippe stoppen? Ich denke dem Dänen könnte es gelingen.

Mein Favorit für die Polenrundfahrt ist Julian Alaphilippe. Die Strecke ist wie für ihn gemacht. Ja, Alaphilippe ist für mich der Favorit.

Benutzeravatar
Dami96
Lotto
Lotto
Beiträge: 2057
Registriert: Di Aug 02, 2016 1:53 pm

Re: Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

Beitrag von Dami96 » Fr Aug 20, 2021 9:20 pm

Bild
Vuelta a Espana 2021 - Die große Vorschau: Wer folgt auf Pogacar?
Bild

Wahnsinn, oder? Die Vuelta steht schon vor der Tür, die Saison befindet sich nun also langsam schon in der Schlussphase! Im Vorjahr konnte Tadej Pogacar (Lotto-Soudal) vor Julian Alaphilippe (Groupama-FDJ) und Enric Mas (damals noch Movistar) gewinnen. Das grüne Trikot sicherte sich im Vorjahr ebenfalls Tadej Pogacar (Lotto-Soudal). In der Bergwertung schlug Miguel Angel Lopez (CCC, das heutige Cofidis) zu und in der Nachwuchswertung triumphierte Tadej Pogacar (Lotto-Soudal). Freut euch auf die letzte Grand Tour des Jahres, auf epische Schlachten in der erbarmungslosen Sommerhitze Spaniens!

In der Vorschau werdet ihr alles zu den diesjährigen Favoriten erfahren. Euch erwartet zunächst uhris traditionelle Streckenanalyse bevor das Favoritenranking der U25-Wertung präsentiert wird. Anschließend stehen die großen Countdown-Rankings der Sprintwertung und Gesamtwertung mit einigen Statistiken, Expertenmeinungen und Interviews auf dem Programm. Die Favoritenrankings wurden basierend auf den Einschätzungen der Manager Timmy, uhri und Dami erstellt (außer bei der U25 Wertung, weil Timmy da immer noch keinen kennt ;) ). Auf ein Favoritenranking der Bergwertung verzichten wir wie immer aufgrund der Unvorhersehbarkeit dieser Wertung.

uhris Streckenanalyse
Dani sagt, wir können eine sehr ausgeglichene Vuelta erwarten. Wie kennen wir unsere Vuelta? Viele kurze, steile Anstiege, einige Flachetappen, Hitze. In diesem Jahr wird es etwas gemischter sein. 6 Etappen würde ich den Sprintern zurechnen. Das ist gar nicht so wenig, dennoch sind hier nicht allzu viele Sprinter am Start. Die Vuelta hat einfach nicht den Ruf als sprinterfreundliche Rundfahrt.
Selbstverständlich hat die Vuelta auch wieder Hügelankünfte im Programm. Für die Puncheure wird auch gesorgt sein.
Insgesamt sind 7 Bergetappen angesagt, viele davon mit Bergankunft. Inklusive der Hügeletappen haben wir 8 Ankünfte, die bergauf erreicht werden. Das ist echt krass. Eingerahmt werden die 21 Etappen von zwei Zeitfahren. Das erste Zeitfahren ist kurz und hügelig. Das Schlusszeitfahren geht über 33,7 km und könnte im Zweifel den Gesamtsieg entscheiden.
Wo braucht ihr Fitness? Eigentlich überall. Jede Woche hat mindestens 2 schwere Etappen, wobei die schwersten Etappen sicher in der dritten Woche lauern, insbesondere, wenn hier auch die Reg eine Rolle spielt.
Worauf ist noch zu achten? Auf viele unterschiedliche Etappenbauer. Dani verantwortet insgesamt 11 Etappen. Uhri, Neuling im Stagebau, hat 5 Etappen errichtet. Er bittet im Vorhinein um Verständnis für viel Auf und Ab, dafür hat er besonderen Wert auf die Deko gelegt. Von Toprider und Cunego haben wir 2 Etappen bereitet bekommen und auch Timmy hat es sich nicht nehmen lassen, uns bei seiner Lieblingsrundfahrt mit einer Etappe zu beglücken. Diversität wird groß geschrieben!



BildNachwuchswertung
1. Jonas Vingegaard (Jumbo-Visma) 5 Sterne
2. Aleksandr Vlasov (Gazprom-Rusvelo) 4,5 Sterne
2. David Gaudu (Groupama-FDJ) 4,5 Sterne
4. Pavel Sivakov (Intermarché-Wanty-Gobert) 3 Sterne
5. Aurélien Paret-Peintre (Gazprom-Rusvelo) 2 Sterne

BildSprint-/Punktewertung - Favoritencheck

Bild5. Max Kanter (Lotto-Soudal) 2,67 Sterne

Formprognose: gut, aber wohl nicht in Topform
Bisherige Saisonhighlights: 2 Etappensiege Boucles de la Mayenne, 1. GP Marcel Kint, 2 x Top 3 Etappe Paris-Nice, Etappensieg ZLM Tour, Etappensieg Tour de l'Ain, 2. Boucles de la Mayenne, 2. Bredene Koksijde Classic, 2. Cholet-Pays de la Loire

Bild5. Tim Merlier (Bora-Hansgrohe) 2,67 Sterne

Formprognose: wohl ohne gute Form in Spanien
Bisherige Saisonhighlights: 2. Danlith Nokere Koerse, 2. Heiste Pijl

Bild4. Dylan Groenewegen (DSM) 3 Sterne

Formprognose:
Sprintgott Jonas: Hoffentlich wird die Fitness in einem schönen dunkelgrün aufleuchten"
Bisherige Saisonhighlights: 1. Veenendaal-Veenendaal Classic, Etappensieg Adriatica Ionica Race, Etappensieg ZLM Tour

Bild3. Fernando Gaviria (Deceunick-Quick Step) 3,33 Sterne

Formprognose: gut, aber wohl nicht in Topform
Bisherige Saisonhighlights: 3. Grand Prix Cerami

Timmys Expertenmeinung: Fernando Gaviria ein Schatten seines Selbst. Was ist nur los mit Fernando? Nur ein Podiumsplatz beim Etappenrennen Grand Prix Cerami. Viel zu wenig. Gaviria und die KI, das funktioniert gar nicht! Keine Bedrohung für Ewan oder Philipsen.

Bild2. Jasper Philipsen (Movistar) 4 Sterne

Formprognose: gut, vielleicht sogar Topform
Bisherige Saisonhighlights: 2 Etappensiege Giro di Sicilia, Etappensieg Vuelta a Andalusia, 2. Etappe Critérium du Dauphiné
Jasper Philipsen hat zwar schon ein paar Saisonsiege, richtig große waren darunter aber kaum. Bei der Vuelta wird er allerdings einer von wenigen echten Sprintern sein. Also, klappt es dort mit dem großen Sieg?
Akkez: Jasper soll das Sprinttrikot holen, das wurde von Movistar schon zu Beginn der Saison so verkündet.

Die Punkteverteilung bei der Vuelta ist stark zugunsten der Sprinter verändert worden. Wie beeinflusst das deine Renngestaltung?
Akkez: Naja wir haben ein klar auf Sprints ausgerichtetes Team am Start. Ich sehe nicht wie die Änderung der Punkte da meine Strategie beeinflusst.

Ein Mitglied des Triumvirats befürchtet, dass deine Vuelta-Aktivität dem Weingenuss zum Opfer fallen könnte. Kannst du ihn bitte hier und heute beruhigen?
Akkez: Nein, Timmy, ich habe seit Wochen keinen Wein mehr getrunken. Aber nachdem sich weniger Leute für Corona interessieren, hänge ich nicht mehr dauernd im Home-Office rum. Dann soll ich Montags irgendwo im Schwarzwald sein, was sich auf Sonntagsrenntage ganz schlecht auswirkt.
Timmys Expertenmeinung: Sprinter Philipsen ist der größte Konkurrent für Caleb Ewan. Sein großer Vorteil ist die Mannschaft. Das ganze Movistar Team wird seinen Sprinter unterstützen und somit versuchen, nicht nur Etappen sondern auch das Punkte Trikot zu gewinnen. Hier kann Wein- und Sprintliebhaber Historisches schaffen und den Manager Basti wie auch Ewan ein Bein stellen. Weil Cofidis sich für seine Kapitäne aufopfern wird. Durch diese besondere Konstellation sehe ich Philipsen vor Ewan. Wir können gespannt sein.

Bild1. Caleb Ewan (Cofidis) 5 Sterne

Formprognose: wahrscheinlich mittel
Bisherige Saisonhighlights: 1. Sprintwertung Tour de France, 1. Sprintwertung Giro d'Italia, 6 Etappensiege Tour de France, 5 Etappensiege Giro d'Italia
Die Punktewertung beim Giro und bei der Tour de France hast du mit Ewan geholt. Nun könntest du Historisches schaffen: 3 Punktewertungen mit dem selben Fahrer hat vor dir noch niemand geschafft. Ist das zu schaffen? Was würde es dir bedeuten?
Basti: Das große Ziel ist es aber, mit Caleb eine Etappe zu gewinnen, damit er es schafft diese Saison mindestens eine Etappe bei den GT´s (Giro/Tour/Vuelta) zu gewinnen und wenn es hart auf hart kommt, dann muss auch Carthy sich in den Dienst von Caleb stellen, um dieses Ziel erreichen zu können.

Hugh Carthy für die Gesamtwertung, Caleb Ewan für die Sprints. Wie willst du den Spagat schaffen? Birgt es nicht die Gefahr, sich zu verzetteln?
Basti: Ich denke es sollte nicht so schwierig sein, sich auf Gesamtwertung und die Sprints zu konzentrieren. Damit es aber nicht zu einfach wird, haben wir ja auch noch einen dritten Kapitän am Start. Vueltaspezialist Cort hat ja in den vergangenen Jahren gezeigt, wie gut er sich auf die Vuelta vorbereiten kann und auch er soll es schaffen, im dritten Jahr in Folge hier eine Etappe zu gewinnen.
Timmys Expertenmeinung: Basti kann Geschichte schreiben. Er kann in einem Jahr mit demselben Fahrer (Ewan) bei den drei großen GTS Etappen gewinnen aber auch das jeweilige Sprinttrikot gewinnen. Das wäre eine unglaubliche Geschichte und würde nur Bastis Dominanz bei den Sprints beweisen. Aber kann Cofidis neben den Sprints auch seinen Kapitän Hugh Carthy unterstützen? Will hier Cofidis wahrscheinlich zu viel? Verzetteln Sie sich? Sollte aber der Plan von Teammanager Basti aufgehen, kann man wirklich nur vor diesem jungen Mann den Hut ziehen und sich vor ihm verneigen! Es wäre eine unglaubliche Leistung und würde Freund Eddie unheimlich stolz machen. Können Basti und Eddie, die Herz und eine Seele sind, insgesamt drei Wertungstrikots gewinnen? Das wäre eine unglaubliche Geschichte.


BildGesamtwertung - Favoritencheck

Bild10. Hermann Pernsteiner (Bahrain-Victorious) 1 Stern

Formprognose: wir erwarten ihn in Topform
Bisherige Saisonhighlights: 29. Olympia Straßenrennen, 8. Vuelta a Burgos

Bild10. Nairo Quintana (Deceunick-Quick Step) 1 Stern

Formprognose: wahrscheinlich gut, aber unklar wie gut
Bisherige Saisonhighlights: 15. Volta Ciclista a Catalunya

Bild10. Pavel Sivakov (Intermarché-Wanty-Gobert) 1 Stern

Formprognose: wahrscheinlich gut, aber unklar wie gut
Bisherige Saisonhighlights: 7. Österreich Rundfahrt

Bild9. Rigoberto Uran (UAE) 1,67 Sterne

Formprognose: nach seinen zahlreichen Erfolgen bei einwöchigen Rundfahrten wird er wohl schon etwas müde sein
Bisheriger Saisonhighlights: 2. Critérium du Dauphine, 4. Volta Ciclista a Catalunya, 7. Tirreno-Adriatico, 1. Tour of Utah

Bild8. Esteban Chaves (Groupama-FDJ) 2 Sterne

Formprognose: nach seinem Sturz beim Giro wird er dieses Jahr wohl keine gute Verfassung mehr erreichen können
Bisheriger Saisonhighlights: 26. Giro d'Italia

Bild6. Richard Carapaz (Trek-Segafredo) 2,33 Sterne

Formprognose: wahrscheinlich mittel
Bisherige Saisonhighlights: 3. Giro d'Italia, 2 Etappensiege Giro d'Italia
Hallo Rocky. Zunächst mal: Immer wieder hören wir im TS die Fragen nach dem Trek-Manager. Wie geht es dir? Warum hast du so wenig Zeit, die Rennen persönlich zu besuchen?
Rocky: Unsere Rennzeiten passen aktuell nicht in meinen Tagesablauf. Wenn man den Rennstart auf 21 Uhr legt, könnte ich nahezu alles mitfahren.

Viele Fahrer haben in der Vergangenheit gezeigt, dass das Double Giro-Vuelta funktionieren kann. Das Triumvirat glaubt, dass Richard Carapaz in der Gesamtwertung in den Top 5 ankommen kann. Siehst du das auch so?
Rocky: Vuelta , stimmt, da habe ich ein paar gute Fahrer nominiert , die allerdings keine Fitness haben. Mehr als TopTen dürfte nicht drin sein, insofern ich mir das überhaupt antun will.
Die Fitness für diese Saison ist bereits verblasen worden und viel kam nicht zustande außer dem Sieg bei der Flanderrundfahrt und Roubaix.
Der Giro war ein Desaster und man verliert die Lust an den Highlights (GTs) früherer Jahre.
Timmys Expertenmeinung: Richard Carapaz ist einen guten Giro (Podium) gefahren und hatte jetzt genügend Zeit, sich auf die Vuelta zu konzentrieren. Carapaz und Rocky fahren gerne die Vuelta, es waren immer Top Ten Plätze dabei. Ich kann mich noch auf die epischen Duelle mit Carapaz erinnern im Jahr 2019 😉. Aber ist Rocky bei den Renntagen dabei? Das ist hier die große Frage! Wenn Ja fährt Carapaz um die Plätze 3 bis 5 mit.

Bild6. Richie Porte (Bike-Exchange) 2,33 Sterne

Formprognose: wahrscheinlich mittel
Bisherige Saisonhighlights: 2. Giro d'Italia, 5. Tour de France, 6. Tour de Suisse
Richie Porte nimmt mit der Vuelta seine dritte Grand Tour in Angriff. Mutet man Richie nicht zu viel zu?
Rene: Ganz im Gegenteil. Richie wollte unbedingt alle Drei Grand Tours fahren. Er hat genug Pause zwischen den Rennen und er hat eine unglaubliche Regeneration.

Wenn Richie die dritte Grand Tour als Leader in Angriff nehmen muss, spricht das für ihn oder eher dafür, dass das Team hier in der Transferphase Handlungsdruck hat?
Rene: Richie ist einer der besten Rundfahrer im gesamten Fahrerfeld. Ob er drei Grand Tours als Leader bestreitet oder doch Edelhelfer in den Bergen ist, wird die Form entscheiden, aber momentan sieht alles sehr gut aus.
Ja wir müssen in der Transferphase was machen gerade im Bereich was die Berg-Qualität angeht, müssen wir uns verbessern.

Unglaublich, aber wahr: Das Triumvirat sieht Richie trotz zweier Grand Tours in den Beinen als Mann mit Möglichkeiten für die Top 5. Siehst du das auch so?
Rene: Wenn die Form passt ist das für ihn locker drin, wenn nicht, müsste er es auch als Edelhelfer in die Top Ten schaffen.
Timmys Expertenmeinung: Porte, Porte und nochmals Porte. Wird hier ein alter Mann völlig verheizt? Auf der anderen Seite, Giro 2., Tour de Suisse 6. und zuletzt bei der Tour de France 5. Wenn sich einer quälen kann, dann ist es Porte. Hat Supermanager Rene denn zum Ende der Saison noch so richtig Bock? Seit er sich einen Pool zugelegt hat, ist seine völlige Hingabe zum RSM ein wenig ins Stottern gekommen. Ich glaube beide raffen sich nochmal auf und werden toller Vuelta 6. Hut ab Porte, er fährt er fährt und fährt……

Bild5. Aleksandr Vlasov (Gazprom-Rusvelo) 3,67 Sterne

Formprognose: wir erwarten ihn in Topform
Bisherige Saisonhighlights: 14. Giro d'Italia, 3. Österreich Rundfahrt, 4. Qinghai Lake
Das Triumvirat schätzt Alexander Vlasov als Mitstreiter im Kampfs ums Vuelta Podium ein. Mit welcher Platzierung am Ende der Vuelta wärst du zufrieden?
Stefan: Seitdem ich das Team übernommen habe, haben wir leider nie eine Top 10 Platzierung erreicht. Wenn der Fitness- und Sturzgott mitspielt, sehe ich uns auf jeden Fall auf dem Podium. Alexander sieht es zwar noch anders, aber heuer ist wahrscheinlich die einzige Möglichkeit eine GT zu gewinnen und wir werden dafür alles versuchen, was geht.

Unsere Formanalyse hat gezeigt, dass Alexander noch einiges an Fitness übrig haben müsste. Also all in für die Vuelta?
Stefan: Nach langem hin und her vor der Tour haben wir uns entschieden, Vlasov auf die Vuelta zu setzen und so unser bestes Ergebnis bei einer GT einzufahren. Dafür mussten wir dann leider Paret-Peintre opfern, was ihm nicht sehr gefallen hat. Als Kapitän wird natürlich Vlasov mit einer +2 am Start stehen.


Wir kennen deine Vorliebe für den Giro. Die Tour ist natürlich auch einzigartig. Was verbindest du mit der Vuelta?
Stefan: Hauptsächlich verbinde ich damit die ersten 2 Vueltas der Ligageschichte. Damals hatten wir mit Klöden den Toursieger am Start und wurden Dritter. In der Wintersaison konnten wir dann damals mit Kashechkin dass Podium der Vuelta erreichen. Das sind auf jeden Fall mit die schönsten GT’s, die ich gefahren bin.
Timmys Expertenmeinung: Alexander Vlasov wird bei dieser Vuelta natürlich eine große Rolle spielen. Jeder ist gespannt, wie der Manager Stefan endlich mal wieder mit einer großen Nummer eine GT angeht. Die Vuelta ist das große Ziel dieses talentierten jungen Russen und das Team drumherum versucht mit gemeinsamer Kraft ihren Kapitän in die richtige Position zu bringen. Rohan Dennis ist für solche Aufgaben der perfekte Edelhelfer. Vlasov fehlt wahrscheinlich für das ganz große Ergebnis der fehlende Kletterpunkt gegenüber Carthy. Zuletzt fuhr Vlasov eine sehr starke Österreich- und Tour of Qinghai Lake Rundfahrt. Jedoch ist sich unser Programmierer und Grünspezialist Stefan mit einem unsäglichen Grünsparzenario bewußt, dass diese Vuelta ihm alles abverlangen wird. Ihm kommt auch zugute, dass verbale Attacken vom Team Jumbo gegenüber der doch so schönen Vuelta dieses Jahr nicht stattfinden werden, weil Jumbo selber mit großen Ambitionen diese Vuelta bestreitet. Sollte also der Manager Stefan seine Gefühlsschwankungen während der 21 Etappen gut in den Griff bekommen, wird er ganz weit vorne mitfahren. Auch ein Hugh Carthy wird mal einen schwachen Tag haben.

Bild3. Primoz Roglic (EF Education-Nippo) 4 Sterne

Formprognose: wahrscheinlich mittel
Bisherige Saisonhighlights: 1. Tour de France, 4 Etappensiege Tour de France, 2. Paris-Nice, 5. Itzulia Basque Country
Dani, du bist ein vielbeschäftigter Mann. Daher nur einige kurze Fragen. 11 von 21 Etappen der Vuelta hast du gebaut. Wie viel Zeit hat das in Anspruch genommen?
Dani: Also die 20. gestern hat 3 Stunden gedauert, bei den anderen musste ich bei einer Etappe sehr viel bauen, bei zwei Etappen fast gar nix bauen, bei sechs Etappen recht wenig bauen und bei zwei Etappen etwas über die Hälfte. Also waren das zusammen vielleicht nur 5 normale Etappen oder so. Also vielleicht 15 Stunden in zwei Wochen. Also gar nicht so viel. Hatte keinen Stress und es waren auch ein paar Tage dabei, wo ich keinen Bock hatte, den Editor zu öffnen.

