Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

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Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

Beitrag von uhri » Fr Feb 26, 2021 1:40 pm

Bild Alea iacta est-die Würfel sind gefallen, sagt der Lateiner. Und so heißt unser neues Format, in dem das World Tour Triumvirat, bestehend aus uhri, Timmy und Cunego euch zukünftig auf die World Tour Wochenenden vorbereiten wird. Euch erwarten messerscharfe Analysen, nicht immer ernst gemeinte Tops und Flops des letzten Rennens und kontroverse Diskussionen. Manchmal wird das ganze mit einem Augenzwinkern zu betrachten sein, manchmal wird es ernst.

Unsere Ausgabe 1 starten wir mit unseren Tops und Flops der ersten 2 Phasen.

Tops und Flops

+Alvaro Hodeg: Hodeg hat schon 4 Siege im Gepäck, das sind mehr als er in den 3 Jahren zuvor insgesamt erreicht hat. Und das mit Sprint 76 gegen häufig deutlich bessere Sprintwerte, das hat hier schon dem einen oder anderen gehörigen Respekt aussprechen lassen. Nach der Tour de San Juan dachten vielleicht einige, dass die Siege dort eine Eintagsfliege waren, aber in Kolumbien konnte er nachlegen. Bleibt zu hoffen, dass er das auch außerhalb Amerikas bei größeren Rennen zeigen kann.

+Eduard Prades: Der Spanier kam in der abgelaufenen Transferphase vom UAE Emirates Team und ist bei EF richtig eingeschlagen! Mit dem 5.Platz im Gesamtklassement der Tour Down Under konnte er bei seinem Debüt für eine Überraschung sorgen. Anschließend konnte er seine Form aufrechterhalten und viele weitere gute Resultate einfahren, insbesondere den Sieg beim Trofeo Andratx. Aktuell liegt Prades auf Platz 4 im Fahrerweltcup. Für mich ist er die positive Überraschung des Saisonstarts. Da hat Dani wieder einen Geniestreich vollbracht!

+Alvaro Hodeg: Ich muss einfach auch den Fahrer Alvaro Hodeg nennen. Hier kann man einfach das Zitat anwenden „Neue Besen kehren gut“. Alvaro hat nach einigen guten 2. Plätzen im Jahr 2020 wieder das Siegen gelernt, was wahrscheinlich an dem sehr guten Sprintzug und an der guten Vorbereitung von Bora liegt. 4 Etappensiege in den ersten beiden Phasen sprechen für sich.
Viele Geschichten beginnen mit einem Urknall, so auch unsere (Die Galaxie)! Der Manager Philipp bringt Leidenschaft, Begeisterung aber auch Trainingsfleiß mit. Er will sich stetig verbessern. Er könnte den Sprintmanagern ein Dorn im Auge werden. Basti und Bike werden jetzt noch schmunzeln, aber Daniel, Jonas, Morich, Akkez, Kotschi und Hakan sind bereits gewarnt! Weiter so Bora!


-Wanty Gobert: Gerd wurde gefühlte 100.000 mal für seine Transfers gelobt, von denen meiner Meinung nach oft mehr Glück als Verstand dabei war. Dementsprechend trat gerd mit seiner Mia San Mia Mentalität auf. Nach 2 Phasen stehen dem 0 Siege entgegen. Ein vierter Platz von Evenepoel bei der San Juan nur durch das ZF erreicht, das ist mir viel viel zu wenig. Ich kann für gerd nur hoffen, dass er Fitnesspläne wie ich hat, also dementsprechend noch keine Fitnesshöhepunkte verteilt waren, sonst sieht es düster aus.

-Caleb Ewan: Der Sprinter des Jahres 2020 hat seinen Saisonstart leider total versemmelt. Die Form war eigentlich vielversprechend (Fitness 90,79 bei der Tour Down Under, also Fitnessphase 0). Der Dominator der Sprintankünfte der letztjährigen Tour de France war vor heimischem Publikum jedoch nicht wiederzuerkennen. In Abwesenheit seines Managers war der Australier weit von der Spitze entfernt. Der 7.Platz beim Race Torquay war die einzige Top 10 Platzierung. Da hätte ich viel mehr erwartet.

-Basti und Bike: Die Abwesenheit von Bike und Basti ist für mich die negative Erfahrung der ersten beiden Phasen. Der Community fehlen unsere aktuellen Sprintergötter Bike und Basti. Unsere beiden B’s stehen für unglaubliche Beschleunigung und Begeisterung. Ohne die beiden kann man sich den Radsportmanager mit den zahlreichen Sprintankünften gar nicht vorstellen. Die Liga hofft, dass beide Götter bald wieder die nötige Zeit haben, um in den Schoß der Radsportfamilie zurückzukommen. Dieses Jahr erwartet uns bei der Tour ein absolutes Sprintfestival. Mit dem Duell Bike vs Basti wollten wir den ausländischen Markt erobern.

Kontrovers diskutiert-Das Thema der Woche: Führt Kotschi das Team UAE an die Spitze?

Also eins ist mal klar: Mit den Transfers von Viviani, Sagan, Uran und Majka hat Kotschi große Erwartungen geschürt. Auch wenn er persönlich Formolo als Teamkapitän sieht, für mich ist der wichtigste Transfer Peter Sagan. Sagan ist einfach ein Fahrer, der immer liefert in der Liga, egal, welcher Manager ihn steuert. Und da sind wir schon beim Kern meines Abers, das nun folgt. Kotschi ist eben kein Rene oder Cunego. Kotschi ist Kotschi. Und Kotschi hat mich bisher nur mit Einzelsiegen überzeugen können. Bei Rundfahrten waren mir seine Leistungen bisher zu inkonstant. Den Sprung ganz nach vorne kann UAE daher meiner Meinung nach nur schaffen, wenn Kotschi es immer mal wieder schafft, Leute wie Basti oder Stefan ans Steuer zu bekommen. Alleine wird er sich verbessern und ist ein Kandidat für die Top 6 des Weltcups, das Podium erreicht er nicht.

Aktuell liegt das Team UAE mit Platz 3 im Weltcup und Rang 4 in der World Tour so gut wie nie auf Kurs. Darüber hinaus führt Kotschi mit seinem Team mit herausragenden 9 Siegen die Siegesrangliste an. Zum Vergleich: Die bisherigen Rekorde des Teams seit Beginn der Datenaufzeichnung im Ranking in diesen Kategorien sind 22 Siege (2017), Platz 9 im Teamweltcup (2015) und Platz 8 im Team-WT-Ranking (2020).
In der abgelaufenen Transferphase hat der Teammanager herausragende Arbeit geleistet. Mit Uran, Majka und Formolo ist er für anspruchsvolle Kletterrennen breit aufgestellt. Im Sprint ist mit Viviani ein neues Ass im Team. Wie uhri bereits erwähnt hat, ist Peter Sagan der absolute Königstransfer dieses Teams. Er ist ein absoluter Topstar und ich bin gespannt welche Erfolge Kotschi mit ihm erzielen wird. Ob Kotschi das UAE Team wirklich ganz nach vorne führen kann wird sich noch zeigen, es ist noch früh in der Saison. Der Saisonstart ist jedenfalls geglückt und der Kader hervorragend aufgestellt. Ich denke er wird alle Rekorde seiner Teamgeschichte brechen!


Kotschi hat zurzeit 9 Siege und ist somit auf Platz Eins im SiegesRanking. Allein deswegen muss man sich die Frage schon stellen, erleben wir zurzeit den besten Kotschi aller Zeiten. Jeder kennt Kotschi, ein Mann der Projekte liebt und auch alles versucht, seine Projekte in Ergebnisse umzuwandeln. Er hat sich wieder einmal neu erfunden. Er hat sein Team in der Breite sinnvoll mit Viviani, Sagan, Uran, Formolo und Majka verstärkt. Seit er sich damit abgefunden hat, dass er den Namen seines Team nicht abgeben kann und am besten mit Fahrern über 30 Jahren auskommt, erleben wir das UAE Team in einem Siegesrausch. Beflügelt der Transfer von Superstar Sagan alle seine Mitfahrer oder ist Kotschi durch den Lockdown privat einfach viel entspannter geworden? Diese Frage kann nur er beantworten, auf jedenfall fährt er zurzeit top! Nein mehr sogar, er fährt super top! Weiter so Kotschi

Der Ausblick: Die UAE-Tour

Bei der UAE Tour steht in Abwesenheit des Vorjahressiegers Mikel Landa das 1.Aufeinandertreffen der Rundfahrer in den hohen Bergen auf WorldTour-Ebene auf dem Programm. Die Gesamtwertung dürfte sich hauptsächlich auf den Etappen 2,3 und 5 entscheiden. Diese sind ein mit 13 km relativ kurzes Einzelzeitfahren (es zählt also der Prologwert sehr stark) und 2 Bergankünfte. Doch Achtung, gibt es vielleicht auch mal eine Windkante?
Im Kampf gegen die Uhr sollten Rohan Dennis und Tom Dumoulin einiges an Zeit auf ihre Konkurrenten in der Gesamtwertung herausfahren können. Die beiden gehören daher für mich zum Kreis der Topfavoriten auf den Gesamtsieg, wobei es zu sehen gilt wie gut die Form von Dennis sein wird, damit er in den Bergen seinen Zeitvorsprung verteidigen kann. Die zahlreichen Topkletterer des erlesenen Starterfeldes in den Vereinigten Arabischen Emiraten müssen dann auf den Bergetappen sehen, dass sie die im Zeitfahren verlorene Zeit wiedergutmachen können. Dazu zählen unter anderem Buchmann, Majka, A.Yates, Kuss und Pogacar. Doch auch die Klassikerhelden Fuglsang und Alaphilippe sollten nicht außer Acht gelassen werden, besonders am etwas kürzeren Aufstieg zum Jebel Hafeet ist mit ihnen zu rechen.
Neben dem Kampf um die Gesamtwertung sind auch 4 Flachetappen zu absolvieren. Mit Jakobsen, Viviani und dem führenden der Siegesrangliste Ackermann sind 3 Sprintstars am Start.

Die UAE-Tour hat eigentlich alles, was man braucht. Flachetappen, Zeitfahren, Bergankünfte, ein Mega Starterfeld. Eigentlich eine tolle Rundfahrt. Und doch ist es für mich eine der langweiligsten Rundfahrten der Saison. Woran ich das fest mache? Alles wirkt irgendwie aus Plastik. Die Teams fahren dort, weil sie dort eingekauft werden. Gilt natürlich auch für die Topstars. Die ganzen Gebäude in den UAE-künstlich (wobei ich selbstverständlich weiß, dass alle Gebäude irgendwie künstlich sind). Zuschauer auch ohne Corona-so gut wie keine. Aber das schlimmste ist die Umgebung. Ich habe nichts gegen Wüsten-aber diese ganze künstliche Flora, das finde ich dermaßen hässlich...
Also daher hat die Tour für mich trotz der oben genannten Fakten kaum Stellenwert. Aber wir müssen sie ja nun mal fahren. Und ich sehe es ähnlich wie Cunego, die Zeitfahren haben einen Einfluss, weil die Berge auch nicht zu schwer sind. Die eine oder andere Flachetappe könnte auch vom Wind beeinflusst werden, möglicherweise gibt es auch mal einen Massensturz... Kühe und Schafe werdet ihr allerdings kaum sehen-die Grafik könnt ihr also getrost runterstellen.


Die nächste WT Rundfahrt beginnt und zahlreiche Topstars sind natürlich vertreten. Diese Rundfahrt hat für jeden Fahrertyp was dabei. Die UAE Tour enthält 7 Etappen, zwei davon sind mit einer Bergankunft, eine Etappe ist ein kurzes Zeitfahren. Die restlichen 4 Etappen sind für die Sprinter vorgesehen! Aber vorsichtig, bei dieser Rundfahrt ist der Faktor Wind immer sehr ausschlaggebend. Wer ist der Topfavorit? Natürlich müssen zuerst Alaphilippe und Pogacar genannt werden. Aber direkt dahinter kommen mit Tom Dumoulin und Adam Yates weitere Siegkandidaten. Aber gerade wegen dem Zeitfahren muss man auch Rohan Dennis auf dem Zettel haben. Bei den Sprints werden sich Ackermann, Jakobsen und Viviani duellieren.

Der Gastbeitrag: Kotschi: Siege Siege Siege, wir wollen jede Etappe gewinnen, Viviani in Sprints, Litaer als Ausreißer majka berghoch sollen es richten.


Der Ausblick: Omloop Het Nieuwsblad

Beim Auftakt in das Opening Weekend ist ein wahres Starensemble am Start. Im Vorjahr konnte Tim Wellens als Solosieger in Ninove einfahren. Dieses Jahr ist der Titelverteidiger jedoch nicht am Start. Wer wird sein Nachfolger? Beim 1.KSP-Klassiker des Jahres sind so viele Superstars dabei, da ist es schwer sich Favoriten herauszupicken. Das Rennen könnte unberechenbar werden.

Es ist wie immer. Gibt es ein Rennen wo KSP eingezeichnet ist, sind bei uns immer alle KSP-Fahrer am Start. Die haben allerdings auch so wenige Rennen, wo sie Prämien holen können, dass es absolut Sinn macht. Ich finde es unglaublich schwer einzuschätzen, wer da vorne sein wird, da es eben noch nicht die Haupt-KSP-Phase ist. Einige KSP-Kapitäne könnten noch nicht mit +2 unterwegs sein. Ich denke, wie so oft wird das Rennen durch einen Block entschieden. Also macht es Sinn, Timmys Roadbook zu checken und darauf zu achten, wann Dani vorfährt. Da macht man nicht viel falsch.

Viele sagen, erst mit der Etappe Omloop Het Nieuwsblad Elite beginnt so wirklich die Klassikersaison. An diesem Schema hält sich oft das geniale Team Jumbo fest und verteilt somit seine ersten Fitnesspunkte. Natürlich sind die Belgier heiß, denn es wird Kopfsteinpflaster überquert.


Veni,vidi,vici?-UAE Tour

Bei der UAE Tour ist Tom Dumoulin der Topfavorit für mich. Ich denke er sollte hier sehr gute Chancen haben seinen ersten Rundfahrtsieg in der WorldTour bei Bike-Exchange feiern zu können. Das Streckenprofil dürfte ihm sehr gut liegen und aufgrund der ungewissen Zukunft des Niederländers wird René denke ich weiterhin darauf bedacht sein die Fitness von Dumoulin früh einzusetzen.

Ich stimme meinem Vorredner zu, dass Dumoulin sicherlich, vor allem aufgrund der Fitness, gute Chancen haben wird. Ich setze meine Aktien allerdings auf Tadej Pogacar, schließlich ist er der neue Zeitfahrgo(a)tt. Der Prologwert ist mir egal.

Alaphilippe, Alaphilippe und nochmals Alaphilippe. Aber durch das Zeitfahren könnte Dumoulin noch zum großen Gewinner werden. Ich bleibe aber dabei, es wird Alaphilippe!

Veni,vidi,vici?-Omloop Het Nieuwsblad

Uhri hat lange auf diesen Moment gewartet. Er hatte zu Saisonbeginn angekündigt, dass in Phase 3 die Saison für ihn so richtig starten würde. Daher setze ich beim Omloop Het Nieuwsblad auf Wout van Aert.

Ich kenne jemanden, der noch mehr auf KSP-Rennen gewartet hat und angekündigt hat, hier groß zu punkten. Dementsprechend hoch sind meine Erwartungen und ich sage: Jens Keukeleire gewinnt das.

Hier sind die üblichen Verdächtigen Wout Van Aert, Sep Vanmarcke und Superstar Greg Van Avermaet . Für mich ist aber Peter Sagan der Topfavorit, der zurzeit unter Kotschi eine neue Äera begonnen hat. Peter und Kotschi, das passt wie die Faust aufs Auge!

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Re: Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

Beitrag von uhri » Fr Mär 05, 2021 4:17 pm

Bild Alea iacta est-Strade Bianche

Die erste Ausgabe unseres World Tour Triumvirats ist gerade erst abgedruckt, da sind wir schon wieder da! Heute widmen wir uns den Tops und Flops von UAE Tour und Omloop Het Nieuwsblad, diskutieren die Zukunft des Quickstep-Teams und wagen eine kleine Vorschau auf die Strade Bianche.

Tops und Flops UAE Tour

+Fausto Masnada: Zwei sechste Plätze bei den Bergankünften mögen sich vielleicht nicht so mega anhören, aber die Konkurrenz war riesig, von daher hat mir das schon sehr gut gefallen (und auf der ersten Bergetappe hat es mich auch geärgert...)! Vielleicht liegt es auch daran, dass bei Timmy bei mir die Erwartungen nicht so hoch liegen....