Mach doch mal unsere Leser heiß auf die Vuelta. Worauf können sie sich freuen? Welche Etappe könnte ganz besonders interessant werden?
Dani: Es wird eine sehr ausgeglichene Vuelta. Wir haben echt viele Flachetappen und bei den anderen Etappen gibt es sehr unterschiedliche Anstiege. Von sehr kurzen bis sehr langen, von sehr steilen, bis weniger steilen. Das Highlight wird die 18. Etappe zum Gamoniteiru. Der Berg ist sowas wie der Bruder vom Angliru und die Vuelta träumt seit 20 Jahren davon, da mal hoch zu fahren, aber die Straße war immer zu schlecht und es gab zu wenig Platz auf dem Gipfel. Das wurde jetzt wohl extra für die Vuelta alles ausgebaut. Und alle erwarten ein großes Spektakel.

Zu deinem Team. Überraschend wird Primoz Roglic vom Triumvirat als Podiumskandidat eingeschätzt. Die Fitness dürfte allerdings nur mittelmäßig sein. Überrascht dich die Einschätzung? Was erwartest du selbst?
Dani: Er hat die Tour gewonnen, natürlich ist er hier der Topfavorit. Eigentlich muss ich doch der sein, der die Presse etwas bremsen muss. Seine Form ist natürlich nicht so gut wie bei der Tour, aber die Saison ist schon sehr lang, fast alle Topfahrer haben schon eine GT in den Beinen und ich erwarte kein besonders hohes Fitnesslevel. Primoz fährt auf die Gesamtwertung und das Team wird ihn bestmöglich unterstützen. Ob er jetzt um Platz 1,3 oder 5 fährt, werden die ersten schweren Etappen zeigen. Hier sind bestimmt 15 Fahrer am Start, die in Bestform ums Podium kämpfen könnten.

Bekommen Fahrer wie Michael Woods wieder die Chancen in Ausreißergruppen?
Dani: Das Hauptziel ist die Gesamtwertung. Vielleicht wird man mal einen Fahrer in einer Gruppe sehen, aber ich denke das Niveau wird in den Gruppen sehr hoch sein und es wird schwer, aus Gruppen Erfolge zu feiern. Unser Team ist auch insgesamt vom Fitnesslevel schwächer besetzt als bei der Tour und beim Giro, das wird schwer genug Roglic irgendwie in den Bergen zu unterstützen. Am Ehesten hätten wir wohl auf Flachetappen Chancen, aber der Kannibale Caleb will bestimmt wieder mindestens 5 Etappensiege.
Timmys Expertenmeinung: Zweifacher Tour de France Sieger Primoz Roglic hat noch nicht genug. Doch wieviel Tank hat er noch im Kessel? Die Formkurve geht nach unten, aber wir reden hier von Roglic! Zweifacher Tour de France Sieger, so ein Fahrer fährt nicht nur mit, nein er bestimmt auch Rennen. Mit Woods hat er einen tollen Edelhelfer an seiner Seite, den besten Edelhelfer der ganzen Vuelta. Oder könnte Roglic vielleicht zum Superedelhelfer werden und Woods fährt vorne mit? Wir können gespannt sein! Bald wissen wir es.

Bild3. David Gaudu (Groupama-FDJ) 4 Sterne

Formprognose: wir erwarten ihn in Topform
Bisherige Saisonhighlights: 1. Tour de l'Ain
David Gaudu hat scheinbar in diesem Jahr alles auf die Vuelta ausgerichtet. Wie lief die Vorbereitung? Wird er topfit am Start stehen?
Cookie: Richtig, Gaudus Saisonhöhepunkt liegt dieses Jahr auf der Vuelta und er wird dementsprechend mit sehr guter Fitness am Start stehen. Wir denken, dass diese Rundfahrt am ehesten seinen Fähigkeiten entgegen kommt.

Du hast im Vorfeld ein spektakuläres Team angekündigt. In der Tat sehen wir viele starke Bergfahrer in deinem Team. Müssen sich alle David Gaudu unterordnen oder dürfen die Jungs auch auf eigene Kappe fahren?
Cookie: Grundsätzlich ist David unser Teamkapitän. Allerdings benötigt er keine 3 Edelhelfer, wenn es ins Gebirge geht. Estéban, Ben und Lucas werden ihre Freiheiten bekommen.

Mit Hügel 76(zum Zeitpunkt des Interviews wussten wir noch nichts von der Aufwertung auf Hügel 77) hat David bei der Vuelta gegenüber anderen Gesamtklassementfahrern Vorteile auf einigen Etappen. Was möchtest du mit David bei der Spanien Rundfahrt erreichen?
Cookie: Nieve ist beim Giro auf Platz 10 gefahren, Martin bei der Tour auf Platz 7. Wir greifen die Top 5 an!
Timmys Expertenmeinung: David Gaudu ist ein absoluter Geheimfavorit. Der Sieger der Tour de l Ain kommt mit einer absoluten Topform zur Vuelta und Teammanager Cookie befindet sich zurzeit in einer absoluten Traumform. Fast alle Entscheidungen, die Cookie fällt sind richtig. Jetzt seinen zukünftigen Gesamtkapitän Gaudu zur Vuelta zu schicken scheint auch wieder ein genialer Schachzug zu sein. Gaudus Stärke werden die kurzen steilen Rampen sein. Auch hat Gaudu gute Helfer um sich herum, sodass man diesen kleinen Franzosen niemals unterschätzen darf. Dieser Fahrer fährt um den Sieg, wenn einer der großen Favoriten Schwäche zeigen sollte.

Bild2. Jonas Vingegaard (Jumbo-Visma) 4,33 Sterne

Formprognose: wahrscheinlich gut, aber wohl nicht in Topform
Bisherige Saisonhighlights: 5. Österreich Rundfahrt, 18. Amstel Gold Race, 18. Flèche Wallonne
Jonas Vingegaard hatte im Herbst der letzten Saison noch Berg 66. Hättest du erwartet, dass du jetzt schon die erste große 3 Wochen Rundfahrt mit ihm als Leader angreifen könntest?
uhri: Nein. Ich hatte damit gerechnet, dass ich mit ihm als großen Leader die Dänemark Rundfahrt bestreite. Dass er irgendwann, in 2,3 Jahren dazu kommen könnte, hab ich mir aber schon erhofft. Aber bitte, erstmal ist die Vuelta keine große 3 Wochen Rundfahrt, sondern die kleine 3 Wochen Rundfahrt. Und zweitens, wer sagt denn, dass er Leader ist? Er soll in die Grand Tour reinschnuppern und kann ganz ohne Druck fahren. Das haben wir von einem Kollegen gelernt, den wir sehr schätzen, da er Timmys Kölsch-Angebote konsequent ausschlägt.

Der junge Däne hat mit Kruijswijk, Mollema und vor allem Kuss 3 herausragende Teamkollegen für die schweren Etappen an seiner Seite. Kann das der Schlüssel zum Erfolg für Jumbo-Visma sein? Welche Platzierung im Endklassement wäre ein Erfolg für dich?
uhri: So ein Aufgebot bin ich gar nicht gewohnt. Und ich weiß auch gar nicht, wie ich damit umgehen soll. Letztendlich kann es sein, dass ich durch nicht andauerndes Grünfahren bei den Bergetappen mit den Kapitänen wieder gegen Badilatti fahren muss. Aber klar, es ist allemal besser, mehrere Eisen im Gesamtklassement im Feuer zu haben. Welche Endplatzierung ich als Erfolg verbuchen würde, kann ich gar nicht sagen. Es hängt immer vom Rennverlauf ab. Besser als bei Giro und Tour wäre aber zu erstreben.
Timmys Expertenmeinung: Hier kommt der nächste große Favorit und bei Jumbo werden für die großen Ziele sogar typische Traditionen gebrochen. Normalerweise wird ein Jumbokapitän nur durch „naja Bergfahrer“ Pfingsten beschützt. Dieses Mal sind aber neben Pfingsten Kuss, Mollema und Kruijswijk dabei. Der talentierte starke Kletterer Vingegaard bekommt also volle Manpower, um ganz oben mitfahren zu dürfen. In Fachkreisen munkelt man, dass Vingegaard (er hat schon unglaublich viele Rennen bestritten) mit einer guten Form aber nicht mit einer überragenden Form wie z.B Carthy, Vlasov oder Gaudu an der Vuelta teilnimmt. Aber dafür weiß Teammanager Uhri wie man GTs gewinnt. Wie gesagt, Vingegaard hat sehr sehr strake Helfer um sich herum und Jumbo hat wohl endlich die Schönheit der Vuelta erkannt. Diese Mischung katapultiert Uhri ganz weit nach vorne.

Bild1. Hugh Carthy (Cofidis) 5 Sterne

Formprognose: wir erwarten ihn in Topform
Bisherige Saisonhighlights: 3. Tour de Suisse
Hugh Carthy wird vom Triumvirat als Topfavorit für die Vuelta gehandelt. Was sagst du dazu? Würdest du das auch so einschätzen?
Basti: Es freut mich, dass man Carthy als Topfavorit handelt, ob er am Ende das Zeug hat zu gewinnen, wird sich zeigen. Unser Ziel für Carthy ist es erstmal sturzfrei im Ziel anzukommen. Es ist schon eine Weile her, dass ich einen Fahrer für die Gesamtwertung zu einer GT geschickt habe, daher gehe ich es mit Carthy erstmal entspannt an und schaue wie es läuft.

Wen siehst du als direkte Konkurrenten um den Gesamtsieg?
Basti: Wer am Ende um den Gesamtsieg kämpft, kann ich nicht sagen, da ich nicht weiß, welche Fahrer mit einer guten Fitness zur Vuelta anreisen. Aber auf dem Papier gibt es ja mit Porte, Roglic, Carapaz, Vingegaard, Landa, Kuss, Uran genug gleichstarke oder sogar bessere Fahrer als Carthy. Wer davon die besten Beine hat, wird sich dann in den Bergen zeigen.
Timmys Expertenmeinung:Hugh Carthy kommt hier sicherlich als einer der Topfavoriten an. Nicht nur, dass er die Vuelta noch vom letzten Jahr kennt (Gesamtsiebter und Etappensieger), nein Hugh fuhr zuletzt noch eine sehr starke Tour de Suisse (Gesamtdritter) und konnte sich danach perfekt auf die Vuelta vorbereiten. Hugh Carthy hat nirgendwo so richtige Schwächen. Jedoch hat Cofidis mit Ewan noch eine andere Speerspitze in der Hinterhand. Wie hier Cofidis die Teamaufteilung während der Rundfahrt so hinbekommen wird, ist mir zunächst ein Rätsel. Aus eigener Erfahrung gewinnt man keine Vuelta einfach so im Vorbeifahren. Hier könnte also die Schwäche bei Carthy liegen. Das Team Cofidis ist nicht so stark besetzt, (wenn man hier mal Edelhelfer Jonathan Castroviejo zur Seite nimmt) dass man beide Speerspitzen zufriedenstellen kann. Trotzdem werden Manager Basti und sein Kletterstar Carthy um den Sieg fahren.




Veni, Vidi, Vici?- Vuelta Gesamtwertung
Carthy wird stürzen, sorry. Ich hab da 3 Etappen gebaut, die wie geschaffen dafür sind. Primoz Roglic dagegen wird nicht stürzen. Das gepaart mit seiner unglaublichen Stärke bei Mischetappen katapultiert ihn an die Spitze. Ganz besonders freut mich das dann für Timmy, dem dann sämtliche Illusionen seiner tollen Vuelta genommen werden. Mit 0 eine GT gewinnen? Bei der Vuelta gehts!
Ich habe irgendwie im Gefühl das Basti bei dieser Vuelta großes leisten wird! Hugh Carthy wir die Vuelta gewinnen.
Hugh Carthy: Basti wird seinen Status als Sprintgott erweitern und nun auch im Gesamtklassement in den GT-Olymp aufsteigen.

Veni, Vidi, Vici?- Vuelta Sprintwertung
Ja, Basti holt sich die Sprintwertung. Aber mein Gefühl sagt mir, dass Basti den Dreierpack macht. Mit Carthy auf Gesamtwertung, Ewan auf Etappensieg und Cort holt sich die Sprintwertung. Er ist einfach der Vueltaspezialist!
Jasper Philipsen gewinnt das Sprinttrikot weil Ewan sich Hugh Carthy unterordnen muss.

Kann Ewan Unglaubliches schaffen und in einem Jahr das Sprinttrikot bei allen 3 GTs gewinnen? Ich denke Akkez wird alles in die Waagschale werfen und ihn mit Philipsen stoppen.

Veni, Vidi, Vici?- Vuelta Bergwertung
Ich sag einfach mal Warren Barguil. Was will Rene sonst bei der Vuelta?
Es kann und es wird Bardet! Wer sonst 😉
Romain Bardet: Kann er nach der Tour-Bergwertung auch die Vuelta-Bergwertung holen? ich denke ja

Benutzeravatar
uhri
Jumbo
Jumbo
Beiträge: 4779
Registriert: Mo Jul 25, 2016 9:58 pm

Re: Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

Beitrag von uhri » Do Aug 26, 2021 8:01 pm

Bild Alea iacta est-Cyclassics Hamburg

Ja, klar, ihr seid natürlich alle im Vuelta-Fieber. Die dritte Grand Tour des Jahres zeigte sich auch in der ersten Woche von seiner besten Seite. Viele unterschiedliche Sieger, sogar Ausreißer die durchkommen und kein klarer Favorit, der sich absetzen konnte. Hier ist noch einiges möglich! Wir wollen uns heute allerdings nur am Rande mit der Vuelta beschäftigen.
Wir lassen den Blick zurück schweifen auf die Tour de Pologne und schauen voraus auf Jonas Heimrennen, die Cyclassics in Hamburg. Dazu müssen Cunego und Timmy ihre Strafe einlösen. Seid gespannt, wer von beiden Eier hat und wessen schon längst gebraten sind. Dies wird von uhri höchstpersönlich analysiert. Leserbriefe dazu sind willkommen!

Tops und Flops Polen

+Tanel Kangert: Klar, wir kennen es von Dani, dass er aus den Esten alles heraus holt. Aber ich finde, für Tanel Kangert ist, gerade in dieser Phase seiner Karriere, der zweite Platz in Polen nur knapp hinter Hirschi, eine tolle Leistung. Besonders gut gefallen hat mir, dass Cunego echt Schiss hatte, alles im ZF zu verlieren. Danke dafür, Dani.

+Mike Teunissen: Er war einfach immer da. In den Sprint, am Hügel und somit folgerichtig auch im Gesamtklassement. Ein Etappensieg, zwei 3. Etappenränge und Platz 3 im Gesamtklassement mit nur Hügel 71 (in der letzten DB hatte er noch keine 72) sind sehr toll!

+ Marc Hirschi: Ich habe die Polenrundfahrt noch gut in Erinnerung. Hier muss ich die Dominanz von Hirschi nochmals hervorheben! Ebenfalls hat endlich unser RSM Dominator und Peiniger mit seiner zweiten Säule seinen ersten großen WT Rundfahrt Sieg geholt. Zwei Etappensiege kommen auch noch dazu. Die dunkle Macht in Teammanager Cunego ist gewaltig und verbreitet weiterhin Angst und Schrecken.

-Adam Yates: So eine richtig schlechte Leistung fällt mir auf Anhieb gar nicht mehr ein. Also gehe ich nach fitness und ergebnissen. Mit 87 sollte bei Adam definitiv mehr drin sein.

-Max Schachmann: Er kommt einfach nicht in Tritt. Trotz solider Fitness wieder nur Rang 17. Das ist nicht all zu zufriedenstellend für den talentierten Deutschen. Er braucht unbedingt einen neuen Manager, die KI tut ihm nicht gut. Er vermisst Bike sehr.

- Julian Alaphilippe: Natürlich weiß ich, dass Alaphilippe keine tolle Form in der Polenrundfahrt hatte, aber wir reden hier über Alaphilippe. Die Polenrundfahrt wäre perfekt für ihn gewesen. Das Zeitfahren wie auch die noch so schweren Bergetappen wären für einen weiteren WT Sieg wie gemacht gewesen. Vielleicht bin ich auch nur wegen meinem „Polentipp“ enttäuscht. Deswegen möchte ich hier Alaphilippe nennen.

Ich kanns einfach besser-Cunegos und Timmys Managertipps

Wir alle kennen und lieben ihn: unser Superstar: Enkel von Omi Ackermann: Akkez!
Um die mir erteilte Strafe für Akkez etwas erträglicher zu machen werde ich zu jeder Schwäche auch eine der vielen Stärken des jungen Kandelaners mitaufführen. Da das aber nicht deine Aufgabe war, streich ich das raus!

Schwäche Nummer 1: Die Mangelnde Leidenschaft für Zeitfahrer-nur eine Notlüge?
Er macht kein Geheimnis daraus, dass er Zeitfahrer nicht mag. Aber hat er vielleicht einfach nur zu sehr gelitten in den Zeitfahren seiner Jugend? Bei der Tour de Berlin kam der damals noch sehr kleine Adrian leider jeweils nur in den letzten 10 an. Hat das Spuren hinterlassen? Haben diese Ereignisse unseren Akkez geprägt? Er muss sich dem Zeitfahren öffnen.
► Text zeigen


Schwäche Nummer 2: Die Liebe zum Wein ist manchmal größer als die Leidenschaft für den Radsport
Vuelta 2019: Viele von euch werden sich sicherlich noch daran erinnern: Das Weinskandal! Timmy sprach viele Wochen und Monate fast nur noch über dieses Thema, also wer sich nicht mehr an alle Einzelheiten erinnert: bitte bei Timmy nachfragen. ;)
Hier nochmal ein kurzer Rückblick. Nach Woche 1 der Vuelta lagen Mas und Valverde (damals beide bei Movistar) beide auf dem Vueltapodium. In Woche 2 begann jedoch der denkwürdige Aufstieg des Ilnur Zakarin. Mas und Valverde rutschten auf die Ränge 4 und 5 ab. Kurz vor der letzten Woche tauchte Akkez ab. Zunächst gab es nur Gerüchte, doch kurz darauf bestätigten sich die Befürchtungen. Der Wein übernahm wohl die Kontrolle über Akkez. Er verpasste die letzte Vueltawoche und war danach lange verschollen. Lange erreichten uns nur ungenaue Informationen, wie es mit dem Movistarmanager weitergeht. Nur durch Timmys Anekdoten waren wir in diesen schweren Monaten gerüchteweise über die Geschehnisse informiert. Ist die Liebe zum Wein größer als die Liebe zum Radsport?
► Text zeigen


Schwäche Nummer 3: Timmy
Oder ist der Wein gar nicht die wahre Schwäche von Akkez, sondern Timmy? Trieb die Machtübernahme Zakarins bei der damaligen Vuelta Akkez in die Verzweiflung? Ist Timmy die wahre Schwäche von Akkez? Bei seiner ersten Gesamtklassementsmission seit der Weinaffäre hatte er Glück. Israel hatte bei der Vuelta 2020 keinen Klassementfahrer dabei: Mas wurde 3. Aber beim Giro dieses Jahr passierte es wieder. Timmy war da, mit Nibali. Und er hat Valverde wieder zerlegt. Ist das zu glauben? Baut Movistar deswegen sein ganzes Bergfahrerteam ab? Akkez, du musst die Angst vor Timmy überwinden. Aber: Dafür hat Akkez eine berühmte Omi :D

Was kann Akkez von mir lernen?
Ich trinke kein Wein und die Angst vor Timmy kann ich ihm auch nehmen.
Ich denke das kann er versuchen sich abzuschauen. ;)



Stefan: Was kann er von mir lernen!
► Text zeigen


Doch unser kalter Stefan hat eine Schwäche, aber diese Schwäche ist leider groß. Man könnte es Dünnhäutigkeit nennen. Das ist nicht böse gemeint, diese Dünnhäutigkeit ist in der Liga stark verbreitet. Wenn das geplante Szenario mal doch nicht so läuft wie erwünscht, dann wird eine Niederlage sofort zu einem Rückzug vom RSM für ungefähr zwei bis drei Monate. Was sehr sehr schade ist, da Stefan in dieser Liga sehr beliebt ist und jeder sich freut, wenn er dabei ist. Er ist keiner von diesen Managern, die sofort ,wenn es nicht läuft, wegen Tagesform oder Block versuchen, eine Ausrede zu finden. Aber oft zieht sich Stefan dann für eine längere Zeit zurück.

Hier kann Stefan sogar von mir noch lernen. Einem Manager, dem nichts geschenkt wurde und somit weiß, dass nniiee etwas nach einem Plan oder künstlichem Szenario verläuft. Hier muss sich Stefan unbedingt einen heimlichen Rückziehort suchen, um nach kleinen Niederlagen sofort weiter zu machen und nicht aufzugeben. Wenn der Plan zu Platz 1 nicht aufgeht, egal…Platz 3, 4 oder 5 in dieser Eliteliga ist trotzdem toll!