+Pascal Ackermann: Bäämmmm, die Ackermänner haben sich gefunden! Wahnsinn was Pascal am Sonntag bei der UAE vollbracht hat. 4 Etappensiege und das gegen sehr starke Konkurrenz. Aus dem Movistarteam entsteht eine neue kalte blaue Sprintermacht. Der Manager, das neu strukturierte Team und Pascal Ackermann, das funktioniert unglaublich gut. Die Community guckt weiterhin zum Himmel und sucht Hoffnung mit der baldigen Rückkehr von Bike und Basti. Kommen die beiden nicht zurück, bricht ein neues kaltes Zeitalter der Sprintherrschaft an. BBbrrrr, die Community muss gewarnt sein.

+Pascal Ackermann: Da kann ich mich euch nur anschließen. 4 Siege auf 4 Sprintetappen! Das ist echt eine richtige Ansage, vor allem wenn man bedenkt, dass mit Viviani und Jakobsen 2 weitere Topsprinter am Start waren und Akkez mit seinem Bruder alle 4 Siege sehr überlegen geholt hat. War das der endgültig Durchbruch von Movistar? Ist Movistar das neue Nr.1 Team im Sprint? Es spricht einiges dafür. Es wirkt auf jeden Fall so, als hätten sowohl der Manager als auch der Kader den nächsten Schritt geschaftt.

-Julian Alaphilippe: Auffällig mittelmäßig. Das passt so gar nicht zu den Ambitionen eines Weltmeisters. Wiegt das Trikot zu schwer auf seinen Schultern, war es zu heiß? Oder war es nur ein Ausrutscher. Jedenfalls hat er mich sehr enttäuscht.

-Rafał Majka: Der Kapitän des UAE Team konnte beim heimischen Rennen nicht voll punkten. Die Erwartungen im Team sind natürlich viel höher als die Erwartungen der Experten. Deswegen zählt Majka zu den heimlichen Verlierern dieser Rundfahrt. Aber jetzt kann Rafal frei auffahren und das wird ihm guttun.

-UAE Team Emirates: Eigentlich ist das Team keine schlechte Rundfahrt gefahren. Viviani ist 3x aufs Podest gesprintet, Majka war im Gesamtklassement auf Platz 8. Eigentlich eine solide Rundfahrt. Aber in unseren letzten Ausgabe hat Kotschi große Ansagen gemacht: "Siege Siege Siege, wir wollen jede Etappe gewinnen [...]". Damit hat er natürlich große Erwartungen geschaffen, die er nicht annähernd erfüllen konnte. Daran gemessen muss man im Nachhinein schon sagen, dass die gezeigten Leistungen eher eine Enttäuschung waren.

Tops und Flops- Omloop Het Nieuwsblad:

+Alberto Bettiol: Komisch, für mich ist er trotz seiner Ergebnisse und seiner Werte kein echter KSP Fahrer. Aber er hat mal wieder gezeigt, dass er einfach ein Klasse Rennfahrer ist. Gegen Sagan war kein Kraut gewachsen, aber mit einer intelligenten offensiven Renngestaltung a la Dani hat er einen hervorragenden zweiten Platz geholt.

+Peter Sagan: Peter Sagan und nochmals Peter Sagan. Der Star der letzten Jahre ist im vollen Glanz wieder zurück! Wie bereits schon in der Vorschau erwähnt: Kotschi und Sagan, das passt zusammen. Dies war nur das Einläuten eines tollen Rennjahres von Peter Sagan. Tolle Männer, tolle Geschichte. Wegen solcher Konstellationen hat man sich hier beim Radsportmanager angemeldet.

+Heinrich Haussler: Du hast natürlich Recht, Timmy. Sagan hat bislang beide Klassiker auf World Tour Ebene gewonnen. Das ist eine herausragende Leistung von Kotschi! Aber die größte Überraschung war für mich Heinrich Haussler auf Platz 3. Mit ihm hätte ich ehrlich gesagt überhaupt nicht da vorne gerechnet. In Abwesenheit seines Teammanagers fuhr der Australier wie entfesselt. Movistar und Akkez haben wirklich einen Lauf, Wahnsinn!

-Niki Terpstra: Was war da denn los? Der KSP-Meister früherer Zeiten schien nur ein Schatten seiner selbst. Er eierte auf dem KSP rum wie ein Anfänger. Und nicht nur das. Er machte damit nicht nur ein miserables Ergebnis, sondern stand deutlich besseren Fahrern im Weg. Wout van Aert ist nur einer von vielen, dem Terpstra ein gutes Ergebnis zunichte machte.

-Wout van Aert: Bei dem Klassiker Kuurne - Bruxelles – Kuurne noch gewonnen. Dann war unser geliebter Van Aert beim Highlight Omloop Het Nieuwsblad nicht zu sehen. Verschluckt in einer Kopfsteinpassage. Anscheinend wurde nach dem ersten Saisonsieg von Wout zulange gefeiert. Das darf einem zukünftigen „Grünes Trikot Gewinner“ bei der Tour de France nicht passieren. Auch wenn Van Aert den Grund seiner schlechten Leistung beim Rivalen Terpstra sieht, muss so ein talentierter Bursche sich geschmeidiger durch das Feld bewegen können. Aber Fahrer und Manager sind noch jung, das wird schon!

-Wout van Aert: Der Superstar blieb beim Omloop Het Nieuwsblad etwas hinter den Erwartungen zurück. Ich hatte ihn vor dem Rennen als meinen Topfavoriten ausgewählt, letztendlich war Platz 12 sicherlich eine kleine Enttäuschung. Der bei Kuurne-Bruxelles-Kuurne errungene Doppelsieg des Teams Jumbo-Visma macht diese Enttäuschung aber sicherlich schnell vergessen.

Kontrovers diskutiert-Die Frage der Woche: Manager lange verschollen-Was wird aus dem Team Quickstep?

Das Überteam der vergangenen Jahre steht derzeit führerlos da. TheBike fehlt nun schon viele Monate und hat angekündigt, auch bis auf weiteres nicht teilnehmen zu wollen. Woran es liegt hat er nicht verlauten lassen und Spekulationen möchte ich vermeiden. Klar ist: Er fehlt. Auch wenn wir nicht immer einer Meinung waren und kommunikativ sicher nicht auf einer Wellenlänge waren fehlt er in der Liga als starker Gegenpart zu Rene und Cunego. Sollte er sich entscheiden, nochmal zurück zu kommen kann er sich auf jeden Fall auf ein tolles Team freuen. Er hat gute Transfers gemacht, die das Team finanziell gut überleben lassen und gleichzeitig noch eine Menge Klasse und Potenzial im Team versprechen. Einer guten Zukunft des Teams Quickstep stünde also nichts im Wege!

Die Lücke, die Quickstep zurzeit hinterlässt, ist gewaltig. So ein tolles Team, mit so viel Tradition und Erfolgen radelt zurzeit einfach so vor sich hin. Ein früherer Gegner von Cunego und wohl der beste Sprinter der letzten 4 Jahre hinterlässt so ein gewaltiges Loch, dass die Community nicht weiß, wie man einen Verlust vom Mitspieler Bike überhaupt ansatzweise auffangen könnte. Auch das ewige Duell „Hund gegen Katze“, welches unsere Liga mit zahlreichen schönen Geschichten versorgt hat, leidet darunter. Auch wenn der „Hund“ alias Rene völlig befreit wohl seine beste Frühsaison aller Zeiten fährt, vermisst er auch insgeheim seinen alten Rivalen. Wenn alle Stricke reißen muss Rene Bike persönlich aufsuchen und ihn überzeugen, zu uns zurückzukehren.

Er war der Dominator der Liga. Der einstige Seriensieger der Jahresteamrankings lief gerade bei den großen Rennen immer wieder zu Höchstform auf und konnte viele große Siege feiern. Er war in meinen ersten Jahren als Manager bei Lotto sicherlich einer meiner größten Rivalen. Leider scheint die glorreiche Zeit früherer Jahre gerade weit weg. Ist die Ära TheBike bei Deceunick - Quick Step nun vorbei? Es wäre der Abschied einer wahren Legende. Doch wenn jemand ein großes Comeback schaffen kann, dann ist es bestimmt TheBike.

Der Ausblick: Die Strade Bianche


Die Strade Bianche, das ehemalige Monte Paschi Eroica, ist relativ frisch in der World Tour, aber schon jetzt eins der wichtigsten Klassiker geworden. Was mir besonders gefällt: Sie schrauben nicht so arg am Parcours herum. So Rennen wie die Flandern Rundfahrt, die jedes Jahr den Parcours ändern, die verlieren einfach Charakter. Die Strade Bianche hat mit ihren Schotterpisten zwar mittlerweile kein Alleinstellungsmerkmal mehr, aber für mich ist sie das einzig wahre Schotterrennen. Der Titel“ Paris Roubaix des Südens" ist natürlich völliger Humbug, tut mir leid für alle, die sowas lesen müssen.
Charakteristisch für das Rennen ist auch der Schlussanstieg auf der Piazza del Campo in Siena. In echt haben hier natürlich Techniker wie auch Hügelfahrer ihre Stärken, bei uns sind ganz klar Hügelfahrer bevorzugt. Unser Top-Trio rund um Hirschi, Alaphilippe und Fuglsang dürfte also hier favorisiert sein.



Strade Bianche – das Paris-Roubaix des Südens
Passen Radsport und Romantik zusammen, da sage ich eindeutig JA. Denn der NEO Klassiker Strade Bianche beweist es. Wieso fasziniert dieses Rennen nach nur so kurzer Zeit Fans und Fahrer gleichermaßen? Weil die Ursprungsidee des Rennerfinders Angelo Zomegnan verrückt wie brillant war. Ein Paris–Roubaix des Südens hatte er im Kopf. Doch anstelle der Pflastersteinsektoren müssen die Fahrer über einzelne Sand- und Schotterpisten. Diese im Sommer staubigen weißen Straßen – Strade Bianche – verbanden über Hunderte von Jahren die Wege, die Dörfer, Weingüter, Villen, Burgen und Schlösser miteinander. Dieses Rennen ist einfach ein Traum, hier werden tolle Kämpfe ausgetragen und Helden geboren. Wenn hier ein Team ohne Fitness am Start wäre, würde ich den Manager als lieblos bezeichnen;)


Das Feld ist in der Breite enorm stark besetzt. Hier treffen die Fahrer welche sich unter anderem bereits bei der UAE Tour oder Omloop Het Nieuwsblad präsentieren konnten aufeinander. Auch Fahrer wie der sich in einem wahren Lauf befindende Enric Mas, der zuvor die Andalusien Rundfahrt absolviert hat, sind mit von der Partie. Über viele steile Schotteranstiege wird es dieses Jahr bestimmt ein enorm schweres Rennen. Die Radsportsaison nimmt langsam so richtig Fahrt auf!



Veni, Vidi, Vici?-Rückblick

Beim Omloop hat Timmy den richtigen Sieger mit Peter Sagan vorhergesagt. Bei der UAE Tour hatte Cunego den richtigen Riecher. Uhri lag voll daneben und hat dementsprechend seine gerechte Strafe bekommen. Er musste ein Anbetungsgedicht für Gerd schreiben (was Cunego und Timmy nicht wussten: uhri und gerd verehren sich tatsächlich. Eine Synergie wurde vereinbart).

Gesamtstand:
Cunego 1 Punkt
Timmy 1 Punkt
Uhri 0 Punkte

Veni, Vidi, Vici?- Strade Bianche

2 mal der gleiche Siegtipp? Cunego, was bist du denn für ein Feigling? Nene, Fuglsang stürzt, das ist doch klar. Den nennt Timmy glaub ich auch nur, weil er sich bei toprider einschleimen will. Ne, wenn wir es realistisch betrachten, gewinnt das Marc Hirschi.

Zurzeit findet sich ein weiteres tolles Duo. Team Manager Toprider und Superstar Jakob Fuglsang bilden zurzeit ein unglaublich erfolgreiches Gespann. Ich konnte Fuglsang bei der UAE Tour ein wenig besser unter die Lupe nehmen, und er ist in absoluter Topform. Sein „ewiger“ Konkurrent Alaphilippe hingehen befindet sich zurzeit in einem Formloch und das, obwohl am Anfang des Jahres Alaphilippe noch die Tour Down Under gewonnen hat. Natürlich wird Hirschi ein ganz großer Konkurrent sein, aber der erfahrene Manager Toprider (mit dem ich unbedingt ein paar Kölsch trinken möchte) befindet sich in so einer guten Form, dass er für mich am Sonntag Favorit für das Paris-Roubaix des Südens ist;)

Wenn man sich die letzten Monate und Jahre ansieht, traue ich mich eigentlich fast gar nicht mehr gegen Alaphilippe zu tippen, zumal er sogar der Titelverteidiger ist. Seine Dominanz ist wirklich atemberaubend. Doch bei der UAE Tour war der Franzose schwächer als gewohnt und Fuglsang enorm stark. Das Rennen nach Siena dürfte dem Dänen sehr gut liegen, daher er ist mein Siegtipp.

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Re: Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

Beitrag von uhri » Fr Mär 12, 2021 2:01 pm

Bild Alea iacta est-Paris Nizza

Von Siena, wo die Strade Bianche gerade zu Ende gegangen ist, reisen wir nun nach Paris, wo die legendäre Fernfahrt Paris-Nizza stattfinden wird. Dieser tollen Rundfahrt wollen wir uns heute widmen und natürlich neben den Tops und Flops der Strade Bianche auch ein Thema diskutieren, was gerade in der Radsportwelt kontrovers besprochen wird: Ist Timmy so gut, oder ist er ein Blender?

Tops und Flops Strade Bianche

+Mathieu van der Poel: Viele waren skeptisch, ob Mathieu auch außerhalb seiner Komfortzone im Team Lotto Soudal performen kann. Sein neues Team Trek fuhr oft ohne echte Leitung in der World Tour und so machten sich viele Leute sorgen, dass van der Poel die Klassiker in den Sand setzen könnte. Aber mitnichten! Der neue Manager Rocky zeigte, dass er ebenfalls mit Mathieu herausragende Ergebnisse zustande bringen kann. Ein My fehlte noch zum Sieg, aber den holt er sicher bald nach!

+Kasper Asgreen: Wahnsinn! Akkez schwebt auf einer Erfolgswelle. Kasper Asgreen, der vor dem Start eher nicht zum engeren Favoritenkreis zählte, erreichte sensationell das Podest und wurde 3.!

+Jakob Fuglsang: Er kam, sah und siegte. Jakob Fuglsang ist ein würdiger Sieger. Viele Manager haben sich das Duell zwischen Fuglsang und Alaphilippe gewünscht. Allerdings wusste man schon in Vorfeld, dass sich der Franzose in keiner guten Verfassung befindet. Diesen Sonntag war Fuglsang einfach unschlagbar. Nicht nur die Etappe Trofeo Laigueglia wurde vor Fausto Masnada gewonnen, nein auch das sehr gut besetzte WT Rennen Strade Bianche. Der geheime Topfavorit Hirschi, angeführt vom Manager Gott Cungeo und seinen zahlreichen Säulen, haben das Rennen über die Schotterwege so schwer gemacht, dass zahlreiche Topfahrer früh den Anschluss verloren. Beim letzten Anstieg in Siena bei der 9,1 % Wand ging dann der Däne los und alle anderen Konkurrenten mussten zugucken.

-Tom Dumoulin: Tom hat mich arg enttäuscht. In meinem Testrennen hat er gewonnen, dementsprechend hoch waren meine Erwartungen. Doch da wurde er auch nicht von Rene gesteuert. Dieser macht den "uhri" und ließ sich im entscheidenden Moment blocken. Das kann und darf einem Manager, der den Weltcup gewinnen möchte, nicht passieren. Platz 26 war peinlich!

-Enric Mas: Nach seinen starken Auftritten bei seinen 3 Rundfahrtsiegen zählte der Spanier für mich zu den Favoriten bei der Strade Bianche. Jedoch erwischte Mas in Italien wohl einen ganz schlechten Tag. Platz 93, das war nix.

-Israel-Start Up Nation: Nach der erfolgreichen UAE Rundfahrt, die Fausto Masnada mit dem sechsten Platz in der Gesamtabrechnung abschloss, hat sich das Team Israrel Start Up Nation mit seiner dreifach Spitze Mas, Bennett und Masnada viel vorgenommen! Synergie sollte die Großmächte ins Schwitzen bringen und endlich mal für den leidenschaftlichen Manager Timmy das erste gute WT Klassikerresultat erbringen. Aber dieses Ziel wurde nicht erreicht. Lotto fuhr so ein verrückt hartes Tempo auf den traumhaft weißen Schotterwegen, dass Mas und Bennett schnell den Kontakt verloren. Am Ende sprang für Masnada nur ein 14. Platz heraus. Israel hatte allein für die drei genannten Fahrer für Strade Bianche so viel Fitness ausgegeben wie Jumbo für die ganze Mannschaft in den zwei jeweiligen Phasen zuvor.

Kontrovers diskutiert-Die Frage der Woche: Timmy-King of Kirmes oder Rising Star?

Timmy wurde, als er neu in die Liga kam, oft belächelt. Er stellt sich oft extra dumm, auch wenn er ganz sicher auch nicht alle Latten am Zaun hat. Zu Beginn ist er noch dauernd aus dem Feld gefahren und hat viele dumme Manöver gefahren. Doch er ist gereift. Der Sieg bei der Vuelta mit Zakarin, zugegeben, nichts großes, hat ihm eine Menge Selbstvertrauen gegeben. Im letzten Jahr hat er sich dann viel auf Sprints konzentriert. Mit dem Neuankömmling Enric Mas scheint er angreifen zu wollen bei den Rundfahrten. Und ich muss zugeben, er hat mich mächtig beeindruckt mit seinen 3 Siegen. Und ja, vielleicht sogar ein bisschen Angst gemacht. Denn während ich seit Jahren stagniere, scheint er sich weiter zu entwickeln.
Oder hat er vielleicht einfach nur extremes Tagesformglück? Die Fitness war es jedenfalls nicht...
Aber um noch mal zur Frage zurück zu kommen...bisher hat er den leichten Weg gewählt. 2 Mal Bergrundfahrten mit Nationalbonus, dazu eine Bergrundfahrt ohne Konkurrenz. In der World Tour hat er bisher noch gar nichts gezeigt. Zudem fällt mir noch ein, wie er im letzten Jahr kläglich den zweiten Platz bei der Tour abgeschenkt hat.
Timmy, es wird Zeit aus der Komfortzone auszubrechen!


Timmy hat mit Enric Mas einen großartigen Saisonstart hingelegt. 3 Rundfahrten, 3 Gesamtsiege. Das war wirklich beeindruckend. Selbst der aufstrebende Starmanager Akkez konnte danach nicht richtig schlafen, weil er Angst vor Timmy und seinem neuen Rundfahrerass hatte. Krass, oder?! Ich glaube nicht, dass der Israel-Manager nur der King of Kirmes ist. Es war das Jahr 2019 als Timmy mit Ilnur Zakarin sensationell die Gesamtwertung der Vuelta a Espana für sich entscheiden konnte. Das war sicherlich eine große Überraschung. Letztes Jahr erreichte er dann bei der Tour de France auch noch den 3.Gesamtrang mit Nibali. Er hat also bereits bewiesen, dass er es auch auf der großen Bühne des Radsports kann!

Dennoch fehlt Israel finde ich noch etwas zum Topteam. Meiner Meinung nach zeichnet es große Teams auch aus große Leistungen häufiger zeigen zu können. Und da muss man anmerken, dass diese Konstanz Israel bzw. Timmy bisher noch weitestgehend fehlt. Neben den beiden GTs fällt die Bilanz von Timmy in seinen nun fast 3,5 Jahren Amtszeit auf World Tour-Ebene eher spärlich aus. Abgesehen von den beiden erwähnten Grand-Tours war der 2. Platz von Mathias Frank bei der UAE Tour 2019 das einzige Top 5 Resultat in der Gesamtwertung einer WT-Rundfahrt. Bei den Klassikern sah es bisher noch magerer aus. Der 3. Platz beim Prudential Ride London 2020 war das einzige Podiumsresultat bei einem WT-Klassiker in der Karriere des Israel-Managers. Die Quittung: In den 3 Saisons unter Manager Timmy reichte es bisher nie für mehr als Platz 16 im Team-Weltcup sowie im Team-WT-Ranking.

Fazit: Timmy hat sein Potential sicherlich schon andeuten können. Aber es fehlt noch ein Stück zur Spitze. Die Bezeichnung Rising Star könnte man ihm derzeit sicherlich verleihen. Ob er eines Tages vom Rising Star zum Superstar aufsteigen wird? Die Zukunft wird es zeigen.


Vorweg: Natürlich gibt es sehr sehr bedeutende Rennen und es gibt beutende Rennen. Aber für alle Radsportliebhaber sind Radrennen halt was Besonderes, deswegen sollten wir Manager Timmy, der mit Leidenschaft und Begeisterung den Radsport liebt, nicht verurteilen, nur weil er auch die kleinen Rennen seine Begeisterung ausspricht. Ebenfalls ermöglicht dieser tolle Terminplankalender so viele Möglichkeiten und Nominierungen, dass jeder Manager seine eigenen Wünsche und Vorstellungen in seiner Fitnessvergabe und Rennnominierung ausleben darf.
Aber es stimmt, in den letzten 3 Jahren war auf der großen GT Bühne „nur“ ein traumhafter Vueltasieg mit Zakarin und ein dritter Tour de France Platz mit Nibali zu sehen. Bei WT Rennen sieht es dagegen richtig übel aus. Da hat man mit Frank mal einen tollen zweiten Platz bei der UAE Tour erreicht. Über die WT Klassiker müssen wir erst gar nicht sprechen.
Aber genau das will Israel jetzt ändern. Das Team ist gewachsen und somit wurden die hohen Ziele vor der Saison ausgegeben. Man will im Team Ranking „Schwanzvergleich“ in die Top Ten vordringen. Der Grundstein wurde mit der Verpflichtung von Mas und mit den Hoffnungsfahrern (zur alten Stärke wieder finden) Aru und Froome gelegt. Israel will wachsen und will es den Kritikern auch zeigen. Die ersten Ergebnisse bei den WT Rennen wurden ja schon gezeigt. Ein guter 10. Platz bei der Down Under Tour von Geschke sowie einem tollen 6. Platz mit Masnada bei der UAE Tour. Die Ergebnisse bei den WT Klassiker sind immer noch sehr ausbaufähig.
Jetzt heißt es bei Paris Nizza und bei der Tirreno-Adriatico Rundfahrt weiter zu liefern, um den Traum eines Top Ten Platz im Team Ranking „Schwanzvergleich“ zu erreichen. Man wird jetzt langsam in der Liga wahrgenommen, auch wenn das andere Manager nicht hören wollen;)


Okay, das waren jetzt die gewohnten Stimmen. Aber was sagen 2 Weggefährten zu dem Thema? Wir haben exklusiv 2 nahezu unvoreingenommene Stimmen zu dem Thema gesammelt:

P.K.: King of Kirmes oder Rising Star? Mmmmhh Timmy, ja irgendwie schwierig zu beantworten. Also zum Rising Star fehlen definitiv die Podiumsplätze bei den WT-Rennen. Allerdings kann das ja noch kommen, also vielleicht . Oder setzt er nur auf die Gt´s, dann kommen Sie nicht. Man muss aber wirklich zugeben, dass er sich enorm verbessert hat. Er ist oftmals in der richtigen Position. Rising Star platziert sich konstant unter den 1-3 Plätzen. Also in den Kirmesrennen. Also doch eher King of Kirmes. Wir müssen uns glaube ich noch ein wenig gedulden um ein abschließendes Resume zu ziehen. Das fehlende Talent macht er durch eine enorme Fokussierung weg..... Wie nenne ich jetzt Timmy...............Besser als Kirmes, schlechter als WT.....Ich habs: Lord of Amusement park.

A.A.: Um die Frage King of Kirmes oder Rising Star zu beantworten muss ich ein wenig ausholen. Bisher hat Timmy dieses Jahr nur mit Enric Mas Erfolge gefeiert.
Timmy und Enric, eine Lovestory besser als Twilight. Enric hat endlich den verdienten Erfolg und Timmy sieht aus als ob er ein fähiger Manager wäre.
In Wahrheit hat Timmy mit Enric einen Fahrer gefunden, der von einem Manager jahrelang zur Selbstständigkeit ausgebildet wurde. Timmy muss da gar nicht mehr viel machen, Enric macht das meiste ganz alleine. Egal ob Flaschenholen, Position fahren oder Grünsparen.
Ich glaube nicht das Enric auch in der Worldtour alleine gewinnt, dafür bräuchte er einen fähigen Manager. Mit seinen anderen Kapitänen konnte er das die letzen Jahre schon nicht.
Von daher ganz klar King of Kirmes


Der Ausblick: Paris-Nizza

Die Auflage von Paris-Nizza wird eine mit allen Wassern gewaschene einwöchige Fernfahrt: Nach zwei voraussichtlich windigen Auftaktetappen für die Sprinter wartet ein flaches, 14,5 Kilometer langes Einzelzeitfahren bevor es am vierten Renntag ins Mittelgebirge geht.
Die Vorentscheidung fällt am 16 Kilometer langen und sechs Prozent steilen Schlussanstieg von La Colmiane auf der vorletzten Etappe
.

Paris-Nizza stellt für mich immer den Beginn der Radsportsaison dar. Alles davor sind doch nur Test-und Vorbereitungsrennen, wo es maximal darum geht, ein paar olle Werte abzugreifen. Wie ich gelernt habe ist es keine Rundfahrt sondern eine Fernfahrt, die meist die ganz hohen Berge noch ausspart, weil da schlicht oft zu viel Schnee im Frühjahr liegt. Aber es ist oft auch ein erster ernsthafter Formtest für die Favoriten. Bei uns hat sich ein enorm starkes Fahrerfeld angekündigt, der Sieg wird sicher heiß umkämpft sein.

Was für eine hammer Startliste?! Bei Paris-Nice wird sich ein großer Teil der Weltelite treffen. Dabei gibt Toursieger Primoz Roglic sein Saisondebüt während der Sprintdominator Pascal Ackermann seine Serie fortsetzern will. Während Roglic so viele große Konkurrenten haben wird, dass man sie gar nicht alle aufzählen kann wird Arnaud Demare wohl der einzige große Konkurrent für Ackermann in den Sprintankünften sein. Eins ist klar: Es wird ein großes Feuerwerk geben, wenn so viele Superstars gegeneinander antreten.

Veni, Vidi, Vici?-Rückblick

Sowohl Cunego, als auch Timmy haben bei Strade Bianche auf Jakob Fugslang getippt und lagen damit richtig. Eigentlich war das nicht im Sinne der Regeln, aber was will man bei 2 Freigeistern als seriöser Part machen... Naja, da sie sündigten durften sie mich nicht bestrafen...

Gesamtstand:
Cunego 2 Punkte
Timmy 2 Punkte
Uhri 0 Punkte

Veni, Vidi, Vici?- Paris-Nizza

Für mich kristallisieren sich sofort zwei Namen wieder heraus. Thibaut Pinot! Cookie will wieder einen WT Rundfahrt Sieg erfahren und diese Rundfahrt wäre perfekt dafür. Die 6 Etappe, hoch zum Valdeblore La Colmiane liegt Pinot. Cookie wird sich am Freitag noch ein wenig erholen und dann am Sonntag voll abgehen. Wenn ein Manager für Erfolg steht, dann ist es natürlich der Sunnyboy Cookie.
Der andere Name ist Tao Geoghegan Hart. Dieses Gespann (Hart und Cungeo) kann der Liga noch sehr viel Schmerz abverlangen. Beide sind Blut jung, haben sofort Erfolg und sind gierig. Allerdings ist der Manager Cungeo gerade „nur“ bei 95 %. Zurzeit fehlt ihm ein wenig etwas. Wahrscheinlich ist das Fehlen von Bike und Basti für unseren göttlichen aber sehr sensiblen Topmanager ein großer Grund dafür, wieso Cungeo nicht so frei auffahren kann. Deswegen ist für mich Pinot der absolute Topfavorit ber der Rundfahrt Paris- Nizza.


Es kann für mich nur einen geben: Der Primus bei dieser Rundfahrt wird Roglic! Dani wird sofort zeigen wollen, was in ihm steckt und Roglic hat die perfekten Werte für diese Fernfahrt. Ich sag mal so...ich hätte mit ihm diese Rundfahrt gewonnen...

Im Vorjahr konnte Miguel Angel Lopez die Rundfahrt für sich entscheiden. Nach dem Rundfahrtsieg in seiner Heimat, welcher gleichzeitig den ersten Erfolg des Kolumbianers in seinem neuen Team darstellte, tippe ich auf eine Titelverteidigung.

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Re: Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

Beitrag von uhri » Do Mär 18, 2021 4:44 pm

Bild Alea iacta est-Tirreno Adriatico und Mailand San Remo

Zurück nach Italien. Die Fahrt zur Sonne ist vorbei, wobei ich sagen muss, dass der Name ja absolut Fake war. Hat ja nur geregnet bei uns. Andere sagten, es sei ein "Petit Tour de France" gewesen. Das Starterfeld war auch echt Bombe. Mal sehen, ob das bei der Tirreno auch so sein wird.
Heute besprechen wir die Tops und Flops von Paris-Nizza und liefern eine Vorschau auf Tirreno und das erste Monument der Saison, Mailand-San Remo.
Das Thema der Woche wird, aufgrund der immensen Tragweite, am Wochenende gesondert erscheinen.

Tops und Flops Paris-Nizza

+Tao Geoghegan Hart: Podestplatz beim ersten World Tour Rennen im neuen Team, gegen die Granden des Radsports, auch wenn man sich bei Cunego daran gewöhnt hat: Ich fand das schon stark. Insbesondere, weil seine Helfer nicht so stark waren, wie von Lotto gewohnt. Ein guter Vorgeschmack auf die Saison mit ihm. Ich bin gespannt, ob er noch bei einer GT als Kapitän antreten darf!

+Geraint Thomas: Jetzt wurde auch auf großer Bühne geliefert und dann noch richtig krass. Zuletzt gab es beim Manager Gerd durch die Siege beim „Kirmesrennen“ Andalusien schon erheblichen Aufwind dank Gilbert, aber jetzt bei der Paris Nizza Rundfahrt hat sich Thomas nicht vom Erfolg abhalten lassen. Obwohl ständig die Edelhelfer für Thomas alias Pozzovivo und Meintjes gestürzt sind, blieb Thomas bei den besten immer dabei und hat mit seinem Zeitfahrsieg auf der dritten Etappe den Grundstein für den tollen Paris Nizza Sieg gelegt. Das Imperium ist zurück! Und das mit einer Minus 1, Megakrass. ;)

+Geraint Thomas: Da kann ich mich Timmy nur anschließen. Nach einem ausbaufähigen Saisonstart konnte das Team Intermarché-Wanty-Gobert Matériaux ein richtig dickes Ausrufezeichen setzen. Dabei setzte sich Gerd mit seinem britischen Neuzugang gegen hochkarätige Konkurrenz durch. War das nur ein Ausrutscher nach oben, oder ist dies der Beginn des Aufstiegs von Gerd, dem Besten, und seinem Imperium?

-Adam Yates: Bekanntermaßen setzt Hakan bei seinen Yates-Brüdern nicht auf GTs, sondern verteilt die Fitness auf die anderen WT-Rundfahrten. Und ich hörte, er habe ziemlich viel Fitness gehabt...Dafür ist der 9. Platz einfach zu wenig. Ich weiß nicht, ob es daran gelegen hat, dass sich Adam unter der Führung von Kotschi nicht wohl gefühlt hat, oder ob Kotschi einfach nicht voll gefahren ist als Vertreter. Es war jedenfalls nicht gut!

-Pascal Ackermann: UUFFF, das war wohl nichts. Zuletzt haben wir Pascal Ackermann durch unseren Manager für die Sprints Akkez so hochgelobt, und jetzt? Nie an Kanter vorbeigekommen, sogar zwei Fluchtgruppen durchgelassen! Hhhhaaaallllllllloooooo, was ist los mit der kalten blauen Sprintermacht aus Spanien. Ok, es fehlten einige Sprintteams am Sonntagabend. Mit Hakan im Peleton wäre nie eine Ausreißergruppe durchgekommen und Eddie alias Demare hatte genug Probleme mit seiner Internetverbindung gehabt. Aber das ist das Schöne an der Sprinterwelt. Die nächste Sprintetappe lässt nicht lange auf sich warten! Trotzdem, unsere beiden Sprintstars Bike und Basti werden über diese Movistarvorstellung bei Paris Nizza ein wenig geschmunzelt haben, denn sowas kennen sie nicht!!!

-Miguel Angel Lopez: Ich habe den Titelverteidiger von 2020 vor dem Rennen als meinen Siegtipp ausgegeben, doch Lopez konnte mit der Spitze überhaupt nicht mithalten. Am Ende reichte es zwar zu einem soliden 10. Gesamtrang, jedoch war der Abstand zu den Besten mit fast 4 Minuten Rückstand auf den 9.-platzierten ziemlich groß. Wahrscheinlich war der neue Starrundfahrer von Astana einfach in keiner guten Form. Aber das wird bestimmt bald wieder besser!