► Text zeigen


Stefan, natürlich bleibe so wie du bist und entwickle deinen Stil weiter! Er ist einzigartig und deine Vorgänger wie Ultron, Deep Blue oder das berühmte Nitendo Team standen immer für kalten Erfolg und Macht. Und sollte es mal wieder nicht so funktionieren wie erwünscht, dann leg bitte nicht sofort wieder eine zwei bis dreimonatige Pause ein. Aufstehen, sich schütteln und die Krone richten (Nehme mich hier als Beispiel)…und weiter geht es! Greif zu den Sternen! Du kannst es!!!!!!

Dein Vueltasiegervorbild Timmy ;)


Dicke Eier oder Spiegeleier? Uhri analysiert die Strafaufgabe

Liebe Managerfreunde, ICH habe beim letzten Tipp gewonnen also hatte ICH das Privileg, eine Strafe für meine beiden Triumviratkollegen auszubaldowern.
Ich möchte euch kurz die Definition einer Strafe, aus Sicht der Lerntheorie, zitieren: "
In der Lerntheorie wird Strafe oder Bestrafung in zweierlei Form benutzt, als positive und als negative Strafe, und bezeichnet einfach das Gegenteil von Verstärkung. Hier bedeutet positive Bestrafung, dass auf ein bestimmtes Verhalten als Kontingenz ein unangenehmer Reiz (z. B. sozialer Druck) folgt"...
Was folgern wir daraus? Strafen sollen keinen Spaß machen, Strafen sollen unangenehm sein. Sie sollen den Bestraften dazu bringen, bestimmtes Verhalten abzustellen oder sich in Zukunft mehr anzustrengen.

Aus der Sicht unseres Spiels ist es meine absolute Pflicht dafür zu sorgen, dass Cunego und Timmy für ihre "Transentipps" angemessen bestraft werden.
Ich überlegte also eine Strafe, die hart ist, zugleich aber auch der Liga zugute kommen kann.
Die Aufgabe war denkbar leicht: Sucht euch jeweils einen Managerkollegen aus und zeigt ihm seine Schwächen auf und erklärt ihm, was er von euren Stärken lernen kann.
Jemand anderen zu kritisieren ist meistens unangenehm. Dann noch mit den eigenen Fähigkeiten zu prahlen macht es noch unangenehmer. Was die beiden nicht wussten? Es war auch ein Test! Wer hat die Eier, sich den Schwergewichten der Liga zu stellen? Wer zieht lieber den Schwanz ein und sucht sich Kollegen aus, die mit Kritik gut umgehen können, oder es sogar nicht ernst nehmen?

Meine Hypothese: Cunego sucht sich ein Schwergewicht aus. Zu oft hat er Timmy dafür kritisiert, dass dieser bei Strafen oft Klarheit vermissen ließ, um bloß nicht zu sehr anzuecken. Da hatte ich schon die Hoffnung, dass er hier mal richtig Tacheles redet. Bei der Managerauswahl will ich mich auch gar nicht beschweren. Akkez kann man schon nehmen. Aber bitte, was soll denn dieses "damit es mir erträglicher wird". Das soll doch gar nicht erträglich werden! Und dass er dann noch die Frechheit besitzt, Stärken von Akkez als Ausgleich zu nennen, konterkariert völlig den Sinn der Strafe. Akkez soll zum Nachdenken gebracht werden, er soll was von dir lernen, nicht vollgespeichelt werden! Cunego, ich hab mir definitiv mehr von dir erwartet. Deine Eier sind weich wie Butter!

Aber wenn man denkt, schlimmer gehts nicht mehr, dann kommt da noch ein Timmy daher! Wie oben beschrieben: Die Erwartungen waren nicht hoch. Zu oft sind Cunego und ich bei den Strafen von Timmys mangelndem Rückgrat enttäuscht worden. Ich hatte zumindest gedacht, er würde sich jemanden wie Cookie oder Rene aussuchen. Manager, die, wenn sie Tiere wären, vielleicht mit Tigern oder Löwen verglichen werden könnten? Manager, denen Timmy sicher einiges zu sagen hätte. Aber wen nimmt er? Stefan! Ein Meerschweinchen, wenn wir bei Tiergattungen bleiben wollen. Süß, quiekt etwas, jeder mag es.
Ganz ehrlich: Ich wüsste nicht mal, was es da zu kritisieren gibt. Und erst recht nicht, was Stefan von Timmy lernen sollte. Und dann sucht er sich als Schwäche ausgerechnet so eine Kleinigkeit aus, dass Stefan bei Rückschlägen sich verkriecht. Hallo? Das machen Meerschweinchen so! Garniert wird das Ganze noch mit zahlreichen Helden von Timmys Kindheit, um ja davon abzulenken, dass es hier eigentlich um eine Kritik an menschlichen Eigenschaften geht. Richtig ekelhaft wirds dann, als Timmy auch noch meint, Stefan solle lernen, mit schlechteren Platzierungen umzugehen. Will er Stefan etwa auch enteiern?
Um in der Tiermetapher zu bleiben: Dieser Text war der Text eines braven Wallachs!

Fazit: 2 schwere Enttäuschungen. Für das nächste Mal wird es eine klare Strafaufgabe geben. Damit sie lernen, wofür Strafen da sind!


Der Ausblick: Cyclassics Hamburg

Das Heimrennen von Jonas steht vor der Tür. Der junge Manager konnte im Vorjahr seinen Traum erfüllen und mit Dylan Groenewegen endlich sein Heimrennen gewinnen. Dabei ließ er Peter Sagan und Sam Bennett hinter sich. In diesem Jahr steht exakt der gleiche Parcours wie im Vorjahr auf dem Programm. Insgesamt 4 x gilt es den legendären Waseberg zu erklimmen. Auch wenn die kurze Rampe durchaus ein Hindernis darstellt, kam es in den letzten Jahren immer zum Massensprint. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass hier ein großer Teil der Weltelite des Sprints dabei ist. Wir dürfen uns auf Stars, wie Ackermann, Bennett, Sagan, Demare, Cavendish und van Aert freuen.

Veni, Vidi, Vici?-Rückblick

Die Transentipps hatten keine Chance gegen Uhris Expertise! Somit bekommt uhri einen Punkt und das Privileg, die Triumviratkollegen vor eine Aufgabe zu stellen: Sie sollen jeweils die Schwächen eines Mitmanagers analysieren und beschreiben, was der Manager vom Experten lernen kann.

Gesamtstand:
Cunego 11 Punkte
Uhri 9 Punkte
Timmy 7 Punkte

Veni, Vidi, Vici?- Cyclassics Hamburg

Eddie muss sich nach der Schmach bei der Vuelta, wo er tagelang nicht im Bergtrikot war, beweisen. Er wird es tun! Demare gewinnt in Hamburg.

Peter Sagan: Der Slowake fährt bislang eine solide Saison in seinem ersten Jahr bei UAE. Wenn er gut drauf sein sollte, könnte er gewinnen.

Pascal Ackermann wird den Cyclassics Hamburg gewinnen. Movistar ist zurzeit gut drauf und mit dem Sieg von Ackermann wird Akkez unsere Herzen zurückgewinnen :)
und leider damit viele Weltcuppunkte einsammeln :(
Egal, Ackermann ist mein Mann!

Benutzeravatar
uhri
Jumbo
Jumbo
Beiträge: 4779
Registriert: Mo Jul 25, 2016 9:58 pm

Re: Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

Beitrag von uhri » Do Sep 02, 2021 11:09 am

Bild Alea iacta est-Bretagne Classic - Ouest-France

Vuelta, Transfers, Drafts. Ja, ihr seid natürlich momentan mit den Gedanken schon weiter. Aber vergesst mir nicht die tollen Rennen, die wir noch haben! Letzte Woche waren wir bei Jonas zu Gast in Hamburg, und diese Woche treffen wir uns in Plouay zum Hügelklassiker Westfrankreichs!
Dies werden wir natürlich thematisieren. Dazu haben wir eine ganz neue Kategorie für euch: Wir versuchen uns am kreativen Schreiben! Ihr könnt euch auf eine Geschichte freuen, die einen typischen Renntag unserer Liga beschreibt. Wir wissen selbst noch nicht genau, was uns dort erwartet!

Tops und Flops Hamburg

+John Degenkolb: Ich kenne John eigentlich nur als großen Fahrer bei seinem Heimrennen in Frankfurt. Doch anscheinend hat ihn sein Freund Florian Naß auch für das Heimrennen von Jonas begeistern können. Hier zeigte John, dass er auch mit den ganz großen Sprintern noch gut mithalten kann. Oder war das der Cunego-Bonus?

+Alexander Krieger: Der Deutsche war für mich der Überraschungsgast in den Top 10. Da hat Jonas wieder gezeigt, dass Hamburg sein Revier ist. :)

+ Pascal Ackermann: Akkez hat mal wieder geliefert und wie! Es war sein Wochenende und wenn er mal da ist, zeigt er doch was für eine Sprintklasse er so hat. Ackermann steht jetzt bei 11 Sprintsiegen. Akkez steht immer für einen goldenen Herbst. Oft legt er in den letzten Phasen der Saison nochmal so richtig auf! Hier kann ich immer nur sagen, er kann so viel, wenn er nur möchte. 😉

-Max Walscheid: Der sympathische, eloquente, intelligente gebürtige Neuwieder hat viele Fans in Deutschland. Und sicher war er auch sehr motiviert. Doch leider hat es Rene überhaupt nicht hinbekommen, Walscheid und Consonni unter einen Hut zu bekommen. Statt auf den guten alten Max zu fahren, verzettelte er sich, sodass keiner wirklich in den Sprint kam. Schade für Max und seine Fans.

-Bora: Beim Heimrennen lief es für Bora leider gar nicht. Philipp verpasste am Start das Teamfahrzeug und das Team wirkte ohne seinen Sportlichen Leiter verloren. Alle landeten im Grupetto.

-Sam Bennett: Ich habe jetzt das Rennen nicht gesehen, aber was war mit Bennett los? Krank, Sturz, wieder mal der Kopf? 113 Platz in Hamburg. Viel zu wenig!

...Und am Ende gewinnt doch immer Lotto!

Kurz zur Grundidee: Wir wollen einen typischen Renntag der German Elite in Form einer Geschichte beschreiben. Das Ganze hat kein Drehbuch, jeder schreibt ein paar Sätze, was ihm gerade in den Kopf kommt, wir wechseln uns ab. Was dabei herauskommt, wissen wir selber noch nicht. Einzig der Titel steht vorher: "Und Am Ende gewinnt doch immer Lotto". Alles weitere ergibt sich. Wir hoffen, es kommt bei euch gut an!

Freitag 20:57 Uhr: "Nein, das gibt es doch nicht!", schreibt toprider in den Chat. "Es ist wie immer. Du kannst machen was du willst. Am Ende gewinnt doch immer Lotto", antwortet uhri. Aber Moment Mal, beginnen wir lieber am Anfang des Renntags....

Aus den Tagebüchern des Tim N. :
18:15 Uhr: Typischer Freitagabend. Ich komme gerade von der Arbeit. Mann, war das wieder eine kack Woche. Egal, jetzt ist Wochenende und ich liebe es, mit dem RSM ins Wochenende zu starten:) Schnell um 18:15 noch in den Rewe. Ohne Bier oder Wein kann ich kaum noch den RSM spielen. Dafür ist der Druck in der Liga zu gewaltig! Früher war ich ich um 20 Uhr noch auf der Piste, aber jetzt mit 38 Jahren liebe ich es mit dem RSM ins Wochenende zu starten;)
Auch wenn mein Freundeskreis mich als Nerd bezeichnet, kann ich mir kaum einen besseren Freitagabend vorstellen. Hoffentlich kriege ich gute Fitness, denke ich mir gerade an der Kasse, bevor ich den Weißwein bezahle!
18:40 Uhr: Ich starte den Laptop, mache mir das Weinglas voll und räume die Arbeitssachen weg. Ich kontrolliere, ob ich die Strecken, Klassifikation und die richtige Database habe. Ich schalte meine Firewall aus und starte schonmal den Teamfunk. Zuletzt küsse ich meine Radsportmütze mit den Autogrammen von John, Politt und Ackermann. Drehe das Bild Von Marcel Kittel zu mir und bete zu Del Torro, dass er mir Kraft für für diesen Radsportmanager gibt!
18:40 - 18:58 Uhr: Man kommt in den Lobby Lan Raum rein. Die Teilnahme hat geklappt, gottseidank. Im Teamfunk ist es erstmal ruhig, man begrüßt sich. Uhri verteilt wieder die Favoritenrolle an andere. Jetzt warten wir auf unseren Superstar Cunego. Er sagt ja immer, das Beste kommt zum Schluss! Man legt das Handy weg und zack um 18:58 loggt sich auch Cunego ein. Es kann also losgehen.

Doch verlassen wir die Wirrungen in Timmys Gedanken und starten wir den Renntag.

Freitag 18:55: Timmy begrüßt euphorisch die Teilnehmer im TS: "Abend Männer! Na, wie war eure Woche?". Ein kurzer Moment der Stille tritt ein . Doch dann antwortet wie so oft Jonas: "Jo jo jo Alles Gut! Ich sags euch, Halbtags arbeiten, Beste! Boah jetzt erst mal was zu Essen bestellen".
Einige Manager sind in der Lobby des Spiels bereits angekommen. René wird schon hektisch und wirft ein: "Starte mal die Teamwahl, uhri!"Uhri startet das Spiel. Es ist die Polen Rundfahrt. Mehrere Manager im TS und im Chat melden sich mit den Worten: "Danke uhri." als sie ihre Fitness erblicken. Der Sarkasmus ist bei uns eben sehr ausgeprägt. René verkündet, dass er minimal hat. Kenner wissen: Wenn René minimal sagt, meint er ungefähr sowas wie ein unter maximal. So ist er, unser Renocchio.
Bis das Spiel startet, dauert es etwas. Eddie steht auf warten...
Eddie hat endlich auf starten gedrückt. Basti hat schon wieder im Teamfunk geflucht, wieso es bei Eddie immer so lange braucht. Die Spieler legen ihre Roadbooks zurecht und schreiben im Chat in.
Die Etappe startet. 10 Sekunden nach Etappenstart ist im Chat von René eine Nachricht zu lesen: "x2". uhri antwortet darauf hin im TS: "René hat es wieder eilig. Kein Wunder bei den Bewertungen. Ich lese hier gerade: Hans P. ist über den Zustand der Pfandautomaten entsetzt." René verkündet, dass diese Bewertungen alle Quatsch sind und der Pfandautomat funktioniert, die Kunden nur zu doof sind, ihn zu benutzen.
Und zack entsteht schon die erste Ausreißergruppe. Natürlich ist Eddie vorne vertreten. Zu den üblichen Verdächtigen gehört auch René...Ebenfalls ein typisches Bild. Lotto spart am Ende des Feldes wieder grün...
Während sich eddie alle Bergwertungen sichert, rollt ein +2 Fahrer von BikeExchange über weite Strecken locker in der Ausreißergruppe mit. René versucht tief zu stappeln: "Ach, der geht doch nur auf Bergwertung".
Neben der KI ist auch Astana und UAE in der Gruppe vertreten. Kotschi kündigt an, die anderen ins Ziel zu ziehen. Aber es sind ja noch über 100 km zu fahren.
Perry bittet Stüssi und Schultz die Tempoarbeit zu übernehmen, heißt es nun über den Tourfunk. Obwohl sich die beiden weigern, wächst der Vorsprung immer weiter. Doch auf einmal fragt Stefan im Chat:"Sind die durch?"
Lotto fährt mit zwei Helfern nach vorne und erhöht das Tempo im Peleton. Mit Hirschi hat Lotto auch den Topfavoriten im Feld.


to be continued...

Andrea Bagioli-das Nazisilber Israels

Timmy wünscht sich eine Einschätzung zu seinem Fahrer Andrea Bagioli. Erstmal muss ich sagen, dass ich eigentlich nicht viel über ihn wusste, besvor ich zu recherchieren begann. Klar, ich wusste, er fährt bei Quick Step und ist ein starker Hügelfahrer. Aber wir wollen ihn uns mal genauer anschauen:
Andrea ist ein 22 Jahre alter Italiener, der seit dem letzten Jahr im Profipeloton unterwegs ist. Schon vorher ist er durch starke Rundfahrten im Juniorenbereich aufgefallen. Gleich sein erstes Jahr bei Quickstep lief hervorragend. Bei kleineren Rundfahrten konnte er Etappen gewinnen und bei der berglastigen Settimana Bartali wurde er Zweiter im Gesamtklassement. Starke Leistungen für einen Neo-Pro. In diesem Jahr dauerte es aufgrund von Verletzungen, bis er in Schwung kam. Aber der Sieg bei Bernard Drome und zwei Podiumsplatzierungen bei Hügeletappen der Vuelta zeigen, dass er auf einem guten Weg ist.
Wie sieht seine Perspektive aus? Timmy bezeichnete ihn in einer lallenden Sprachnachricht wahlweise als "Nazisilber", "Silbertablett" oder "Tafelsilber". Er ist der Meinung, dass er da den neuen Alaphilippe in seinem Kader hat, der von allen Teams sehr begehrt ist.
Doch entspricht das der Realität? Klar, wenn man den Rest des Kaders ansieht, muss man schon klar sagen, dass er Timmys größtes Talent ist. Für sein Alter hat er mit HÜG 74 auch schon ganz gute Werte. Perspektivisch ist da sicher auch mal eine 76 drin. Muss Israel ihn unbedingt halten? Ich würde sagen, es kommt auf das Angebot an. Wenn Israel für ihn einen aufstrebenden GT-Kapitän holen könnte, wäre ein Tausch möglich. Aber gegen Leute wie Nairo Quintana, Alexander Kristoff oder Michael Woods würde ich ihn nicht tauschen. Generell sehe ich ihn als kommenden Mann für die Eintagesklassiker, wenn er will, kann er sich aber auch auf Rundfahrten konzentrieren. Vieles ist möglich, wenig sicher. Aber er ist ein Lichtblick im Team Israel.


Timmy stellte uns als Strafaufgabe, Bagiolis Potential zu analysieren und stellte die Frage, ob der junge Italiener sein letztes Ass im Ärmel sei.

Bagioli scheint seine stärken bei Rennen mit kürzeren Anstiegen zu haben. Dazu besitzt er noch eine tolle Endschnelligkeit, die ihm ermöglichen dürfte in einigen Sprints aus reduzierten Gruppen nach mittelschweren Etappen um den Sieg kämpfen zu können. Auf langen Anstiegen konnte er bislang nicht so wirklich glänzen. Er hat schon einige vielversprechende Resultate zeigen können. Er ist zurzeit sicherlich Timmys größtes Talent. Der Vergleich mit Alaphilippe, den Timmy laut uhri anstellt erscheint gar nicht soweit hergeholt. Ähnlicher Fahrertyp, gleiches Team und ähnliche Resultate in jungen Jahren. Beide wurden mit 22 Jahren 4. bei der Tour de l'Ain. Ansonsten sind die Ergebnisse ebenfalls nicht sehr verschieden im Frühstadium ihrer Karriere. Aber ob er tatsächlich mal den Erfolg des Weltmeisters haben wird, kann man noch nicht sagen. Sein letztes Ass im Ärmel ist er für mich jedoch nicht. Mit Giovanni Aleotti hat er noch einen weiteren vielversprechenden Italiener im Kader. Der 2. der Tour de l'Avenir 2019 fährt in der Saison 2021 in der Realität ein sehr gutes Jahr. Da ist sicherlich Potential zu einem guten Rundfahrer vorhanden. Daneben hat Timmy als weiteres Ass noch einen wahrscheinlich sehr frühen Draftpick im Ärmel. Wobei ein früher Draftpick sicherlich keine Garantie für einen Topfahrer darstellt. Timmy hatte diese Chance ja schonmal, das lief nicht so gut für ihn.


Der Ausblick: Bretagne Classics-Plouay

Die Bretagne Classic Ouest France, vielen wahrscheinlich besser bekannt als der GP Plouay, ist ein seit 1931 bestehendes Eintagsrennen in Westfrankreich. Wer die Bretagne kennt, weiß, dass es kein flaches Rennen sein kann. Es führt über 244 km, wovon die meisten hügelig sind. Vor allem der Pont-Neuf, wenige km vor dem Ziel sorgt oft für eine späte Selektion, sodass meistens nur wenige Fahrer zusammen ankommen. Bei uns gewann im letzten Jahr Peter Sagan den Sprint aus einer 18-köpfigen Gruppe. In der Realität war das Rennen derart schwer, dass Tadej Pogacar dem Tempo von Julian Alaphilippe und Benoit Cosnefroy nicht folgen konnte, wobei letzterer das Rennen gewann.