Der Ausblick: Tirreno-Adriatico

Lange Zeit stand Tirreno-Adriatico sehr im Schatten von Paris-Nizza, hat sich in den vergangenen Jahren aber immer mehr zur echten Alternative entwickelt. Das liegt auch daran, dass man das Rennen mit Blick auf Mailand-Sanremo so gestaltet, dass es die Top-Fahrer anlockt. Längere Etappen, Puncheur-Ankünfte und das obligatorische kurze Zeitfahren am Ende können viele Fahrer dabei als Teil der Trainingsvorbereitung sehen.
Doch Tirreno-Adriatico ist nicht nur ein Vorbereitungsrennen auf Mailand-Sanremo. Es hat unterdessen einen hohen Stellenwert und bringt reichlich UCI-Punkte, auch wenn der Gesamtsieg bei Paris-Nizza weiterhin prestigeträchtiger ist. Was auch daran liegt, dass der Parcours der französischen Fernfahrt meist anspruchsvoller ist und mehr Klassementfahrer anlockt.
Traditionell führt das „Rennen zwischen den Meeren“ von der tyrrhenischen Küste zur Adria. So ist es auch in diesem Jahr. Zwei Sprintmöglichkeiten, eine echte Bergankunft, das Zeitfahren zum Abschluss und drei Abschnitte für Klassikerspezialisten und Puncheure bieten für alle Fahrer aussichtsreiches Terrain.
Zum Auftakt darf man mit einem Sprint rechnen, am zweiten Tag sind die Puncheure gefragt. Im Finale der dritten Etappe ist bergauf ebenfalls Punch gefragt. Am vierten Tag wird wohl eine Vorentscheidung im Kampf um den Gesamtsieg fallen. Dann geht es zum Ziel 14,6 Kilometer mit durchschnittlich 7% bergauf.
Die Etappen fünf und sechs lassen Spielraum für verschiedene Szenarien. Die Sprinter können sich dabei vor allem am sechsten Renntag Hoffnungen machen.
Das Zeitfahren zum Abschluss ist mit 10km nicht sehr lang. Hier wird endgültig die Entscheidung ums Podium fallen.


Ich finde nicht, dass das Rennen zwischen den zwei Meeren in irgendeiner Form weniger Bedeutung hat als das Rennen zur Sonne. Ich finde es weder weniger gut besetzt, noch weniger anspruchsvoll. Beide Rennen sind sehr wichtig und die Zuschauer dürfen sich bestimmt auf ein Spektakel einstellen. Das Rennen wird sehr hart, vor allem auf den Etappen 4 und 5. Beim Zeitfahren am Schlusstag in San Benedetto del Tronto kann es im Kampf um die Nachfolge von Titelverteidiger Rafal Majka sicher noch zu einigen Veränderungen kommen. Speziell Tom Dumoulin dürfte sich auf diesen Tag freuen. Auf den Etappe 1,3 und 6 dürfte die Stunde der Sprinter schlagen. Hier können wir uns unter anderem auf die Superstars Sagan und Van Aert freuen, die gegen das Topsprinterteam Movistar um Nizzolo antreten werden.

Über den Grundcharakter des Rennens haben meine Kollegen schon alles gesagt. Also werde ich mich auf die wirklich wichtigen Aspekte konzentrieren: Wo stürzt Astana und welche Fahrer trifft es?
Wenn ich mir die Etappen so anschaue, bietet Etappe 1 gleich großes Massensturzpotenzial. Ein Rundrennen mit Massensprint, das ist eigentlich das ideale Szenario. Wenn Daniel die Etappe gebaut hat, sehe ich die Chance da bei 90 Prozent. Hofstetter braucht für Etappe 1 also gar keine Ambitionen hegen. Etappe 5 dürfte durch die vielen Abfahrten sicherlich auch interessant werden. Ich denke, ein Izagirre wird sich dort hinlegen. Die 6. Etappe sorgt dann wieder für einen Massensturz. Meine Glaskugel sagt, dass hier der andere Izagirre stürzen wird. Wenn alles gut läuft, kommt Fuglsang also durch.


Der Ausblick: Mailand-San Remo

“La Classicissima di Primavera“ ist wieder angesagt. Hier trifft sich wieder Romantik und Leidenschaft auf einem Fleck.
Dieses Jahr fehlt der Turchino-Pass und wird durch den Colle di Giovo ersetzt, einen nicht allzu schweren Anstieg, der nach rund 170 Kilometern in Angriff genommen wird. Die letzten 112 Kilometer geht es über die altbekannte Strecke mit Capo Mele, Capo Cerva und Capo Berta sowie dem Finale über Cipressa und Poggio hinab nach San Remo, wo nach 299 Kilometern das Rennen auf der Via Roma zu Ende geht. Es wird wieder einen Sprint aus einer kleinen Gruppe geben, das kann man wohl jetzt schon sagen.


La Primavera stellt traditionell den Auftakt in die Saison der großen Frühjahresklassiker dar. Seit Beginn der Datenaufzeichnung im Ranking (2014) kam es bei allen Austragungen zu einem Massensprint um den Sieg, auch wenn dies meistens ein Massensprint eines schon stark ausgedünnten Feldes war. Daher kann es auch bei uns als das Monument der (ausdauerstarken) Sprinter bezeichnet werden. Kommt es auch in diesem Jahr zum Sprint Royal auf der Via Roma oder kann sich erstmals ein Puncheur vorher absetzen und die Nachfolge des Vorjahressiegers Elia Viviani antreten?

Mailand-San Remo ist das erste Monument der Saison. Aber den Namen Monument verdient es wohl nur wegen der Tradition und der Länge des Rennens. Bei mir steht es in der Rangliste der Monumente nur auf der Nummer 4. Sind wir mal ehrlich: Die ersten 250 km sind meist stinklangweilig und man braucht erst auf den letzten 50 km den Fernseher einzuschalten. Die lange Anfahrt dient wohl auch nur dazu, die Fahrer müde zu machen. Es darf einfach nicht sein, dass Leute wie Ciolek so ein Rennen gewinnen. Bei uns ist es daher ein Mix aus Ausdauerrennen und Sprintrennen. Leute wie Sagan müssten dieses Rennen lieben. Und natürlich die Grünsparjunkies in der Liga.

Veni, Vidi, Vici?-Rückblick

Pinot, Roglic und Lopez wurden als Sieger getippt. Wer hätte auch drauf kommen können, dass ausgerechnet Gerd, einer der Flops der ersten Phasen auf einmal brilliert. uhri lag noch am nächsten, für Punkte reicht das nicht.

Gesamtstand:
Cunego 2 Punkte
Timmy 2 Punkte
Uhri 0 Punkte

Veni, Vidi, Vici?- Tirreno-Adriatico

Ich denke Gerd wird seit letztem Sonntag nur so vor Selbstvertrauen strotzen. Daher tippe ich auf Daniel Martin.

Für mich wird es ein weiteres Duell zwischen Dumoulin und Buchmann. Beide haben sich schon in der UAE Tour in den „Bergen“ duelliert. Jedoch konnte Dumoulin wegen dem Zeitfahren die UAE Rundfahrt gewinnen. Hier bei der Tirreno-Adriatico Rundfahrt gibt es ebenfalls ein Zeitfahren. Außerdem ist die Etappe 5 für mich die Königsetappe. Klassikerfeeling, es geht nur hoch und runter! Wir wissen alle, Rene ist ein Fuchs bei solchen Rennen! Ich denke Dumoulin gewinnt nochmal hauchdünn vor Buchmann.

Mich ärgert mein Rückstand auf die beiden Pappnasen hier sehr. Daher muss ich aufholen. Natürlich gewinnt Tadej Pogacar. Dafür habe ich 3 Gründe: 1. Bester Bergfahrer. 2. Zeitfahrgoat 3. Cunego...Bei entsprechender Fitness gibt das eine saftige Klatsche für die Kollegen

Veni, Vidi, Vici?- Mailand-San Remo

Peter Sagan konnte bei seinem neuen Team mit dem Cadel Evans Great Ocean Road Race und dem Omloop Het Nieuwsblad bereits 2 WT-Klassiker gewinnen. Die Chemie zwischen Kotschi Und Sagan stimmt also. Daher ist er mein Siegtipp.

Hier versuche ich es mal mit einem krassen Außenseitertipp. Eddi hat seit Paris Nizza und diesen Internetverbindungen richtig Wut im Bauch und sein Fahrer Teuns auch. Wenn wir diese Wut miteinander kombinieren haben wir den Mailand Sanremo Sieger. Ich sage mal Teuns.

Sagan ist sicher kein schlechter Tipp. Timmy hat wohl wieder zu viel am Druckertoner geschnüffelt. Ich kenne einen Manager, der nach der heftigen Kritik als Flop der Woche sicherlich heiß we Frittenfett ist: Akkez. Das werden wir zu spüren bekommen. Pascal Ackermann gewinnt Mailand-San Remo!

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Re: Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

Beitrag von uhri » Sa Mär 20, 2021 8:43 am

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Die Frage der Woche: Leidenschaft, sportlicher Ehrgeiz, Sucht. Warum bin ich in der German Elite Liga und was schätze ich an ihr?

Cunego: Die Liga bildet finde ich die ultimative Mischung. Der Wettkampf mit den anderen Teams ist toll. Man kann hier sein eigenes Team aufbauen und mit seinen Lieblingsfahrern durch die Ligawelt reisen und um Erfolge kämpfen. Die Verknüpfung zwischen Liga und Realität ist dabei das was es richtig aufregend macht. Das Mitfiebern mit seinen Jungs macht die echten Rennen für mich nochmal viel spannender und aufregender zu verfolgen. Die Liga bietet auch noch so viele weitere Facetten wie z.B. die Transferphase, die Saisonplanung, die Rennabende im TS oder den Austausch mit anderen Managern. Das ganze ist natürlich nur möglich durch die ganzen tollen Mitspieler die hier dabei sind. Es wird einfach nie langweilig und die Liga ist ein schöner Teil meines Lebens, den ich nicht missen möchte. :)

Akkez: Was ich am meisten an der Liga mag, ist, dass ich hier schon oft genug scheiße gelabert habe, dass man mir das hier mittlerweile glaubt.
Auf einer ernsthaften Basis, es ist einer der wenigen Orte im Internet, wo man auch in der Tiefe über Radrennen sprechen kann. Auch wenn hier nicht alle meine Konzepte akzeptiert werden. :roll:
Hier kann ich auch meine über Jahre aufgebauten Kompetenzen endlich mal gewinnbringend einsetzen und die ganzen Van Wilders, Costas und Daineses nicht kaufen und stattdessen die großen Talente wie Max Kanter in mein Team holen und dann für den einzig wahren Radsportgott eintauschen.
Dass es die Renntage eher nicht sind, die mich hier halten, habe ich letztes Jahr gemerkt, als es keine Radrennen gab und ich quasi auch nicht da war.
Das gute an den Renntagen ist mittlerweile wieder der Teamspeak, wenn Timmy und Jonas sich über ihre Badewannengeschichten austauschen oder Cunego mit seinen Tenniskünsten angibt.


Cookie: Ganz klar verbindet uns die Liebe zum Radsport, welche in Deutschland irgendwie trotzdem selten anzufinden ist und man komisch angeguckt wird, wenn man sagt, man schaut jetzt Radsport. Das schätze ich sehr an der Liga. Dass man mit anderen, die genauso viel oder sogar mehr von dem Sport verstehen, diskutieren kann. Ich könnte das in meinem Privatleben sonst mit niemanden.
Dazu kommt natürlich der Ehrgeiz, historisch bedeutende Rennen in einem Spiel zu gewinnen. Klar ist das geil, selbst wenn es nur virtuell ist. Niemand von uns kann leugnen, dass man vor dem Start der Tour zehnmal aufgeregter ist als vor der 2. Etappe der Asturien Rundfahrt.
Außerdem schätze ich die vielen Meinungen der Manager, die Vielseitigkeit und die Anpassungsfähigkeit der Liga sowie die absolut realistische Abbildung der Realität in einer Simulation. Zudem habe ich schon immer den langfristigen Aufbau von etwas Eigenem geliebt und die zugehörige Planung. Auch schön ist, dass selbst so 'ne Transe wie Jonas toleriert wird!


Timmy: Das ist eine sehr schwierige Frage und dafür muss ich erstmal ausholen.... (Die nachfolgenden Ausgaben verschieben sich um ein paar Wochen, Anm. von uhri...)
Wie fing es mit dem Radsport an? Natürlich durch meine Mutter! Meine Mutter ist sehr sportbegeistert und bei einem schönen Familienurlaub auf Norderney im Jahr 1997 haben wir immer nach dem Strandgang beim Bäcker noch Kuchen geholt. Als wir dann zurück in der Ferienwohnung waren, haben wir natürlich auf ARD die Tour de France geguckt. Damals kannte ich diese Sportart nicht und auch die Tour de France sagte mir zuvor nichts, aber Mutti klärte mich schnell auf. Und dann sah ich ihn, unseren Jan. Jung, wild, kraftvoll und so viel Talent. Jan’s Aufstieg war kometenhaft und meine Mutter erklärte mir, dass er super Chancen hätte die Tour de France zu gewinnen, wenn sein damaliger Kapitän Bjarne Riis ihn von seinen Helferpflichten entbinden würde. Und das tat er dann und unser Jan durfte sich den Traum von Gelb verwirklichen, was er dann auch tat. Aber damals war es nicht nur Jan Ullrich, auch Erik Zabel ein Sprintstar, hatte ebenfalls tolle Resultate für Deutschland herausgefahren und da hat es mich erwischt.
Diese Sportart Radsport, die so zerbrechlich ist. Kleine, dünne Männer, kein Gramm zu viel, die sich in 3 Wochen nicht verletzten und keinen Schnupfen einfangen durften und jeden Tag gut essen mussten, faszinierte mich sssooo unglaublich, dass ich davon nicht mehr loskam. Irgendwie wollte ich diesen Traum auch erleben, ich wäre auch so gerne ein Radsportler geworden. Aber wie hätte ich das machen können?
Ich kam nicht aus dem Osten, mir fehlte die strenge Erziehung, ich hatte kein Rennrad. Aber irgendwie wollte ich das miterleben, nur wie??? Meine Faszination dafür war zu gewaltig geworden. Es kamen die ersten PC Spiele, die mit Radsport zu tun hatten, PC Spiele oh ja, meine zweite schöne Leidenschaft. PC Spiele und Radsport, cool, zwei Fliegen mit einer Klatsche. Jetzt fehlte nur noch der interne Wettbewerb und da kam mir die Idee. Veranstalte Netzwerkwochenende bei dir! Verknüpfe es mit einer großen Rundfahrt! 21 Etappen in 48 Std, ja das könnte funktionieren. Und es hat funktioniert. Manchmal waren wir nur zu 6 manchmal aber auch zu 10. Wir saßen im Keller und zockten über ein lokales Netzwerk den Radsportmanager. Es war traumhaft! Soviel Spaß (wenn man erfolgreich war).
Mein erstes Team vergesse ich nie und was war das damals für ein Team. Fassa Bortolo, ein typisch italienisches Team. Der Kapitän war Aitor Gonzales, der Edelhelfer war das Supertalent Ivan Basso, hinzu kamen die Hügelklassiker Casagrande, Frigo und Bartoli und dann noch Sprintstar Petacchi. Damals war Nibali mit 21 Jahren noch blutjung  UUFFF was für ein geiles Team.
Kurzer Rückblick, mit der ersten Tour Teilnahme sofort die erste Tour gewonnen. Im letzten Zeitfahren (damals noch über 50 Km lang) Mayo, (damals gespielt von meinem Cousin) hatte ihm noch das gelbe Trikot von den Schultern gerissen.
Allerdings haben unsere Fahrer immer volle Fitness gehabt, sowas wie eine Fitnessplanung hatten wir nicht.
Eines Tages schrieb mir per WhatsApp Stiban: „ Hey Tim, dort gibt es eine Gruppe, die unsere Radsportmanagerreihe spielt, und das noch viel professioneller!!!
Ich: „Noch professioneller????, kraaasss“
Stiban: „Ja, unglaublich“ Zwei Teams sind noch frei und eines davon hat Marcel Kittel“
Ich: „WWWAAASSSS Kittel ist noch frei, sind die wirklich professioneller???“ Egal, ich nehme das Kittelteam“
Und schon nach den ersten Wochen wurde mir bewusst, ich habe hier eine neue Familie für mich gefunden, auch wenn mir der Wind immer streng entgegenwehte.
Hier gab es alles. Jung und nicht mehr so jung, Sunnyboy und Firmenbesitzer, Semiprofi und Hobbyradler, eine Sache hatten wir aber alle gemeinsam. Wir lieben den Radsport und könnten den ganzen Tag darüberschreiben! Ich wusste, hier könnte ich mich heimisch fühlen und meinen Radsporttraum in der Eliteliga erfüllen. Denn was hier alles auf die Beine gestellt wurde war legendär. Transfersystem, Fitnesspläne und Rankingsystem für die Erfolge, einfach genial und dann noch das Archiv!!!! Geschichten alter Erfolge, die bis 2007 zurückführten, unglaublich geil! Im Endeffekt haben mich alle drei Punkte Leidenschaft, Sucht und sportlicher Ehrgeiz dazu bewegt, hier so viel Zeit zu investieren. Um noch besser zu werden müsste ich diese Zeit sogar noch verdoppeln! Diese Eliteliga ist einfach genial!!! Irgendwie habe ich jahrelang nach dieser Liga gesucht.


Dani: Der moderne professionelle Straßenradsport ist eine super interessante Sportart. Diese Leidenschaft mit anderen Leuten zu teilen, ist eine großartige Sache. Diskussionen über die echten Rennen und Fahrer und der Versuch all das möglichst realistisch auf die Liga zu übertragen macht super Spaß. Eine Sucht ist es nicht wirklich, ich freue mich auch immer auf den Dezember, es ist eher ein Zwang: Ich muss ja die nächste Phase vorbereiten, sonst ist hier alles vorbei. Aber es macht mir ja auch unglaublich viel Spaß. Bei der Betreuung des Teams zählt natürlich der sportliche Ehrgeiz. Ich will meine Saison so planen, dass ich den möglichst größten Erfolg einfahren kann. Und was ein Erfolg ist, ist je nach Situation ganz anders zu bewerten. Über einen Top 10 Platz mit einem schlechten Fahrer mit schlechter Fitness freut man sich manchmal mehr, als über einen überlegenen Sieg, wofür man sich nicht mal anstrengen musste. Jedes Rennen, jeder Renntag ist anders und hier wird es nie langweilig.

uhri: Die German Elite Liga existiert seit 2007 und ich bin seit Juli 2007 dabei. Das sind schon 14 Jahre. Etliche Managerteile habe ich mitgemacht, etliche Saisons mitgespielt und viele, viele Manager kennen gelernt. Warum bin ich also immer noch dabei? Ich denke das liegt zum einen an den tollen Menschen hier. Es macht einfach Spaß, mit den anderen Managern sich auszutauschen, im Forum oder per ICQ oder im ts. Jeder Charakter ist unterschiedlich, aber die Mischung machts. Und dann entwickeln wir uns als Liga auch immer weiter, sei es in der DB, sei es an den Regeln, oder im technischen Part. Sicherlich ein wichtiger Part ist bei mir auch das Mitfiebern mit meinen Sportlern in echt. Das macht einfach doppelt so viel Spaß, die echten Radrennen zu sehen. Eine kleine Rolle würde ich auch der Sucht zuschustern. Ich merke das in der Winterpause. Da brauche ich 2 Wochen um schätzen zu wissen, dass man Freitage und Sonntage auch mal anders nutzen kann. Aber wenns dann mit der neuen Saison losgeht ist das wieder vorbei;-)!

Phil: Leidenschaft, sportlicher Ehrgeiz, Sucht...Irgendwie alles ... Timmy sei Dank ...Er brachte mich auf die total bekloppte Idee Freitags und Sonntags vor meinem Laptop zu hocken. Leidenschaft: Definitiv, man will immer der Beste (in der Familie) sein....Vorher war es nur Just For Fun, jetzt ist es mehr. Sportlicher Ehrgeiz: Nein ...Laut meiner Frau: " Es ist kein Sport , es ist Kindergarten" Sucht: Kann man so sagen, Zocken und dabei ein kühles Bier...Weltklasse

Jonas: Der User hat seine Nachricht gelöscht.

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Re: Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

Beitrag von uhri » Fr Mär 26, 2021 1:52 pm

Bild Alea iacta est-Katalonien Rundfahrt und KSP-Vorschau

Von der tyhrrenischen Küste über die Adria nach San Remo. Die italienische Woche haben wir schon mal hinter uns gebracht und bewegen uns nun nach Katalonien, wo uns Berge erwarten. Aber nicht nur das steht in dieser Woche auf dem Programm. Gleich 3 Kopfsteinpflasterrennen beglücken uns! Außerdem beschäftigen wir uns heute mit unserem geschätzten Kollegen eddie.

Tops und Flops Tirreno-Adriatico

+Nicolas Roche: Es war schon ein sehr gut besetztes Rennen, die Fernfahrt Tirreno-Adriatico. Sich da mit Berg74/Hüg 74 zu behaupten und das noch mit einem Pogacar im eigenen Team, das finde ich stark. Ich muss zugeben, dass ich zwischendurch mal schön blöd geguckt habe, als am Hügel Roche im Sitzen an mir vorbei gebraust ist. Das hat mir ordentlich Respekt eingeflößt!

+Dylan Teuns: Für mich war der Belgier eine absoluter Überraschungssieger. Gegen viele Toprundfahrer, von denen auch einige gute Fitness hatten, konnte sich eddie mit einer herausragenden Leistung durchsetzen. Das war ein echter Knaller!

+ Dylan Teuns: Alle Mitspieler haben sich auf den großen Zweikampf zwischen Buchmann und Dumoulin konzentriert und am Ende schnappt sich im Sekundenspiel noch Teuns den beiden den erhofften WT Rundfahrt Sieg weg. Nicht schlecht Eddie, Teuns muss sich wohl in einer traumhaften Verfassung befunden haben. Absoluter Überraschungssieger: Hut ab Eddie!

-Tadej Pogacar: Wo Licht ist, ist auch Schatten. So auch im Team Lotto Soudal. Der vermeintliche Kapitän Tadej Pogacar hat leider völlig versagt. Platz 17 Gesamt ist eines Pogacar unwürdig und Platz 11 bei der 100 Prozent Bergetappe nichts anderes als eine üble Enttäuschung. Cunego wird sich fragen müssen, ob seine Fähigkeiten nicht mehr ausreichen, oder ob die Fitnessplanung unzureichend war. So darf sich Pogacar jedenfalls nicht präsentieren.

-Tadej Pogacar: Die Ambitionen waren groß. Die Enttäuschung nach dem Rennen noch größer. Leider war Tadej die Woche über nicht in der erhofften Verfassung und erwischte dann auch noch einen schlechten Tag bei der harten Hügeletappe. :(

- Steven Kruijswijk: Hat sich hier der Teammanager von Jumbo Lotto mal verzettelt. Wäre nicht die völlige Konzentration auf Van Aert sinnvoller gewesen? War die Form von Van Art einfach nur unglaublich gut oder gibt es intern im Team einen Generationswechsel? Wir sind gespannt! Aufjedenfall interessiert mich, was die Nominierung von Steven Kruijswijk bei der Tirreno-Adriatico Rundfahrt sollte?

Tops und Flops Mailand-San Remo

+Ryan Gibbons: Ryan wer? Ryan Gibbons! Platz 8 mag sich nicht so spektakulär anhören, aber schaut euch mal seine Werte an! Hüg 71, SP 72, AUS 70(!), das sind eigentlich nicht unbedingt Topwerte für ein absolutes Ausdauerrennen wie Mailand-San Remo. Angesichts der starken Konkurrenz ein tolles Ergebnis bei diesem Monument des Radsports. Er scheint langsam in seinem neuen Team anzukommen.

+Peter Sagan: Nachdem Kotschi beim Triumph beim 1.Monument des Jahres nun schon den 3. WT-Klassiker mit dem Slovwken gewonnen hat, muss ich ihn jetzt mal als Top nehmen. Die Konstanz ist wirklich beeindruckend. Er sammelt ein großen Sieg nach dem anderen. Wahnsinn!

+Matej Mohoric: Etappenzweiter geworden, unglaublich. Wie schon öfters erwähnt, befindet sich der Teammanager Rene seit dem Fehlen von Bike in einer unglaublichen Verfassung. Wenn man sich die Werte von Mohoric mal anguckt, ist es unglaublich! Wenn dieser Manager jetzt noch üben könnte, könnte ihn keiner aufhalten. Im Team Chat wurde verkündet, dass durch die Arbeit, Familie und durch Arbeiten am Haus, der RSM Manager nur an vierter Position befinden würde. An vierter Position nur? Cunego hast du das gehört???

-Arnaud Demare: In meinem Test hat er das Rennen gewonnen. Platz 13 war für mich dann schon enttäuschend, zumal er sich im Sprint sogar seinem Teamkollegen Pierre Latour geschlagen geben musste. Vielleicht ist das Rennen einfach zu schwer für ihn. Leichte Klassiker wie Eschborn-Frankfurt scheinen ihm einfach besser zu liegen.

-Pascal Ackermann: Nach dem starken Saisonstart war der erfolgreich deutsche Sprinter beim Monument, welches den Sprintern am ehesten liegen sollte, durchaus einer der Favoriten. Doch in Abwesenheit seines sportlichen Leiters lief es gar nicht für ihn. Leider wurde es nur Platz 59.

- John Degenkolb: Armer, armer John. John hat ein so gutes Frühjahr gehabt und seine Ergebnisse waren bis jetzt mehr als gut. Etappensiege waren auch schon dabei. Während der Etappe konnte ich mal kurz in sein Gesicht blicken, John war unglaublich gut drauf und entspannt. Leider ist er im letzten Anstieg gestürzt. Egal, aufstehen John und weitermachen. 2022 neues Jahr, neues Glück.

Kontrovers diskutiert-Die Frage der Woche: Eddie-Mehr als nur Mr. Bergwertung?

Ohne Frage, jeder kennt eddie als den Mann, der auf jede Bergwertung geht, die es zu holen gibt. Selbst wenn er uneinholbar vorne ist, er muss die einfach gewinnen. Da scheint er einen gewissen Fetisch zu haben. Das würde auch erklären, warum er vor jeder Etappe so ewig braucht. Er analysiert jede Etappe auf die Möglichkeit hin, Punkte abzustauben.
Ein positiver Nebeneffekt davon ist, dass er dafür in den letzten Jahren jede Menge Prämien bekommen hat. Zähneknirschend musste er nun eine Kürzung der Prämien hinnehmen. Aber beschwert er sich? Nein. Der Mann, der vielen auch als "Schweiger aus Erfurt" bekannt ist, hat sich einfach umorientiert und scheint nun auch vermehrt Gesamtwertungen in Angriff zu nehmen. Der Sieg beim Tirreno-Adriatico beweist mir das.
Aber er hat auch noch mehr Qualitäten. Bei den Transfers ist er knallhart, er ist der Mann der zwei Worte ("Kein Interesse, Nein Danke, Muss Bleiben") und schafft es Jahr für Jahr, seine Millionen zusammen zu halten um sie für Talente ausgeben zu können. Sprints kann er auch sehr gut.
Aber eine Schwäche habe ich dann doch ausgemacht: Grand Tours scheinen nicht so seine Sache zu sein. Also: Der mysteriöse Eddie, dessen wahren Namen niemand zu kennen scheint, ist weit mehr als Mr. Bergwertung, auch wenn er das ungern zugeben wird.


Klar, wenn man an Eddie denkt, denkt man wahrscheinlich zunächst an die zahlreichen Siege in den Bergwertungen. Dort ist er wahrscheinlich der mit Abstand erfolgreichste Manager alles Zeiten. Doch tatsächlich konnte er auch in der Vergangenheit schon einige große Erfolge verbuchen. Allen voran erzielte er diese mit Romain Bardet. Von 2017 bis 2019 gewann er mit dem Franzosen 3 Mal hintereinander das Gesamtklassement von Paris-Nice. Das ist krass! Daneben ist er mit seinem Superstar auch bei hügeligen Klassikern wie der Lombardei Rundfahrt oder Fleche Wallone schon häufiger auf dem Podium gewesen. Allerdings zählen KSP-Klassiker bislang nicht zu seinen Stärken. Nun, nachdem bei Bardet gerade etwas der Wurm drin ist, springt mit Dylan Teuns der Vizeweltmeister von 2017 in die Bresche und holt beim Tirreno-Adriatico seinen bislang größten Sieg seiner Karriere. Eddie ist für mich daher viel mehr als nur ein Bergwertungsspezialist. Wird er diese Leistungen vielleicht eines Tages auch bei Grand Tours abrufen können?

In der heutigen Zeit, in der Spitzenprofis transparent und gläsern sein müssen, ist Eddie für viele noch ein unbekanntes Phänomen. Wer ist überhaupt Eddie? Was treibt ihn an? Wie lang ist eigentlich sein Schnauzer und ist er wirklich mit Basti verwandt? Es gibt so viele offene Fragen und kaum Antworten.
Der Ligaspitze ist Eddie schon lange ein Dorn im Auge. Ein Manager, der sein Spitzenteam durch Bergprämien finanziert. Nebenbei aber gerne französische Rennen (egal ob WT oder Krimis) gewinnt und mit seinem Spitzensprinter Demare oft anderen den Sieg noch von der Nase wegschnappt. So einen Manager versucht die Amtsleitung zurück in den Käfig zu sperren, auch deswegen wurden die Prämien erheblich gekürzt. Aber Schnauzerliebhaber Eddie ist es egal, es werden weiterhin die Bergprämien gewonnen, nicht nur gewonnen, diese Trikots werden förmlich brutal gewonnen! Ich denke, Eddie ist mehr als nur Mr. Bergwertung, aber er hält sein Potenzial noch zurück. Ich glaube sogar, er könnte ein großer GT Sieger werden. Einen Kader dafür hat er, finanzielle Mittel sind im Überfluss vorhanden, es fehlt ihm nur der richtige GT Fahrer. Ich bin mir sicher, wenn es einen zukünftigen französischen GT Sieger gibt, dann wird Eddie ihn auch steuern.
Aber Eddie, bleib so wie du bist. Fahre das, wozu du Lust hast. Zeig dich doch mal im Teamfunk, spätestens beim WM Rennen. Wir würden uns freuen.
P.S. Wenn Kittel einen anderen Sprinter als Gegner hatte, gegen den er auch eine negative Bilanz vorzuweisen hätte, dann war es Demare. Wie oft bist du mit diesem Sprinter kurz vorm Ende noch an mir vorbei gezogen;)
Gggrrrrrrr ;)


Der Ausblick: Katalonien-Rundfahrt

Die Katalonien Rundfahrt ist eine bekannte Größe in der World Tour. Früher im Mai7Juni ausgetragen, sind wir seit einigen Jahren im März bei den Katalanen zu Gast. Jeder kennt das Rennen: Schwerpunkt auf Berg-und Hügeletappen, vielleicht 1-2 Sprintetappen. Aber in diesem Jahr haben wir auch ein 21 km langes Zeitfahren dabei (bei uns bereits im letzten Jahr, in echt fiel das Rennen aus), was es reinen Bergfahrern wie Sepp Kuss unmöglich machen dürfte, hier auf dem Podium zu landen. Ganz besonders bin ich gespannt, ob Timmy seine Siegesserie in Spanien fortsetzen kann, oder ob Cunego endlich mal in die Pötte kommt. Zeit wärs langsam mal...

Bei der Katalonienrunfahrt ist dieses Jahr fast die komplette Weltelite der Rundfahrer am Start! Was für eine wahnsinnige Startliste!? Doch es bleibt natürlich abzuwarten wie gut die Form der Toprundfahrer sein wird. Dabei wird ihnen nicht nur in einigen epischen Bergetappen alles abverlangt werden, auch im Zeitfahren gilt es um jede Sekunde zu kämpfen. Das wird ein Spektakel! Neben den Etappen für die Klassementfahrer stehen mit den Etappen 1 und 6 zwei mögliche Sprintankünfte auf dem Programm. Mit Matthews, Boasson Hagen, Coquard und Koch sind einige Sprinter am Start, die auch gut über die Anstiege kommen sollten, um am Ende im Sprint noch reinhalten zu können.

Reichlich Berge, zwei Bergankünfte, ein Zeitfahren und kaum eine Chance für einen Sprint – die Katalonien-Rundfahrt bleibt sich auch bei der 100. Austragung treu. Es ist ein Rennen für die Fahrer, die bergauf keine Probleme haben. So findet man eine ganze Reihe von absoluten Top-Kletterern und Rundfahrern in der Startliste.

Der Ausblick: Kopfsteinpflaster-Wochenende

Endlich KSP, denkt sich Phikott, der seine gesamte Transferperiode auf diese Phase ausgerichtet hat. Aber auch andere TEams haben starke KSP-Fahrer. Sagan hat zuletzt eine Topform gezeigt und auf van Avermaets Durchbruch in dieser Saison warten wir noch. Nicht vergessen: Er hat hier letztes Jahr alles dominiert.
Die KSP-Woche beginnt mit der Waschmittelfernfahrt von Brugge nach De Panne, einstmals Teil der legendären 3 Tage von de Panne. Hier gibt es eigentlich nur 2 Möglichkeiten. Entweder es gibt Wind, dann kann das Feld zerpflückt werden, oder es gibt wenig Wind, dann läuft alles auf einen Sprint heraus, denn KSP findet man hier so gut wie gar nicht. Die Engstellen sind eigentlich auch nicht nennenswert.
Wesentlich KSP-lastiger wird es dann bei der E3-Binck-Bank Classic.Ihr kennt es vielleicht als E3 Harelbeke, E3 Prijs Vlaanderen oder irgendwie anders. Gefahren wird von Harelbeke nach Harelbeke über zahlreiche mythische KSP-Hellingen, die wir auch von der Flandern Rundfahrt kennen. Letztes Jahr gewann bei uns Greg van Avermaet vor Peter Sagan. Es ist zu erwarten, dass nur die ganz großen KSP-Spezialisten hier mithalten können. Achtung, viele Engstellen! Immer schön auf unsere Spezialisten achten!
Abgeschlossen wird die Woche mit Gent-Wevelgem. Der frühere Halbklassiker besticht heute vor allem durch seine Länge. Bei 254 km spielt die Ausdauer eine große Rolle. Aber auch das Wetter hat immer wieder seinen Einfluss. Bei uns hat hier Greg van Avermaet im letzten Jahr mit fast 3 Minuten Vorsprung gewonnen! KSP gibt es hier nicht so viel, allerdings ist der Kemmelberg immer wieder für eine Vorentscheidung gut.