Veni, Vidi, Vici?-Rückblick

Ich muss uns mal auf den Rücken klopfen. Unsere Tipps waren alle echt gut! Uhris Tipp landete auf Rang 4, Cunegos Tipp auf der 2, aber Timmys Tipp war goldrichtig! Ackermann hat das Rennen vor Jonas Haustür gewonnen. Damit darf Timmy eine Strafe für Cunego und Uhri bestimmen-er hat sich gewünscht, dass wir die Zukunftsperspektiven seines Talents Andrea Bagioli thematisieren.

Gesamtstand:
Cunego 11 Punkte
Uhri 9 Punkte
Timmy 8 Punkte

Veni, Vidi, Vici?- Bretagne Classics

Ich habe keine Lust auf die ganz großen Favoriten zu tippen. Ich sage mal Matej Mohoric gewinnt das, wenn Rene nicht im Pool sitzt.

Wout van Aert kommt nach seinem 7.Rang in Hamburg in solider Form nach Frankreich. Er wird gewinnen.

Mein Tipp lautet Ivan Garcia Cortina! Er kann Hügel, er kann Sprint und mit Basti kann er jetzt auch siegen ;)

Benutzeravatar
uhri
Jumbo
Jumbo
Beiträge: 4779
Registriert: Mo Jul 25, 2016 9:58 pm

Re: Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

Beitrag von uhri » Do Sep 09, 2021 11:47 am

Bild Alea iacta est-Benelux und Kanada

La Vuelta a Espana, auch bekannt als Basti-Festspiele, hielt uns über Wochen in Atem. Selten war der Kampf um den Gesamtsieg spannender. Das müssen wir natürlich noch mal genau anschauen in unseren Tops und Flops. Außerdem schlagen wir ein weiteres Kapitel unserer German-Elite Geschichte auf und uhris Performance Analyse geht endlich weiter!

Tops und Flops Vuelta

+Basti: Ewan, Carthy (mit 2 Stürzen+Reifenpanne) und Cort Nielsen. Muss ich dazu noch was sagen? Ich denke das spricht für sich.

+Zahleiche Ausreißersiege: Ausreißergruppen wurden fast immer weit weggelassen und hatten stets eine faire Chance. Oft sind Ausreißer durchgekommen. Geholfen hat wohl die Auswahl der Teams, die um das rote Trikot gekämpft haben. Man sieht: Man muss gar nicht 7,87653 Etappen gewinnen und durchgängig das Führungstrikot tragen, um Respekt zu erreichen.

+Jonas Vingegaard: Platz 2 mit nur Fitnessphase +1 ohne dabei übermäßiges Fitnessglück gehabt zu haben. Das hätte ich nicht erwartet! Klasse, uhri! :)

+DSM-Sprintteam: Jonas findet im Sprint immer mehr wieder zu alter Stärke zurück. Nachdem Timmy vor einiger Zeit noch davon sprach, dass Jonas letzte Saison von der Cofidis-Sprintmacht (damals noch CCC) gebrochen wurde, konnte Jonas Timmy hier nun zeigen, dass er es noch drauf hat. Groenewegen ist wieder da. Jonas konnte sich mit ihm einen Etappensieg sichern und war mit dem Duo Mezgec/Groenewegen immer voll im Kampf um die vorderen Sprintplätze mit dabei.

+Warren Barguil: Barguil hat einen tollen 7. Platz im Gesamtklassement herausgefahren, nachdem der eigentliche Kapitän alias Porte mit den Besten der Besten nicht mehr mithalten konnte. Warren hat die Chance genutzt und gezeigt, was so ein gutes Gameplay alles so ausmachen kann. Zuletzt betrug der Abstand zum nächsten Kapitän (Plus 2 Fahrer) „nur“ 1 Minute und 35 Sekunden.

-David Gaudu: Cookie kann da eigentlich gar nichts dafür. Dani hat ihn mit einer kurzfristigen DB-Aufwertung/Überbewertung in den Kreis der Topfavoriten aufsteigen lassen. Cookie hat dies zwar stets verneint, aber die Experten sahen Gaudu auf jeden Fall auf dem Podium. Das Ergebnis gibt Cookies Meinung Recht, allerdings bin ich der Meinung, dass Cookie bei der Vuelta weitaus mehr hätte herausholen können.

-Mikel Landa: Ja, Landa hatte -1. Aber dass das kein Beinbruch ist, zeigen zahlreiche andere GT-Favoriten. Ein dritter Platz auf einer Etappe, sonst ist mir da nichts in Erinnerung geblieben. Landa hat wohl Urlaub gemacht.

-Israel: Timmy gewann mit Amezqueta eine Etappe. Doch der Rest war nix. Kein Faktor in der Gesamtwertung, kein Faktor bei den Sprintankünften. Zumindest war es nicht so toll, wenn man bedenkt, wie hoch Timmy die Vuelta immer lobt. Da hätte man durchaus mehr von Israel bei ihrem Lieblingsrennen erwarten können.

-Bora: Bei Bora ging dieses Jahr bei GTs echt gar nix. Lukas Pöstlberger war der erfolgreichste Bora-Fahrer bei GTs in diesem Jahr (mit Platz 100 der Gesamtwertung der Tour de France). Bora hat bei allen 3 GTs nicht einen einzigen Punkt holen können. Bei der Vuelta war wieder keiner in den Top 100 und auch bei Etappenankünften spielte das Team keine Rolle. Das muss nächstes Jahr besser werden. ;)

-Jasper Philipsen: Mann, Akkez, du hättest mit Jasper richtig abräumen können. Zwei Etappensiege hast du während der Rundfahrt geholt. Ok, das ist schon geil! Es hätten aber mehr sein können und das weißt du auch! Leider hast du nach dem zweiten Sieg die Vuelta verlassen (Du hast den Lopez gemacht). Jasper Philipsen konnte somit die Sprintwertung nicht gewinnen. Das wäre deine Rundfahrt gewesen. Alles sehr traurig. Das einzige Gute dabei war, dass der Abstand im Schwanzvergleich zwischen Movistar und Israel nicht noch größer geworden ist.

...Und am Ende gewinnt doch immer Lotto!

Kurzer Rückblick: Nach einem Gedankenmonolog von Timmy starteten wir gemeinsam die erste Etappe der Polen-Rundfahrt. Es bildet sich eine Ausreißergruppe, in der unter anderem Eddie sich alle Bergwertungen sichert und Rene und Cookie locker mitrollen. Wir befinden uns ca. 80 km vor dem Ziel, was die Favoriten langsam veranlasst, den Vorsprung der Ausreißer minimieren zu wollen...

"Was soll das sinnlose Tempo?", fragt René. Dann fährt auch Dani nach vorne. Kenner ahnen es: Rocky verliert gerade mit seinem Kapitän den Anschluss. Wahrscheinlich bringt er seinen Sohn ins Bett.
Oder erwartet uns eine Engstelle? Nein, es ist Zeit für eine Windkante!
In dem Moment schaltet sich Morich ins Spiel ein. Seit er im Wahl-O-Mat den "Grauen" zugeordnet wurde, ist er mit Kaffeekränzchen, Skatrunde und Kegelclub voll beschäftigt.
Die Windkante bringt außer Unmut nicht viel Ertrag. Noch 60 km, über 6 Minuten beträgt der Vorsprung der Ausreißer.
Das Tempo im Feld fällt ab. Stefan schreibt im Chat "gw".
Rene kontert sofort im TS: "Niemals! Die sind doch vorne alle leer."
Jonas checkt derweil die Geburtstage bei PCS. Dabei schwärmt er von Arrendendo und Serpa. "Der Schnubbi von Serpa ist der Beste." Timmy schreckt sofort entsetzt auf: "Also, Jooonas! Leuten mit Schnurbart kann man doch nicht trauen!"
Das Tempo wird durch Lotto immer höher und Hirschi wird von seinen Helfern in Position gebracht.
Es geht zur letzten Sprintwertung des Tages, 40 km vor dem Ziel. René, der bis hier hin nicht gearbeitet hat, holt sich die Bonussekunden. "Dafür sind sie ja da!"
Die anderen Manager diskutieren wieder darüber, ob man das unbedingt machen muss, oder nicht. Cunego unterstützt aber sein Vorbild René.
Nach der Sprintwertung wird der Vorsprung immer kleiner. Im Chat ist zu lesen: "Tanfield bittet Stüssi und Schultz die Tempoarbeit zu übernehmen". Die beiden schauen ihn verdutzt an. Kurz darauf greifen die Beiden an und lassen den frustrierten Britten und die übrigen Begleiter einfach stehen. Timmy meldet sich im TS sofort zu Wort:"Woa René! Krass,Krass,Krass. Das ist er unser René. Wie ein junger Napoleon diese Schachzüge!"


Kommt Rene´ mit Stüssi durch? Wie reagiert Lotto? Und was hat es mit dem Anfang unserer Geschichte auf sich? Das erfahrt ihr nächste Woche im großen Finale unserer Geschichte!

uhris Kolumne: Liga vs. Realität: Die große Performance-Analyse

Es ist jetzt 6 Wochen her, seit wir das letzte Mal diese Kolumne geschrieben haben. Ihr habt bestimmt schon sehnsüchtig den nächsten Teil erwartet! Heute analysieren wir die Performances von uhri, dem sanften Sauerländer und Akkez, dem pfiffigen Pfälzer. Wir betrachten dabei jeweils die Ergebnisse der Jahre 2018-2020 und schauen, welche Manager über-bzw. unterperformen. Starten wir mit

Jumbo

Wout van Aert
Beste Ergebnisse Realität: 13 Profisiege, 12x Top 10 WT-Klassiker(davon 8x Podium, 2 Siege)
Beste Ergebnisse Liga: 2 Profisiege, 8x Top 10 WT-Klassiker, 1x Top 10 WT-Rundfahrt
:arrow: Meine Einschätzung: 2018 ist aufgrund fehlender Werte noch zu entschuldigen, ab 2019 hätte, insbesondere auf der Siegebene, weitaus mehr heraus kommen müssen.

Steven Kruijswijk
Beste Ergebnisse Realität: 3x Top 10 GT (1x Podium), 5x Top 10 WT-Rundfahrten
Beste Ergebnisse Liga: 3x Top 10 GT (1x Podium), 4x Top 10 WT-Rundfahrten
:arrow: Meine Einschätzung: Uhri und Steven kennen sich schon sehr lange. Und sie scheinen gut zu harmonieren. Uhri holt aus Kruijswijk nahezu alles raus, was herauszuholen ist.

Mads Pedersen
Beste Ergebnisse Realität: 9 Profisiege, 4x Top 10 WT-Klassiker, davon 2 Siege
Beste Ergebnisse Liga: 2 Profisiege
:arrow: Meine Einschätzung: Die Statistik sieht eklatant aus. Bei genauer Betrachtung muss man uhri aber zugute halten, dass Pedersen nie ordentliche Werte in der Liga hatte, daher bei den ganz großen nicht mitmischen konnte. uhri hat sich daher mit ihm eher auf kleine Klassiker und kleine Rundfahrten konzentriert, die hier nicht betrachtet wurden. Allerdings hätte selbst dann mehr dabei herausspringen müssen!

Fazit: Während uhri mit seinen Rundfahrern recht gut zurechtkommt, ist seine Bilanz bei den Klassikern verheerend. Er scheint großen Klassikerfahrern nicht würdig. Deshalb gibt es nur eine 2 auf der Performance-Skala .

Movistar

Pascal Ackermann
Beste Ergebnisse Realität: 30 Profisiege, 2 Siege WT-Klassiker, Sieger Punktewertung Giro
Beste Ergebnisse Liga: 11 Profisiege, 1 Sieg WT-Klassiker, 3x Top 10 WT-Klassiker
:arrow: Meine Einschätzung: Wenn Pascal sehen würde, wie sein Bruder hier in der Liga mit ihm abschneidet, würde ihm das Lächeln im Gesicht erfrieren. Von Omi gäb es wohl eine Kontaktsperre.

Daryl Impey
Beste Ergebnisse Realität: 12 Profisiege, 2 Siege WT-Rundfahrten, 3x Podium WT-Klassiker
Beste Ergebnisse Liga: 4 Profisiege, 4x Top 10 WT-Rundfahrten, 7x Top 10 WT-Klassiker, davon 3x Podium
:arrow: Hier geht Konstanz über ganz große Erfolge. Vor allem bei den Klassikern konnte Akkez Impey in Szene setzen.

Heinrich Haussler
Beste Ergebnisse Realität: 1x Top 10 WT-Klassiker, 1x Top 10 Kontirundfahrt
Beste Ergebnisse Liga: 2x Top 10 Kontiklassiker
:arrow: Meine Einschätzung: Hausslers Jahre waren sowohl in der Realität, als auch in der Liga nicht von herausragendem Erfolg geprägt. In der Liga wäre mit den Werten allerdings deutlich mehr drin gewesen.

Fazit: Akkez tut so, als sei er der Sprint-Babo der Liga. Das erweist sich, wie seine Einschätzungen in der Shoutbox, vermehrt als heiße Luft. Für seine Leistungen in der Liga reicht es nur für eine 3 auf der Performance-Skala.


Timmys Strafe: Knallharte Analyse: Was können Cort und Storer wirklich?

Michael Storer, geboren am 28. Februar 1997 in Perth, fährt seit 2017 Profirennen. Zunächst im Continental-Team Mitchelton Scott. Dort fiel er unter anderem durch einen Sieg beim An Post Ras den Spähern von Sunweb auf und wurde in die World Tour befördert. Schon damals wussten alle, dass er ein Talent für das Klettern hat. Er holte die ersten Top 10-Platzierungen bei kleineren Rundfahrten und durfte Ende 2018 mit der Vuelta seine erste Grand Tour bestreiten. Ein Vertrauensbeweis. In den Jahren 2019 und 2020 stagnierten seine Leistungen. Er fuhr zwar hin und wieder als Ausreißer gute Resultate ein, aber der ganz große Wurf, der ihm früher zugetraut wurde, schien ihm nicht mehr zu gelingen.
In diesem Jahr hat sich alles gewandelt. Nach einem unauffälligen Giro konnte er die Tour de L'Ain für sich entscheiden. Das Team DSM entschied sich daraufhin, ihn zur Vuelta mitzunehmen. Und spätestens jetzt dürfte er auf der ganzen Welt bekannt sein. 2 Etappensiege als Ausreißer, dazu das Bergtrikot gegen den Spezialisten Bardet gewonnen, das könnte sein Durchbruch gewesen sein. Er wird bald in der Realität für FDJ fahren. Es wird spannend, mit welchem Status er dort fahren darf. Ich persönlich würde ihn dort gerne weiter aktiv fahren sehen.

In der Liga hat Hakan ihn zur Saison 2017 verpflichtet. In einem spannenden Bieterkampf bei den Auktionen konnte er sich gegen Rocky durchsetzen. Ich muss zugeben, dass ich Jahr für Jahr kleines Interesse an Storer gezeigt habe. Aber es war ehrlich gesagt nur halbherzig. Zu viele Zweifel schwammen mit, weil andere, die mit ihm hochgekommen waren wie Hindley oder Hamilton, sich schneller entwickelten. So blieb er Jahr für Jahr bei Hakan, ohne dort herausragende Leistungen zu erzielen.

Seine Werte in der Liga blieben über Jahre nahezu gleich. Sie waren immer so, dass er hauptsächlich als Helfer in den Bergen taugte. Nach der Vuelta wird sich dies ändern und Hakan kann ihn dann vielleicht sogar als Kapitän bei kleinen Rundfahrten einsetzen.

Hakan hat angekündigt, dass Storer unverkäuflich ist. Seinen Marktwert würde ich ansonsten bei 1-1,5 mio einschätzen. Ich sehe nicht das Riesen Potenzial.


Ein weiteres Mal konnte Timmy als Experte glänzen und lag richtig. Daraufhin bekam ich die Aufgabe Magnus Cort zu analysieren (Stärken, Fahrertyp, Werdegang und Erfolge in der Realität) sowie eine Schätzung seines Marktwertes in der Liga abzugeben.

Stärken
Was kann Cort eigentlich nicht? Er kann wirklich alles. Er hat fast keine Schwäche. Er ist am besten bei harten Rennen, wo viele verschieden Qualitäten gebraucht werden. Die Vuelta scheint wie sein Wohnzimmer.

Fahrertyp
Er ist fast der ultimative Allrounder. Er ist vor allem bei der Etappenjagd in Rundfahrten zu Hause, speziell bei der Vuelta. Eigentlich scheint er wie der geborene Frühjahresklassikerfahrer wenn man seine Qualitäten anschaut. Doch irgendwie lief es bisher da nicht so rund in seiner Karriere, da reichte es noch nicht zum großen Wurf. Das ist vielleicht die einzige Schwäche, die man ausmachen kann. Platz 8 bei Milano-San Remo 2018 war bisher sein größtes Klassikerhighlight.

Werdegang
Der Däne wurde 2015 bei Orica GreenEdge Profi und konnte früh als Hügelsprinter glänzen. Nach seinem Wechsel zu Astana hatte er 2019 einen kleinen Durchhänger. Seit 2020 ist er bei EF und scheint stärker denn je.

Erfolge
21 Profisiege, davon 6 Etappensiege bei der Vuelta, einer bei der Tour

geschätzter Marktwert
Bei der Vuelta hat er richtig abgeliefert. Dani belohnt ihn dafür mit einer 75er Hügelbewertung für die Vuelta. Damit steigt er bei uns zu einem mega starken Allrounder auf. Mit einem Alter von 28 Jahren hat er bestimmt auch noch viele tolle Jahre vor sich.
-> Marktwertsschätzung: 2-3 Mio. €


Der Ausblick: Benelux Rundfahrt

Die Benelux-Tour existiert in ihrer jetzigen Form seit 2005. Zumeist wird sie nur in den Niederlanden und Belgien ausgetragen. Sie trug in den letzten Jahren verschiedene Namen, unter anderem Eneco-Tour und Binck-Bank Tour. Die Charakteristik war in den Jahren immer sehr ähnlich. 7 Etappen, die zum Teil flach, zum Teil hügelig und zum Teil mit KSP ausgestattet sind. Auch ein kurzes Zeitfahren gehört immer dazu. In den letzten Jahren haben sie zudem als Schlusspunkt immer auf Geraardsbergen gesetzt.
Zu beachten ist noch, dass wir an der Küste und in Belgien oft mit viel Wind rechnen müssen. Viele Rundfahrten wurden schon durch Windkanten mit entschieden. Bei uns hat im letzten Jahr Mathieu van der Poel die Rundfahrt gewonnen. Es würde mich nicht wundern, wenn er, sofern Rocky dabei ist, wieder zuschlagen könnte. Teams wie Lotto werden aber sicher etwas dagegen haben.


Der Ausblick: Die Kanada Rennen

Seit 2010 finden im September zwei Hügelrennen in Kanada statt, die der höchsten Kategorie, der World Tour, angehören. Zuerst findet immer der GP Quebec statt, zwei Tage später der GP Montreal. Es geht in einem Rundkurs immer wieder raus und runter. Während der GP Quebec etwas steilere Anstiege hat, sind sie in Montreal etwas länger. Beide haben bei uns einen 1,5 km Sprint, wobei der GP Quebec 40 Prozent Uphillsprint hat, der GP Montreal 20 Prozent. Spezialisten für diese Rennen sind Hügelsprinter wie Sagan, Matthews und van Avermaet. Bei uns gewannen im letzten Jahr Bauke Mollema und Jakob Fuglsang die Rennen. Im Gegensatz zur Realität spielt der Sprintwert nun mal keine Rolle.

Veni, Vidi, Vici?-Rückblick

Beginnen wir mit der Vuelta.
uhri hat geschrieben:Carthy wird stürzen, sorry. Ich hab da 3 Etappen gebaut, die wie geschaffen dafür sind.
uhri hat geschrieben:Ja, Basti holt sich die Sprintwertung. Aber mein Gefühl sagt mir, dass Basti den Dreierpack macht. Mit Carthy auf Gesamtwertung, Ewan auf Etappensieg und Cort holt sich die Sprintwertung. Er ist einfach der Vueltaspezialist!
Da hatte einer ein Näschen! Gereicht hat es dennoch nur für 1 Punkt. Ebenso einen Punkt holen Cunego und Timmy für ihren Hugh Carthy-Tipp. Timmy allerdings hat auch mit Ivan Garcia Cortina in Plouay ins Schwarze getroffen. Er darf sich daher eine Strafe ausdenken.