Im Vorjahr konnte Nils Politt, damals noch im Trikot von FDJ, als Solist in de Panne gewinnen. Dieses Jahr fehlen jedoch gänzlich die vereinzelten Hügel/KSP- Abschnitte der letzten Jahre. Daher wird das Rennen Oxyclean Classic Brugge - de Panne wohl noch mal um einiges weniger selektiv sein als in der Vergangenheit. Es spricht also vieles für einen Massensprint.
Um einiges schwer dürften Gent-Wevlgem und der E3 Saxo Bank Classic sein. Während bei Gent-Wevelgem neben den vereinzelten Hellingen vor allem auch die Distanz das Rennen hart machen dürfte kommt das Profils von E3 bereits einer etwas kürzeren Flandern-Rundfahrt nahe. Im Vorjahr deklassierte Greg van Avermaet bei beiden Rennen die Konkurrenz und konnte seine Siege alleine auf der Zielgerade genießen.
Das Starterfeld ist bei den KSP-Klassikern gewohnt hochkarätig. Wir können uns also auf einige echte Radsportfesttage einstellen.


Hierzu kann ich leider nicht viel sagen, außer KSP KSP KSP und Sprintfinals

Veni, Vidi, Vici?-Rückblick

Beim Tirreno Adriatico hat mit Dylan Teuns ein Außenseiter gewonnen. Dafür gab es keine Punkte. Punkten konnte dafür Cunego mit seinem Tipp auf Peter Sagan bei Mailand-San Remo. Die gerechte Strafe gab es für uhri und Timmy...

Uhri hatte die Aufgabe einen Liebesbrief an die Sprintformel zu verfassen und als Signatur einzustellen. Timmy erhielt die Anweisung einen Beitrag im Newsthread seines Teams mit dem Titel "Bald zieht er an mir vorbei und lässt mich stehen. Ich habe meinen Gott gefunden" über seinen Cousin zu verfassen, in dem er seine Bewunderung an Philipp ausdrücken durfte.

Gesamtstand:
Cunego 3 Punkte
Timmy 2 Punkte
Uhri 0 Punkte

Veni, Vidi, Vici?- Katalonien-Rundfahrt


Aller guten Dinge sind 2. Tadej ist halt nur der zweitbeste Slowene. Es gewinnt Primus Roglic.

Tadej Pogacar: Ich hoffe es ist endlich soweit. Ich will unbedingt gewinnen.

Hier werden wieder Buchmann und Dumoulin sich duellieren. Aber jetzt redet Jumbo mit Ihrer Doppelspitze mit. Ich tippe deswegen mal auf Kuss. Ja Kuss ist für mich der Favorit.

Veni, Vidi, Vici?- Oxyclean Classic Brugge-De Panne

Peter Sagan setzt seine Serie mit einem Sieg in de Panne fort!

Ich denke Japser Philipsen könnte hier eine gute Chance haben seinen ersten Sieg in der WT einzufahren.

Mike Teunissen wird hier siegen.

Veni, Vidi, Vici?- E3 Saxo Bank Classic

Dani kann doch nicht alles verlernt haben. Greg is back! Van Avermaet holt sich den Sieg.

Wout van Aert hat kürzlich beim Tirreno-Adriatico seine ersten beiden Siege in der WorldTour feiern können. In Harelbeke stehen die Chancen auf seinen 1.Klassikersieg in der WT gut.

Hier holt sich John Degenkolb seine Wiedergutmachung.

Veni, Vidi, Vici?- Gent-Wevelgem

Ok, ich geb zu, ich habs mir bisher etwas leicht gemacht. Ich möchte ja auch endlich mal bestrafen! Bei Gent-Wevelgem probier ich mal was. Monsieur Morisch wird mit Oliver Naesen den Coup landen!

Greg van Avermaet konnte in Wevelgem seit Beginn der Datenaufzeichnung im Ranking bereits 3 Mal gewinnen. Kein anderer Athlet war jemals so erfolgreich bei diesem Rennen wie er. Ich denke diese besondere Erfolgsgeschichte findet dieses Jahr eine Fortsetzung.

Das sind die Tage von John Degenkolb, der Junge hat halt Bock😉

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Re: Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

Beitrag von uhri » Fr Apr 02, 2021 1:12 pm

Bild Alea iacta est-Dwars Door und Ronde van Vlaanderen

Was für ein Wochenende! Drei belgische WT-Klassiker und eine katalanische Rundfahrt standen auf dem Programm. Wir sahen das Comeback des großen John Degenkolb, den Sieg der KI beim E3 Preis und einen überragenden Greg van Avermaet in Gent, welcher uhri zu einem spontanen Loblied inspirierte. Die Katalonien-Rundfahrt hat dann irgendein Franzose gewonnen.
In unserer neuen Ausgabe widmen wir uns in unserer Vorschau den Flandern-Rennen. Quer durch und Rund um Flandern geht es. Eventuell werdet ihr auch Neuerungen erkennen. Die Vorschauen werden nun nur noch von jeweils einer Person verfasst. Das soll Wiederholungen vorbeugen. Außerdem wird es eine neue Kategorie geben. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Tops und Flops KSP-Rennen

+Die KI: Ja, was war da denn los beim E3 Preis? Klar, van Aert, Degenkolb, van Avermaet, Vanmarcke, das waren die Favoriten. Aber letztlich entscheidet auch manchmal die Intelligenz über den Sieger. Und hier war es die künstliche Intelligenz, die Trek einen genialen Sieg bescherte. Da hat Vanmarcke als Zweiter dumm aus der Wäsche geschaut!

+Greg van Avermaet: Dani hat es wieder allen gezeigt. Was für eine Attacke?! Der Belgier konnte bei seinem Lieblingsrennen Gent-Wevelgem mit einem wahnsinnigen Solo erneut gewinnen. Der 4.Platz beim E3 Saxo Bank Classic rundete die Woche für den Dominator des letzten KSP-Jahres noch ab. Kann der Flandrien nun auch seine Vorjahressiege bei der Ronde und Roubaix wiederholen?

+Sep Vanmarcke:Ich muss hier auch Sep Vanmarcke nennen. Wie er hier bei E3 - Saxo Bank Classic mit einem Megamove noch den zweiten Platz von John Degenkolb verhinderte, war Hammer. Mit Ankündigung! Ich weiß immer noch nicht, welche Buttonreihenfolge er gedrückt hat, aber ich war völlig verblüfft und hin und her gerissen. Trotzdem Rene, pfui pfui…Kein gutes Vorbild ;)
Trotzdem Hammermove!!!!!!!!!!!


-Nils Politt: Phikotts Plan war klar formuliert. Nils Politt wurde in einem überragenden Transfer geholt, um auf den KSP-Rennen den dringend benötigten Vorsprung auf das Team Israel herauszuholen. Fassen wir es zusammen: Platz 19 bei De Panne, Platz 20 in Harelbeke, Platz 48 bei Gent-Wevelgem. Herausholen konnte Politt damit mal gar nichts. Der Plan Phikott droht desaströs zu scheitern.

-Yves Lampaert: Das einstige Topteam Deceunick-Quick Step befindet sich weiter in der größten Krise der Teamgeschichte. Auch die kurzzeitige Rückkehr von Teamchef Bike konnte daran nichts ändern. Er verließ während des E3 - Saxo Bank Classic enttäuscht das Begleitfahrzeug. Das beste Resultat des KSP-Kapitäns Lampaert in der letzten Woche war ein enttäuschender 22. Platz bei Gent-Wevelgem.

-Rocky: Wenn man so einen tollen Kader hat, solche KSP Helden in den eigenen Reihen besitzt und sogar Besitzer von Lichtfigur Van der Poel ist und beim KSP Auftakt fehlt, dann macht mich das ein wenig traurig. Soviel Kraft und Talent, welches nicht genutzt wird. Wie einst Jan Ullrich. Rocky, komm zurück, zeige dich….Ich will die ganze Power von dir in van der Poel sehen. Zeig Cunego, wozu ein richtiger Manager mit van der Poel in der Lage ist.

Tops und Flops Katalonien

+Sepp Kuss: Na, wenn ihn sonst keiner lobt, tu ich es halt. Bei den vorangegangenen Rennen habe ich gedacht, dass ich mir da jemanden eingefangen habe, der sich ganz mies fahren lässt. Diese Annahme hat er widerlegt. 2 überragende Bergetappen zeigen, dass er es drauf hat. Zeitfahren kann er natürlich nicht. Auf der letzten Etappe habe ich schon gedacht, ich fliege aus den Top 10 raus, aber Sepp hat trotz seiner -4 hervorragend gekämpft und diese Hügeletappe sogar auf Platz 4 abgeschlossen. Achtung, Mitmanager: Das war erst der Anfang!

+Jannik Steimle: Bei der schweren Katalonien-Rundfahrt gab es nur wenige Chancen für die Sprinter. Doch diese nutzte der junge Deutsche und konnte mit einem Etappensieg und einem 2.Platz für eine echte Überraschung sorgen!

+ Rigoberto Uran: Was Kotschi zurzeit mit dem UAE Team leistet, ist wirklich unglaublich. Nach den ganzen Klassiker Siegen mit Sagan hat jetzt sein Rundfahrtspezialist Uran bei der bis jetzt schwierigsten Rundfahrt einen traumhaften 4. Platz herausgefahren. Wo Kotschi ist, möchte ich gerne mal hin. Ich kenne die Ziele von Kotschi nicht, aber wird Uran mit plus 2 eine große Rundfahrt in Angriff nehmen? Ein gutes Team, Fahrer mit guten Beinen sind vorhanden sowie ein toll auffahrender Manager im Jahr 2021 sowieso.

-Rene: Der Renntag lief nun verbindungstechnisch wahrlich nicht gut. Lags auf der ersten Etappe, Mitspieler, die Schwierigkeiten hatten, eine Verbindung herzustellen und ein Hin und Her beim Hostwechsel haben uns massiv Zeit gekostet. Sowas muss doch einen Schuldigen haben! Rene wagte die Aussage, es sei "unspielbar". Er hatte auch sofort den Schuldigen gefunden und forderte: "Dani soll hosten". Und damit hat er das Chaos ausgelöst. Keiner war auf einen Hostwechsel vorbereitet, die Technik kam damit nicht zurecht und alles verzögerte sich um viele Minuten. Ein Manager, dessen Namen ich aus Datenschutzgründen als "Kleiner Bruder von X" bezeichne, gab entnervt den Rückzug bekannt.
Woran lag es aber eigentlich? An der Wassertappe in Calella. Die Ungeduld Renes hat dann ein großes Chaos ausgelöst. Ein wenig mehr Geduld wäre in Zukunft angebracht!


-Alejandro Valverde: Movistar ist fulminant in die Saison gestartet. Doch seit einigen Wochen befindet sich das Team auf Talfahrt. Nun ist auch Valverde vor heimischem Publikum weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. War der großartige Saisonstart von Akkez nur ein Ausrutscher nach oben?

- Emanuel Buchmann : Hier erstmal eine Bitte an den noch jungen Teammanager Philipp. Ich denke, du hast gesehen, dass Emanuel müde ist. Nach den zwei tollen WT Rundfahrten (UAE Tour und Tirreno-Adriatico Rundfahrt) in denen du jeweils eine Bergetappe mit Buchmann gewonnen hast, ist jetzt Emanuel sehr sehr blaß geblieben. Nur Platz 14 im Gesamtklassement steht zu Buche und somit meilenweit vom Dauerrivalen Dumoulin (der wieder einen tollen zweiten Platz herausgefahren hat) entfernt. Ich denke, du hast gesehen, dieser tolle Athlet benötigt eine Pause. Bitte gib ihm die!


Kontrovers diskutiert-Die Frage der Woche: Astana-vom Sorgenkind zum Topteam?

Als ich im letzten Jahr Veränderungen an der Prämienverteilung und an den Auktionsregeln überdacht habe, habe ich dies vor allem deshalb getan, weil die Schere zwischen guten und schwächeren Teams immer weiter aufging. Cunego fragte mich mal, welche Teams ich als Sorgenkinder sehe. Klar, Bahrain war schnell genannt, mit Abstrichen Bora, Israel. Und ganz klar: Astana. Astana war für mich ein Team geprägt von Formolo und Martin und dahinter viel Mittelmaß. Dan nicht in Form, Formolo reiner Hügelfahrer. Doch was passierte dann? Almeida zeigte eine überragende Grand Tour und versprach neue Hoffnung für Astana. In der Transferphase konnte sich toprider dank eines überragenden Herbstes von Dan Martin sinnvoll verstärken. Martin und Formolo wurden durch den überragenden Fuglsang und den Superman Lopez ersetzt und damit wurde noch mehr Hoffnung für die Grand Tours eingekauft. Mit den Izagirres hat man dazu 2 Tophelfer verpflichtet. Die einzige Frage ist nun, ob toprider das nun gut umsetzen kann. Das Frühjahr von Fugslang und Lopez verspricht auf jeden Fall Hoffnung. Aber abgerechnet wird am Ende des Jahres.

Für mich stachen bei der letzten Transferperiode vor allem 3 Teams heraus, die sich deutlich verbessern konnten. Bahrain, Wanty und Astana. Toprider hat insbesondere mit den Verpflichtungen von Fuglsang und Lopez sein Team auf ein komplett anderes Niveau heben können. Mit den Izagirre-Brüdern und Van Baarle hat das Team auch weitere starke Fahrer, die für eine gewisse Breite sorgen. Darüber hinaus ist da noch Joao Almeida. Der junge Portugiese ist das Toptalent von Astana und ist schon sehr nahe an der Weltspitze dran. Das Team ist finde ich nun sehr stark aufgestellt. Der Saisonstart war gut. Fuglsang konnte bereits einige Erfolge einfahren und das Team befindet sich im Ranking in der erweiterten Spitze. Ich bin mir sicher die Geschichte von toprider bei Astana ist noch lange nicht zu Ende erzählt. Ich denke die Glanzzeit von Astana hat gerade erst begonnen.

Es gab eine Zeit, in der Toprider ein wenig die Lust am RSM verloren hat. Ein so kollegialer Manager, der gerne Strecken baut, Girovorschauen schreibt und unser Ranking mit wichtigen Informationen füttert.
Aber auch so ein gutherziger Mensch wie Toprider benötigt Qualität in seinem Kader. Doch in den letzten Jahren ist ihm immer mehr Qualität verloren gegangen und die Fahrer, die im Kader noch geblieben sind, von denen kannte man gar nicht mehr die Namen bzw. man konnte sie auch gar nicht aussprechen. Es wurde sogar so schlimm, dass Toprider keinen sympathischen Besuch aus Bonn mehr zulassen wollte. Wahrscheinlich hat er sich deswegen geschämt.
Aber jetzt ist alles anders gekommen. Was für eine Transferphase hat Toprider da hingelegt. Fuglsang und Lopez gekauft und der Aufstieg von Almeida haben Astana völlig neuen Glanz hinzugefügt. Dazu noch zahlreiche geile Spanier wie die Izagirre-Brüder. Und sofort macht es sich im Schwanzvergleich bemerkbar! Toprider schwimmt auf eine Erfolgswelle und ist ganz ganz weit oben zu finden! Es ist wie im Märchen, wie die tolle Geschichte von Aschenputtel! Traumhaft!



uhris Kolumne: Liga vs. Realität: Die Über-und Unterperformer der German Elite

In diesem Format schauen wir genauer darauf, was die Manager mit ihren Fahrern im Vergleich zur Realität erreichen. Natürlich ist es nicht 1 zu 1 vergleichbar, da Werte nicht immer die Realität wiederspiegeln und bei uns die Fahrer deutlich mehr Rennen fahren als in echt. Aber einen kleinen Anhaltspunkt für die Managerfähigkeiten können wir schon erkennen. Heute schauen wir auf 3 Fahrer von Bahrain, die mindestens 3 Jahre in dem Team sind. Beachtet werden die Ergebnisse der Jahre 2018 -2020. Am Ende ranken wir die Ergebnisse auf unserer Performance-Skala.

Oliver Naesen
Beste Ergebnisse Realität: 3x Podium WT-Klassiker, 1 Podium WT-Rundfahrt
Beste Ergebnisse Liga: 2x Podium WT-Klassiker, 3 weitere Plätze in den Top 5 WT Klassiker
:arrow: Meine Einschätzung: Mit Naesen holt Morich alles raus, was möglich ist, auch wenn der große Wurf fehlt.

Damiano Caruso
Beste Ergebnisse Real: 2x Top 10 WT-Rundfahrt (beide Top 5), 1x Top 10 GT
Beste Ergebnisse Liga: 1xTop 10 WT-Rundfahrt,1x Top 10 WT-Klassiker, beste GT-Platzierung Platz 13
:arrow: Meine Einschätzung: Carusos Ergebnisse in der Liga sind eher schwächer einzuschätzen. Er geht mehr auf kleinere Rundfahrten als Kapitän, bei den WT-Rundfahrten landet er zumeist im Feld hinter den Favoriten. Eine GT hat er auf Platz 13 beendet. Da kann man definitiv mehr rausholen.

Sonny Colbrelli
Beste Ergebnisse Real: 8 Siege , 2x Top 10 WT-Klassiker, 1xTop 10 WT-Rundfahrt
Beste Ergebnisse Liga: 9 Siege 2x Top 10 WT-Klassiker, 1xTop 10 WT-Rundfahrt
:arrow: Meine Einschätzung: 8 Siege in der Realität stehen 9 Siegen in der Liga gegebenüber. Meist sind dies kleinere Etappensiege. Die Rundfahrtergebnisse in echt sind leicht besser. Ich würde sagen, da ginge in der Liga mit seinen Werten mehr. Er hat eigentlich Werte (gehabt), die deutlich mehr Siege zulassen würden. Auch die Klassiker , die er in den Top 10 beendet hat, waren jetzt nicht die Top-Klassiker.

Fazit: Morichs Leistungen entsprechen in Teilen denen der Realität, lassen aber noch viel Luft nach oben. Ich würde sagen, auf der Performance-Skala von 1=total unterperformt bis 10, total überperformt steht er auf einer 4.


Der Ausblick: Dwars Door Vlaanderen

Dwars door Vlaanderen ist ein relativ junges Rennen im Kalender und erst seit 2017 überhaupt in der World Tour. Es hat viele Elemente der Flandern Rundfahrt zu bieten. Nicht umsonst sagte ein berühmter Radsportpoet, dass er in seiner Zeit bei Saeco wochenlang in Flandern einkaserniert wurde, weil die Rennen alle in 30 km Umkreis stattgefunden haben. Typisch für das Rennen sind wie bei der Flandern-Rundfahrt die zahlreichen Hellingen und KSP-Abschnitte. Es ist mit 184 km allerdings deutlich kürzer. Aber heißt das was?
Ich sage: Nicht unbedingt! Immerhin haben wir in dieser Woche gesehen, dass es für Überraschungen sorgen kann. Ein Mathieu van der Poel war nur einer unter vielen, während Warren Barguil das Rennen entscheidend prägen konnte. Bei uns gab es im letzten Jahr einen Sprint einer 11-köpfigen Spitzengruppe mit dem Sieger Mathieu van der Poel, damals noch im Team Lotto Soudal. Kann er den Sieg wiederholen? Man weiß nicht, ob Rocky da ist, aber die Ki ist ja auch nicht von schlechten Eltern. A propos KI: Gerüchten zufolge möchte Kotschi demnächst wieder öfter auf die künstliche Intelligenz zurückgreifen...Es wird spannend!


Der Ausblick: Ronde van Vlaanderen

Es ist soweit! Mit der mythischen Ronde van Vlaanderen findet die KSP-Saison ihren ersten ganz großen Höhepunkt. Für mich ist die Ronde eines der spektakulärsten Rennen des ganzen Jahres. Über die zahlreichen KSP-Anstiege entbrennt das Rennen meistens sehr früh und ist daher für den Zuschauer sehr aufregend zu verfolgen. Hier trifft die absolute Weltspitze der Klassikerfahrer in Hochform aufeinander. Van Aert, Van der Poel, Sagan, etc. Die Liste der Stars ist endlos lang. Wer krönt sich dieses Jahr zum König von Flandern? Gelingt es einem Fahrer, den amtierenden Champion van Avermaet zu entthronen? Wer hier gewinnt ist ein ganz Großer!

Veni, Vidi, Vici?-Rückblick

4 Rennen gab es und damit 4 Möglichkeiten, Punkte zu holen. Da muss es uhri doch mal schaffen, was zu holen...aber weit gefehlt! Nur 1 Punkt aus 4 Rennen wurde verteilt. Und das war die einfachste Aufgabe. Cunego hat es korrekt herausgefunden: Gent-Wevelgem kann nur Greg gewinnen. Und wieder durfte Cunego sich 2 Strafen ausdenken...

Uhri bekam die Aufgabe in das Gästebuch von EF einen Beitrag zu schreiben. Darin sollte er Greg van Avermaet für seinen erneuten Triumph bei Gent-Wevelgem überschwänglich loben, eine kleine Spitze aufgrund der niedrigen Klassikerwerte von Pedersen setzen und die Machtübernahme der KSP-Herrschaft von Wout van Aert ankündigen.

Timmy erhielt die Anweisung einen Beitrag in das Gästebuch von Bike-Exchange zu posten. Darin sollte er Rene mitteilen was es für eine große Ehre es ist mit ihm in der Liga zu spielen, das kleine Wortgefecht des letzten Wochenendes im TS thematisieren und abschließend ankündigen, dass er Rene bald den Rang ablaufen wird.
In der genauen Formulierung bzw. Umsetzung hatten beide Manager alle Freiheiten.


Gesamtstand:
Cunego 4 Punkte
Timmy 2 Punkte
Uhri 0 Punkte

Veni, Vidi, Vici?- Dwars Door Vlaanderen

Osternmontag findet das Rennen bei uns statt. Der Tag, andem wir die Auferstehung von Jesus Christus feiern. An diesem Tag wird sicherlich auch Renes Bambusleitung wieder auferstehen. Und wir wissen ja, was uns dann blüht! Sep Vanmarcke gewinnt.

Peter Sagan: Der Teammanager von UAE meinte, er sei mit dem Auftakt des Slowaken in die KSP-Saison überhaupt nicht zufrieden. Ich denke da wird des ordentlich gekracht haben und nun alle sehr heiß auf die nächsten Aufgaben sein.

Hier muss ich einfach wieder John Degenkolb nennen! Seit dem Sturz bei Mailand San Remo ist er wie ausgewechselt. Unglaublich wie gerade seine Form ist! John der Große!

Veni, Vidi, Vici?- Ronde van Vlaanderen

Sorry Jungs, ich muss Punkte holen. Der Gent-Wevelgem-Prime wird erneut zuschlagen. Wer ist der König der Flandern-Rundfahrt? Greggy Greg van Avermaet!

Wout van Aert: Der belgische Superstar wartet immer noch auf seinen ersten ganz großen Sieg. Ist die Zeit nun gekommen? Ich denke ja.

Hmm, van Aert oder Van der Poel, van Aert oder Van der Poel, van Aert oder Van der Poel, van Aert oder Van der Poel??? Schwierig. Ist Rocky wirklich da? Ist Uhri überhaupt im Rennmodus, wenn am Freitag entscheidende Rennkilometer fehlen? Ach komm, es wird Nils Politt. Mein Cousin gewinnt seinen ersten WT Klassiker, zieht an mir im Schwanzvergleich vorbei und zeigt es seinen Kritikern! Irgendwie passt das alles!!!!!!!!!!!!!




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Re: Alea iacta est- Das World Tour Triumvirat spricht

Beitrag von uhri » Fr Apr 09, 2021 5:07 pm

Bild Alea iacta est-Paris-Roubaix und Baskenland-Rundfahrt

Mit dem letzten Wochenende haben wir bei uns Flandern hinter uns gelassen. In echt ist die Kopfsteinpflastersaison sogar schon ganz vorbei. Nicht so bei uns! Wir freuen uns sehr, dass wir noch das absolute Highlight, die Hölle des Nordens vor uns haben. Den Kontrast dagegen haben wir im Baskenland: Statt Kopfsteinpflaster ein Auf und Ab über mehrere Tage.
In der heutige Ausgabe blicken wir aber noch mal auf das vergangene Flandern-Wochenende bei uns zurück. Die reale KSP-Saison wird in unserem Thema der Woche reflektiert. Dazu haben wir einen Experten eingeladen. In der heutigen Performance-Analyse nimmt sich uhri die Manager von UAE und Astana zur Brust. Wir wünschen Viel Spaß beim Lesen!

Tops und Flops Dwars Door Vlaanderen

+Marco Marcato: Wie bitte? Wer ist denn der grüne Mann? Das habe ich mich am Sonntag gefragt. Kurz erklärt: Arkea hat bei mir grüne Trikots. Aber wie kommt Marcato da auf Platz 9? Mit KSP 72 ist das eine Mega Leistung. Vergessen wir nicht: Arkea Fahrer haben immer Fitness 0. Damit so viele KSP-Kapitäne zu schlagen ist eine richtig gute Leistung. Glückwunsch dazu an Arkea und ein Kompliment an den Rennmanager eddie.

+Jens Debusschere: Da hat Timmy mal einen echten Achtungserfolg gelandet! Platz 11 mit KSP 72 ist echt ein beachtenswertes Ergebnis! Hat der Israel-Manager nun seine Liebe zum Kopfsteinpflaster entdeckt?

+Oliver Naesen: Hier muss ich einfach Oliver Naesen nennen, nicht nur weil Herr Naesen den Klassiker gewonnen hat, auch seine Platzierungen in den letzten Wochen sind einfach top. Israel befand sich ja auch mit Bahrain beim Weltcup in direkter Konkurrenz. Aber durch die traumhaften guten Ergebnisse von Herrn Naesen ist Bahrain schon so gut wie uneinholbar entfernt. Morich schwimmt zurzeit auf einer absoluten Erfolgswelle, nicht nur durch die Siege von Dwars Door Vlaanderen und der Settimana Internazionale Coppi e Bartali.

-Dylan van Baarle: Ja, ich weiß, toprider kam erst spät ins Spiel. Von daher ist die Schuld nicht unbedingt bei ihm zu suchen. Aber ich bitte euch...in echt gewinnt er das Dingen und bei uns Platz 40? Das geht nicht. Zumal er auch Fitness hatte. Da muss toprider mal ein ernstes Wort mit ihm sprechen.

-Nils Politt: Es war bisher noch nicht das Jahr des Deutschen. Auch bei Dwars Door Vlaanderen konnte der Starneuzugang von Phikott mit einem mäßigen 14.Platz nicht überzeugen.

-Enthaltung: Hier einen richtigen Verlierer zu bestimmen ist schwierig, ob GVA oder Sagan zu nennen wäre mir zu schwach. Auch Lotto hat durch gute einzelne Performance von Degenkolb und Benoot eigentlich ein sehr tolles Ergebnis herausgefahren. Hätten die beiden zusammengearbeitet und nicht nur an den Schwanzvergleich gedacht, wäre sogar ein Sieg drin gewesen. Vanmarcke sollte man auch nicht nennen, da Manager Rene ständig Internetprobleme hat und frühzeitig abgehängt wurde. Dann am Ende noch toller 6ter zu werden ist schon super. Uhri sollte man sowieso nie in Frage stellen. Hier muss ich mal eine Enthaltung angeben. (Da Enthaltungen was für Feiglinge ist, sage ich stellvertretend für die Liga, dass Cunego der Verlierer ist...)

Tops und Flops Ronde

+Mathieu van der Poel: Ihr kennt mich, ich bin jemand, der gerne die stillen Helden feiert. Diesmal geht es einfach nicht. Der Angriff Mathieus war on point und kraftvoll. An genau der Stelle wollte ich auch angreifen. Rocky zeigt, dass er überhaupt nichts verlernt hat. Vielleicht hat da auch die Brandrede von Timmy (siehe letzte Ausgabe) seine Wirkung gezeigt. In einem privaten Gespräch hat mir Cunego gebeichtet, dass er Rockys Leistung krass fand. Da Rocky mit van der Poel auch für Paris-Roubaix sein Erscheinen angekündigt hat, denke ich, dass Cunegos Unterhosen bis dahin nicht trocken bleiben werden.

+John Degenkolb: Wenn ihn sonst keiner erwähnt, möchte ich das mal selbst tun. Platz 2 bei der Ronde war schon ziemlich überraschend. Die Tagesform war allerdings auch mal richtig gut mit +5. Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt allerdings schon, dass es wieder nicht zum großen Wurf gereicht hat, wenn man so nah dran war.

+Valentin Madouas: UUfff, was war das für eine Van der Poel-Show! Rocky und van der Poel, endlich haben die zwei sich gefunden! Hammer. Als Rocky diesen entscheidenden Angriff eingeleitet hat, hat man im Teamfunk förmig gehört, wie das Glas warme Milch von Cunego vor Schreck auf den Boden gefallen ist.
Aber zurück zum heimlichen Gewinner für mich. Partyboy und Frauenliebling Cookie hat mit Madouas einen tollen 6ten Platz herausgefahren. Ich kenne mich mit Klassikern und Kopfsteinpflaster noch schlechter aus als mit dem RSM, aber wir alle hätten diesen Namen nicht vorne erwartet. Für mich ist Cookie mehr als nur ein braungebrannter Sunnyboy.


-Greg van Avermaet: Nach Danis Leistungen in Phase 5, insbesondere bei Gent-Wevelgem konnte man von Greg van Avermaet bei der Ronde ein Feuerwerk erwarten. Und was wurde es? Eine Fehlzündung! Als ein EF-Fahrer ging, und ich mit ausgerissen bin, dachte ich, es sei Greg. Aber ne, es war der olle Bettiol. Der natürlich maximal Alibiführung fuhr. Hätte ich gesehen, dass es nicht Greg ist, wäre ich gar nicht erst mitgegangen. Ich weiß nicht, was mit Greg los war. In einer Woche kann man eigentlich nicht so viel Fitness verlieren. Vielleicht war er krank?

-Oliver Naesen: Nach der starken Vorstellung bei der Generalprobe Quer durch Flandern war die Hoffnung für die Ronde sicherlich groß. Leider konnte der Star von Morich bei der Ronde nicht in den Kampf um den Sieg eingreifen. Platz 14 ist für den (zurzeit noch) zusammen mit van der Poel zweitbesten KSP-Fahrer der Liga doch etwas wenig. Aber eine Chance bleibt ja noch bei Paris-Roubaix! :)

-Jens Debusschere: Ach Jens, einsam und ohne Team versucht Debusschere seit Wochen bei den Klassikern die Fahne für Israel aufrecht zu erhalten. Eigentlich hat zu diesem Zeitpunkt Manager Timmy die Altstadt unsicher gemacht oder was schönes im TV geguckt, aber wegen dem Wettbewerb mit meinem Cousin muss er auch die Klassiker fahren um Schadensbegrenzung zu betreiben. Als Debusschere schon früh abgefallen ist, war klar, oh das wird eine Katastrophe. Am Ende nur Platz 34. Nur 10 Weltcuppunkte geholt. Es gibt Gerüchte, dass nächstes Jahr Israel mit einem KSP Kapitän für die Kopfsteinpflaster-Klassiker zurückkehren wird.

Kontrovers diskutiert-Die Frage der Woche: Die Besten der Besten der realen KSP-Saison. Wer waren positive wie negative Überraschungen?

Ihr wollt es doch auch eher kurz und kompakt...Die Besten der Besten der Besten, Sir: Van Der Poel und Asgreen. Direkt dahinter: Van Aert. Dann van Baarle und dann der große Rest. Ich möchte das kurz erläutern. Van der Poel und Asgreen haben sowohl E3 als auch die Flandern Rundfahrt, und damit meiner Meinung nach die größten Rennen, dominiert. Van Aert setze ich auf die 3, weil er konstant gut war, aktiv fuhr und viel im Wind zu sehen war. Van Baarle auf 4, weil er bei Dwars Door mega stark war und auch bei den anderen Rennen bis auf die Flandern-Rundfahrt mich überzeugt hat.
Positiv überrascht haben mich neben Asgreen und van Baarle Marco Haller, der sowohl bei E3, als auch bei der Ronde Duftmarken setzen konnte. Erwähnen möcht ich auch Anthony Turgis. Irgendwie war er immer dabei, der konstanteste Fahrer vorne und das nahezu ohne Team. Dazu ist in meinen Augen dringend Gianni Vermeersch zu nennen. Ein Helfer, der in den meisten Teams wohl Kapitän wäre.
Die negativen Überraschungen sind für mich das Team Jumbo-Visma, auch wenn ihnen Teunissen natürlich sehr gefehlt hat. Niki Terpstra, weil er absolut gar kein Faktor mehr ist. Nils Politt und John Degenkolb, weil sie schlechter waren als Marcus Burghardt. Ein STück weit auch Tom Pidcock, weil ich mehr erwartet hatte, auch wenns sicherlich etwas unfair ist. Peter Sagan war ein Totalausfall. Oh, und natürlich Greg van Avermaet. Auch wenn Dani ihn total klasse fand.