Gesamtstand:
Cunego 12 Punkte
Uhri 10 Punkte
Timmy 10 Punkte

Veni, Vidi, Vici?- Benelux

Tiesj Benoot. Weil isso.

Stefan Küng: Der Schweizer hat sich mittlerweile zu einem Fahrer mit herausragenden ZF-/PRL-qualitäten in unserer DB entwickelt. Im Kampf gegen die Uhr wird er den Grundstein für seinen Erfolg legen.

Ein sehr schwieriger Tipp! Wird Rocky überhaupt da sein? Die letzte Vuelta-Woche mit Carapaz hat ihn sehr viel Kraft gekostet. Ab und zu ist er schon aus dem kleinen Feld herausgefallen. No Risk, no Fun. Ich sage Van Der Poel gewinnt die Benelux Rundfahrt!

Veni, Vidi, Vici?- Kanada

Julian Alaphilippe. Es ist die WM-Phase, da wird Monsieur Alaphlippe, appele´Loulou, in guter Form sein. Il ne veut tout simplement pas champion du monde, mais aussi champion du Canada!

Michael Woods: Vor heimischem Publikum ist auf ihn fast immer Verlass. Er wird wieder zuschlagen.

Bei den beiden Rennen in Kanada möchte ich noch mal den Altmeister Peter Sagan sehen. In all seiner Pracht und Stärke! Ja, mein Herz sagt Peter gewinnt die beiden Rennen!

Benutzeravatar
uhri
Jumbo
Jumbo
Beiträge: 4779
Registriert: Mo Jul 25, 2016 9:58 pm

Re: Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

Beitrag von uhri » Do Sep 23, 2021 7:42 pm

Bild Alea iacta est-WM

Mit der Benelux-Rundfahrt und den Kriterien in Kanada konnten wir zuletzt gleich mehrere World-Tour-Rennen abschließen. Nun stehen zwei weitere wichtige Rennen an. Hier geht es um nichts Geringeres als das Regenbogentrikot!
In dieser Ausgabe erzählen wir unsere kleine RSM-Geschichte zu Ende. Außerdem analysiert uhri weitere Manager-Performances. Viel Spaß beim Lesen!

Tops und Flops Benelux

+Stefan Küng: Klar, Rene hat wie immer über die Fitness gejammert. Und die Tagesformen...es ist halt Rene. Aber seine offensive Fahrweise hat mir sehr gut gefallen. Er hat sich nicht seinem Schicksal ergeben und ein fünfter Platz ist für Küng auch recht gut.

+Edvald Boasson Hagen: Das Urgestein von uhri befindet sich sicherlich bereits im Spätherbst seiner Karriere. Doch bei seinem Lieblingsrennen konnte der frühere Sieger des Rennens mit 2 Podestplatzierungen und Rang 6 im Gesamtklassement nochmal ein Ausrufezeichen setzen. War es das letzte Mal, dass wir "Eddy" so stark erleben durften?

+Tiesj Benoot: Tiesj Benoot hat mal wieder gezeigt wieso er für den jungen Cunego so eine wichtige Säule ist. Beeindruckend, souverän und irgendwie auch wieder beängstigend gewann er dieses WT Rennen vor so großen Namen wie Sagan, Asgreen, Küng oder Bettiol. Ich befürchte sogar nur mit einer Fitnessform 0 oder sogar – 1.

-Sam Bennett: Unbetreut von seinem sportlichen Leiter fuhr er unter ferner liefen und war meistens schon vor dem Sprint abgehängt. Sorry, aber wenn Leute wie Kaden Groves aufs Podium kommen, dann muss für ihn mindestens ein Sieg drin sein.

-Christophe Laporte: Das Rennen scheint wie für ihn gemacht. Er kann KSP, zeitfahren, sprinten und am Hügel ist er auch ganz gut. Doch trotz guter Fitness reichte es nur zu Platz 19. Teammanager eddie blieb aus Angst vor der Muur van Geraardsbergen auch lieber dem Begleitwagen fern.

-Fabio Aru: Wie jetzt? Das war es? Fitnessform fast 100 und am Ende nicht mal unter die Top 10 gekommen. Aru und Manager Timmy war ein einziges Missverständnis. Ich wünsche dem ehemaligen Nibalikonkurrenten alles Gute für die weitere Zukunft!


Tops und Flops Kanada

+Niklas Eg: Platz 13 in Quebec wird für die Meisten hier eine Randnotiz sein. Mir persönlich ist es aber das Ergebnis, was mir am positivsten auffällt. Seine werte unter den top 20 mit die schwächsten, nur als Helfer eingesetzt. Ich find das richtig stark! Und ich finde auch Rocky richtig stark!

+Timo Roosen: Wie hat uhri das denn hingekriegt? Der Niederländer landete beim GP Quebec mit Hügel 70 auf Platz 9!

+ Michal Kwiatkowski: Unglaublich was Kwiatkowski in Kanada so geleistet hat. Beide WT Rennen gewonnen! Unfassbar. Einmal bei einem Hügelsprint und beim anderen Rennen aus einer sehr stark besetzten Gruppe heraus. Fantastisch dieser Junge. Rene und Kwiat, dass passt! Ein Duo für die Ewigkeit. Wir dürfen hier nicht vergessen, Kwiat hat wieder schlechte Fitness bekommen und Traummanager Rene musste wieder einmal unter einer schlechten Internetverbindung leiden.

-Peter Sagan: Platz 4 und 5 sind sicher keine Schande. Aber Kotschi hatte angekündigt, ganz andere Ambitionen zu haben, nämlich 2 Siege! Da sind zwei Plätze außerhalb des Podests eine Enttäuschung.

-Michael Woods: Ich habe vorher auf ihn gesetzt. Doch der Kanadier konnte vor heimischem Publikum die Hoffnungen seiner Fans nicht erfüllen.

- Andrea Bagioli: Was Kwiat und Rene schon sind, wollen Andrea und Timmy noch werden. Die Zutaten sind vorhanden, aber es fehlt noch an der Feinabstimmung. In beiden Rennen hätte viel mehr möglich sein können, aber man muss sich noch finden! Bis zum Ende der Saison hat man noch Zeit dafür!


...Und am Ende gewinnt doch immer Lotto!

Kurzer Rückblick: Nach einem Gedankenmonolog von Timmy starteten wir gemeinsam die erste Etappe der Polen-Rundfahrt. Es bildet sich eine Ausreißergruppe, in der unter anderem Eddie sich alle Bergwertungen sichert und Rene und Cookie locker mitrollen. Während Jonas Geburtstage checkt, kommt es im Feld zu einem Windkantenversuch, dem Rocky zum Opfer fällt. Rene´ holt sich nicht nur Bonussekunden, sondern setzt sich mit seinem Stüssi und einem Begleiter von FDJ vom Rest der Ausreißergruppe ab. Wir befinden uns ca. 40 km vor dem Ziel.

Basti will sich das nicht bieten lassen und holt die beiden in die Gruppe zurück. Das Tempo fällt zusammen. Bis einer angreift: Perry setzt sich von seinen Mitausreißern ab und kann schnell einige Meter zwischen sich und die anderen Pedaleure bringen.
Wollen wir Mal X1 machen?", fragt Cunego im TS.
Nachdem die Geschwindigkeit auf X1 zurückgestellt wurde, fahren die so gefürchteten Lottohelfer nach vorne!
Das Ziel kommt immer näher. Neben dem Sprintzug von Lotto formieren sich noch der traditionelle 7er-Zug von EF und der gefürchtete Zug von Cofidis. Jumbo-Visma versucht indes verzweifelt einen Zug zu bauen. "Ich komme wieder nirgends durch", flucht uhri im TS.
Das liegt vor allem daran, dass die Russen von Gazprom Mal wieder im Weg stehen. Während die anderen Ausreißer eingeholt werden, hält sich Perry mit 1:30 min Vorsprung vor dem Feld. Noch 10 km. Tanfield versucht sich derweil an Störarbeit im Feld.
Kanter, Coquard und Ewan werden von ihren Teams nach vorne gebracht. Diese Züge laufen wie eine Maschine, eine Einheit. Es ist traumhaft diesen Mannschaften bei der Arbeit zuzusehen.
Während bei Jonas im Hintergrund wieder Polizeisirenen zu hören sind, beginnen die Sprintzüge den Zielsprint zu lancieren. Doch können sie Perry überhaupt noch stellen?
Alles sieht nach einem Perry-Sieg aus. Aber dann passiert es:
Perry stürzt, und wie er stürzt! Er liegt unglücklich auf der Zielgeraden und der Cofidis- und EF-Zug kann bei diesem Tempo gar nicht mehr ausweichen...
uhri platzt fast vor Freude im TS über den Massensturz. Der Lotto-Zug schießt vorbei. Es ist Kanter! Max Kanter siegt!
"Nein, das gibt es doch nicht!", schreibt toprider in den Chat. "Es ist wie immer. Du kannst machen was du willst. Am Ende gewinnt doch immer Lotto", antwortet uhri....



Epilog: Wir schreiben das Ende der letzten Etappe. Cunego hat 5 von 7 Etappen und die Gesamtwertung gewonnen. Eddie hat souverän die Bergwertung gewonnen, sprintete aber auch uneinholbar noch um jeden Punkt. Bei Astana kamen 2 Stürze dazu. Rene hat zwar auf jeder Etappe gejammert, am Ende reicht es aber für einen dritten Platz für Kwiatkowski im Gesamtklassement. Jonas hat einen veganen Salatburger gegessen. Dani war wie immer 20 Minuten weg, was er da getrieben hat, will er nicht verraten. Timmy verkündet, dass die Tour ihn zu sehr geschlaucht hat. Er ist eben nicht mehr der Jüngste. Während die Etappen liefen, hat Kotschi mit 3 verschiedenen Managern über Dreieckstransfers mit 13 verschiedenen Teams verhandelt. Natürlich standesgemäß aus dem Pool heraus. Welche Transfers es sind...das ist eine andere Geschichte.

uhris Kolumne: Liga vs. Realität: Die große Performance-Analyse

Nachdem beim letzten Mal uhri und Akkez nicht besonders gut abgeschnitten haben, wollen wir uns heute Rocky und Jonas widmen. Wie immer vergleichen wir die realen Ergebnisse von 2018 bis 2020. Starten wir mit

DSM

Sergio Henao
Beste Ergebnisse Realität: 3x Top 10 Kontirundfahrten, 1x Top 10 WT-Klassiker
Beste Ergebnisse Liga: 4x Top 10 Kontirundfahrten, 2x Top 10 WT-Klassiker, 2x Top 10 Kontiklassiker
:arrow: Meine Einschätzung: Die Rundfahrten in der Realität: Kolumbien, Kolumbien, Kolumbien...bei uns aber auch nicht viel besser mit Langkawi, Türkei, Herald Sun und Kolumbien. Bei den Klassikern schneidet Jonas allerdings mit ihm etwas besser ab.

Luka Mezgec
Beste Ergebnisse Realität: 3 Profisiege, 2x Top 10 WT-Klassiker (1 Podium), 3x Top 10 Kontiklassiker (1 Podium)
Beste Ergebnisse Liga: 1 Profisieg, 2x Top 10 WT-Klassiker (1 Podium), 5x Top 10 Kontiklassiker
:arrow: Meine Einschätzung: Jonas holt etwas weniger Siege, der Podestplatz in der WT war jeweils Plouay. Ich finde, Jonas holt hier in etwa raus, was rauszuholen wäre. Mit besserer Fitnessplanung wären aber wohl mehr Siege drin.

Eddie Dunbar
Beste Ergebnisse Realität: 7x Top 10 Kontirundfahrten, 4x Top 10 Kontiklassiker
Beste Ergebnisse Liga: 2x Top 10 WT-Rundfahrten (1 Podium), 4x Top 10 Kontirundfahrten, 1x Top 10 WT-Klassiker
:arrow: Meine Einschätzung: In echt ist Dunbar bei Ineos vor allem für Kirmesrennen zuständig. Jonas dagegen setzt auch in der World Tour auf ihn. Die Rundfahrten sind allerdings die Guangxi, die nicht allzuviel wert hat.

Fazit: Jonas agiert auf dem Transfermarkt zuweilen etwas unglücklich, daher geben seine Fahrer nicht unbedingt große Sprünge her. Seine Fahrweise scheint grundsolide zu sein. Deshalb vergebe ich eine 5 auf der Performance-Skala .

Trek

Richard Carapaz
Beste Ergebnisse Realität: 3x Top 5 GTs, davon 1 Sieg+1 weiteres Podium
Beste Ergebnisse Liga: 4x Top 10 Gts, davon 2x Top 5, 1 Podium WT-Klassiker
:arrow: Meine Einschätzung: Sowohl in echt, als auch hier nur ein Mann für Gts. Andere WT Rundfahrten kann er nicht. Aber es fehlt bei Rocky der Ausreißer nach oben.

Jasper Stuyven
Beste Ergebnisse Realität: 10 xTop 10 WT-Klassiker, davon 1 Sieg und 1 weiteres Podium
Beste Ergebnisse Liga: 14x Top 10 WT-Klassiker, davon 1 Sieg und 4 weitere Podien
:arrow: Rocky und Stuyven harmonieren sehr gut. Insbesondere bei Monumenten präsentiert sich Rocky sehr stark.

Marc Soler
Beste Ergebnisse Realität: 3x Top 10 WT-Rundfahrten, davon 1 Sieg, 2x Top 10 Kontirundfahrten
Beste Ergebnisse Liga: 2x Top 10 WT-Rundfahrten, 1x Top 10 Kontirundfahrten
:arrow: Meine Einschätzung: Hier habe ich das Gefühl, dass sowohl in echt, als auch in der Liga mehr möglich gewesen wäre.

Fazit: Rocky scheint ein Spezialist für die Klassiker zu sein. Für Rundfahrten fehlt ihm oft die Zeit. In der Gesamtbetrachtung gibt das bei mir eine 5 auf der Performance-Skala.


Der Ausblick: Die Weltmeisterschaft

Die WM findet in Flandern statt. Flandern? Das heißt doch Hellingen, KSP, Wind, oder? Beim Zeitfahren findet man davon gar nichts. Über das Zeitfahren gibt es wirklich nicht viel zu sagen. Es ist tellerflach. Ich denke, man stellt eine Prozentzahl ein und hofft, dass Fitness und Tagesform reichen. Mit Imola, wo Rohan Dennis letztes Jahr gewann, ist es jedenfalls nicht zu vergleichen.
Im Straßenrennen bekommt Titelverteidiger Alaphilippe in seinem vielleicht letzten Rennen für FDJ einen Kurs serviert, der nur zum Teil auf ihn passen dürfte. 268 km von Antwerpen nach Leuven sind zu befahren. Zahlreiche Hellingen und der eine oder andere KSP-Abschnitt machen es den Fahrern nicht leicht. Ich denke, dass Hügel und Ausdauer eine große Rolle spielen werden. KSP muss man auch können, aber ich denke so um die 70+ dürfte reichen. Meiner Meinung nach dürfte das eine Strecke für die Puncheure wie Van Aert, Van der Poel, Asgreen und Mohoric sein. Alaphilippe sollte von den Werten her auch in der Lage sein, um den Sieg mit zu fahren.


Veni, Vidi, Vici?-Rückblick

Mit Benelux und Kanada gab es gleich 3 Möglichkeiten, Punkte zu gewinnen. In Kanada sind wir alle am grandiosen Michal Kwiatkowski gescheitert. In Benelux dagegen lag uhri mit seiner Expertise richtig. Die Strafe für Timmy konntet ihr in den Gästebüchern von Trek und AG2R lesen. AG2R wusste bis dahin nicht mal, dass sie ein Gästebuch haben.

Gesamtstand:
Cunego 12 Punkte
Uhri 11 Punkte
Timmy 10 Punkte

Veni, Vidi, Vici?- WM ITT

Tellerflach, dafür braucht man keine Glaskugel, da hat Ganna nahezu ein Freilos. Glückwunsch, Bahrain!

Wout van Aert gewinnt die Heim-WM!

Küng hat nicht die Werte, um zu gewinnen, dafür hat Rene´die Power, um zu siegen! Der Herbst hat zurzeit einen Namen, und der heißt Rene´.

Veni, Vidi, Vici?-WM Straße

Nach der Teamwahl. "Ey, uhri, wir machst du das immer? Schon wieder minimal". Dann im Rennen: "Boah Pfeil unten, das wird nix. " Ihr ahnt es: Michal Kwiatkowski wird Weltmeister.

Die Strecken dürften ihm sehr gut liegen. Es ist seine Heim-WM. Wout van Aert wird zusammen mit uhri den Radsportthron erklimmen

Wenn Rocky da ist, geht der Weg nur über Mathieu van der Poel.

Benutzeravatar
uhri
Jumbo
Jumbo
Beiträge: 4779
Registriert: Mo Jul 25, 2016 9:58 pm

Re: Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

Beitrag von uhri » Do Okt 07, 2021 5:50 pm

Bild Alea iacta est-Lombardei Rundfahrt

Erinnert ihr euch noch an die WM? Die in Flandern? Erst knappe 2 Wochen her, aber gefühlt, schon eine Ewigkeit. Dennoch wollen wir natürlich noch mal den beiden Weltmeistern Filippo Ganna und Tiesj Benoot zu ihrem Titel gratulieren.
Die WM wird in unseren Tops und Flops noch mal zum Thema, wir bereiten uns auf die Lombardei-Rundfahrt vor und es gibt einige Beiträge zu Transfers und Drafts! Die vorletzte Ausgabe der Saison. Eine ziemlich lange Ausgabe. Also, holt euch nen Tee (und Timmy was zu Saufen), machts euch gemütlich und habt Spaß am Lesen.

Tops und Flops Weltmeisterschaft Einzelzeitfahren

+Lawson Craddock: Mit 15 Sek Rückstand auf die Medaillen Vierter zu werden, das mit Zeitfahren 74, das gebührt großer Anerkennung!

+Stefan Küng: Es war eine durchwachsene Saison für den Schweizer. Bei den Kopfsteinpflasterklassikern im Frühjahr lief es nicht rund für ihn. Bis in den August fuhr Küng eine schwache Saison. Doch seit dem soliden 5.Gesamtrang bei der Benelux Rundfahrt zeigt die Formkurve nach oben. Mit der Silbermedaille konnte "King Küng", wie ihn sein Manager nennt, einen richtig tollen Erfolg einfahren!

+ Wout Van Aert: Es ist wirklich unglaublich, was dieser junge Belgier alles so kann! Er hat keine einzige Schwäche. Wahnsinn was dieses Uhri Eigengewächs alles kann. WM Zeitfahren Dritter.

-Rohan Dennis: Rang 9 ist für den ehemaligen Zeitfahrweltmeister und Dominator natürlich viel zu wenig. Es scheint, dass er bei Gazprom nicht mehr voll motiviert ist. Es bleibt zu hoffen, dass er im kommenden Jahr mit vollem Elan zurückkehren kann.

-Primoz Roglic: Nach seiner Zeitfahraufwertung auf 78 konnte der Slowene vor dem Rennen sicherlich zum erweiterten Favoriten gezählt werden. Am Ende reichte es lediglich zu Rang 16. Aber es ist verständlich, dass der Toursieger nach einer tollen Saison in der er 2 GTs gefahren ist nun langsam müde wird.

-Kasper Asgreen: Der heimliche Zeitfahrgott nur Zwölfter. Movistar rutscht im Weltcup immer weiter ab. Israel sieht wieder eine Chance.


Tops und Flops Weltmeisterschaft Straße

+Tiesj Benoot: Natürlich ist der Weltmeister ein Top. Dazu im Heimatland. Aber ich nenne ihn hier nicht nur, weil er gewonnen hat. Sondern auch, weil er nicht nur stark war, sondern einfach aufgrund perfekter Streckenkenntnis und guter Taktik gewonnen hat. Der Angriff kam genau in der richtigen Kurve, wo alle anderen stehen. Besser gings nicht. Chapeau.

+Fred Wright: Der junge Brite war für mich die große Überraschung in den Top 10 der WM. Timmy erreichte auf Platz 10 mit seinem Schützling damit direkt hinter dem neuen Teamkollegen Peter Sagan das Ziel. Tolle Leistung!

+ Michał Kwiatkowski: Rene versucht schon seit einigen Jahren den Weltmeistertitel zu gewinnen. Leider ist er wieder „nur“ Zweiter geworden. Aber sein Kampfgeist ist nicht gebrochen. Nicht aufgeben Rene. Es ist nur noch eine Frage der Zeit! Bleibe dran!