Die KSP-Saison fiel dieses Jahr etwas kürzer aus als gedacht. Paris-Roubaix findet ja nun erst im Oktober statt. Ich habe vor den KSP-Klassikern eine Dominanz von Van Aert und van der Poel erwartet. Doch es kam anders. Van Aert konnte bei Gent-Wevelgem zwar gewinnen, aber ich finde das Rennen war dieses Jahr nicht so krass besetzt und es ist ja auch das Rennen mit dem wenigsten KSP. Bei den anderen Rennen hießen die Sieger 2 x Asgreen und 1 x van Baarle. Ich denke es ist einfach zu sagen, dass Asgreen sicherlich der große Gewinner der KSP-Saison war. Er hat zwar sicherlich auch davon profitiert im stärksten Team gefahren zu sein, dennoch war er als einziger in der Lage, Mathieu van der Poel auf dem KSP in Schach zu halten. Der Niederländer war sicherlich ähnlich stark wie der Däne. Ich denke ihm hat hier und da die Teamunterstützung gefehlt. Deswegen musste er mehr im Wind fahren, vor allem bei E3. Van Aert war dieses Jahr etwas schwächer als ich dachte, aber trotzdem für mich der drittbeste. Er war immer überraschend früh isoliert. Für mich sind die Teamkollegen von ihm einer der Verlierer der KSP-Saison. Die haben Van Aert echt immer sehr früh alleine gelassen. Da hätte ich von so einem Top-Team mehr erwartet.
Als Verlierer würde ich vor allem Sagan und Politt sehen. Sie konnten beide nicht an die Leistungen früherer Jahre anknüpfen. Bei beiden war allerdings auch die Vorbereitung aufgrund Corona stark gestört. Sagan hatte Corona, wurde davon im Formaufbau weit zurückgeworfen. Nils Politt musste die halbe KSP-Saison im Hotelzimmer verbringen. Deshalb sind sie gar nicht alle Rennen gefahren und die Form war davon bestimmt auch beeinträchtigt. Daneben würde ich aber auch noch Alaphillippe nennen. Nach dem wahnsinnigen Auftritt bei der Ronde letztes Jahr hätte ich da viel erwartet dieses Jahr. Er war zwar immer aktiv, am Ende jedoch weit weg.


Ich muss ehrlich sagen, ich habe „nur“ Strade Bianche, Mailand San Remo und die Flandern Rundfahrt verfolgt. Aber es gefällt mir, dass das ewige Duell Van Aert und van der Poel jetzt auf der Strasse richtig angekommen ist. Es erinnert mich an die schöne Zeit zwischen Boonen und Cancellara. Solche Duelle haben irgendwie immer so eine tolle Anziehungskraft. Ich denke, die nächsten 3 oder 4 Jahre werden wir mit dieser Ausstrahlung begeistert werden. Natürlich dürfen wir auch nicht Alaphilippe vergessen. Der wird diese beiden Ausnahmefahrer ebenfalls weiterhin ärgern und bei Etappen mit kurzen steilen Wänden sogar seinen Stempel aufdrücken auch wenn van der Poel bei Strade Bianche so eine kurze steile Wand besser hochgekommen ist!
Deswegen sehe ich die Rivalität zwischen den dreien und auch diese ganz besondere Beziehung zwischen Van Aert und van der Poel als positive Überraschung.
Aber wenn ich wirklich jetzt nur die reinen KSP Rennen in Betracht siehe, dann ist der heimliche Gewinner im Schatten dieser neuen Generation Asgreen, nicht nur durch den Sieg bei der Flandernrundfahrt oder bei E3, sondern auch wegen der anderen guten Ergebnisse. Als Cunego diesen Fahrer schon mit zarten 16 Jahren im Kader hatte, war uns schon bewusst, das wird ein ganz Großer. Ich freue mich für Rene, dass er endlich mal was Gutes und nichts Verletztes bekommen hat.
Kann man überhaupt was Negatives nennen? Vielleicht nur, dass halt eine andere Ära wohl jetzt zu Ende geht. Wo Licht ist, ist auch Schatten sagte einst mein Onkel Frank. Die anderen Duelle zwischen unseren alten KSP Helden wie z.B GVA, Gilbert oder Sagan neigen sich somit dem Ende zu. Natürlich fahren diese Athleten immer noch tolle Ergebnisse heraus, aber Ihre Ausstrahlung verblasst so langsam.


Uhri und Cunego distanzieren sich von Timmys Unwissenheit über Asgreens Werdegang. Eine Gegendarstellung wird in Auftrag gegeben...


toprider: Die besten der Besten:
Wenn man von den Besten auf dem Kopfsteinpflaster dieser Halbsasion spricht darf der Ronde Sieger Kasper Asgreen auf keinen Fall fehlen, zumal er mit dem E3 ein weiterer Halbklassiker auf der Habenseite stehen hat. Vor allem bei der Ronde konnte man sehr gut sehen, dass nur van der Poel in der Lage war dran zu bleiben, wenn er das Tempo forcierte. Trotz dessen gelang es van der Poel nicht, einen der Klassiker für sich zu entscheiden und hinkt damit zumindest was Siege angeht seinem großen Rivalen van Aert hinterher, der zumindest Gent-Wevelgem holen konnte auch wenn man sowohl beim E3 als auch bei der Ronde erkennen konnte, dass er nicht so stark wie die anderen beiden ist, sondern eine Stufe drunter ist, vielleicht mit einem van Baarle zusammen, der mich positiv überrascht hat.

Überraschungen:
Bei den Überraschungen ist definitiv Gianni Vermeersch zu nennen. Er hat es in den letzten Jahren bei kleineren belgischen Klassikern immer mal wieder angedeutet dass er ganz gut über das Kopfsteinpflaster kommt aber das er seine drei Klassikerteilnahmen dieses Jahr in den Top 10 beendet und dabei immer im Sinne von van der Poel gefahren ist hat mich dann doch positiv überrascht.
Auch Barguil war eine Überraschung. Dass der so gut über das Kopfsteinpflaster kommt, hatte ich nicht auf dem Schirm. Zuletzt auch Pidcock hat mit seiner recht offensiven Fahrweise eine gute Figur in seiner ersten Profisaison abgegeben.

Enttäuschungen:
Enttäuschend fand ich den Auftritt von Bora. Ja, man war durch die Quarantäne nicht bei allen Rennen dabei und gehandicapt aber bei den Rennen wo man da war, war man zu passiv, was sich auch in den Ergebnissen niederschlägt. Auch ein Fahrer wie Degenkolb lieferte enttäuschende Ergebnisse und Niki Terpstra hat sich endgültig von den guten Klassikerfahrern verabschiedet.


uhris Kolumne: Liga vs. Realität: Die große Performance-Analyse

Nachdem wir letzte Woche Morichs Performance angeschaut haben, möchten wir uns heute einer Analyse der Manager von Astana und UAE widmen. Bei UAE war das gar nicht so einfach. Zu oft haben die Fahrer das Team gewechselt. Daher beleuchten wir bei UAE nicht die absoluten Topfahrer und analysieren teilweise Ergebnisse aus 2 Jahren, statt üblich 3. Bei Astana schauen wir wie immer auf die Ergebnisse der Jahre 2018 -2020. Am Ende ranken wir die Ergebnisse auf unserer Performance-Skala.

UAE

Julien Simon(2018-2021)
Beste Ergebnisse Realität: 2 Profisiege, 1x Top 10 WT-Klassiker
Beste Ergebnisse Liga: 3 Profisiege, 2x Top 10 WT-Klassiker
:arrow: Meine Einschätzung: Simon ist einer, der für die Liga richtig gute Werte hat. Die kann Kotschi nur bedingt ausnutzen. Mittelmäßig.

Alexandr Riabushenko(2019-2020)
Beste Ergebnisse Realität: 1 Profisieg, 4x Top 6 HC-Klassiker
Beste Ergebnisse Liga: Kein Sieg, 4x Top 6 HC-Klassiker
:arrow: Das könnte jeder Depp analyiseren... Kotschi holt raus, was rauszuholen ist. Mehr aber auch nicht.

Alexandre Geniez (2018-2021)
Beste Ergebnisse Realität: 4 Profisiege , 11. Giro 2018, 1 Sieg Kontirundfahrt
Beste Ergebnisse Liga: 4 Profisiege, 5x Top 10 Kontirundfahrten, keine relevante GT-Platzierung
:arrow: Meine Einschätzung: Ok, hier muss man genauer hinschauen. Auf den ersten Blick sieht das richtig gut aus. Aber es zeigt sich auch, dass sich Kotschi mehr auf die kleinen Rundfahrten konzentriert hat. Je größer die Rundfahrt, desto schwächer war Geniez. Noch markanter finde ich den Vergleich mit dem Jahr 2019, in dem Geniez in der Liga bei FDJ fuhr. Das war nämlich sein bestes Jahr.
Es zeigt mir: Da wäre mehr drin.

Oliviero Toria (2018-2020)
Beste Ergebnisse Realität: 1x Top 10 HC Klassiker
Beste Ergebnisse Liga:Keine relevanten Ergebnisse gefunden
:arrow: Ihr fragt euch vielleicht: Warum nehme ich den überhaupt rein? Aus 2 Gründen: Er ist der einzige Fahrer im Team, der meinen eigentlichen Kriterien (2018-2020 im Team) entspricht. Und ich wollte mal schauen, wie Kotschi mit reinen Helfern umgeht. Was Troia betrifft: Er nutzt ihn als reinen Helfer, während Troia in der Realität auch mal Freiräume erhält. Hier wäre mehr drin.

Fazit: Die Leistungen sind sicherlich nicht so einfach einzuschätzen. Ich beziehe mit ein, dass Kotschi nicht immer mitgefahren ist. Daher reichen für mich seine Leistungen für eine 5 auf der Performance-Skala.

Astana

Dylan van Baarle
Beste Ergebnisse Realität: 3 Profisiege, 2x Top 10 WT-Rundfahrten, 2x Top 10 WT-Klassiker
Beste Ergebnisse Liga: 1x Top 10 WT-Rundfahrten, 3x Top 10 WT-Klassiker
:arrow: Meine Einschätzung: Hier zeigt sich für mich ein Problem: Dylan hat hier in der Liga einfach kein Siegergen. Ansonsten ist es recht ausgeglichen. Mal sehen, was toprider erreichen wird, wenn van Baarle bald bessere Werte hat.

Joao Almeida (2019-2021)
Beste Ergebnisse Realität: 5x Top 10 Konti-Rundfahrten, 3x Top 10 WT-Rundfahrten, Platz 7 beim Giro
Beste Ergebnisse Liga: 3x Top 10 Konti-Rundfahrten
:arrow: Das ist nicht nur schwach, das ist grottig, was toprider bisher aus Almeida gemacht hat. Er wird sicher anfügen, dass die Werte erst so spät kamen... Aber man muss auch mal sehen, was für gurkige Rundfahrten das waren, wo er in den Top 10 war: Algarve, San Juan, Qinghai. Also da kann eigentlich nur eine GT Top 5 dieses Jahr toprider retten, sonst sollte er ihn abgeben, das ist ja wirklich verschleudertes Talent.

Niki Terpstra
Beste Ergebnisse Realität: 3 Profisiege , 3x Podium WT-Klassiker, eine weitere Top 10 WT-Klassiker
Beste Ergebnisse Liga: 1 Profisieg, 4x Podium WT-Klassiker, 6 weitere Top 10 WT-Klassiker
:arrow: Meine Einschätzung: Das ist die genaue Umkehr von Almeida. Hier zehrt toprider von Werten aus 2018. Dort hat Terpstra zuletzt in echt Ergebnisse erzielt. Bei uns kann er das dank Danis Werten länger halten. Aber die Tendenz geht nach unten. Dennoch, hier hat toprider richtig gute Arbeit geleistet.

Fazit: Topriders Leistungen sind schwankend. Es fällt auf, dass er konstant fahren kann, aber nicht unbedingt ein Siegfahrer ist. Nach van Baarle und Almeida wäre ich eher auf einer 3 in der Performance-Skala. Aber einen Flandernsieger muss ich mindestens mit 5 bewerten.



Der Ausblick: Paris Roubaix

Akkez würde sich ärgern, wenn ich den Namen "Hölle des Nordens" nicht mindestens ein Mal erwähnt hätte. Das ist hiermit erledigt. Aber warum heißt das Rennen so? Das liegt an den zahlreichen Pave´-Sektoren, die diese Strecke im wahrsten Sinne des Wortes pflastern. Und das sind nicht nur rucklige Steine wie in Flandern, nein, das ist echtes Kopfsteinpflaster. Da kommen die ollen Hügelfahrer wie Alaphilippe in der Regel nicht zurecht. Dazu hat das Rennen eine Länge von 254 km. Das macht es auch nicht gerade einfacher. Wichtig bei diesem Rennen wird sein, Stürze und Reifenpannen zu vermeiden und auf den zahlreichen engen Streckenabschnitten nicht geblockt zu werden. Wer dann mit der meisten Kraft ins Velodrome von Roubaix kommt, hat gute Chancen auf eine vordere Platzierung, wie uns Dominic Klemme vor einigen Jahren eindrucksvoll bewiesen hat. In der Realität wurde das Rennen in diesem Jahr verschoben, im letzten Jahr sogar ganz abgesagt. Bei uns hat das Rennen aber natürlich stattgefunden und den großartigen Sieger Greg van Avermaet hervorgebracht. Wir werden sehen, wer ihm nachfolgt, als Bezwinger der Königin der Klassiker!

Der Ausblick: Baskenland-Rundfahrt

Im Baskenland steht eine der schwersten Rundfahrten des Jahres auf dem Programm. Jeden Tag stehen schwere Etappen gespickt mit vielen steilen Anstiegen auf dem Programm. Dabei spielt neben dem Hügelwert auch der Bergwert eine Rolle. Jede Etappe, inklusive dem Zeitfahren hat Berganteil! Zum Auftakt gilt es jedoch erst einmal ein gutes Zeitfahren hinzulegen. Dort dürften sich Ganna, Dumoulin, Roglic und Evenepoel um den Sieg streiten. Danach ist eine Zweikampf zwischen Alaphilippe und Fuglsang um den Gesamtsieg wahrscheinlich. Oder kann hier eventuell Roglic zum ersten Mal zuschlagen?

Veni, Vidi, Vici?-Rückblick

2 Rennen, 6 mögliche Punkte, 0 vergebene Punkte. Inzwischen machen sich Leute lustig über unsere Tipps. Dabei sind wir doch oft nur knapp daneben.... Seis drum: Keine Punkte=keine Strafen. Es bleibt beim Gesamtstand.


Gesamtstand:
Cunego 4 Punkte
Timmy 2 Punkte
Uhri 0 Punkte

Veni, Vidi, Vici?- Paris-Roubaix

Cunego übt seit letzten Sonntag 24/7 Roubaix. Jeder weiß, dass John, seitdem er damals den Stein an den Kopf bekommen hat, dieses Rennen liebt. Er machts.

Bislang blieb Wout van Aert in der KSP-Saison etwas hinter den Erwartungen zurück. Ich denke seine Zeit ist nun gekommen.

Unglaublich schwierig, ich denke es wird Uhri freuen, wenn ich hier van Aert erstmal nicht nenne. Natürlich gehört er zum engeren Kreis (Allein wegen den KSP 78), aber was Rocky bei der Flandern Rundfahrt dort gezaubert hat, war einfach geil! Meine Gedanken sind diese Woche irgendwie nur bei Rocky, ich denke ich nehme van der Poel. Ja, van der Poel ist mein MANN! Oder doch Politt? Die Form ist ja wohl da, aber ich denke ich werde Uhri und Philipp einen Gefallen tun und somit VAN DER POEL nennen. uhri freut es vor allem deshalb, weil van Aert schon genannt wurde...

Veni, Vidi, Vici?- Baskenland-Rundfahrt

Rotweinfetischist Akkez wird es den Abstinenzlern zeigen wollen. Nüchtern gewinnt man so ein Rennen nicht! Mit Rotwein und Hundeblut gewinnt Piti Valverde das Rennen!

Der große Neuzugang Fuglsang dürfte hier ein Terrain vorfinden, welches ihm sehr gut liegen sollte. Ich denke toprider wird seine Klasse unter Beweis stellen und dem großen Dominator Alaphillippe ein Bein stellen.

Wir wissen alle, was hier passieren wird. Das ist Chefsache! Ganz genau, hier wird Julian Alaphilippe zurückkehren. Auch Topfahrer wie Rene, Rocky und Cunego müssen sich der traumhaften Performance von Julian hingeben. Kurze knackige Anstiege, genau wie es Teammager Cookie und Alaphilippe mögen, wobei knackige Kurven Cookie bei Frauen eher mag. Ich freue mich schon darauf! Der Rotwein ist bereit, lasset die Spiele beginnen.

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