-Team EF: Dani und sein Team sind für mich der Inbegriff der Klassikerspezialisten. Dani macht gefühlt meistens alles richtig, kennt die Strecken perfekt und setzt effektive Angriffe. Diesmal ging nichts. Enttäuschend.

-Julian Alaphilippe: Der Weltmeister von 2020 bewies mit seinem 2.Platz beim GP Montréal im Vorfeld der WM, dass die Form passt. Doch in Abwesenheit seines Teammanagers fuhr der Franzose schwach. Platz 36, vielleicht ist er mit dem Kopf schon bei seinem neuen Team Intermaché-Wanty-Gobert?

- Peter Sagan: Natürlich sind seine Werte nicht mehr weltmeisterlich und seine besten Jahre sind ebenfalls vorbei. Aber der Name Sagan steht einfach für großen Glamour. Deswegen ist Platz 9 für mich zu wenig.


Cunegos Draftanalyse

Die Draftpicks werden auf einer Skala von 1 (extrem schlecht) bis 10 (extrem gut) bewertet. Für die Bewertung spielt neben dem geschätzten Potenzial der Rennfahrer auch die Draftposition eine Rolle. Wenn also bspw. der 1.Pick mit 5 Pkt. bewertet wird, würde ein Team, welches exakt den gleichen Fahrer z.B. an Position 15 nehmen würde, etwas mehr als 5 Pkt. dafür bekommen. Der Pick wird also auch im Verhältnis zur Draftposition bewertet.

Pick 1: Cian Uijtdebroeks (Bora-Hansgrohe):
Der junge Belgier wagt im kommenden Jahr den direkten Sprung von den Junioren zu den Profis. Der Schritt von den Junioren zu den Profis ist ein sehr großer. Daher ist da auch eine gewisse Unsicherheit mit im Spiel wie gut er werden kann. Der Einzige, der bisher den direkten Sprung von den Junioren in die Weltspitze der Profis geschafft hat, war Remco Evenepoel. Ganz so überragend wie Evenepoel fuhr Uijtdebroeks in den Juniorenkategorien aber nicht, dennoch ist er ein sehr großes Talent. Besonders in den Bergen und im Zeitfahren scheint enormes Potenzial da zu sein.
Bewertung: 7/10

Pick 2: Tobias Halland Johannessen (Israel Start-Up Nation):
In seiner ersten kompletten Saison auf der Straße konnte der ehemalige Mountainbiker und Crosser tolle Ergebnisse in Serie einfahren. Der junge Norweger ist in den Bergen sehr stark und dürfte das größte Rundfahrertalent des diesjährigen Drafts darstellen. Wenn man ein großes Bergtalent sucht, ist man hier genau richtig. Da hat Timmy eine sehr gute Wahl getroffen!
Bewertung: 9/10

Pick 3: Maurice Ballerstedt (Lotto-Soudal):
uhris Meinung: Ballerstedt als Pick 3. Da muss ich schon schlucken. Noch mehr, wenn ich sehe, wen er dafür abgegeben hat. Ballerstedt ist Cunego mindestens so viel wert wie Cavagna, van der Sande und Großschartner. Cunego muss in ihm also einen kommenden Kapitän sehen. Kurz und bündig: Ich sehe das nicht. Mit Alpecin hat er sicher ein gutes Team zur Weiterentwicklung gewählt, aber mehr als einen Nikias Arndt oder Jannik Steimle sehe ich in ihm bisher nicht. Einer, der mal was gewinnen kann, aber im Schatten anderer stehen wird.
Bewertung: 3/10

Pick 4: Luke Plapp (Groupama-FDJ):
Der junge Australier kommt von der Bahn. Der Vize-Weltmeister der U23-WM im Einzelzeitfahren scheint großes Potenzial im Kampf gegen die Uhr zu haben. Auf der Straße hingegen ist er bislang kaum internationale Rennen gefahren. Also ist sein Potenzial da sehr ungewiss. Bei Ineos stellt sich dann die Frage ob er da als Helfer verheizt wird oder so mega gut wird, dass er sogar bei Ineos Freiraum erhält. Da bin ich nicht sicher. Insgesamt sicherlich ein solider Pick.
Bewertung: 6/10

Pick 5: Laurenz Rex (Movistar):
Laurenz Rex hat mit seinem 21.Platz bei Paris-Roubaix mit erst 21 Jahren ein eindrucksvolles Ergebnis vorzuweisen. Allerdings hat er ansonsten eigentlich noch nie irgendwo wirklich gute Resultate einfahren können. War Paris-Roubaix nun der erste Schritt einer großartigen Entwicklung oder nur ein Ausreißer, bei einem Rennen was aufgrund der Wetterverhältnisse ziemlich chaotisch ablief? Ich bin nicht sicher, bin aufgrund der nicht so tollen Ergebnisse bei den anderen Rennen aber nicht so überzeugt. Vielleicht irre ich mich, aber ich habe das Gefühl für einen so frühen Pick ist das eine eher mittelmäßige Wahl.
Bewertung: 4/10

Pick 6: Finn Fisher-Black (UAE Team Emirates):
Der junge Neuseeländer scheint ein guter Allrounder zu sein. Er hat bereits sein Potenzial im Zeitfahren, in Anstiegen und bei Klassikern andeuten können und das mit gerade mal 19 Jahren. Was für ein Fahrertyp er letztendlich wird oder ob er ein Allrounder bleibt kann ich nicht abschätzen. Aber er scheint großes Potenzial zu haben.
Bewertung 8/10

Pick 7: Mick van Dijke (Jumbo-Visma):
Wie auch Halland Johannessen ist der junge Niederländer bis vor kurzem Cross und Mountainbike gefahren. Er scheint großes Potential in allen Bereichen zu haben. Er kann Klassiker, Sprints, Anstiege, Zeitfahren, einfach alles. Für mich ist er das größte Talent im diesjährigen Draft. Ich denke uhri wird in Zukunft noch viel Spaß mit Mick van Dijke haben. Dass uhri ihn an Position 7 noch bekommen hat, macht ihn für mich zum großen Gewinner der 1.Draftrunde!
Bewertung: 10/10

Pick 8: Filippo Zana (Ineos Grenadiers):
Der Italiener konnte dieses Jahr in seinem letzten U23 Jahr in den Bergen sein Potenzial zeigen. Er ist schon seit 2020 in einem Profiteam unter Vertrag und fuhr schon 2x den Giro, jedoch jeweils eher unauffällig. Ob er seine Kletterfähigkeiten auf höchstem Niveau bestätigen kann, muss sich noch zeigen.
Bewertung: 6/10

Pick 9: Mattias Skjelmose Jensen (AG2R Citroen):
Nach einer eher durchwachsenen Zeit als U23 Fahrer konnte der Däne in seinem ersten Profijahr sowohl in den Bergen als auch im Zeitfahren einen großen Leistungssprung machen. Der 21-jährige konnte über das gesamte Jahr hinweg gute Leistungen bei vielen Profirennen zeigen und deutete damit sein Potenzial als zukünftiger Rundfahrer an. An Platz 9 finde ich diesen Pick sehr gut.
Bewertung: 8/10

Pick 10: Filippo Baroncini (Bahrain Victorious):
Dass der amtierende U23-Weltmeister und U23-Vize-Europameister so spät gepickt wird, hätte ich nicht erwartet. Der junge Italiener zeigte neben herausragenden Klassikerleistungen auch, dass er sehr gut zeitfahren kann und auch im Sprint bestehen kann. Für die relativ späte Pickposition ist das ein herausragender Pick!
Bewertung: 9/10

Pick 11: Javier Romo (Astana-Premier Tech):
Der 22-jährige Spanier war bis vor kurzem noch Triathlet. In seiner ersten Profisaison konnte er schon zeigen, dass er bei Anstiegen Potenzial besitzt. Wie groß dieses Potenzial ist, kann ich schwer abschätzen. Er scheint auf jeden Fall ein vielversprechender Fahrer zu sein und auf Draftposition 11 ist dieser Pick sehr ordentlich.
Bewertung: 7/10

Pick 12: Victor Lafay (Cofidis):
Mit dem 25-jährigen Franzosen hat Basti den erfahrensten Fahrer in der 1.Runde verpflichtet. Der Mann, der in echt auch dem Cofidis Team angehört, konnte dieses Jahr einige gute Resultate bei mittellangen Anstiege einfahren. Das Potenzial zu einem Topfahrer sehe ich bei ihm nicht.
Bewertung: 5/10

Pick 13: Simon Carr (EF-Eduction Nippo):
Der 23-jährige Brite bestritt dieses Jahr seine erste Saison als Profi bei EF. Dabei konnte er immer wieder sein Potenzial als Kletterer aufblitzen lassen. Wenn er in seine Leistungen in Zukunft noch mehr Konstanz bringen kann, dann kann aus ihm ein sehr guter Bergfahrer werden. An Position 13 ein guter Pick.
Bewertung: 7/10

Pick 14: Henri Vandenabeele (BikeExchange):
Der junge Belgier zählt spätestens seit letztem Jahr zu den größten Bergfahrertalenten. Jedoch fuhr er dieses Jahr abgesehen vom Baby-Giro, wo er wie im Vorjahr glänzen konnte, eine eher durchwachsene Saison. Bei der Tour de l'Avenir stieg er vorzeitig aus, daher konnte man dort sein Potenzial nicht bewerten. Wie gut ist er wirklich? Kann er seine Topleistungen aus der U23-Kategorie, besonders von 2020, auch bei den Profis erreichen? In den nächsten Jahren wird sich zeigen wie groß sein Potenzial als Rundfahrer wirklich ist. An Position 14 ist das auf jeden Fall ein klasse Pick.
Bewertung: 8/10

Pick 15: Arnaud de Lie (Deceunick-Quick Step):
Der 19-jährige Belgier hat in seinem ersten U23-Jahr bereits einige Erfolge einfahren können. Der junge Belgier knüpfte damit nahtlos an seine sehr gute Juniorenkarriere an. Besonders in den Sprints scheint er sehr gut zu sein, aber auch für Klassiker scheint er ein Talent zu haben. Ich muss zugeben, ich habe bei meiner eigenen Draftpickwahl sehr lange zwischen Ballerstedt und de Lie geschwankt. Am Ende hat mein Bauchgefühl irgendwie für Ballerstedt entschieden, wenngleich mein Scouting-Instinkt bei de Lie noch größeres Talent vermutet. Ich war auf jeden Fall sehr überrascht, dass Arnaud de Lie erst so spät ausgewählt wurde. Für diesen Draftzeitpunkt ist er ein hervorragender Pick!
Bewertung: 9/10

Pick 16: Johan Price-Pejtersen (Intermarché-Wanty-Gobert):
Der junge Däne scheint eine echte Zeitfahrmaschine zu sein! Er ist amtierender Welt- und Europameister der Klasse U23 im Einzelzeitfahren. Allerdings muss man anmerken, dass das dänische Nachwuchsprogramm dafür bekannt ist in den Nachwuchsklassen viele gute Zeitfahrer zu haben, von denen die wenigsten ihr in den Nachwuchsklassen angedeutetes Zeitfahrpotenzial in der Elitekategorie bestätigen können. Daher bin ich unsicher, ob er wirklich mal zu einem absoluten Topzeitfahrer wird. Bei den Straßenrennen muss man sagen, ist er Stand jetzt wirklich sehr schwach. Da konnte er bislang absolut gar keine hoffnungserweckenden Leistungen zeigen. Dennoch ist es natürlich ein solider Pick, so spät in der ersten Draftrunde den Zeitfahrdominator der U23 zu holen.
Bewertung: 6/10

Pick 17: Erik Fetter (DSM):
Der ehemalige Mountainbiker konnte in diesem Jahr einen großen Leistungssprung verzeichnen. Er hat sowohl bei Klassikern, bei Anstiegen als auch im Zeitfahren ein gewisses Potential andeuten können. Ich denke diesmal hat Jonas nicht nur einen lustigen Namen verpflichtet. Falls er in echt das richtige Team findet, kann er vielleicht mal ein wirklich guter Fahrer werden.
Bewertung: 7/10

Timmys Analyse: Good Transfer vs. Bad Transfer

:arrow: Good Transfer: Es sind schon einige Deals passiert. Drei Deals bleiben aber für mich irgendwie immer in guter Erinnerung! Und dieser Keldermanndeal hat sich knapp vor dem Asgreen- und Evenepooldeal durchgesetzt. Ich nenne es den Fairnessdeal überhaupt. Ich denke, alle Parteien haben hier einen guten Deal bekommen und für meinen Cousin freut es mich, dass er einen Bora Fahrer und sogar den Tour de France Fünften Wilco Keldermann bekommen hat. Mit diesem Fahrer hätte er neben Buchmann eine ganz gute Doppelspitze, um sich bei den WT-Rundfahrten weit vorne positionieren zu können.

Uhri hat endlich seinen Jumbofahrer und Zeitfahrspezialist Rohan Dennis bekommen. Nach dem Karriereende von Tony Martin macht diese Verpflichtung nur Sinn und der Preis dafür war auch für den ehemaligen Topzeitfahrer in Ordnung.

Stefan kann auch nicht klagen. Er hat gutes Geld und einen mittelmäßigen Bergfahrer erhalten. Das sind Fahrer, die er wegen seiner Gehaltsstruktur gerne sucht und möchte. Außerdem ist skandinavisch gerade im Trend.

Wie oft ich mir diesen Transfer so ansehe, umso mehr bin ich der Meinung, das war der fairste Transfer in dieser Saison!

:arrow: Bad Transfer: Gibt es wirklich einen schlechten Deal? Mir fällt immer auf, dass man verstärkt Transfers kritisiert. Besonders die großen Teams neigen dazu, die kleinen Teams zu kritisieren. Doch was sollen die kleinen Teams auch machen, sie müssen halt mehr in die Waagschale werfen, um einen Fahrer aus dem „unteren Regal“ zu erhalten. Einige der Topteams waren selber mal kleine Teams, haben aber den Bezug zu dem unteren Drittel völlig verloren. Ich nenne es mal realitätsfremd.
Deswegen wird hier mal ein großes Team leicht kritisiert und Topmanager und Milchliebhaber Cunego muss uns mal erläutern, wieso er für den Pick (2 Platz hinter Philipp)
Felix Großschartner, Rémi Cavagna und Tosh van der Sande plus zusätzlich noch 750.000 € an DSM abgegeben hat. Wirklich alles für Maurice Ballerstedt? Ich gebe zu, ich finde diesen Fahrer ebenfalls interessant. Aber was weiß wieder Cunego, was wir nicht wissen? Oder gab es andere Gründe? Ich denke, er hat einfach mal wieder sein großes Herz geöffnet wie im letzten Jahr und hat Liebling Jonas einfach mal richtig schöne Geschenke gemacht! Oder?


Akkez Gastkolumne: Timmys Transferstrategie: Aus Neu mach Alt.

Wie angekündigt wird hier Timmys "Transferstrategie" zerrissen. Warum die Anführungszeichen? Ganz einfach: Ich glaube Timmy hat keinen Plan, was er tut.
Timmy hat sich zwar gewünscht, dass ich seine Möglichkeiten einbeziehe. Da ich dieses Jahr quasi den Markt nur nach Sprintern sondiert habe, kenne ich keine Marktpreise.

Cunego hat in seiner Bestrafung dieses Jahr Timmy ein entscheidendes Jahr in seinen Transfers vorausgesagt. Nachdem die Transferphase läuft und Timmy ein paar Transfers gemacht hat, können wir glaube ich einen kleinen Rückblick wagen.
Lasst uns sehen, was Timmy in der Vergangenheit gekauft hat und was er dafür abgegeben hat.
Timmy hat das Team im November 2017 übernommen, also müssen wir erst ab 2018 bewerten ;)

2018
Zugänge: Tom van Asbroeck und Yoann Offredo
Abgänge: Koen de Koert, Roberto Ferrari und Kutznetsov

Sind wir mal ehrlich: Falsch hat er nichts gemacht. Es wurde weder viel Qualität abgegeben, noch was dazu geholt. In die Zukunft wurde allerdings nicht investiert, von daher ein kleiner Kritikpunkt.
Extra Draft: Moschetti
Eindeutig der beste Fahrer, den Timmy nehmen konnte. Timmy hat dadurch wahrscheinlich seine besten Transfers gemacht.

Auktionen
Fausto Masnada: 1,3 mio
In Retrospektive ein guter Zug, Masnada zu holen. Er hatte erst 2019 sein großes Jahr. Auktionspreise sind immer sehr inflationär. Von daher ein guter Zug, einen Fahrer zu verpflichten, der schon ein paar Ergebnisse hat und man nicht nur hoffen muss, was aus ihm wird. Eine gute erste Auktion. Eventuell hätte man mehr machen können. Das ist allerdings schon Meckern auf hohem Niveau. Immer noch einer von Timmys Leistungsträgern.

2019
Zugänge: Bouhanni für 100k, 2018 gewinnt Bouhanni seine erste GT Etappe seit 2014. 2019 wird er bei Cofidis ausgebootet. Viviani kommt für 2020. Zu dem Preis muss man einfach zuschlagen.
Cimolai 500k, gute Saison 2019, Israelfahrer, absolut nachvollziehbarer und guter Transfer.
Abgänge: Verlassen haben das Team lediglich russische Altlasten aus Katusha-Zeiten. Definitiv kein Verlust.
Der einzige echte Transfer war einen unterbewerteten Morkov abzugeben und Nizzolo zu bekommen.

Auktionen
A. Bagioli: 1,5 mio
Giovanni Leonardi
(Mattew Walls)
Fred Wright
Nicolas de la Valle

Das erste Timmy-Debakel. Anti-Soudal Regeln zwingen Timmy einen seiner U23 Fahrer direkt nach der Auktion wieder zu entlassen. Walls ohne WT Vertrag 2020 oder Wright der bei Bahrain in der WT ist. Er entscheidet sich für Walls.
Damit bleiben noch Bagioli. Ordentlicher Fahrer, kein Überfahrer. Durch den Wechsel zu Quickstep kann man den Preis immer bezahlen.
Ohne nachzuschlagen: Welcher der Leser kennt ein Ergebnis oder das aktuelle Team von Leonardi oder de la Valle?

Das Fazit des Jahres: Transfers gut. Bei den Auktionen wäre Qualität statt Quantität zu empfehlen.

2020
Habt ihr euch noch gemerkt wen Timmy letztes Jahr verpflichtet hat?
Richtig Bouhanni, Nizzolo und Bagioli. Alle drei sollen nach Wunsch von Timmy direkt wieder gehen.
Bouhanni, Oss und Geld verlassen das Team für Chris Froome.
Dabei hatte Timmy mit Bouhanni ein gutes Jahr und in Realität tut ihm der Teamwechsel gut. Froome dagegen hat 2017 das letzte mal Leistung gezeigt und fährt gegen eine Wand und ist fraglich ob er jemals wieder im Feld ein Rennen beenden wird. Oss ist an der Seite von Sagan nur noch ein Schatten seiner selbst. Neben Golden Greg konnte er noch scheinen, von daher kein echter Verlust für Timmy.
Insgesamt gibt der emotionale Timmy hier einen ihm am Herzen liegenden Fahrer ab und bietet sich als Atommüllendlager für Froome an.

Nizzolo und Moschetti gehen für Enric Mas.
Fast exakt das Gegenteil des anderen Transfers. Moschetti fährt im Schnitt 4 Monate pro Jahr kein Rad, weil er sich verletzt. Nizzolo scheint seine besten Zeiten hinter sich zu haben und auf dem Weg zur Bedeutungslosigkeit zu sein. Enric Mas dagegen ist ein etablierter Rundfahrer, der 2020 mit 25 3Gts in den Top 5 beendet hat. Zwar sieht er schon 2020 nicht mehr so aus, als ob er eine GT gewinnen wird. In der Liga wird seine Fahrweise allerdings häufig mit Topwerten bewertet.

Bagioli ist Timmys "Nazisilber". Woher weiß ich, dass Timmy ihn loswerden wollte? Geheime Quellen des Autors berichteten davon, dass Timmys Bagioli und sehr sehr viel Geld abgegeben werden sollten um Dumoulin zu verpflichten.
Ligamanagern wird Dumbo mit seinen 9 Vueltaetappensiegen in Erinnerung geblieben sein. Tatsächlich läuft es bei Dumbo schon seit 2018 nicht mehr so flüssig und er scheint seine bester Zeit hinter sich zu haben.

Was hat Timmy 2020 außer seinen 2019 Verpflichtungen noch transferiert?
Aru und Debusschere kommen für Thomas de Gendt und Tim Declerq.
Sagen wir es so: Wer den Radsport liebt, kann nicht de Gendt und Declerq abgeben.
Dafür kommen nur Aru, den ich nur aus Memes über sein Painface kenne, weil ich erst seit 2016 wieder intensiv Radrennen sehe und er 2015 das letzte gute Jahr hatte und Debusschere, der in der Liga bei Cunego funktionierte. Wo er in Realität aktuell fährt, weiß wahrscheinlich auch keiner, weil er so irrelevant ist.

Die letzte Verpflichtung reiht sich sehr gut in das Bild der anderen Transfers:
Bennett G. kommt für Padun +1,5 mio.
Bennett war 2020 schon als Helfer nicht präsent. 1,5 Mio wären aus meiner Sicht schon gut bezahlt. Dafür gibt Timmy zusätzlich in einem überalterten Team eines seiner wenigen "Talente" ab. 2020 war Padun schon ziemlich auf dem absteigenden Ast. Bennett auch. Von daher ist Timmy hier 6 Jahre und 1,5 mios losgeworden. Ein Tausch oder nur Geld wäre einzeln okay gewesen. Beides einfach zu viel.

Auktionen:
Aleotti 1,8 mio
Fedeli
Mozzato
Prodhomme
Norsgaard
Fangen wir mit dem positiven an. Mozzato scheint Sprintexperte Akkez übersehen zu haben. Aleotti ist als L´avenir Zweiter 2019 und Babygiro Vierter 2020 ein Schnäppchen.
Hier muss man nur auch wieder die Frage stellen: Wer sind Prodhomme und Fedeli und wo fahren die?
Bei Norsgaard weiß man eventuell noch, dass er bei Movistar fährt.

Timmys Transfers haben einen klaren Trend: Alles raus, was neu reinkam und Fahrer verpflichten, deren Ergebnisse so lange zurück liegen, dass sie in der Liga nicht mehr zählen.
Bei den Auktionen punktet Timmy mit Fahrern, die andere übersehen haben.
Der Autor des Beitrags muss sich immer noch beleidigen lassen, dass es nur Mas war und nicht Remco, den er bekommen hat.

Kommen wir endlich zu 2021 und warum ich glaube, dass Timmys Team mit der aktuellen Methode kein Topteam wird.
Der einzige Transfer bisher (als der Artikel geschrieben wurde, Anm. der Redaktion):
Sagan kommt. G.Bennett, Geschke und Norsgaard gehen.
Wer hätte es gedacht? Timmy gibt zwei Fahrer ab, die gerade erst kamen und Geschke, einer der echten Leistungsträger von Timmy.
Auf der anderen Seite auch alles wie gehabt. Sagan, seit mindestens 3 Jahren im Sprint nicht mehr konkurrenzfähig. Das letzte Ergebnis auf Pflaster Roubaix 2019 zählt in der Liga nicht mehr voll.
Dazu wechselt Sagan zu einem Team, was dafür bekannt ist, dass alle Fahrer dort noch schlechter werden. (Terpstra, EBH)

Wahrscheinlich wurden die anderen Einkäufe auch angeboten. Aru hat seine Karriere beendet. Froome will wahrscheinlich wirklich keiner mehr. Mas sollte bestimmt in einem gescheiterten Alaphillipe Transfer gehen.

Nach Jahren des Werteverlustes gibt Israel endlich Zakarin ab. Zusätzlich gehen Canola und Nych. Dafür kommt wahrscheinlich zu viel Geld zu Israel.
Gleichzeitig wird Baptiste Planckaert über Marktwert verkauft.

Die guten Verkäufe werden mit der Aktion zunichte gemacht, die mich zum Verfassen dieses Romans veranlasst haben.
Bei der Recherche habe ich erstmal festgestellt, so schlecht wie ich dachte ist Timmy bei Auktionen gar nicht.
Mein Eindruck, dass Timmy seinen Pick in einem Transfer hätte eintauschen sollen, bleibt trotzdem.
Erfolg hatte Timmy bei Auktionen immer bei Fahrern, die andere Teams übersehen haben.
Transfergewinn und ein Juwel finden wäre aus meiner Sicht deutlich besser gewesen, als teuer von Platz 3 auf Platz 2 zu traden.
Mit Jumbo für Mollema für Platz zu tauschen hätte deutlich besser ins Gesamtbild gepasst.

End-Fazit:
:arrow: Nach all dem Text finde ich, Timmy hätte oft einfach gar keine Transfers machen sollen und hätte jetzt ein besseres Team.
Ich rechne jeden Moment mit einem Angebot für Valverde.


Der Ausblick: Lombardei Rundfahrt

In den letzten Jahren führte die Lombardeirundfahrt jeweils von Bergamo nach Como. Doch in diesem Jahr wurden Start und Ziel getauscht. Der Start erfolgt in Como, das Ziel liegt in Bergamo. Auf dem Parcours gilt es einige Anstiege zu erklimmen, alle Anstiege wurden zum Vorjahr ausgetauscht. Auch die legendäre Muro di Sormano, an der das Rennen zumeist explodierte, fehlt dieses Jahr als Schlüsselstelle. In diesem Jahr dürfte der Passo di Ganda, dessen Gipfel 32km vor dem Ziel liegt, das größte Hindernis darstellen. Dieser Anstieg weist eine Länge von 9,7km bei einer durchschnittlichen Steigung von 6,9 % auf. Sollte dort noch keine Entscheidung fallen, bietet auf den letzten Kilometern nur noch der kurze Anstieg zum Colle Aperto eine Möglichkeit, um einen Sprint auf dem abfallenden Finale nach Bergamo zu verhindern. Es bleibt abzuwarten, wie die neue Streckenführung den Rennverlauf verändert. Jedenfalls wurde bei uns der Berganteil zum Vorjahr von 35 % auf 45 % erhöht. Also wird neben Hügel- und Ausdauerwert der Bergwert dieses Jahr noch etwas an Bedeutung gewinnen im Vergleich zu den letzten Austragungen von Il Lombardia.

Veni, Vidi, Vici?-Rückblick

Die WM bot 2 Chancen um Punkte zu erzielen. Jetzt im Endspurt ist natürlich jeder Punkt doppelt wichtig. Auf der Straße hat niemand auf Tiesj Benoot getippt. Im Zeitfahren hat sich uhri mit einem billigen Ganna-Tipp einen Punkt sichern können. Die Strafen seht ihr oben...

Gesamtstand:
Cunego 12 Punkte
Uhri 12 Punkte
Timmy 10 Punkte

Bei noch 2 zu vergebenen Punkten bleibt es eng. Timmy kann noch ausgleichen.

Veni, Vidi, Vici?- Lombardei Rundfahrt

Michael Woods hat mir in Phase 20 angedeutet, dass er Fitness haben könnte. Gegen Hirschi wird er normal keine Chance haben, ich setze dennoch auf ihn.

Jakob Fuglsang: Im Frühjahr hat der Däne bereits bei italienischen Klassikern voll abgeräumt. Die Lombardei Rundfahrt dürfte ihm sehr gut liegen. Er ist mein Siegtipp.

Hirschi ist für mich der große Favorit am Sonntag. Zurzeit fährt er in der Phase 20 alles in Grund und Boden.
Beim Eintagesrennen Giro dell´Emilia hat er im Bergsprint den Andrea geschlagen. Andrea war so gut drauf gewesen, dass das eigentlich hätte nie passieren dürfen!
Außerdem möchte Cunego mit dem letzten Klassikersieg in diesem Jahr in die Winterpause gehen. Wir sollen uns also über den ganzen Winter nochmal ärgern, wie stark eigentlich seine Macht ist.
Hoffen wir auf die Rückkehr von Del Torro zu Quick Step ;)

Benutzeravatar
uhri
Jumbo
Jumbo
Beiträge: 4779
Registriert: Mo Jul 25, 2016 9:58 pm

Re: Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

Beitrag von uhri » Do Okt 14, 2021 7:48 pm

Bild Alea iacta est-Tour of Guangxi

Zum Ende der Saison geht es nach Asien. Während die Tour of Guangxi wie im Vorjahr in der Realität der Corona-Pandemie zum Opfer fällt, bildet sie bei uns den krönenden Abschluss der World-Tour-Saison. Das bedeutet, dass diese Ausgabe des Triumvirats zugleich die letzte reguläre Ausgabe in diesem Jahr sein wird.
Wir blicken zurück auf die Lombardei-Rundfahrt, Timmy stellt uns nur für ihn interessante Strafaufgaben und uhri löst auf, welche Manager am besten performen!

Tops und Flops Lombardei

+Gino Mäder: Bisher ist er mir als reiner Bergfahrer aufgefallen. Hier weiß er endlich auch mal bei einem Klassiker zu überzeugen. Und das nur knapp hinter seinem Kapitän Cosnefroy!

+Andrea Vendrame: Er war bis zum Schluss in der Topgruppe vertreten und kam mit einem soliden 11.Platz ins Ziel. Nicht schlecht mit diesen Werten!

+ Pello Bilbao: Was hat der kleine Spanier da vorne zu suchen? Richtig, Jonas hat mal wieder richtig wichtige WT Punkte eingesammelt. Ich habe mit vielem gerechnet, aber nicht, dass Pello Vierter wird! Hut ab, mein junger alternativer Freund.

-Vorhersehbarkeit: Ich denke 99 Prozent der Liga wussten vorher wer gewinnt. Hirschi war in dieser Fitnessphase schlichtweg unschlagbar (außer er bekam Pech). Es kam also, wie es kommen musste. Gäääääähn. Vor allem im Vergleich zu seinen Leistungen in echt sollte man sich die Frage stellen, ob es nur an Cunegos Fähigkeiten liegt, oder Marc Hirschi einfach total überbewertet ist.

-Davide Formolo: Nach einem guten Herbst konnte man ihn zum erweiterten Favoritenkreis zählen. Jedoch reichte es am Ende nur zu Rang 25 für ihn.

- Andrea Bagioli: Es sollte seine Phase werden, seinen Einstieg in eine tolle RSM Karriere. Leider ist er bei seiner ersten Lombardei-Rundfahrt "nur" 19. geworden. Somit muss Israel um seinen 11. "Schwanzvergleichplatz" richtig zittern! Ohje Andrea, dass kannst du doch besser.


Uhris Analyse: Die Gene des Anders Halland Johannessen

"Anders ist besser". So wirbt ein deutscher TV-Sender. Doch gilt das auch im Radsport? Wir wollen uns auf Timmys Wunsch mit der Frage befassen, ob Anders Halland Johanessen genauso gut wie sein Zwillingsbruder Tobias ist, und was die Gene für seine Fähigkeiten bedeuten.
Zunächst mal: Tobias und Anders sind eineiige Zwillinge. Ihr genetischer Code ist daher nahezu identisch. Sie sehen fast gleich aus, lediglich ein Muttermal lässt die beiden auseinander halten. Ihr Werdegang ist auch nahezu identisch.
Die Brüder wuchsen in einer Gärtnerfamilie auf. In dem Unternehmen mussten sie viel mithelfen, sie wissen also, was harte Arbeit bedeutet. Früh haben sie die Leidenschaft fürs Radfahren entwickelt. Beide gingen dabei einen nahezu gleichen Weg. Vom Mountainbike-und Crossport zum Straßenradsport. Man muss aber dazu sagen, dass Tobias meist der erfolgreichere war. Er wurde Juniorenmeister in Norwegen 2016 und 2017 auf dem MTB und nationaler Meister 2018 und 2019 im Cross, während Anders "nur" Zweiter im Cross 2019 wurde.
Auf der Straße konnte Anders dagegen mit dem zweiten Platz bei den norwegischen U23-Meisterschaften 2020 den ersten Erfolg für die Familie verbuchen. Natürlich überstrahlt hier aber mittlerweile Tobias mit dem zweiten Platz beim Baby Giro und dem Sieg bei der l'Avenir seinen Zwillingsbruder. Aber man sollte Anders nicht kleiner machen, als er ist. Ein 9. Platz bei der Tour of Turkey war schon klasse, ein 8. Platz beim Baby Giro und ein 7. Platz bei der l'Avenir, wo er viel arbeiten musste für seinen Bruder, und dennoch eine Etappe gewann, zeigten sein Talent und seine Stärke.

Nun aber zur Genetik. Wie wir wissen, sind eineiige Zwillinge genetisch nahezu identisch. Doch das heißt natürlich nicht, dass sie bis an ihr Lebensende gleich sind. Es sind doch die Erfahrungen, die Umgebung und im Sport speziell das Training, was aus den Menschen macht, was sie sind. Interessant ist, dass auch dies bei Tobias und Anders nahezu gleich ist. Beide hatten denselben Werdegang, leben zusammen, teilen Freunde zusammen, haben den gleichen Trainingsplan etc. Wie wichtig das für die Einschätzung ist, zeigt die Zwillingsstudie von Hugo und Ross Turner. Die beiden waren ähnlich trainiert, bis sie für 2 Monate einen völlig unterschiedlichen Trainingsweg gingen. Der Eine trainierte seine Muskeln mit Gewichten, der Andere nur mit dem eigenen Körpergewicht. Alle anderen Faktoren wie Ernährung, Traininsgzeiten etc. waren nahezu identisch. Was kam heraus? Sie waren anschließend körperlich doch deutlich unterschiedlich fit. Der eine hatte mehr Muskelmasse zugelegt, der Andere wurde beweglicher und ausdauernder.
Wie ist es denn bei den Hallands? Den Aussagen des Trainers zufolge zeigen die Tests bei ihnen nahezu gleiche Ausdauer-und Sauerstoffaufnahme-sowie Kraftwerte. Körperlich sind sie nahezu gleich.
Was unterscheidet sie? Während Tobias mehr der Draufgänger ist, ist Anders taktischer, ja zuweilen etwas zögerlicher unterwegs.
Zeigt auch: Der Charakter prägt natürlich auch die Ergebnisse.

Timmy wollte noch gerne wissen, ob Anders ein würdiger Zweitrundenpick wäre. Klare Antwort: Ja! Und wenn er nicht zu Israel geht, ist das ein menschlicher Affront. Eineiige Zwillinge reißt man nicht auseinander.


Cunegos Analyse: Umbas Verletzungen und deren Folgen für seine Karriere

Ich muss zugeben, bevor ich die Aufgabe erhielt, wusste ich gar nicht, dass Umba überhaupt verletzt ist. Laut Procyclingstats hat der junge Kolumbianer eine Radiusfraktur. Was für eine Art Fraktur er sich zugezogen hat, konnte ich nicht rausfinden, allerdings denke ich, dass so eine Verletzung absolut keine Folgen für seine Karriere haben wird. Knochen sind eine Struktur, die in der Regel nach der Heilung wieder zu 100% die Belastungsfähigkeit von vor der Verletzung erreichen.

Umba ist mit 18 Jahren noch enorm jung und es ist noch schwer vorherzusagen, wie gut er eines Tages mal werden kann. Er hat für sein junges Alter sicherlich schon Ergebnisse einfahren können, die ihn zu einer vielversprechenden Alternative für den Draft machen. Daneben muss man hier natürlich die Opernsängerin-Affäre nennen. Wir erinnern uns alle: Stefan kündigte frühzeitig an, dass eine anonyme Opernsängerin bei ihm einsteigen würde und Umba der auserkorene Nr.1-Pick des Drafts werden würde. Doch dann kam es zum Skandal: Stefan springt von der 1.Draftrunde ab. Und der junge Umba wurde einfach von niemandem gewählt, von Niemandem! Das wirft viele Fragen auf. Will niemand Umba? Wo ist die Opernsängerin? Kann das Team, welches Umba verpflichtet, auch gleich die Opernsängerin als Sponsor bei Gazprom abwerben?

Timmy möchte noch, dass ich eine "Cunegobewertung" abgebe, die Umba erhalten würde, wenn er in Runde 2 an Position 2 gepickt werden würde. Bewertung: 8/10.


uhris Kolumne: Liga vs. Realität: Die große Performance-Analyse

Heute wollen wir uns im großen Finale der Performance-Analyse Bike Exchange und Bora widmen. Anschließend präsentieren wir euch das Abschluss-Ranking. Wer hats drauf? Wer holt aus seinen Fahrern zu wenig raus?

BikeExchange

Richie Porte
Beste Ergebnisse Realität: 6x Podium WT-Rundfahrten, davon eine GT, davon 2 Siege; 1x Top 10 WT-Klassiker
Beste Ergebnisse Liga: 6x Podium WT-Rundfahrten, davon eine GT, davon 2 Siege
:arrow: Meine Einschätzung: Sieht ziemlich gleich aus, oder? Ich muss aber hinzufügen, dass Rene noch viele weitere Top 10 Plätze bei WT-Rundfahrten vorzuweisen hat. Bei uns gibts halt keine Verletzungen...

Stefan Küng
Beste Ergebnisse Realität: 8 ZF-Siege, 6x Top 10 WT-Klassiker, 2x Top 10 WT Rundfahrten
Beste Ergebnisse Liga: 3 ZF-Siege, 3x Top 10 WT-Klassiker
:arrow: Meine Einschätzung: Das sieht natürlich eklatant schlecht aus. Aber ich muss Rene etwas in Schutz nehmen. Seine ZF-Bewertung war lange viel zu niedrig, bzw. er musste oft gegen Leute antreten, die einfach so hohe Werte hatten, dass sie nahezu Freilose hatten (Dennis, Ganna). Aber auch bei den Klassikern ginge mehr.

Matej Mohoric
Beste Ergebnisse Realität: 8 Profisiege, 4x Top 10 WT-Klassiker, 1 Sieg WT-Rundfahrten
Beste Ergebnisse Liga: 14 Profisiege, 7x Top 10 WT-Klassiker, davon 2 Siege, 2x Top 10 WT-Rundfahrten
:arrow: Meine Einschätzung: Was Rene bei Küng verliert, macht er hier mehr als wett. Was man hier nicht sieht: Rene hat aus ihm einen großartigen Kirmesfahrer gemacht und mit ihm u.a. in Deutschland und Großbritannien große Erfolge gefeiert.

Fazit: Mit Porte solide, mit Küng schwach, mit Mohoric sehr stark. Ich habe bei ihm einige mildernde Gründe zu berücksichtigen. Daher eine 6 auf der Performance-Skala .

Bora
Wir beachten die Jahre 2019 und 2020

Emanuel Buchmann
Beste Ergebnisse Realität: 1 Sieg Kontiklassiker, eine weitere Top 10 Kontiklassiker
Beste Ergebnisse Liga: 6x Top 10 WT-Rundfahrten, 2x Top 10 Kontirundfahrten
:arrow: Meine Einschätzung: Puh, Phil du wärst ein Gott...wenn da nicht alte Werte eine große Rolle spielen würden. Denn in echt hat Buchmann einfach fast gar nichts vorzuweisen in den letzten 2 Jahren, davor aber umso mehr. Da unserere werte extrem träge sind, profitiert er bei uns sehr lange. Trotzdem, nicht übel die Ergebnisse.

Tim Merlier
Beste Ergebnisse Realität: 12 Profisiege, 2x Podium WT-Klassiker, 14x Top 10 Kontiklassiker
Beste Ergebnisse Liga: 10x Top 10 Kontiklassiker
:arrow: Hier spielt die Trägheit der Sprintwerte nach oben eine Rolle, aber dennoch, da ist viel mehr drin.

Patrick Konrad
Beste Ergebnisse Realität: 1x Top 10 GT, 1x Top 10 WT-Klassiker, 2x Top 10 Kontirundfahrten
Beste Ergebnisse Liga: 1x Podium WT-Rundfahrten, 1x Top 10 Kontirundfahrten, 2x Top 10 Kontiklassiker
:arrow: Meine Einschätzung: Konrad ist selten erfolgreich. In der Realität hat er aber mehr große Highlights vorzuweisen.

Fazit: Ich rechne mal zusammen: 8+2+4/3= knappe 5. Also eine 5 auf der Performance-Skala .


Ihr wollt sie doch alle sehen, die große Endjahrestabelle. Wer performt am Besten im Gegensatz zur Realität, wer am Schwächsten. Hier ist sie, die Tabelle:

Cookie 8
Dani 8
Cunego 7
Rene 6
toprider 5
Kotschi 5
eddie 5
Timmy 5
Hakan 5
Phil 5
Rocky 5
Jonas 5
Morich 4
Gerd 3
Akkez 3
Basti 2
uhri 2
Stefan für mich nicht zu bewerten


Der Ausblick: Tour of Guangxi
Die Tour of Guangxi (auch: Gree-Tour of Guangxi) ist ein chinesisches Straßenradrennen. Das Etappenrennen findet in der autonomen Region Guangxi im Südwesten Chinas statt und ist zudem Teil der UCI WorldTour.

Erstmals fand das Rennen im Oktober 2017 statt und war das letzte Rennen der UCI WorldTour. Ins Leben gerufen wurde es im Dezember 2016 vom Welt-Radsportverband UCI und dem chinesischen Unternehmen Wanda Group, die unter anderem Triathlon-Wettbewerbe veranstaltet. Im Anschluss der letzten Etappe soll jeweils die UCI-Gala stattfinden, wo der besten Radsportler und die beste Radsportlerin geehrt wird.[1]
Mehr muss man zu diesem Rennen nicht wissen. Zudem findet das Rennen seit letztem Jahr nicht statt und uhri vermisst es überhaupt nicht.

Veni, Vidi, Vici?-Rückblick

Wie oben beschrieben, es war einfach. Der erste, der den Tipp abgeben konnte, hatte einen Vorteil. Timmy hatte diesen und hat sich als Strafe die Umba-und-Anders-Analysen gewünscht.
Aber hey, so wirds spannend bei der Guangxi. Uhri und Cunego können das Tippspiel für sich entscheiden und Timmy noch auf einen dreifachen Gleichstand stellen! Es wird spannend, denn wer verliert, muss vielleicht den ganzen Winter mit der Strafe leben....

Gesamtstand:
Cunego 12 Punkte
Uhri 12 Punkte
Timmy 11 Punkte


Veni, Vidi, Vici?- Tour of Guangxi

HIRSCHI. Ich muss gewinnen!

Woods ist in absoluter Topform und fühlt sich auf den chinesischen Straßen sehr wohl. Er ist der Titelverteidiger! Wer soll Danis Rakete denn schlagen?

Mein Tipp für China lautet Michal Kwiatkowski! Ja, hoffen wir, dass es Kwiatkowski wird. Hoffentlich ist Hirschi satt.


Quo vadis Triumvirat?

Mit der heutigen Ausgabe geht unser Jahr im Triumvirat zu Ende. Zu jeder WT-Rundfahrt und jedem WT-Klassiker gab es eine Ausgabe, zu den GTs Sonderausgaben. Dies hat uns Allen viel Spaß bereitet, aber auch eine Menge Zeit gekostet. Ich kann mal für mich sprechen: An einer normalen Ausgabe habe ich ca. 2 Stunden gearbeitet. AN Sonderausgaben hat Cunego deutliich länger gearbeitet. Dazu kommt Recherche, Organisation, Ideen entwerfen...Kurzum: Es ist nicht einfach, das Niveau kosntant hoch zu halten.
Wir sind uns daher noch nicht sicher, ob, und wenn ja, in welchem Ausmaß das Triumvirat fortgeführt wird.

Wie hat es auch in diesem Jahr gefallen? Was war eure Lieblingsrubrik? Was war gut, was kann weg? Wie oft wollt ihr was lesen? Wollt ihr mitarbeiten? Schickt uns gerne euer Feedback. Vielen Dank.

Benutzeravatar
uhri
Jumbo
Jumbo
Beiträge: 4779
Registriert: Mo Jul 25, 2016 9:58 pm

Re: Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

Beitrag von uhri » Sa Nov 06, 2021 8:11 am

Bild Alea iacta est-Edition Autumna

Die Saison ist vorbei, die Freitage und Sonntage trostlos, der "Transfermarkt ist tot". Was gibt es da besseres, als ein wenig Lesestoff? Haben wir uns auch gedacht und daher eine kleine Herbstausgabe entwickelt. Heute geht es um Analysen. Die User haben uns das klare Feedback geliefert, dass es immer dann, wenn es um die Liga geht, Interesse besteht, Randgeschichten und Quatsch müssen raus!
Ihr könnt euch heute auf 2 verschiedene Analysen freuen. Cunego schaut noch mal, wie wir in der Liga im Vergleich zur Realität stehen und Timmy analysiert die Manager Performances. Wir hoffen, dies stellt für euch viele Erkenntnisgewinne bereit!

Liga vs. Realität - Wo stehen wir wirklich?

In dieser Ausgabe geht es um einen Rückblick auf unsere Saison 2021. Wie gut hat welcher Fahrertyp abgeschnitten im Vergleich zur Realität?

Hierbei wurden alle WT-Rennen (inkl. WM und Olympia) in den Kategorien WT-Klassiker, sowie WT-Rundfahren (inkl. GTs) ausgewertet. Verglichen wurden hierbei die Siege und Podestplatzierungen der WT-Rennen 2021. Die einzelnen Etappen der Rundfahrten wurden nicht ausgewertet. Da in der Realität dieses Jahr nicht alle Rennen unseres WT-Kalenders stattgefunden haben habe ich bei diesen Rennen jeweils immer die letzte Austragung des realen Rennens als Ergebnis der Realität für die Statistik herangezogen.

Die Fahrer wurden in 5 Fahrertyp-Kategorien eingeteilt. Es gibt die Kategorien Rundfahrer, Klassikerfahrer, Sprinter, Zeitfahrer und für die Überraschungfahrer die Kategorie Außenseiter. Die Zuteilung war nicht immer eindeutig, aber ich denke die Kategorisierung müsste ganz gut passen.

Hier könnt ihr nachschauen, welcher Fahrer in welcher Kategorie gelandet ist falls euch das interessiert:
► Text zeigen


Bild

Die Klassikerfahrer räumen in dieser Analyse wieder richtig ab. Bei den Klassikern sind sie in der Liga quasi Alleinherrscher, während ihnen dort in der Realität besonders die Rundfahrer und Sprinter häufiger einen Strich durch die Rechnung machen können. Bei den WT-Rundfahrten können die Klassikerfahrer ebenfalls deutlich mehr glänzen als in der Realität. Während in echt lediglich 2 WT-Rundfahrten von Fahrern, die ich der Klassikerfahrerkategorie zugeordnet habe, gewonnen werden konnten (Colbrelli bei Benelux und Schachmann bei Paris-Nizza), konnten die Klassikerfahrer bei WT-Rundfahrten in der Liga gleich 6x zuschlagen. Rechnet man die 3 GTs raus steht es da im Vergleich zu den Rundfahrern in der Liga in Siegen bei einwöchigen WT-Rundfahrten 6:6, in der Realität 2:10. Besonders ist mir da z.B. die Baskenland-Rundfahrt ins Auge gestochen. In der Liga ging dort das komplette Podest an Klassikerfahrer, in der Realität das komplette Podium an Rundfahrer.

Auch die folgende Statistik bestätigt diese Beobachtungen. Ich habe den Fahrerweltcup unserer Liga mit dem UCI World Ranking verglichen. Dort sind auch alle Rennen (inkl. Contirennen enthalten). Ein WT-Fahrerranking der Realität hab ich nicht gefunden. Gibt es so eins überhaupt noch?

Bild

Während in der Realität die Rundfahrer knapp den dominanten Fahrertyp in den Top 10 des Fahrerrankings darstellen, beherrschen die Klassikerfahrer den Fahrerweltcup der Liga.

Fazit Rundfahrer performen in der Liga deutlich schlechter als in der Realität. Bei den Rundfahrten tun sie sich im Gesamtklassement etwas schwer, die Klassikerfahrer zu besiegen. Bei Klassikern haben sie fast gar keine Chance. Die Klassikerfahrer sind das Non plus ultra der Liga. Sie sind bei uns, verglichen mit der Realität, extrem stark. Die Sprinter haben auch Probleme bei Klassikern ihre Resultate der Realität einzufahren. Bei uns scheitern sie dann häufig an Klassikerfahrern mit starken Sprintwerten wie z.B. Sagan.

Bei den Erfolgen von Zeitfahrern und Außenseitern gibt es keine großen Unterschiede zur Realität.


Timmys Manageranalyse: Wer sind die Besten der Besten der Besten?

Timmy musste sich einer ganz besonderen Strafe stellen. Er sollte sich den Fähigkeiten der Manager widmen, diese in verschiedenen Kategorien bepunkten und ranken. Zusätzlich sollte er zu jedem Manager einen kleinen Text schreiben. Das Resultat seht ihr hier:

Bild

Analyse en detail:

Cunego: Hier muss man nicht viel sagen, alles einfach göttlich. Wenn man seinen halbierten Kader anschaut, der immer noch so unglaublich stark ist, müsste ich hierfür eigentlich 6 Punkte vergeben, wie bei den Rundfahrten auch. Einfach eine andere Liga. Der neue RSM könnte aber alles verändern.

Daniel: Unser Tour de France Sieger kann eigentlich alles. Seine Spezialdisziplin ist natürlich der Klassiker. Ich liebe es, wenn sich bei Sprintetappen der Rosablaue Zug bildet. Bei den Rundfahrten konnte ich aber nur drei Punkte vergeben. Roglic ist halt einfach eine Klasse für sich! Aber es ist eine unglaubliche gute drei ;)

Basti: Ich habe es schon früher gesagt: Dieser Mann hat eigentlich alles. Nur keine Zeit  Unser aktueller Sprintgott hat jetzt auch seine Qualitäten bei den Rundfahrten gezeigt. Eigentlich wollte die Vuelta nicht, dass Basti gewinnt. 2 Stürze und eine Reifenpanne haben ihn trotzdem nicht aufgehalten. Bastifantasti. Nicht nur Eddie bewundert ihn!

Rene: Unser Alleskönner. Das einzige, was man diesem traumhaften Familienvater ankreiden kann, sind seine Transferaktivitäten. Irgendwie klappt das nicht so ganz. Sind die Anforderungen oder Wünsche bei den anderen einfach nicht realisierbar? Wieso bei den Sprints „unmenschlich“? Spielerisch ist Rene der einzige, der mit Cunego irgendwie mithalten könnte. Im ersten Spieljahr von mir ist Rene noch richtig gut um die Siege gesprintet. Dies ist bei mir hängen geblieben! Er sollte sich wieder einen Topsprinter gönnen und Akkez Konkurrenz machen.

Uhri: Was soll man zu diesem Jungen noch sagen. Was für ein unglaubliches Team, welches er sich zusammengestellt hat. Was für zahlreiche Erfolge. Uhri lebt Jumbo und Jumbo lebt Uhri. Was für eine Verbindung. Dieses Jahr hat Uhri so viele Etappensiege eingefahren, ich vermute das ist für ihn ein persönlicher neuer Rekord. Aber seine Nervenstärke! Manchmal frisst ihn seine schlechte Laune auf und führt dann zu kleinen Konzentrationsschwächen. Zu weit hinten oder Blocks. Bei den Sprints und bei den Klassikern könnte es noch ein wenig besser laufen.

Cookie:
Dieses Jahr habe ich Cookie auch mal anders kennengelernt. Wird unser kleiner Sunnyboy mit den kastanienfarbigen Augen jetzt so richtig zielstrebig? Er tut wirklich alles, um ans Ziel zu kommen. Wirklich alles! Das einzige was er nicht beherrscht ist sein freches Mundwerk und die Sprints.

Toprider: Toller Kader, tolle Erfolge. Allerdings fehlte mir bei den GTS die Durchschlagskraft. Z.B. hätte mit Lopez beim Giro oder mit Almeida bei der Tour mehr gehen können. Bei den Sprints war Toprider in den letzten Jahren auch ein wenig besser. Trotzdem ist Toprider irgendwie immer vorne dabei und die kleinen spanischen Rundfahrten beherrscht er durch tolle Mannschaftsstärke.

Morich: Bei Morich kann man fast das gleiche sagen wie bei Toprider, bei den GTS fehlte irgendwie die Durchschlagskraft. Bernal hätte beim Giro ein wenig besser sein können. Aber mit Bernal, Ganna und Colbrelli wird 2022 wahrscheinlich richtig geil.

Eddie: Eddie macht vieles richtig, konzentriert sich auf das, was Eddie so kann. Bei den Sprints hängt er so zwischen göttlich und unmenschlich. Bei diesen zahlreichen Bergtrikots ist Eddie wohl der beste Bergfahrer, den es hier im RSM so gibt. Das Team ist ebenfalls für die Zukunft perfekt aufgestellt.

Hakan: Unser Temperament Manager. Er trägt das Herz auf der Zunge und hat die Jugend auf seiner Seite. Vieles ist im sehr guten Bereich aufgestellt. Der Kader ist top, jetzt muss nur noch das Temperament gezügelt werden.

Gerd: Was soll man zu Gerd noch sagen? Irgendwie macht er unglaublich vieles richtig. Wenn er in die Transferphase geht, geht jeder seiner Pläne auf. Jedes Jahr wird der Kader komplett umgestellt, geht dadurch Stärke verloren? Nein, im Gegenteil. Bei der Tour 2021 hat er mich sehr positiv überrascht, wenn er bei guter Laune ist, ist er für größeres bestimmt.

Akkez: Dieser Feuerball bezieht seine Hitze aus den Sprints. Akkez will jetzt die neue Sprintmacht im RSM werden und natürlich hat er das Zeug dazu! In den GTS war er der einzige, der Basti mehr als einmal schlagen konnte. Es fehlt ihm nur an Beständigkeit! Vermutlich könnte Akkez bei den Rundfahrten und Klassikern mehr, jedoch kriegt er sein Rotweinproblem nicht in den Griff. Auch die Umstellung seines Teams auf die nächste Sprintherrschaft lässt die Mannschaftsstärke erheblich reduzieren.

Kotschi: Dieser Jungunternehmer ist schwierig einzuordnen. Dieses Jahr ist er im Frühjahr traumhaft gestartet, hat dann aber nachgelassen. Bei den GTS’s habe ich nirgendswo mal so einen richtigen Kotschistempel gesehen. Aber dafür beherrscht er den Transfermarkt wie kein anderer. Seine über den Tellerrand hinaus gehende Sicht ist unglaublich. Er ist wirklich der Manager, der im Hintergrund die Fäden zieht.

Timmy: Eine Sache muss man Timmy schon nachsagen: Er hängt sich rein. Seiner internen Zielsetzung, sich erstmal auf Rundfahrten zu konzentrieren, ist er 2021 völlig nachgekommen. Zweimal nacheinander auf das Tour Podium zu fahren spricht für den Vueltasieger 2019. Auch zahlreiche kleine WT Rundfahrten hat er in den Top 10 beendet. Bei den Sprints lässt er ab und zu noch sein Können aufblitzen, er hat einfach ein gutes Gespür. An die Kitteljahre kommt er leider erstmal nicht mehr heran. Seine Favoritenrolle bei einigen Kirmierennen ist er immer gerecht geworden. Ausbaufähig sind natürlich die Klassikeretappen. Große Kritik gab es von diversen Managerkollegen, dass Manager Timmy das Team Israel ehemaliges Team Katusha schlechter gemacht hat. Auch Daniels Teamcheck bestätigt diese Vorwürfe, dagegen hat das Team Israel/Katusha mit seinem 11 Platz im Teamranking seinen persönlichen Höhepunkt erreicht.

Jonas: Die Liga freut sich, dass sich Jonas bei den Sprints wieder gefangen hat. Seit der Tour 2020 hatte man die Befürchtung gehabt, dass er in ein Loch gefallen ist. Aber im Herbst 2021 hat er besonders in den Sprints seine Klasse wieder gezeigt. 2022 wird für Jonas ein richtungsentscheidendens Jahr. Wer übernimmt die neu ausgeschriebene Sprintherrschaft? Akkez, Daniel oder doch Philipp. Jonas wird dabei sicherlich ein Wörtchen mitreden wollen.

Philipp:
2021 war so gesehen sein erstes richtiges Jahr als Borachef. Im Frühjahr schlug er wie eine Bombe ein! Aber dann trat langsam wieder der Philippeffekt ein. Seine Begeisterung nahm erstmal aus verschiedenen Gründen ab. Warum auch immer. Deswegen ist es schwer, 2021 zu bewerten. Aber in den Sprints hat er schon mal gezeigt, was mit Bora alles möglich ist. Ebenfalls hat er das Team für 2022 schon mal gut aufgestellt. Hoffentlich kommt seine Begeisterung für den Radsport zurück. Die Liga würde sich freuen.

Rocky: Ein weiterer Starspieler, den man kaum noch zu Gesicht bekommt. Rocky kann eigentlich alles, außer sprinten. Er hasst nämlich Sprinter ;) Sogar Rene redet noch positiv von Rocky und das soll schon was heißen. Aber wenn Rocky mal da war, dann mit Krraawooommmm. Die van der Poel Auftritte waren legendär.

Stefan: Ebenfalls schwierig zu bewerten sind Stefan und sein Team Gazprom. Gazprom kann viele Qualitätsrichtlinien nicht erfüllen, jedoch sieht das für 2022 schon ganz anders aus. Bei der Vuelta konnte man wieder erkennen, wenn Stefan mal richtig Lust hat, wozu er dann in der Lage ist. Läuft es aber nicht so wie gewünscht, dann kommt er auch schnell mal aus dem Tritt bis hin zu längeren Fehleinheiten. Ich kann mich noch an 2018 erinnern. Damals wollte er mit Nibali den Giro 2018 gewinnen. Oh Mann, war Stefan vorbereitet. Sofort gewann er mit Abstand den Prolog. Keiner kann so Daten zu Testzwecken nutzen wie der Gazprommanager. Vielleicht kommt er nochmal zu dieser Stärke zurück?


Uhris Herbstgedanken

Kotschi und Dani mögen nun abschalten, es folgt ein Exkurs. Wir sind mitten im Herbst, unsere Saison ist vorbei, die Draftrunden 1 und 2 sind beendet.
Normalerweise sind wir jetzt in dem Zeitrahmen, wo alle ein wenig Luft holen. Der RSM wird beiseite gestellt, die Freitage und Sonntage der Familie (wie bei Philipp), dem Pool (Kotschi), dem Rotwein (Akkez) oder der DB (Dani) gewidmet. Auch mir geht es da nicht anders. Eine Woche nach Saisonende denke ich an den Abenden noch an die Liga, danach freue ich mich auf Fernsehabende oder Familienbesuche.
In diesem Jahr jedoch haben wir eine besondere Situation. Wir haben uns auf den Weg gemacht, nach 10 Jahren RSM 2011 auf den PCM 2021 zu wechseln. Was sich erstmal ganz banal anhört, ist bei genauerem Hinsehen eine Mammutaufgabe. Eine komplett andere DB, andere Fahrweisen, Anpassungen auf den neuen Multiplayerbereich etc. So vieles wird anders. Es gäbe so viel zu testen und zu üben....wenn nicht die Herbstmüdigkeit da wäre.
Ich sehe es ja auch an mir: Mein rationaler Verstand sagt: DU musst jetzt üben, üben, üben, weil du mit dem Spiel noch gar nicht klarkommst! Mein Gefühl sagt: Ne, da hab ich jetzt aber absolut keinen Bock dazu.
Es liegt in der Natur des Menschen, immer den bequemen Weg zu gehen. Der bequemste Weg wäre, einfach beim RSM 2011 zu bleiben. Ein Produkt, was wir alle kennen, wo jeder mit klarkommt, wo es keine Tests mehr braucht. Aber warum wollen wir dann überhaupt wechseln? Auch beim RSM 2011 tritt langsam eine Müdigkeit ein. Manager haben uns verlassen(Bike), wollen uns verlassen (Basti) und neue Manager sind nicht mehr zu erreichen mit einem Spiel, was seine besten Jahre hinter sich hat.
Früher oder später würden wir Gefahr laufen, dass diese für uns so schöne Liga langsam aber sicher dem Ende entgegen geht.
Mit dem PCM 2021 verbinde ich die Hoffnung, Manager halten zu können, denen es langsam langweilig wird und 1-2 neue Manager zu finden und für die Liga zumindest zeitweise zu begeistern.
Doch um dies zu schaffen sind umfangreiche Tests vonnöten. Wir müssen unseren inneren Schweinehund überwinden und üben, üben, üben. Sonst wird das mit einem Umstieg nichts. Und langsam, aber sicher, geht die Liga dann ihrem Ende entgegen. So ist jedenfalls meine Befürchtung. Ich hoffe, ich liege falsch.


Veni, Vidi, Vici? Endwertung

Ach, da war ja noch was...Die Tour of Guangxi sollte die Gesamtwertung unseres Tippspiels entscheiden. Getippt wurde auf Hirschi, Kwiatkowski und Woods. Doch Pustekuchen, Cunegos Helferlein Molard räumte den Sieg ab. Somit gab es in der Gesamtwertung keine Änderungen mehr. Wir haben 2 Sieger! Und einen Verlierer. Dieser hat oben seine Jahresstrafe beglichen.

Gesamtstand:
Cunego 12 Punkte
Uhri 12 Punkte
Timmy 11 Punkte

Antworten

Zurück zu „Saison 2021“